Seite 12: Fazit

Kommen wir nun zur abschließenden Betrachtung der Corsair H105. Sowohl bei der Verarbeitungsqualität als auch bei der Montage gibt es keinerlei Anlass zur Kritik. Im Gegenteil: Die Montage wurde von Corsair grundlegend überarbeitet und fällt nun deutlich einfacher und komfortabler aus, als dies noch zuvor bei der Corsair H110 der Fall war. Auch das Zubehör fällt umfangreich aus und bietet durchdachte Extras wie ein schwarzes Y-Kabel, das als Flachbandkabel ausgeführt wurde, sowie Plastikringe, die eine Individualisierung des Looks der Pumpeneinheit erlauben.

Die Serienlüfter der Corsair H105 machen ebenfalls einen guten und ruhigen Eindruck und fallen nicht unangenehm durch Nebengeräusche auf. Lediglich mit maximaler Drehzahl agieren sie alles andere als leise, doch dies ist der Natur der Sache geschuldet und auch andere Lüfter gehen in diesem Drehzahlbereich nicht mehr wirklich leise zu Werke.

Bezüglich der im Test gezeigten Leistung gilt es bei der Corsair H105 zu differenzieren. Der 38 mm dicke Radiator zeigte sich, wie schon im Vorfeld zu erwarten war, sehr von einer hohen Förderleistung der Lüfter abhängig. Dementsprechend gelingt es der Corsair H105 auch nur bei voller Drehzahl der Lüfter Akzente zu setzen. In diesen Testszenarien erobert die Corsair H105 allerdings auch mit Bravour den Spitzenplatz des Testfeldes. Im mittleren und niedrigen Drehzahl Bereich jedoch fällt die Leistung dagegen etwas ab. Sollte der Betrieb in diesen Drehzahlbereichen angestrebt werden, so gibt es vermutlich deutlich sinnvollere Alternativen zur Corsair H105.

Zu guter Letzt gilt es zu betonen, dass unsere Testumgebung, bestehend aus einem großen Gehäuse mit langsam drehenden Gehäuselüftern, aber auch nicht ideal für eine Wasserkühlung zu sein scheint. Da die warme Luft, die rund um den CPU Sockel entsteht, nicht richtig aus dem Gehäuse befördert wird, müssen die beiden Lüfter der All-in-One-Wasserkühlung auch noch als Gehäuselüfter agieren. In Gehäusen mit einer stärkeren Gehäusebelüftung ist es durchaus möglich, dass die Corsair H105 noch mehr glänzen und einen größeren Vorsprung gegenüber den Konkurrenten aus dem Luftkühlersegment herausarbeiten kann.

Eine Kaufempfehlung betreffend sollte individuell hinterfragt werden ob der Fokus auf purer Leistung liegt und ob man, um diese zu erreichen, auch bereit ist Abstriche bei der Lautstärke machen. Denn damit die Corsair H105 ihre volle Leistung entfalten kann sind hohe Drehzahlen und somit auch ein hoher Geräuschpegel nötig. Sollte die Antwort auf diese Frage ja lauten, so kann die Corsair H105 bedenkenlos empfohlen werden. Geräuschempfindliche Nutzer dagegen werden aber zumindest die Drehzahl der Lüfter etwas zurückdrehen wollen, wodurch wieder etwas Leistung verloren geht und andere Kühler des Testfeldes deutlich aufholen können.  

So oder so ist es aber schön, eine Option für noch mehr Leistung in Form einer All-in-One-Wasserkühlung wie der Corsair H105 zu haben, falls die Leistung eines hochkarätigen Twin-Tower-Luftkühlers nicht ausreichen sollte oder auch einfach nicht genügend Platz für einen solchen Kühler zur Verfügung steht.

Wenn auch wegen der durchschnittlichen Temperaturen im niedrigen und mittleren Drehzahlbereich denkbar knapp: Aufgrund der exzellenten Verarbeitung, der komfortablen und deutlich verbesserten Montage sowie den sehr guten Temperaturen bei hohen Drehzahlen erhält die Corsair H105 unseren heiß begehrten Excellent Hardware Award.

Excellent Hardware Award


Positive Aspekte der Corsair H105:

  • Einwandfreie Verarbeitung
  • Komfortable und deutlich verbesserte Montage
  • Leise Serienlüfter und relative leise Pumpeneinheit
  • Bisher beste Kühlleistung bei hohen Drehzahlen
  • 5 Jahre Garantie

Negative Aspekte der Corsair H105:

  • Absinkende Leistung bei niedrigen und mittleren Drehzahlen