Seite 1: CSL Speed 4201 im Test - 1.080p-Gaming für 369 Euro

csl-logoHäufig testen wir hier bei Hardwareluxx PC-Komponenten, Notebooks, Smartphones, Tablets und vieles mehr aus dem High-End-Bereich schließlich heißt es "Your guide to luxurious hardware" - der Name ist eben Programm. Doch auch wenn viele lieber etwas über Prozessoren für mehrere hundert Euro oder Grafikkarten im vierstelligen Euro-Bereich lesen, das Kaufverhalten auch unter unseren Lesern ist häufig ein anderes. Wie auch bei vielem im Alltag an der Supermarktkasse steht das Verhältnis vom Preis zur Leistung im Vordergrund und daher wollen wir uns heute einmal anschauen, was ein Gaming-Rechner für 369 Euro zu leisten imstande ist. Sicherlich werden wir hier kein 3D-Feuerwerk in UltraHD-Auflösung erleben, aber diesen Anspruch wollen wir heute auch nicht bestärken, sondern einmal schauen, ob selbst ein solches System, das so viel kostet wie so manche Grafikkarte, in der Lage ist mehr oder weniger aktuelle Spiele in FullHD, sprich 1.080p, wiederzugeben.

Das uns zur Verfügung gestellte System stammt von CSL-Computer aus Hannover und hört auf den Namen CSL Speed 4201 (Dual). Dort ist es für einen Preis von 369 Euro zu haben und kann in nahezu allen Bereichen auch noch mit weiteren oder höherwertigen Komponenten ausgestattet werden. Wir wollen uns heute aber auf die Basisversion konzentrieren, deren technischen Daten wie folgt aussehen:

CPU:

 

Intel Pentium G3420, 2× 3.200 MHz

CPU-Kühler:

 

Silent-Kühler für Sockel 1155/1156

Festplatte:

 

500 GB SATA

Speicher:

 

4096 MB DDR3-RAM

Grafik:

 

Palit GeForce GTX 750, 1.024 MB GDDR5, VGA, DVI, HDMI,

Mainboard:

 

MSI H81M-P33, Sockel 1150, Intel H81 Chipset, 2× SATA II, 2× SATA III (6 GBit/s), 2× USB 3.0, 4× USB 2.0, 2× Front-USB, 1× PCIe X16, 1× PCIe X1, 2× PS/2, 7.1 Sound

opt. Laufwerk:

 

24× ASUS Multiformat DVD-Brenner (CD-R, CD-RW, DVD±R, DVD±RW, DVD R9 (DL))

Netzwerk:

 

10/100/1000 MBit/s Ethernet LAN, DSL fähig

Sound:

 

integrierter OnBoard 7.1 Controller ALC887, HD-Audio

CardReader:

 

8,89 cm (3,5") 10-in-1 CardReader (SD, SDHC, MicroSD, xD, CF I/II, MicroDrive, MS, MS Duo, M2, MMC, USB2.0)

Gehäuse:

 

ATX Design-Mini-Tower (CSL 6001), Farbe schwarz glänzend

Netzteil:

 

350 Watt Silent-Netzteil

Die einzelnen Komponenten sind denen eines Systems für 369 Euro angemessen. Einzig fixe Komponente ist die CPU, die sich auch in den Optionen nicht weiter konfigurieren lässt. Alles wirkt gut aufeinander abgestimmt und wir sehen keinerlei überzogene Konfiguration. Wer möchte kann sich aber z.B. noch für eine 120 GB SSD entscheiden, die dann einen Aufpreis von rund 80 Euro kostet, das System aber deutlich beschleunigen dürfte. Mit hinzurechnen sollte man auch noch das Betriebssystem, denn dies wird nicht von CSL mitgeliefert. Wer möchte kann dies in Form eines Windows 7 oder Windows 8 aber ebenfalls ab 80 Euro nachholen. CSL liefert das System zudem ohne Maus und Tastatur aus. Da aber auch dies keine allzu teure Anschaffung ist und sich beide Eingabegeräte vielleicht schon im Haushalt befinden, dürfte auch dies in Hinblick auf den Preis zu verschmerzen sein. CSL führt als Prozessor-Kühler ein "Silent"-Modell auf, von diesem konnten wir im Inneren des Rechners aber keine Spur finden. Stattdessen ist ein Boxed-Kühler von Intel verbaut.

CSL Speed 4201 CPU-Z
CSL Speed 4201 CPU-Z

Der eingesetzte Intel Pentium G3420 mit maximal 3,2 GHz auf zwei Kernen gehört sicherlich zum unteren Bereich des Angebots für Desktop-Prozessoren. Einzeln kostet er etwas über 50 Euro, lieferte in unseren Tests aber die richtige CPU-Leistung im Zusammenspiel mit der Grafikkarte, die wir uns nun anschauen wollen.

CSL Speed 4201 GPU-Z
CSL Speed 4201 GPU-Z

Die eingesetzte GeForce GTX 750 ist eine von zwei Desktop-Grafikkarten aus dem Hause NVIDIA, die bereits auf der neuen "Maxwell"-Architektur beruht. Mit dieser konnte und kann NVIDIA das Performance/Watt-Verhältnis deutlich verbessern und liefert zu einem äußerst geringen Stromverbrauch eine angemessene Leistung. Mehr zu dieser Karte ist in unserem Artikel zu den ersten beiden "Maxwell"-Grafikkarten zu finden.

Das von CSL verbaute Modell der GeForce GTX 750 kommt von Palit und arbeitet im Vergleich zur Referenzversion mit leicht erhöhten Taktraten. Sicherlich darf man mit einer solchen Karte kein 3D-Feuerwerk mit allen Effekten in den höchsten Auflösungen erwarten, aber dies ist sicherlich auch nicht die Erwartungshaltung an ein System, das mit 369 Euro komplett so viel kostet, wie so mancher nur für die Grafikkarte ausgibt.

Alle Komponenten werden von CSL in einem Standard-ITX-Gehäuse untergebracht. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, aber bei 369 Euro für das komplette System sollten die Ansprüche auch hier eher funktional als von exklusiver Natur sein. Funktionalität ist auch das Stichwort beim Blick auf die gebotenen Anschlüsse. So sind auf der Front 3x USB 2.0, analoges Audio sowie ein Kartenleser zu finden, der sämtlich externe Speichermedien aufnimmt. Auf der Rückseite werden über die I/O-Blende noch 4x USB 2.0, 2x USB 3.0, 2x PS/2, weitere analoge Audioports sowie der RJ45 für das Gigabit-Ethernet bereitgestellt. Die Grafikkarte bietet jeweils einen VGA-, DVI- und HDMI-Ausgang.

Der innere Aufbau ist nicht sonderlich komplex und somit ist auch die Verkabelung recht einfach. Wie zu sehen ist, bietet das Gehäuse auch noch etwas Platz für weitere Komponenten wie Festplatten/SSDs und auch ein Tausch der Grafikkarte ist denkbar, wenngleich hier darauf geachtet werden muss, dass auch das Netzteil eine andere Grafikkarten versorgen kann.