Seite 9: Stromverbrauch, Temperatur und Lautstärke

Im Zuge der Umstellung unserer Testsysteme haben wir auch die Messwerte für Leistungsaufnahme, Temperaturen und Lautstärke geändert. Ab sofort messen wir die maximalen Temperaturen und die Lautstärke sowie die maximale Leistungsaufnahme unter Crysis 2 bei 1920 x 1080 Bildpunkten und mit hinzugeschaltetem AF/AA. Die restlichen drei Messwerte entstehen zehn Minuten nach Systemstart. Die Lautstärke messen wir jeweils aus 30 cm Entfernung.

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Auch wenn die Sapphire Radeon HD 7770 OC mit 36,8 dB(A) im Leerlauf etwas lauter zugange ist als die Referenz, darf sich unser Testmuster zu den leisesten Grafikkarten am Markt zählen. Unter Volllast erzeugt der 80-mm-Lüfter lediglich einen Schalldruck von maximal 48,6 dB(A). Leiser geht es nur mit der Sapphire Radeon HD 7750 Ultimate. Sie gibt dank des Passiv-Kühlers keinen einzigen Mucks von sich. 

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In Sachen Leistungsaufnahme liegt die Sapphire Radeon HD 7750 Ultimate an vorderster Stelle - kein anderer 3D-Beschleuniger war im 2D- oder 3D-Betrieb noch sparsamer. Wir mussten für das Gesamtsystem einen Maximal-Wert von 219 Watt messen. Das schnellere Schwester-Modell lag aufgrund der werksseitig höheren Taktraten in dieser Disziplin etwas über der Referenz, wenngleich der Unterschied von knapp unter neun Watt nicht sonderlich ins Gewicht fallen dürfte. Wir haben unter Volllast mit unserem zweiten Testsample bis zu 245,7 Watt gemessen. 

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Passive Kühlsysteme sind vor allem eines: nahezu lautlos. Dieser Vorteil geht allerdings auf Kosten der Temperatur und damit unter Umständen auch auf Kosten der Lebensdauer eines Grafikchips. Da sich die Sapphire Radeon HD 7750 Ultimate aber nicht zu den hitzigsten Grafikkarten ihrer Art zählen muss und obendrein auch noch besonders sparsam ist, liegen die Temperaturen selbst unter Volllast auf einem unbedenklichen Niveau. Wir mussten während unseres Crysis-2-Tests einen Höchstwert von 72 °C messen. So warm werden manch andere Grafikkarten mit aktiver Kühlung. Die Sapphire Radeon HD 7770 OC blieb dank aktiver Belüftung mit 59 °C deutlich kühler und konnte sich so gegenüber der Referenz einen kleinen Vorsprung von rund sieben Grad verschaffen.

Für die Sapphire Radeon HD 7750 Ultimate sind unsere Messwerte eigentlich keine große Überraschung. Dank passiver Kühlung agiert sie völlig lautlos, gibt sich mit etwas weniger Saft aus dem Netzteil zufrieden, wird dafür aber vor allem unter Last deutlich wärmer. Dennoch liegen die 72 °C, die wir ihr unter Volllast attestieren mussten, noch im grünen Bereich und sind kein Grund zur Sorge. Da werden andere Grafikkarten selbst mit aktiver Kühlung wärmer. Die Sapphire Radeon HD 7770 OC hingegen genehmigt sich aufgrund der werksseitig höheren Frequenzen etwas mehr und agiert im 2D-Betrieb etwas lauter als die Referenz, bleibt dafür unter Last deutlich laufruhiger und kühler als unser Pressesample direkt von AMD.

Beide Sapphire-Modelle haben in den ersten Disziplinen eigentlich alles richtig gemacht.