Seite 1: In Win 909 im Test - Edelgehäuse jetzt in E-ATX

In Win 909In Win und Lian Li haben fast zeitgleich zwei absolute Luxus-Gehäuse vorgestellt - das In Win 909 und das Lian Li PC-X510. In zwei aufeinanderfolgenden Tests wollen wir deshalb klären, in welchem Modell die rund 450 Euro besser angelegt werden. Den Anfang macht heute das aufsehenerregende In Win-Modell.

Die 900er-Serie von In Win muss man eigentlich kaum vorstellen. Es hat zwar etwas gedauert, bis sich In Win auch als Premiumanbieter einen Namen gemacht hat. Aber spätestens mit dem Midi-Tower 904 konnte In Win selbst etablierten Premiumanbietern wie Lian Li Respekt einflößen. Diese Komposition aus gebürstetem Aluminium und gehärtetem Echtglas gehört nach wie vor zu den hochwertigsten Gehäusen am Markt. Allein um die Alltagstauglichkeit ist es nicht allzu gut bestellt. 

Nur wenige Laufwerksplätze und Prozessorkühler, Einschränkungen bei der Netzteillänge und ein unflexibles Kühlsystem - die Liste von Einschränkungen, die man mit dem 904 auf sich nehmen muss, ist lang. Auch wenn der Anblick des zeitlos-schönen Gehäuses für einiges entschädigt, haben sich viele Nutzer von In Win ein ähnliches Gehäuse mit weniger Einschränkungen gewünscht. Die Antwort auf diese Wünsche ist das 909. Das E-ATX-Gehäuse nimmt nicht nur ein größeres Mainboard auf, es bietet vor allem viel mehr Kühlmöglichkeiten und ermöglicht in seinem geräumigeren Innenraum auch die Nutzung von hohen Towerkühlern und langen Netzteilen. Dabei bleibt In Win dem Materialmix und der Designphilosphie des 904 treu.

Auch das 231 x 540 x 575 mm (B x H x T) große und 17 kg schwere E-ATX-Gehäuse wird wieder aus Aluminium und Echtglas gefertigt. Während Front, Deckel, Boden und Rückwand aus einer 4 mm dicken Aluminiumhülle bestehen, dienen als Seitenteile zwei massive Hartglasscheiben mit 5 mm Materialstärke. Doch In Win hat es nicht dabei belassen, ein vergrößertes 904 mit mehr Lüfterplätzen zu entwickeln. Das 909 hat einen speziellen Kammeraufbau erhalten und glänzt mit Ausstattungsmerkmalen wie USB 3.1 (als erstes Gehäuse in unserer Redaktion) und einer Innenraumbeleuchtung mit weißen LEDs.

So viel Luxus hat aber auch seinen Preis. Während das kleinere 904 zum Verkaufsstart noch für rund 180 Euro angeboten wurde, schnellt der Verkaufspreis beim 909 auf ganze 449,90 Euro. Selbst hartgesottene PC-Enthusiasten mit dickem Geldbeutel dürften da etwas länger grübeln, bevor sie auf den Bestell-Button klicken. 

In Win 909

Der Lieferumfang fällt schon einmal überdurchschnittlich aus. Neben der Bedienungsanleitung und dem Montagematerial (in Einwegtüten eingeschweißt) werden Kabelbinder, selbstklebende Kabelhalterungen, ein USB-Adapter, Verlängerungskabel für den 8-Pin-EPS- und den 24-Pin-Strang und selbst ein Putztuch mitgeliefert. Dieses Tuch dürfte angesichts der Glasseitenteile tatsächlich auch häufig zum Einsatz kommen.

Bevor wir mit dem eigentlichen Test beginnen, hier die Eckdaten des Gehäuses in tabellarischer Form:

Eckdaten: In Win 909
Bezeichnung: In Win 909 - Silber (optional auch in Schwarz erhältlich)
Material: Aluminium, gehärtetes Glas (5 mm), Stahl
Maße: 231 x 540 x 575 mm (B x H x T)
Formfaktor: E-ATX / ATX / Micro-ATX / Mini-ITX
Laufwerke: 4x 3,5/2,5 Zoll (intern; HDD-Käfig), 6x 2,5 Zoll (intern)
Lüfter: 2x 120/140 mm (Front, optional), 3x 120 oder 2x 140 mm (Rückseite, optional), 1x 120 mm (Mitte, optional), 2x 120/140 mm (Boden, optional)
Gewicht: ca. 17 kg
Preis: 449,90 Euro

Einen ersten Eindruck vom In Win 909 bietet unser Ausgepackt & angefasst-Video: