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Silverstone SST-ECU01 im Kurztest (Turbo-Treiber-Ergänzung)

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IMG 1 logoObwohl fast alle aktuell erhältlichen Mainboards bereits über genügend performante USB-3.0-Schnittstellen verfügen, sind dennoch entsprechende USB-3.0-Erweiterungskarten noch lange nicht ausgestorben. Je nach Art sind sie in vielen Fällen sinnvoll, wenn die Onboard-USB-3.0-Anschlüsse nicht ausreichen, das Mainboard über keinen USB-3.0-Header verfügt oder aber wenn es sich um ein betagtes System handelt, welches über gar keine USB-3.0-Anschlüsse verfügt. Besonders in den letzten beiden Fällen stellen diese Karten ein sinnvolles Upgrade dar. Einer der Hersteller ist Silverstone, der mit dem SST-ECU01 eine USB-3.0-Karte mit vier Anschlüssen bereitstellt. Wir wollen uns die Karte und vor allem die Performance der Karte einmal genauer anschauen.

Generell gibt es mehrere verschiedene Arten von USB-3.0-Erweiterungskarten. Die neue Silverstone SST-ECU01 jedenfalls kommt "nur" mit zwei internen Headern, Schnittstellen an der Slotblende gibt es nicht. Daher eignet sich diese Karte hervorragend für Anwender, deren Mainboard über keinen Header verfügt oder der ältere Computer generell keine USB-3.0-Schnittstellen aufweisen kann. Alternativ kann in letzterem Fall auch auf eine Karte mit Typ-A-Buchsen gesetzt werden. Beispielsweise bietet Silverstones SST-EC04-Karte zwei USB-3.0-Schnittstellen an der Slotblende und sogar einen Header.

Die Karte in der Übersicht

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Die Silverstone SST-ECU1 in der Übersicht.

Wir jedoch konzentrieren uns erst einmal auf die SST-ECU01 mit ihren zwei Headern. Die Karte tritt per PCIe-2.0-x2-Interface mit dem Mainboard in Verbindung. Dadurch wird eine Gesamt-Durchsatzrate von theoretischen 10 GBit/s erzielt, die im Höchstfall auf vier Anschlüsse verteilt werden müssen. Weiterhin gilt, dass keineswegs zwangsweise ein PCIe-x2-Slot herhalten muss. So lässt sich die Karte auch in einen mechanischen x4- oder x16-Slot einsetzen und nutzen. Das verwendete PCB ist in tiefem Schwarz gefärbt und bietet im Low-Profile-Format eine umfangreiche Einsatzmöglichkeit.

Der Lieferumfang

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Der Lieferumfang

Im Lieferumfang befinden sich neben der Karte noch eine Low-Profile-Slotblende sowie der Treiber-Datenträger im Mini-CD-Format. Ein passendes Adapterkabel von Header zu zwei USB-3.0-Buchsen liegt nicht bei und muss separat organisiert werden. Andernfalls kann natürlich auch der Stecker vom neueren Gehäuse verwendet werden.

Die Karte im Detail

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Eine perforierte Slot-Blende zeigt sich.

Die Silverstone SST-ECU01 ist keine klassische USB-3.0-Erweiterungskarte, sprich sie beherbergt keine USB-Typ-A-Schnittstellen an der Slotblende. Letztere ist mit vielen kleinen Löchern versehen, sodass selbst noch etwas Frischluft in den Computer gelangen kann.

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Zwei Header halten sich einsatzbereit.

Dafür befinden sich auf der Karte selbst zwei interne USB3.0-Header, mit denen sich zusammen vier Anschlüsse realisieren lassen.

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Zur elektronischen Unterstützung muss der SATA-Stromanschluss belegt werden.

Für die Befeuerung der Anschlüsse reicht die Stromversorgung über den Steckplatz alleine nicht aus. Aus diesem Grund hält sich oben am PCB ein SATA-Strom-Anschluss bereit, der vom Netzteil belegt werden sollte.

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Der verlötete Etron EJ198H soll für ordentlich Performance sorgen.

Ohne Controller geht es definitiv nicht. Wie auf dem Bild zu sehen, kommt der Etron EJ198H zum Einsatz. Mit seiner Anbindung mit zwei PCIe-2.0-Lanes kommt er theoretisch auf 10 GBit/s. Jeder Schnittstelle steht die volle Bandbreite von 5 GBit/s zur Verfügung. Bandbreitenprobleme sind eher dann zu erwarten, wenn alle vier USB-3.0-Schnittstellen gleichzeitig verwendet werden. Natürlich unterstützt der EJ198H das deutlich schnellere UASP (USB Attached SCSI Protocol). Wie alle anderen USB-3.0-Anschlüsse, ist auch der EJ198H dazu in der Lage, die USB-2.0- und die USB-1.1-Spezifikation einzuhalten, sodass auch Non-USB-3.0-Geräte problemlos angeschlossen werden können.

Generell ist der Etron EJ198H vielseitig einsetzbar. Es lassen sich Karten mit vier Typ-A-Schnittstellen über die Slotblende, zwei der Anschlüsse und einen Header oder gleich zwei Header herstellen, wie in unserem Fall mit der Silverstone SST-ECU01.

Performance-Test

Für den Benchmark setzen wir exakt dasselbe Testsystem ein, welches wir auch für unsere X99-Mainboard-Tests verwenden. Demnach besteht das Test-System aus folgenden Komponenten:

  • Intel Core i7-5960X
  • Gigabyte GA-X99-UD7 WIFI
  • 4x4 GB DDR4-3000 (G.Skill RipJaws4) - @ 2133 MHz, 15-15-15-35 2T, bei 1,2 V
  • Seasonic X-Series 560W Netzteil
  • Seagate ST1000524AS 1TB Festplatte

Der USB-3.0-Test an sich wird mit der SanDisk Extreme mit 120 GB durchgeführt, die im S3510BMU33T-Gehäuse von Star Tech installiert ist. Das USB-3.0-Gehäuse unterstützt ebenfalls UASP. Als Betriebssystem setzen wir Windows 7 Home Premium 64-Bit ein, um das Ergebnis mit USB-3.0-Tests aus aktuellen Mainboard-Tests vergleichen zu können.

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Die USB-3.0-Performance mit der Silverstone SST-ECU1-Erweiterungskarte. (ohne Turbo-Treiber)
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Die USB-3.0-Performance beim ASUS X99-DELUXE
(nativ über den X99-PCH, ohne Turbo-Treiber).
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Die USB-3.0-Performance beim Gigabyte GA-X99-UD7 WIFI
(nativ über den X99-PCH, ohne Turbo-Treiber).

Die Schreibdurchsatzrate geht mit 324 MB/s bereits ordentlich zur Sache. Deutlich geringer wurde dagegen die Leserate mit maximal 241 MB/s ermittelt. Wenn wir diese Werte nun mit dem ASUS X99-DELUXE und dem Gigabyte GA-X99-UD7 WIFI vergleichen, kann bereits jetzt festgehalten werden, dass die Leseperformance bei der Silverstone SST-ECU01 etwas zu kurz kommt. An der Schreibleistung kann hingegen nicht gemeckert werden. Bei der ASUS- und Gigabyte-Platine schaffte es der X99-Chipsatz, die SanDisk Extreme 120 auf knapp 300 MB/s schreibend und etwa 270 MB/s lesend zu beschleunigen. Im Schnitt arbeitet der X99-Chipsatz daher 33 MB/s im Lesen schneller, kann dafür jedoch nicht mit dem sehr guten Schreibdurchsatz der Silverstone SST-ECU1 mithalten.

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Die USB-3.0-Performance inklusive Turbo-Treiber.

Silverstone liefert jedoch noch einen Turbo-Treiber für ihre Karte mit, der das USB-Attached-SCSI-Protocol so richtig zur Geltung kommen lässt. Die Ergebnisse unterscheiden sich sehr deutlich von den anderen. Im Bestfall wurde die Lesedurchsatzrate von 400 MB/s geknackt, währenddessen im Schreiben sogar mehr als 450 MB/s möglich waren.

Fazit

Wer Besitzer eines Computers ist, der über zu wenig oder über gar keine USB-3.0-Schnittstellen verfügt, kann diesem Problem durchaus mit der Silverstone SST-ECU1 im Low-Profile-Format entgegentreten. Die PCIe-2.0-x2-Karte kann in nahezu jeden PCIe-Slot installiert werden, abgesehen von einem mechanischen x1-Slot, und stellt vor allem in Verbindung mit dem Turbo-Treiber in Sachen Schreibdurchsatz mehr als 450 MB/s zur Verfügung. Auch konnten Daten mit knapp über 400 MB/s gelesen werden. Wir empfehlen daher, den Turbo-Treiber zu verwenden, der einiges an Mehr-Leistung bietet. Etwas mehr Performance kann zudem mit Windows 8/8.1 erwartet werden, da das Betriebssystem native USB-3.0-Treiber an Bord hat.

Für die Silverstone SST-ECU01 müssen gerade einmal 26 Euro auf den Tisch gelegt werden. Für einen PC ohne USB 3.0 stellt dies eine günstige und sehr schnelle Aufrüstungsmöglichkeit dar.

Positive Eigenschaften der Silverstone SST-ECU01:

  • Sehr gute Schreib- und Leseperformance
  • Low-Profile-Format
  • zwei Header

Negative Eigenschaften der Silverstone SST-ECU01:

  • minimal schwächere Leseleistung als beim Intel-PCH (ohne Turbo-Treiber)

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Kommentare (6)

#1
Registriert seit: 03.12.2014

Matrose
Beiträge: 14
Die wäare genau das richtige um den Arbeits-PC meines Vaters aufzurüstem...
#2
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Registriert seit: 04.05.2001
Hannover
Chefredakteur
Beiträge: 31332
Danke für das Update, Marcel!
#3
Registriert seit: 06.04.2003
Bremen
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1428
So welche USB 1.1 , USB 2.0 , USB 3.0 PCI / PCIE Zusatzkarten hatte ich schon einige,
werde wohl nächstes oder übernächstes Jahr lieber eine USB 3.1 PCIE Karte kaufen !

klein
#4
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 15687
Wenn USB 3.1 wirklich bis zu 20V und 100W liefern können soll, wird es mit Nachrüstkarten schwer, welches Netzteil kann schon solche Spannungen liefern und dazu noch über einen Stecker so viel Leistung? Da muss die Karte einen Spannungswandler haben und die Karte einen Stecker für die Grakas, für einen einzelnen Port. Dazu braucht man für die Datenrate dann eine PCIe 3.0 Lane oder zwei PCIe 2.0 Lanes. Billig werden solche Karten dann sicher nicht.

Übrigens wird der x2 Modus nicht bei allen Plattformen unterstützt, der war ja ursprünglich nicht vorgesehen und die Slots haben keinen Pin um eine x2 Karte zu signalisieren, nur für x1, x4 , x8 und x16. Sandy Bridge CPUs könnten das z.B. bei den Lanes der CPU nicht.
#5
Registriert seit: 06.04.2003
Bremen
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1428
Dann macht nach deinen beschreibungen USB 3,1 keinen sinn im PC wo der Vorteil das auf und nachrüsten ist !

Habe immer wieder mal mit ISA-,PCI-,PCIe- Karten den PC erneuert z.b. Parallel Port , SCSI , USB u.v.m.


klein
#6
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 15687
Das sage ich so nicht, ich erwarte nur große Herausforderungen dabei die 20V in einem heutigen PC mit entsprechender Leistung bereit zu stellen, weil die Netzteile eben nur maximal 12V liefern. Da bin ich mal gespannt wie sich das entwickeln wird und bei Notebooks wird es auch nicht ohne werden, denn 100W pro Port erfordern dann auch ein entsprechendes Netzteil und die meisten Notebook brauchen selbst weniger und müssten dann viel zu starke Netzteile bekommen um das zu ermöglichen. Also statt z.B. einem 60W Netzteil dann eines mit 160W nur um auch noch die 100W an einem USB 3.1 Port liefern zu können? Das kann nicht wirklich der Ernst der Macher der Norm gewesen sein.
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