Seite 3: Benchmarks

Auf der nun folgenden Seite wollen wir einige Benchmarks und Vergleiche zu früheren Modellen des iMac anstellen. Wohl keine große Rolle dürfte der iMac mit Retina 5K Diplay im Gaming-Bereich spielen. Ohnehin wird es kaum möglich sein, ein Spiel in nativer Auflösung zu betreiben. Dafür sind sowohl die Radeon R9 M290X als auch die Radeon R9 M295X mit 2 bzw. 4 GB Grafikspeicher einfach zu langsam. Dennoch haben wir z.B. einmal World of Warcraft und Diablo 3 nativ unter OS X versucht und kamen bei einer Auflösung von 5.120 x 2.880 Pixel auf gerade einmal 22 fps im Durchschnitt. Bei halber Auflösung, also 2.560 x 1.440 Pixel waren es immerhin 53 fps, sodass die Spiele zumindest spielbar wurden. Gerade World of Warcraft ist aber auch abhängig von der jeweiligen Spiel-Szene bzw. der Anzahl der Spieler auf dem Screen. Außerdem fällt bei Verwendung der halben Auflösung natürlich der Vorteil des 5K-Displays weg.

Cinebench R10

1CPU

Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R10

xCPU

Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R10

OpenGL

Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R11

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R11

OpenGL

Punkte
Mehr ist besser

Geekbench

Prozessor - Integer

Punkte
Mehr ist besser

Geekbench

Prozessor - Floating Point

Punkte
Mehr ist besser

Geekbench

Speicherperformance

Punkte
Mehr ist besser

An dieser Stelle festzuhalten bleibt, dass der iMac mit Retina 5K Display in seiner höchsten Prozessor-Ausstattung sogar schnell als der Einsteiger-Mac-Pro ist. Für alltägliche Aufgaben reichen Prozessor und Grafikkarte aus, um alle Anwendungen ausreichend schnell über die 14,7 Millionen Pixel zu scheuchen. Auch die Foto- und Videobearbeitung sind grundsätzlich kein Problem, allerdings gehört ein RAM-Upgrade auf 16 bzw. 32 GB fast schon zur Pflicht. Die Radeon R9 M290X bzw. M295X wird auch zur Beschleunigung des Renderings verwendet. Wer hin und wieder einen kurzen 4K-Film bearbeiten möchte, bekommt mit dem iMac keinerlei Probleme. Werden die Bibliothek, Effekte und Schnitte allerdings aufwendiger, dürfte der Mac Pro für (semi)professionelle Anwender weiterhin das System der Wahl bleiben. Mit einem per DisplayPort angeschlossenen 4K-Display bleibt man dann visuell natürlich hinter dem neuen iMac zurück, hat aber wesentlich mehr CPU- und GPU-Performance zur Hand.

Sehr gut gefallen hat uns die Performance des verbauten Fusion Drives. Dabei kombiniert Apple eine 128 GB SSD mit einer 1 TB HDD. Die Gesamtkapazität wird mit 1 TB angegeben. Über die Zugriffe auf die jeweiligen Dateien legt ein Algorithmus fest, welche Dateien auf der SSD bleiben und welche auf der HDD vorliegen. Vielgenutzte Dateien und hier natürlich vor allem solche die alltäglich von OS X aufgerufen werden, verbleiben natürlich auf der SSD. Die iPhoto-Bibliothek, die nur einmal in der Woche aufgerufen wird und vielleicht ohnehin schon aufgrund ihrer Größe nicht auf der SSD passt, verbleibt auf der HDD. Ein gewisser Lernprozess ist für das Fusion Drive erforderlich, damit es das Profil des Nutzers analysieren und sich daran anpassen kann. Für größere Dateien von 1 bis 5 GB konnten wir eine Übertragungsrate von 650 MB pro Sekunde für das Lesen und etwa 300 MB für das Schreiben von Daten messen.

Die USB-3.0- und Thunderbolt-2-Schnittstellen liefern die versprochene Geschwindigkeiten. Eine per USB 3.0 angeschlossene SSD erreichte etwa 350 MB pro Sekunde für das Lesen und Schreiben von Daten. USB 3.0 ist zwar theoretisch in der Lage auch eine höhere Datenrate zu liefern, allerdings war bei den besagte 350 MB pro Sekunde Schluss.  Die LaCie Little Big Disk mit Thunderbolt 2 hingegen konnte alles aus sich und der Schnittstelle herausholen und erreichte sogar eine Lesegeschwindigkeit von 1,38 GB pro Sekunde und ließ ein Schreiben mit immerhin noch 1,12 GB pro Sekunde zu. Damit zeigt die Thunderbolt-Schnittstelle einmal mehr, dass sie durchaus ihren Berechtigungsgrund hat. Den nötigen Aufpreis ist natürlich nicht jeder bereit zu zahlen, aber dies ist sicherlich auch abhängig vom Anwendungsfall.