Seite 5: Die Wärmeleitpasten in der Übersicht

Arctic Cooling MX-2

Unter der Bezeichnung MX-2 präsentiert der österreichische Kühlerspezialist Arctic Cooling einen Spagat zwischen Preis/Leistung und Performance. Für gerade einmal 0,7 Euro pro Gramm erhält der Kunde nicht nur den Nachfolger der erfolgreichen MX-1, sondern auch eine achtjährige Garantie gegen Aushärtung im Betrieb. Die nichtleitende Paste platziert sich leitungsmäßig im Mittelfeld und erwies sich als guter Allrounder. Was uns jedoch stört, ist die im Vergleich zur Konkurrenz schlechtere (aber immer noch ordentlich zu bewertende) Verteilbarkeit.

Trotzdem ist die Arctic Cooling MX-2 unser Tipp für alle mit geringem Budget. Es ist die Allround-Paste schlechthin.

mx-2

 

Coollaboratory Liquid Pro

Die Liquid Pro liefert im Test die niedrigsten Temperaturen, zumindest mit Kühlern, deren Unterseiten nicht aus Aluminium bestehen. Wir raten von einer Verwendung mit diesen dringend ab, da die Unterseite des Kühlers vom Flüssigmetall angegriffen würde. 4,85 € pro Gramm sind ein stolzer Preis, jedoch hält eine Spritze laut Hersteller für bis zu 15 Anwendungen.

Die Paste ist elektrisch leitend und sollte sehr vorsichtig aufgetragen werden, da ihre Konsistenz (zumindest am Anfang) stark an Wasser erinnert. Wir empfehlen das Verteilen mit den mitgelieferten Wattestäbchen, so wird die endgültige Schicht des Flüssigmetalls relativ gleichmäßig. Das Entfernen gestaltet sich am Anfang noch recht einfach, aber je länger die Paste in Benutzung ist, desto schwieriger wird es. Die Metalllegierung verbindet sich mit dem Heatspreader und der Unterseite des Kühlers, daher gestaltet sich das Reinigen sehr aufwendig oder gar unmöglich.

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Der Lieferumfang ist sehr ordentlich und angemessen. Dazu gehören zwei Wattestäbchen zum besseren Verteilen, eine sehr ausführliche Gebrauchsanweisung, eine Reinigungsschwamm aus Stahlwolle und ein in Isopropyl (ein Alkohol) getauchtes Reinigungstuch.

Die Coollaboratory Liquid Pro ist wirklich nur etwas für all diejenigen, die das letzte Stückchen Leistung aus ihrem PC „quetschen“ möchten. Diesen Job beherrscht sie aber wie kaum ein anderes Produkt, sie ist daher der Tipp für alle Enthusiasten. Alle anderen sollten sich aber nach Alternativprodukten umsehen, da die Nachteile der Liquid Pro hier doch teils deutlich überwiegen. Nach Rücksprache mit Coollaboratory wurde uns mitgeteilt, dass im Januar dieses Jahres die Liquid Ultra erscheinen wird. Durch eine höhere Viskosität lässt sie sich besser als ihr Vorgänger verteilen und weißt wohl eine minimal bessere Wärmeleitfähigkeit auf.