Seite 3: Der Spondoolies-Tech SP10 Bitcoin-Miner im Detail (2)

Unter dem „Settings"-Reiter findet man des Weiteren vier verschiedene Modi, in denen man den Spondoolies-Tech SP10 Bitcoin-Miner betreiben kann. Jeder dieser Modi beeinflusst die Rechenleistung und die Leistungsaufnhame. Setzt man beide Zahlen ins Verhältnis, erhält man außerdem die Energieeffizienz. Auch Mining-Hardware zeigt hierbei das gleiche Phänomen wie Grafikkarten und CPUs: Eine höhere Performance bedeutet i.d.R. eine geringere Energieeffizienz. Mit etwas mehr als 1 GH/s/W liefern der „Normal" und „Turbo fans"-Modus pro verbrauchter Energie weniger berechnete Hashes als die beiden „Quiet"-Modi, die eine gut 30% höhere Effizienz bieten.

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Die Namen der Modi sollte man hierbei nicht allzu wörtlich neben: Das Wort „Quiet" ist hier definitiv fehlplatziert. Das Gerät kann in jeder Einstellung problemlos mit einem Fön mithalten und ist in der „Turbo fans" definitiv nur etwas für das Rechenzentrum oder einen gut schallisolierten Raum. Die Lautstärke des Geräts ist so hoch, dass man sich keinerlei Hoffnungen machen sollte, das Gerät in einem Raum betreiben zu können, in welchem sich noch Menschen aufhalten sollen.

Betriebsmodi Spondoolies-Tech SP10
Modus Hashrate* El. Leistung* Effizienz** Temperatur
Quiet (1) 1,00 (1,14) TH/s 0,72 (0,78-0,82) kW 1,39 GH/s/W 67 °C
Quiet (2) 1,35 (1,34) TH/s 1,10 (1,15-1,2) kW 1,23 GH/s/W 82 °C
Normal 1,43 (1,41) TH/s 1,35 (1,34-1,38) kW 1,06 GH/s/W 79 °C
Turbo fans 1,47 (1,46) TH/s 1,37 (1,38) kW 1,07 GH/s/W 76 °C

* Herstellerangabe, gemessener Wert (Min-Max) in Klammern
** Berechnet aus Herstellerangaben

Einen Unterschied zwischen den verschiedenen Modi gibt es auch bei der Temperatur: Am kühlsten arbeitet der Miner in der ersten „Quiet"-Einstellung, am wärmsten in der zweiten. Die maximale Performance und beste Kühlleistung liefert – wie der Name bereits suggeriert – der „Turbo fans"-Modus. Gemessen wurden die Temperaturen bei einer Umgebungstemperatur von 29 °C. Alle Werte wurden aus dem Webinterface abgelesen.

Um diese Zahlen in ein Verhältnis zu setzen: Mit drei AMD Radeon HD 7970 Grafikkarten erhält man ungefähr ein tausendstel der Rechenleistung bei ungefähr der halben elektrischen Leistungsaufnahme, was in einer für heutige Verhältnisse katastrophalen Effizienz mündet. Die Zeiten, in denen man auf seinem Rechner nebenbei noch ein paar bitcoins minen konnte, sind definitiv vorbei. Der Versuch, dies zu tun, endet im wahrsten Sinne des Wortes in nichts anderem als heißer Luft.

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Damit bieten sich zwei der insgesamt vier Betriebsmodi besonders an: Der erste „Quiet"-Modus liefert die maximale Energieeffizienz und der „Turbo fans"-Modus die höchste Leistung bei gleichzeitiger bester Kühlung. Der zweite „Quiet"-Modus kann als eine Art Kompromiss verstanden werden, allerdings ist die Temperatur des Miners in unserem Test dabei über die 80-°C-Grenze gestiegen. Die Verwendung des „Normal"-Modus erscheint als wenig sinnvoll, denn trotz geringerer Lautstärke im Vergleich zum „Turbo fans"-Modus ist das Gerät immer noch viel zu laut für den Betrieb zu Hause.