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BitFenix hat die Phenom-Serie als schlichtere Alternative zu den Prodigy-Modellen entwickelt. Die markanten Griffe fallen weg, übrig bleiben dezente Cube-Gehäuse mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten. Obwohl das Mini-ITX- und das Micro-ATX-Modell identische Maße haben und äußerlich kaum voneinander zu unterscheiden sind, weicht der Innenaufbau der beiden Modelle doch stark voneinander ab. Wir bewerten sie deshalb getrennt voneinander.

Fazit BitFenix Phenom Mini-ITX

Den Anfang macht das Mini-ITX-Modell. BitFenix hat es sich bei der Entwicklung dieses Gehäuses leicht gemacht, denn im Vergleich zum Prodigy gibt es fast nur kosmetische Veränderungen. Das Fehlen der FyberFlex-Bügel ist am auffälligsten. Entscheidender dürfte für viele Nutzer aber die Umwidmung des 5,25-Zoll-Laufwerkseinschubs sein. Er lässt sich nicht mehr für ein optisches Laufwerk, sondern per Adapter nur noch für Festplatten und SSDs nutzen. Wer noch ein DVD- oder Blu-ray-Laufwerk verbauen möchte, wird deshalb doch zum Prodigy greifen. Der Vorteil des Phenom Mini-ITX ist hingegen, dass sich werkseitig noch eine 3,5-Zoll-Festplatte bzw. zwei SSDs mehr unterbringen lassen (was im Prodigy mit nachgekauftem Adapter aber ebenfalls möglich wäre). Ansonsten gibt es kaum Unterschiede zwischen beiden Gehäusen. Ausstattungsmerkmale wie das Kühlsystem, die Festplattenmontage oder das I/O-Panel sind gleich geblieben. Auffällig ist vor allem noch, dass das linke Seitenteil beim Phenom Mini-ITX keine Luftöffnungen mehr hat. 

Eine Kaufentscheidung zwischen Prodigy und Phenom Mini-ITX wird in erster Linie davon abhängen, ob ein optisches Laufwerk verbaut werden soll. Ansonsten sind die Unterschiede überwiegend kosmetischer Natur. Das BitFenix Phenom Mini-ITX ist wie das Prodigy ein flexibel nutzbares, aber dabei auch etwas groß geratenes Mini-ITX-Gehäuse. 

Fazit BitFenix Phenom Micro-ATX

Das Phenom Micro-ATX ähnelt dem Phenom Mini-ITX äußerlich fast wie ein Ei dem anderen, der Innenaufbau ist aber völlig anders. Das Gehäuse wurde von BitFenix so angepasst, dass es trotz identischer Außenmaße ein Micro-ATX-Mainboard aufnimmt, gleichzeitig aber weiter genug Platz für lange Erweiterungskarten und hohe Towerkühler bietet. Das funktioniert in der Praxis ganz gut, hat aber auch einige Nachteile. Die Festplattenkäfige verschwinden, die Montage an der Laufwerkshalterung und den anderen Montageplätzen ist etwas aufwendiger. Das Netzteil sitzt hinter der Front und blockiert dort die eigentlich vorhandenen Frontlüfterplätze, die damit ähnlich deplatziert wie der auch beim Phenom Micro-ATX vorhandene, aber nicht als solcher nutzbare 5,25-Zoll-Einschub wirken. Das angepasste Kühlsystem baut auf einen Bodenlüfter und einen rückwandigen Lüfter, der Lufteinlass im Boden wird im Auslieferungszustand aber mit einer magnetischen Abdeckung verschlossen. Nach dem Entfernen der Abdeckung erreicht das Gehäuse wie auch das Mini-ITX-Modell eine solide Kühlleistung bei verträglicher Lautstärke.

Auch das Phenom Micro-ATX hat bereits einen Bruder - das kürzlich vorgestellte Prodigy M. Die Kaufentscheidung zwischen den beiden Modellen wird genauso wie bei den Mini-ITX-Gehäusen davon abhängen, ob ein 5,25-Zoll-Laufwerke genutzt werden soll (das geht nur im Prodigy M) und welches Erscheinungsbild man bevorzugt.

Fazit BitFenix Phenomserie

Die beiden Phenommodelle basieren auf dem Korpus des erfolgreichen Prodigys: Das Phenom Mini-ITX teilt sich den Innenaufbau mit dem Prodigy, das Phenom Micro-ATX entspricht hingegen dem Prodigy M. Dadurch können Käufer nun zwischen zwei sehr unterschiedlichen Designvarianten wählen, erhalten in jedem Falle aber ein flexibel nutzbares Mini-ITX- oder Micro-ATX-Gehäuse zu einem angemessenen Preis. Wirkliche Innovation gibt es bei den Phenommodellen aber nicht.

Positive Aspekte des BitFenix Phenom Mini-ITX:

  • sowohl für Storage- als auch für Gamersystem nutzbar
  • genug Platz für hohe Towerkühler und lange Grafikkarte (nach Entfernen des oberen Festplattenkäfigs)
  • bis zu sechs 3,5- und bis zu elf 2,5-Zoll-Laufwerksplätze
  • beachtliche Materialstärke
  • werkseitig solide Kühlleistung dank der beiden 120-mm-Lüfter, zwei 120-mm-Lüfterplätze im Deckel auch für Radiatoren geeignet
  • werkzeuglose Festplattenmontage in den beiden Käfigen, werkzeuglose Montage der Erweiterungskarten

Negative Aspekte des BitFenix Phenom Mini-ITX:

  • 5,25-Zoll-Laufwerksplatz vorhanden, aber nicht als solcher nutzbar
  • kein Staubfilter vor dem Frontlüfter

Positive Aspekte des BitFenix Phenom Micro-ATX:

  • nicht größer als das Mini-ITX-Modell, trotzdem genug Platz für Towerkühler und lange Erweiterungskarten
  • beachtliche Materialstärke
  • solide Kühlleistung dank der beiden 120-mm-Lüfter, zwei 120-mm-Lüfterplätze im Deckel auch für Radiatoren geeignet
  • gut bestücktes I/O-Panel

Negative Aspekte des BitFenix Phenom Micro-ATX: 

  • 5,25-Zoll-Laufwerksplatz und Frontlüfterplätze vorhanden, aber nicht als solcher nutzbar
  • keine Staubfilter in Boden und Front
  • keine werkzeuglose Festplattenmontage; Montagesystem für die Erweiterungskarten zwar werkzeuglos, abernicht überzeugend