Seite 3: Neue Magic-Eingabegeräte und Fazit

Im Zusammenhang mit dem 21,5 Zoll iMac mit 4K-Retina-Display haben wir uns einige der neue Magic-Eingabegeräte genauer angeschaut. Dies wären das Magic Keyboard und die Magic Mouse 2. Noch gefehlt hat uns das Magic Trackpad 2, welches wir nun nachreichen wollen.

Das neue Magic Trackpad 2 besitzt eine um 30 % größere Oberfläche als das Trackpad der ersten Generation für den Schreibtisch. Außerdem ist es deutlich flacher geworden, was die Bedienung vereinfachen soll. Die Abmessungen betragen demnach 160 x 114,9 mm in Breite und Tiefe sowie 4,9 bis 10,9 mm in der Dicke. Das Gewicht liegt bei 231 g. Bei der neuen Generation der Magic-Eingabegeräte verzichtet Apple auf austauschbare Akkus und verbaut diese fest in der Hardware. Die Kopplung erfolgt mittels Bluetooth. Aufgeladen wird der Akku über ein Lightning-Kabel – damit findet auch die erste Kopplung statt.

Apple Magic Trackpad 2Apple Magic Trackpad 2

Apple Magic Trackpad 2

Wie auch die Trackpads in den MacBooks unterstützt das Magic Trackpad 2 den Force Touch. Ein echtes mechanisches Klicken ist also gar nicht mehr möglich. Stattdessen erkennen Drucksensoren, wann und wo der Nutzer auf das Trackpad drückt. Dabei werden unterschiedliche Druckpunkte erkannt, womit dann unterschiedliche Aktionen ausgeführt werden. Zum Beispiel wird ein Bild nicht direkt in einem Bildbearbeitungsprogramm geöffnet, sondern zunächst in einer Vorschau. Gleiches gilt für E-Mails, Link zu Karten etc. pp.

Ansonsten gibt es zum Magic Trackpad 2 wenig zu sagen. Nach der einfachen Kopplung per Lightning-Kabel bietet die große Oberfläche eine schnelle und einfache Möglichkeit der Bedienung von OS X. Wer täglich ein MacBook mit Trackpad verwendet, wird mit der Handhabung des Magic Trackpad 2 schnell zurechtkommen. Auch wenn die Maus noch immer das primäre Eingabemedium am Desktop ist, so kann das Trackpad eine sinnvolle Möglichkeit sein.

Fazit

Apple geht mit dem aktuellen iMac einen bekannten Weg und passt nur die Komponenten an, die man für notwendig erachtet. Dazu gehören neben dem Prozessor auch die Grafikkarte und die Anbindung des Massenspeichers bzw. der SSDs. Einen großen Generationen-Sprung haben wir mit dem letzten Update also nicht gesehen, aber dieser ist vielleicht nicht notwendig, denn der 27-Zoll-iMac mit 5K-Retina-Display ist ein herausragendes Komplettsystem, wenn es um den Einsatz von OS X im Büro geht. Office-Arbeiten lassen sich auf Basis des Betriebssystems von Apple wohl kaum besser am heimischen Schreibtisch bearbeiten wie auf diesem Gerät. Je nach Display-Einstellung hat der Nutzer dann die Wahl zwischen verschiedenen Größen der Darstellung – Pixel lassen sich bei üblichem Betrachtungsabstand gar nicht mehr erblicken.

Ein paar Makel sind dennoch zu finden. Zum einen bietet Apple auch vom 27-Zoll-iMac mit 5K-Retin- Display genau wie beim 21,5-Zoll-iMac mit 4K-Retina-Display noch mindestens ein Modell an, welches nur mit einer Festplatte ausgestattet ist. Heute noch einen Rechner zu kaufen, in dem keine SSD mehr steckt, halten wir nicht mehr für sinnvoll. Ein Fusion Drive ist damit hinsichtlich der Ausstattung eine Mindestanforderung. Die angebotenen 8 GB Arbeitsspeicher reichen in den meisten Fällen auch aus. Wer möchte, kann diesen selbst erweitern und muss nicht unbedingt bei der Bestellung darauf achten eine ausreichende Kapazität zu wählen. Hinsichtlich des Prozessors und der Grafikkarte muss jeder selbst entscheiden, welchen Verwendungszweck er in seinem 27-Zoll-iMac sieht. Für die Foto- und Videobearbeitung schadet in Upgrade in mindestens einem Punkt sicherlich nicht.

Foto- und Videobearbeitung ist auch gleich ein guter Punkt für das Display. Apple hat im Vergleich zum Vorgänger einige Änderungen vorgenommen. Die Pixel rücken etwas näher an die Glasabdeckung des Displays und der dargestellte Farbraum wurde ebenfalls erweitert. Den einfachen Office-Anwender wird dies nicht weiter ansprechen, mitnehmen wird er diese Verbesserungen aber sicherlich gerne.

iMac mit Retina 5K Display
iMac mit Retina-5K-Display

Ein zweiter kleiner Makel ist das Fehlen von Thunderbolt 3. Inzwischen haben zahlreiche Hersteller entsprechende Speicherlösungen vorgestellt und Apple als großer Verfechter dieser Technologie hätte sicherlich nicht darauf verzichten müssen. Zum Zeitpunkt der Vorstellung der aktuellen iMac-Generation mag es für Thunderbolt 3 noch etwas früh gewesen sein – dies können wir aber kaum abschätzen und hatten eigentlich mit dem Einsatz von Thunderbolt 3 gerechnet.

Wer sich für einen 27-Zoll-iMac mit 5K-Retina-Display entscheidet, der muss mindestens 2.219 Euro auf den Tisch legen. Zwar kostet das günstigste Modell nur 2.099 Euro, wir haben aber gleich das Upgrade auf ein kleines Fusion Drive hinzugerechnet. Damit ist der 27-Zoll-iMac mit 5K-Retina-Display alles andere als ein Schnäppchen. Nun darf man nicht den Fehler machen, die Komponenten zusammenzurechnen und einen Preis zu bilden, dennoch sind mehr als 2.000 Euro für ein solches System ein stolzer Preis. Wer sich ein leistungsstarkes Komplettsystem für das Schneiden von Filmen oder 3D-Rendering als 27-Zoll-iMac zusammenstellt, liegt schnell auch bei 4.500 Euro.

Der 27" iMac mit 5k Retina Display ist ein sehr kompetentes Komplettsystem. Ausgestattet mit einer reinen SSD und ohne Fusion Drive sind im Zusammenspiel mit dem guten 5K-Display wohl eine Wünsche mehr offen. Wohlgemerkt hat dies alles seinen Preis. Mit in die Berechnung einbezogen werden muss aber eben das Display, dass als externe Lösung schon etwa 800 Euro kostet.

Positive Aspekte des 27-Zoll-iMac mit 5K-Retina-Display:

  • schickes Design
  • hochauflösendes Display
  • sehr leise im Betrieb

Negative Aspekte des 27-Zoll-iMac mit 5K-Retina-Display:

  • kein Thunderbolt 3
  • langsame Festplatte in der Standardausführung
  • Display-Messwerte nicht immer überzeugend
  • kein USB-Typ-C-Anschluss