Seite 1: Buyer's Guide 2018: Bauvorschlag für einen 800-Euro-Rechner

buyers guides 2018 einsteiger-teaserEs hat fast schon Tradition: Bereits zum vierten Mal in Jahresfolge veröffentlichen wir im Rahmen unserer "Buyer's Guides" insgesamt drei Bauvorschläge für Spiele-PCs unterschiedlicher Preis- und Leistungsklassen. In diesem Jahr haben wir die Preisstufen auf 800, 1.700 und 3.300 Euro festgesetzt. Zum Auftakt der dreiteiligen Artikelreihe stellen wir den günstigsten Buyer's-Guide-Rechner ausführlich vor und jagen ihn durch einen ausgewählten Benchmark-Parcours.

Seit 2014 sind die "Buyer's Guides" fester Bestandteil des jährlichen Redaktionsplans. Darin stellen wir drei Spielerechner vor, die mit Komponenten bestückt werden, die von den einzelnen Fachredakteuren für gut befunden wurden, stecken sie zusammen und überprüfen in einem ausgewählten Benchmark-Parcours letztendlich die Leistung, das Temperatur-Verhalten und natürlich die Lautstärke. Verbaut werden ausschließlich Bauteile namhafter Hersteller. 

Wie in jedem Jahr richten sich auch unsere Buyer's Guides 2018 überwiegend an Spieler, die die neuesten aber auch kommenden Grafikkracher spielen und dabei keinerlei Abstriche bei der Grafikqualität hinnehmen wollen. Während es in den unteren Preisregionen meist nur für Full HD reicht, kann bei den teureren Systemen die Auflösung auf QHD oder gar UHD erhöht werden. Den perfekten Gaming-Rechner für jedermann gibt es jedoch nicht. Jeder Nutzer hat seine eigenen Vorstellungen, Vorlieben und Erwartungen. Der eine möchte möglichst wenig Geld ausgeben und spart daher bei Gehäuse, Netzteil und Kühlung, während der andere Fan eines bestimmten Herstellers ist und überwiegend dessen Produkte kauft. Wieder ein anderer benötigt schlichtweg das eine oder andere Extra; beispielsweise eine Soundkarte für eine hochwertige Audio-Ausgabe oder extra viel Speicher für die eigene Spielesammlung und Daten. 

Wir haben unseren Fokus daher überwiegend auf Geschwindigkeit und Gaming gelegt und lieber eine leistungsfähigere Grafikkarte sowie eine schnelle SSD verbaut, als zu einer zusätzlichen Soundkarte oder einem schnellen RAID-Verbund gegriffen. Trotzdem verwenden wir stets hochwertige Komponenten namhafter Hersteller und verstauen die Hardware in einem etwas kostenintensiveren Vorzeige-Gehäuse als in einem billigen Plastik-Case mit scharfen Kanten und nur wenigen Möglichkeiten für die Montage und Kühlung. 

Unsere Auswahl kann jedoch deswegen eingeschränkt sein, weil nicht immer das gewünschte Produkt sofort verfügbar war oder sich bis zur Veröffentlichung der Artikelserie schon wieder starke Preisänderungen einstellten – der Markt ist hierfür viel zu kurzlebig. Außerdem locken kurz vor Weihnachten viele Händler teils mit satten Rabatten.

Unsere Buyer's Guides sind daher als eine gute Grundlage für einen aktuellen Spielerechner zu verstehen und stellen nur einen Bauvorschlag dar. Individuelle Beratung gibt es bei uns im Forum - dort helfen unsere Leser und Community-Mitglieder gerne aus und stehen mit Rat und Tat zur Seite, um am Ende seinen ganz persönlichen Spiele-PC zu erhalten. Wir wünschen viel Spaß beim Diskutieren! 

Erste Obergrenze: 800 Euro

Wie in den Jahren zuvor, läuten wir unsere diesjährigen Buyer's Guides traditionell mit dem kleinsten und günstigsten System ein, um dann im zweiten Teil quasi die Mittelklasse und schließlich im dritten und letzten Artikel das High-End-System für die gehobenen Ansprüche zu präsentieren. Aufgrund der stetig steigenden Preise vor allem bei Flashspeicher und Grafikkarten, haben wir unsere Preisstufen abermals angepasst und das Budget leicht nach oben korrigiert. 

Der erste Rechner soll nun rund 800 Euro kosten, während für die beiden anderen Systeme etwa 1.700 und 3.300 Euro ausgerufen werden sollen. Für diesen Preis erhält man jedoch jeweils nur das Gehäuse sowie die wichtigsten Komponenten. Wer noch ein Betriebssystem, einen Monitor sowie Tastatur und Maus benötigt, der muss noch ein paar zusätzliche Euro mehr mit einplanen. Ebenfalls nicht im Preis inbegriffen ist der Zusammenbau. Wer sich die Bastelei nicht selbst zutraut, sollte zusätzliches Service-Entgeld bereithalten. 

Wie schon in den Jahren zuvor, bietet vor allem AMD in den unteren Preisregionen attraktive Angebote. Wir setzen bei unserem Einstiegs-Rechner auf eine moderne Ryzen-CPU und kombinieren diese mit einer Pascal-Grafikkarte. Im Vergleich zum letzten Jahr gibt das ein ordentliches Leistungsplus bei CPU und GPU, aber auch beim Arbeitsspeicher, der nun doppelt so groß ausfällt. Außerdem möchten wir auf keine SSD mehr verzichten, weshalb auch bei unserem kleinsten Buyer's-Guide-Rechner eine solche enthalten ist. 

Die technischen Daten haben wir tabellarisch zusammengefasst:

Buyer's Guide: Einsteiger-PC
HardwarePreis
Prozessor: AMD Ryzen 5 2600 ca. 160 Euro
Mainboard: Gigabyte B450 AORUS Pro ca. 110 Euro
Arbeitsspeicher: G.Skill Ripjaws V, 2x 8 GB DDR4-3200 ca. 150 Euro
Grafikkarte: MSI GeForce GTX 1060 Aero ITX OC, 6 GB ca. 250 Euro
Massenspeicher: Toshiba OCZ TR200, 240 GB ca. 40 Euro
Optisches Laufwerk: - -
Soundkarte: on board -
Netzteil: be quiet! Pure Power 11, 400 W ca. 57 Euro
Kühlung und Gehäuse
Gehäuse: Antec P7 Silent Black ca. 50 Euro
CPU-Kühler: boxed -
Lüfter: vormontiert -
Preis
Gesamtpreis:   ca. 817 Euro

Neu ist in diesem Jahr, dass man unsere Buyer's-Guide-Systeme erstmals direkt bei einem der großen Systemdistributoren kaufen kann und sich somit die Bestellung bei unterschiedlichen Online-Shops, den Zusammenbau, die Installation und schließlich die Nerven bei etwaigen Hardware-Problemen sparen kann. Caseking übernimmt all diese Service-Leistungen und steht auch für etwaige Upgrades bei Grafikkarte, Prozessor und Co. zur Seite. Außerdem gibt es ein schickes Hardwareluxx-Logo auf dem Gehäuse und natürlich eine zweijährige Garantiezeit mit oben drauf.

Unser Einsteiger-Rechner kostet bei Caseking.de rund 969 Euro. Dabei kann es jedoch passieren, dass die Komponenten je nach Verfügbarkeit etwas von unseren Vorschlägen abweichen können. 

Auf den nachfolgenden Seiten haben wir unseren 800-Euro-Rechner zusammengebaut und ihn durch einen ausgewählten Benchmark-Parcours gejagt.