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Shuttle SN95G5

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Seite 4: Der SN95G5 - Ausstattung und Layout (1)

Unsere eigentlichen Layoutbetrachtungen beginnen wir wie bei den Mainboardreviews auch mit den Erweiterungsslots. Ein PCI Slot kann bestückt werden. Auch der braune AGP Slot wurde in der aktuellsten Version in den nVidia nForce3 250 Chipsatz integriert, man kann also auf ein 8x AGP-Interface zurückgreifen. Die nächste PCI-Express-Grafikkarten-Generation steht allerdings schon vor der Tür, die Unterstützung für diesen Slot wird es aber erst mit dem nForce4 geben. Gehalten werden die Karten durch einen üblichen Hebel, der beim Einstecken der Karte einfach einrastet und zum Lösen nach unten gedrückt werden muss. Dadurch wird verhindert, dass heutige doch recht schwere Karten aus dem AGP Slot rutschen und das System instabil machen oder sogar zur Zerstörung einzelner Komponenten führen.

Eine Zwei-Slot-Grafikkarte kann hier jedoch nicht eingesetzt werden, da direkt "unter" dem AGP schon die Seitenwand ist. Aus diesem Grund kommen nur Single-Slot-Grafikkarten in Frage.

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Das SN95 Mainboard im SN95G5 verfügt über zwei DIMM Slots. Diese befinden sich unmittelbar nebeneinander und sind direkt neben dem CPU Sockel positioniert. Beim Einbau behindert das Netzteil den Anwender doch sehr stark, da es genau über den DIMM Slots befestigt ist und so der Einbau von Modulen mit Heatsink zu einem Fingerknoten führen kann. Wirkliche Probleme konnten wir aber auch hier nicht feststellen.

Insgesamt können in den zwei DIMMS bis zu 2 GB Arbeitsspeicher untergebracht werden, also jeweils ein Modul mit bis zu 1024 MB. Wie den Shuttle Spezifikationen zu entnehmen ist, können Module der Baureihe DDR400, DDR333 und DDR266 eingesetzt werden. Nun endlich ist mit dem Sockel 939 ist auch der Dual-Channel Betrieb möglich, daher auch die farbliche Untescheidung der DIMM Steckplätze. In unseren ersten AMD Athlon 64 Reviews hatten wir zum Teil große Probleme mit verschiedenen Speichermodulen. Dies legte sich aber im Laufe der Zeit und spätestens mit dem neuen Stepping waren die gröbsten Fehler ausgeräumt. Bei den bisherigen Sockel 939 Boards haben wir die RAM-Kompatibilität bereits getestet und waren positiv überrascht, denn es traten keinerlei Probleme auf.

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Gegenüber dem Sockel 754 hat sich am klassischen Sockel-Mechanismus nichts geändert. Der Sockel ist im Vergleich zum "alten" Sockel 754 mit 754 Pins gleich groß geblieben, er misst 44 mm in der Breite und 53 mm in der Länge. Gleich geblieben ist der Arretierungshebel an der Seite, wenn er hochgeklappt wird, kann die CPU eingesetzt werden, um ihn dann wieder zu senken und die CPU somit zu fixieren. Des Weiteren hat AMD die so genannten "Sockel-Nasen" aus dem Construction-Sheet gestrichen.

Für die Befestigung des Kühlers wird beim Shuttle SN95G5 jetzt eine Konstruktion ähnlich der des Intel Pentium 4 verwendet, welche den Kühlkörper aufnimmt und über dem Prozessor verankert. Diese Verankerung ist zum einen wesentlich stabiler als die Nasen am Sockel und anderen fällt das Problem weg, dass beim Abbrechen einer oder mehrerer Sockelnasen, was beim häufigen Montieren und Demontieren eines Kühlers auch mal vorkam, manche Kühlkörper keinen festen Halt mehr hatten und somit die CPU in den Hitzetod trieben oder sie schlicht und einfach durch die entstehenden Vibrationen mechanisch beschädigten.

Direkt links unterhalb des Sockels findet man einige MOSFETs und übrigen Komponenten, die die Stromversorgung des Mainboards gewährleisten sollen. Natürlich kann hier keine Keep-Out Area eingehalten werden und dies ist auch nicht notwendig. Shuttle setzt auf eine klassische dreiphasige Spannungswandlung.

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Hier ist der geöffnete Barebone von oben zu sehen. Gut über die Hälfte in das Gehäuse hinein ragt der Laufwerksschlitten, auf dem ein 5 1/4 Zoll und bis zu zwei 3 1/2 Zoll Laufwerke Platz finden. Dabei kann sowohl ein Diskettenlaufwerk als auch der optional erhältliche Kartenleser eingebaut werden. Für Festplatten-hungrige Leser ist hier natürlich auch Platz für zwei Festplatten, allerdings sitzen diese dann direkt übereinander, wodurch sie sich stark aufheizen, was unser Test mit zwei Samsung Serial-ATA Festplatten auch zeigte.

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Diagonal auf der anderen Seite des Mainboard befinden sich einige der wichtigsten Chips und Anschlüsse des SN95. Unter anderem der primäre und sekundäre IDE Kanal sowie der gesockelte BIOS Chip samt Battiere. Ebenfalls zu sehen ist der Stecker für die Frontanschlüsse. Auch hier sollte man darauf achten, dass man zunächst alle derartigen Anschlüsse einrichtet und dann erst PCI- und AGP-Karten sowie die CPU aufsetzt, sonst wird es zu eng in dem Gehäuse.

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Der ATX Stromstecker liegt weiter oben am Rand des Boards. Die Positionierung ist hier auch hervorragend gewählt, da das Netzteil hier alle Kabel nach außen führt. Kabelgewirr kann man in einem kleinen Barebone nicht brauchen. Bisher konnten wir im Layout also keine großen Mängel feststellen. Wir hoffen, dass das so bleibt und widmen uns nun den einzelnen Chips, die verlötet wurden.