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MSI X99A Raider im Test

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Seite 7: SATA-6G-, USB-3.1/3.0- und M.2-Performance

USB-3.1-Performance

Das MSI X99A Raider stellt zwei der neuen Schnittstellen bereit, die über den ASMedia ASM1142-USB-3.1-Hostcontroller zu Werke gehen. Bei nun theoretischen 10 GBit/s Bandbreite bedeutet es gleichzeitig, dass es nicht leicht wird, ein Laufwerk zu finden, mit dem diese Leistung auch abgerufen und vor allem bis ans Limit getrieben werden kann. In der Theorie wäre dies bereits mit einem schnellen M.2-Solid-State-Modul möglich, doch fürs Erste müssen zwei (m)SATA-6GBit/s-SSDs im RAID-0-Verbund herhalten, damit die neue Schnittstelle getestet werden kann.

Für den Test setzen wir eine USB-3.1-Lösung von ASUS ein. In einem externen Gehäuse arbeiten zwei mSATA-6GBit/s-Module im RAID-0-Verbund. Da kein adäquater USB-3.1-Performancetest unter Windows 7 möglich war und weil MSI kein UASP-Tool mitliefert, mussten wir für diesen Test auf eine Windows-8.1-Installation ausweichen, die wir auf einem OCZ-ARC-100-SSD (Hardwareluxx-Artikel) installiert haben. Das Restsystem blieb allerdings unverändert.

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Die USB-3.1-Performance beim MSI X99A Raider
über den ASM1142 unter Windows 8.1.

Unter Windows 8.1 haben wir ziemlich gute USB-3.1-Werte erhalten. Die Lesedurchsatzrate hat mit höchstens 698 MB/s knapp die 700-MB/s-Marke geknackt. Schreibend wurden ziemliche schnelle 646 MB/s erreicht. Das kann sich sehen lassen.

 

USB-3.0-Performance

MSI hat das X99A Raider mit insgesamt sechs USB-3.0-Schnittstellen ausgestattet. Am I/O-Panel können auf vier Stück direkt zugegriffen werden, die restlichen zwei Stück können über den internen Header realisiert werden. Wir nutzen weiterhin das USB-3.0-Gehäuse S3510BMU33T von Star Tech für unsere USB-3.0-Tests. Dank interner SATA-6G- und USB-3.0-UASP-Unterstützung (USB Attached SCSI Protocol) erzielen wir somit deutlich bessere Ergebnisse. In Verbindung mit dem neuen USB-3.0-Gehäuse verwenden wir weiterhin die SanDisk Extreme mit 120 GB-Speicherkapazität.

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Die USB-3.0-Performance beim MSI X99A Raider
(nativ über den X99-PCH).

Auch ohne UASP-Modus waren unter Windows 7 im Lesen maximal 273 MB/s und im Schreiben höchstens 300 MB/s drin. Unter Windows 8.1 wäre mit den inkludierten UASP-Treibern natürlich eine höhere Datenrate möglich gewesen, doch wollten wir den anderen Mainboards gegenüber selbstverständlich fair bleiben.

 

SATA-6G-Performance

Das MSI X99A Raider stellt acht native SATA-6G-Ports und eine SATAe-Schnittstelle bereit. Für den Test verwenden wir ebenfalls die SanDisk Extreme 120, die wir natürlich direkt an die SATA-Ports anschließen.

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Die SATA-6G-Performance beim MSI X99A Raider
(nativ über den X99-PCH).

Der X99-Chipsatz holt mit einer Lesedurchsatzrate von 556 MB/s und einer Schreibrate von 525 MB/s auch dieses Mal wieder alles aus dem SSD heraus.

 

M.2-Performance

Unsere Leser haben sich gewünscht, dass wir uns die M.2-Leistung genauer anschauen. Genau das haben wir mittlerweile in unsere Mainboard-Tests mit eingebaut. Der Vorteil bei der X99-Plattform ist natürlich, dass der M.2-Steckplatz in den meisten Fällen mit vier PCIe-3.0-Lanes an die CPU angebunden ist, wodurch die theoretische Bandbreite auf 32 GBit/s anwächst. Das Problem an der Sache ist allerdings, dass es bisher noch keine M.2-SSDs gibt, die diese Bandbreite ausreizen können. Dennoch lässt sich mit einigen aktuell am Markt befindlichen M.2-SSDs feststellen, ob effektiv mehr als 10 GBit/s übertragen werden. Für diesen Test setzen wir daher die Samsung SSD XP941 mit 512-GB-Speicherkapazität ein, die auf eine Länge von 8 cm kommt und von Samsung mit 1170 MB/s lesend und 950 MB/s schreibend spezifiziert wurde. Als Schnittstelle nutzt das Solid State Module den M.2-16-GBit/s-Standard, was vier PCIe-2.0-Lanes entspricht.

ATTO USB3 small
Die M.2-Performance beim MSI X99A Raider
(über vier PCIe-3.0-Lanes von der CPU).

Trotz anfänglichem Schluckaufverhalten stimmt die Performance im späteren Verlauf absolut überzeugend. Es wurden schreibend 1.028 MB/s und lesend sogar 1.083 MB/s erreicht, was definitiv eine Ansage ist.