> > > > Test: Coolermaster V6 GT - Knight Riders Comeback?

Test: Coolermaster V6 GT - Knight Riders Comeback?

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 4: Montage, Lüfterleistung und Besonderheiten

Die Montage des V6 GT gestaltet sich folgendermaßen: Zuerst müssen vom Kühlkörper beide Lüfter samt Rahmenhalterung entfernt werden. Danach wird das Retention Modul für AMD- bzw. Intel-Sockel angebracht, bei letzterem muss zuvor die Spannweite entsprechend auf Sockel 775, 1155 bzw. 1156 und 1366 eingestellt werden. Im Anschluss werden die Konstruktionen von der Rückseite mit der Backplate versehen und dann verschraubt. Etwas schwierig ist es dabei, seitlich die Backplate wie auch das Retention Modul zu halten, während man von der Rückseite die Schrauben eindreht. Im Anschluss wird der Kühler mit einem Steg - ähnlich dem Verfahren von Prolimatech - fixiert, durch die überstehende Plastik-Oberseite des Kühlers gestaltet sich dies jedoch nicht ganz einfach und die Lamellen können unangenehm in die Hand schneiden. Ist dies soweit erledigt, werden die Lüfter samt der Rahmenhalterung wieder eingehakt, in einem Midi-Tower wie unserem Lancool PC-K62 kann es dabei schnell etwas eng werden. Jetzt nur noch die Lüfter über das beiliegende Y-Kabel anschließen sowie die LED-Beleuchtung per Molex-Anschluss mit dem Netzteil verbinden und die Installation ist soweit abgeschlossen.

Der sichere Halt des Kühlers ist durch diese Montage aber nicht gewährleistet. Während unserer Tests fiel uns auf, dass der Kühler entlang der z-Achse ein nicht gerade unerhebliches Spiel hat und beim Lüfterwechsel - sprich bei leichter Krafteinwirkung - löste sich der Kühler sogar kurzzeitig von der CPU. Beim Transport kann dies zu einer Beschädigung des Prozessors führen, definitiv ein "no go" in unseren Augen. Der Anpressdruck war ebenso nicht gleichmäßig, der Kühlerboden hatte partiell keinen Kontakt zum Heatspreader.

DSC_0699

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

An dieser Stelle wollen wir noch ein paar Worte über die mitgelieferten Lüfter verlieren. Wie so ziemlich bei allen von uns bisher getesteten Kühlern drehen auch die Lüfter des Coolermaster V6 GT ordentlich auf, mit sage und schreibe 2270 Umdrehungen pro Minute bei 12 Volt ist dies ein neuer Rekord im Test, Nebengeräusche sind auch aufgrund der sehr hohen Förderlautstärke nicht mehr auszumachen. Bei 7 Volt fällt die Regelkurve ab und die Lüfter laufen mit etwa 950 Umdrehungen pro Minute, dabei ist ein Lagersurren wahrzunehmen. Liegt eine Spannung von 5 Volt an, drehen die Lüfter noch mit 630 Umdrehungen pro Minute, die Nebengeräuschkulisse wird noch durch ein leichtes Lagerklackern repräsentiert. Die minimale Drehzahl der Lüfter liegt bei 340 Umdrehungen, sie laufen allerdings erst bei 400 Umdrehungen pro Minute an. Der respektive große Regelbereich der mitgelieferten Lüfter gleicht einem exponentiellen Wachstum im Intervall der Stromspannung, mit Erhöhung der anliegenden Spannung wächst die resultierende Drehzahl exponentiell an.

Eckdaten des mitgelieferten Lüfters
12 Volt 2270 Umdrehungen pro Minute, leichte Vibrationen, sehr hohe Förderlautstärke
7 Volt 950 Umdrehungen pro Minute, Lagersurren,
5 Volt 630 Umdrehungen pro Minute, leichtes Lagerklackern
Anlaufverhalten
400 Umdrehungen pro Minute bei 4 Volt
Regelbereich
340 Umdrehungen pro Minute bei 3,6 Volt bis 2270 Umdrehungen pro Minute bei 12 Volt

cmv6gt_img024

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Im Betrieb tritt die LED-Leiste des V6 GT dann auch deutlich in Erscheinung. Wahlweise in Rot, Blau oder Violett beleuchtet sie mittels Knopfdruck das Gehäuse oder kann auch gänzlich abgeschaltet werden.