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BitFenix Phenom Mini-ITX und Phenom Micro-ATX im Doppeltest - Fazit

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Seite 7: Fazit

BitFenix hat die Phenom-Serie als schlichtere Alternative zu den Prodigy-Modellen entwickelt. Die markanten Griffe fallen weg, übrig bleiben dezente Cube-Gehäuse mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten. Obwohl das Mini-ITX- und das Micro-ATX-Modell identische Maße haben und äußerlich kaum voneinander zu unterscheiden sind, weicht der Innenaufbau der beiden Modelle doch stark voneinander ab. Wir bewerten sie deshalb getrennt voneinander.

Fazit BitFenix Phenom Mini-ITX

Den Anfang macht das Mini-ITX-Modell. BitFenix hat es sich bei der Entwicklung dieses Gehäuses leicht gemacht, denn im Vergleich zum Prodigy gibt es fast nur kosmetische Veränderungen. Das Fehlen der FyberFlex-Bügel ist am auffälligsten. Entscheidender dürfte für viele Nutzer aber die Umwidmung des 5,25-Zoll-Laufwerkseinschubs sein. Er lässt sich nicht mehr für ein optisches Laufwerk, sondern per Adapter nur noch für Festplatten und SSDs nutzen. Wer noch ein DVD- oder Blu-ray-Laufwerk verbauen möchte, wird deshalb doch zum Prodigy greifen. Der Vorteil des Phenom Mini-ITX ist hingegen, dass sich werkseitig noch eine 3,5-Zoll-Festplatte bzw. zwei SSDs mehr unterbringen lassen (was im Prodigy mit nachgekauftem Adapter aber ebenfalls möglich wäre). Ansonsten gibt es kaum Unterschiede zwischen beiden Gehäusen. Ausstattungsmerkmale wie das Kühlsystem, die Festplattenmontage oder das I/O-Panel sind gleich geblieben. Auffällig ist vor allem noch, dass das linke Seitenteil beim Phenom Mini-ITX keine Luftöffnungen mehr hat. 

Eine Kaufentscheidung zwischen Prodigy und Phenom Mini-ITX wird in erster Linie davon abhängen, ob ein optisches Laufwerk verbaut werden soll. Ansonsten sind die Unterschiede überwiegend kosmetischer Natur. Das BitFenix Phenom Mini-ITX ist wie das Prodigy ein flexibel nutzbares, aber dabei auch etwas groß geratenes Mini-ITX-Gehäuse. 

Fazit BitFenix Phenom Micro-ATX

Das Phenom Micro-ATX ähnelt dem Phenom Mini-ITX äußerlich fast wie ein Ei dem anderen, der Innenaufbau ist aber völlig anders. Das Gehäuse wurde von BitFenix so angepasst, dass es trotz identischer Außenmaße ein Micro-ATX-Mainboard aufnimmt, gleichzeitig aber weiter genug Platz für lange Erweiterungskarten und hohe Towerkühler bietet. Das funktioniert in der Praxis ganz gut, hat aber auch einige Nachteile. Die Festplattenkäfige verschwinden, die Montage an der Laufwerkshalterung und den anderen Montageplätzen ist etwas aufwendiger. Das Netzteil sitzt hinter der Front und blockiert dort die eigentlich vorhandenen Frontlüfterplätze, die damit ähnlich deplatziert wie der auch beim Phenom Micro-ATX vorhandene, aber nicht als solcher nutzbare 5,25-Zoll-Einschub wirken. Das angepasste Kühlsystem baut auf einen Bodenlüfter und einen rückwandigen Lüfter, der Lufteinlass im Boden wird im Auslieferungszustand aber mit einer magnetischen Abdeckung verschlossen. Nach dem Entfernen der Abdeckung erreicht das Gehäuse wie auch das Mini-ITX-Modell eine solide Kühlleistung bei verträglicher Lautstärke.

Auch das Phenom Micro-ATX hat bereits einen Bruder - das kürzlich vorgestellte Prodigy M. Die Kaufentscheidung zwischen den beiden Modellen wird genauso wie bei den Mini-ITX-Gehäusen davon abhängen, ob ein 5,25-Zoll-Laufwerke genutzt werden soll (das geht nur im Prodigy M) und welches Erscheinungsbild man bevorzugt.

Fazit BitFenix Phenomserie

Die beiden Phenommodelle basieren auf dem Korpus des erfolgreichen Prodigys: Das Phenom Mini-ITX teilt sich den Innenaufbau mit dem Prodigy, das Phenom Micro-ATX entspricht hingegen dem Prodigy M. Dadurch können Käufer nun zwischen zwei sehr unterschiedlichen Designvarianten wählen, erhalten in jedem Falle aber ein flexibel nutzbares Mini-ITX- oder Micro-ATX-Gehäuse zu einem angemessenen Preis. Wirkliche Innovation gibt es bei den Phenommodellen aber nicht.

Positive Aspekte des BitFenix Phenom Mini-ITX:

  • sowohl für Storage- als auch für Gamersystem nutzbar
  • genug Platz für hohe Towerkühler und lange Grafikkarte (nach Entfernen des oberen Festplattenkäfigs)
  • bis zu sechs 3,5- und bis zu elf 2,5-Zoll-Laufwerksplätze
  • beachtliche Materialstärke
  • werkseitig solide Kühlleistung dank der beiden 120-mm-Lüfter, zwei 120-mm-Lüfterplätze im Deckel auch für Radiatoren geeignet
  • werkzeuglose Festplattenmontage in den beiden Käfigen, werkzeuglose Montage der Erweiterungskarten

Negative Aspekte des BitFenix Phenom Mini-ITX:

  • 5,25-Zoll-Laufwerksplatz vorhanden, aber nicht als solcher nutzbar
  • kein Staubfilter vor dem Frontlüfter

Positive Aspekte des BitFenix Phenom Micro-ATX:

  • nicht größer als das Mini-ITX-Modell, trotzdem genug Platz für Towerkühler und lange Erweiterungskarten
  • beachtliche Materialstärke
  • solide Kühlleistung dank der beiden 120-mm-Lüfter, zwei 120-mm-Lüfterplätze im Deckel auch für Radiatoren geeignet
  • gut bestücktes I/O-Panel

Negative Aspekte des BitFenix Phenom Micro-ATX: 

  • 5,25-Zoll-Laufwerksplatz und Frontlüfterplätze vorhanden, aber nicht als solcher nutzbar
  • keine Staubfilter in Boden und Front
  • keine werkzeuglose Festplattenmontage; Montagesystem für die Erweiterungskarten zwar werkzeuglos, abernicht überzeugend
 

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Kommentare (22)

#13
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Registriert seit: 29.05.2001
Dortmund
Flottillenadmiral
Beiträge: 4569
Ich kann dazu nur das wiederholen was ich schon bei CB geschrieben habe:

Das ITX im Verhältnis mal wieder viel zu groß von der Außenabmessung.
Das mATX im Vergleich zu wenig Erweiterungsplatz.
Dazu wieder Plastik

Cubitek Mini Cube, Silverstone Temjin Evolution und Lian Li PC-Q07 und PC-A04 sind für mich da die deutlich attraktiveren Gehäuse (je nachdem ob man wirklich ITX oder "nur" ein kompaktes Gehäuse haben möchte).


Zitat Areku;21194833
Coolcube Maxi ist das bessere Angebot :)
Zwar nicht so hohe CPU Kühler möglich aber dafür aus Alu, 6 Kg leichter und vermutlich auch noch dabei günstiger.
Ich habe selber das Prodigy in mITX und bin sowas von unzufrieden damit. Front Panel ist schon so gut wie hin, es klappert überall, die Lüfter hören sich an wie in einer Resonnanzkammer und obendrein ist es für mITX viel zu groß.

Das Coolcube Maxi schafft es bei kleineren Abmaßen mATX unterzubringen und Grafikkarten bis zu 260mm aufzunehmen, was für jeden Durchschnitts Gaymer (Ja, das "y" als demonstration für den Begriff, ich hasse dieses Unwort) PC völlig ausreicht.


Sehe ich ganz genau so.
Das Silverstone Temjin Evolution schafft es bei kleineren Volumen als das Prodigy auch µATX und sogar zwei Grafikkarten bis jeweils 33,5cm und dazu noch Thermalright Macho und Konsorten...
Ein weiteres Beispiel dafür wie absolut überhyped das angeblich so "kleine und geräumige" Prodigy ist.
#14
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Registriert seit: 27.08.2007
Dortmund
Admiral
Beiträge: 10384
Das Coolcube Maxi sieht für mich auch deutlich besser aus aber das netzteil über die cpu geht für mich gar nicht

Gesendet von meinem GT-I9195 mit der Hardwareluxx App
#15
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Registriert seit: 29.06.2006

Fregattenkapitän
Beiträge: 2824
Ich hab in das Prodigy schon ein Gaming Sys verbaut (nicht für mich) und bin von dem Gehäuse echt begeistert gewesen.

Aber das hier ist ein Rückschritt und keine Innovation.
Kein Optisches Laufwerk geht mal gar nicht!
Obwohl die Cleane Optik schon toll ist, Stelthmod ab Werk wäre cool gewesen....

Dass die Lüftungsöffnungen für die GraKa fehlt ist dann ein absolutes NoGo für ein Gaming Sys. Das funktioniert bei dem Prodigy hingegen total Klasse.

Man hätte vielmehr die Griffe weglassen sollen und eine klappbare Laufwerksblende oder so machen sollen. Und vllt. die USB Anschlüsse von der Seite an die Front...

Mfg Bimbo385
#16
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Registriert seit: 13.05.2013
Sachsen
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1484
*Senf dazu geb*
Da ist es nun also endlich, das Phenom. Haben echt lang genug drauf gewartet. ;)
Die Qualität dürfte wie von BitFenix gewohnt, gut sein- von der Optik mal ganz zu schweigen. Allerdings: Gibt es beim Phenom diese SofTouch Oberfläche auch (endlich) mal am Seitenteil? Oder nur wie 'gewohnt' an der Abdeckung?
Zweite Frage: War es nicht mal angedacht, ein Slimline SlotIn Laufwerk Hochkant zu verbauen, welches vorn auf dem Deckel seinen Einschub besitzt? Oder verwechsel ich da gerade das Gehäuse?

Ok, genug gefragt. Zurück zum Test:
Sehr ausführlich, gut strukturiert und leicht verständlich. Gefällt mir. Allerdings hätte ich da noch 1-2 Anmerkungen, die ihr ja vielleicht noch nachreichen könntet:
1. Die wohl nervigste Frage, welche es beim Prodigy gab: Wie lang darf das Netzteil (modular/nicht modular) denn [u]wirklich[/u] sein? Denn die Herstellerangaben sind dazu bekanntermaßen nicht unbedingt sehr genau. Wäre also schön, wenn ihr das mal auf altmodische Art und Weiße nachmessen könntet.
2. Bleiben wir mal beim Netzteil: Treten irgendwelche Probleme durch die gedrehte Einbauweise auf? Also dadurch, dass das Netzteil nach unten pustet? Z.B. höhere Lüfterdrehzahlen usw?
3. Multi-Gpu Setup: Darf die zweite (auf dem Board theoretisch untere) Karte 3 Slots messen bei eingebauten Lüftern oben?
Achso und ehm, dass 'Heatshield' ist für die Abschirmung der Festplatten gegen die Hitze des Netzteils da, nicht für das verstopfen der Lüfter. Das liest sich ein wenig komisch :D

Kurze Anregung noch an BitFenix, falls hier mitgelesen wird: Ich hoffe doch sehr, dass es eine Window-Variante geben wird? Sonst werden hier wieder einige, mich eingeschlossen, Hand anlegen müssen.
Achso und btw: Farben wären auch wieder genial.

In dem Sinne :wink:
#17
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Thüringen
Leutnant zur See
Beiträge: 1206
Hoffe lieber darauf das das die Windows auch verfügbar sind. Ich muss noch bis ende oktober auf mein blaues warten. Habs anfang september bestellt.
#18
Registriert seit: 17.08.2005

Stabsgefreiter
Beiträge: 320
Zitat Areku;21194833

...was für jeden Durchschnitts Gaymer (Ja, das "y" als demonstration für den Begriff, ich hasse dieses Unwort) PC völlig ausreicht.


Und warum setzt du da nicht ein "a", "b" oder "c" ein?
#19
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Registriert seit: 01.09.2003

Kapitänleutnant
Beiträge: 1897
ich verstehe das belüftungskonzept der matx-version nicht so ganz. wäre es nicht sinnvoller, den rückseitigen lüfter und den cpu-lüfter richtung netzteil pusten zu lassen, so dass der netzteil-lüfter die warmluft abtransportieren kann? überhaupt habe ich nach zahlreichen gehäuse-experimenten immer weniger verständnis für boden-netzteile, die nicht in das gesamtbelüftungskonzept mit eingebunden werden. :shake:
#20
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Sachsen
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1484
Dann würde aber das Netzteil die ganze warme Abluft abbekommen und dadurch müsste dessen Lüfter höher drehen ->größere Lautstärke. Im Ernstfall würden auch die Komponenten im Netzteil selbst erheblich wärmer, was der Lebensdauer ja bekanntermaßen nicht gerade entgegen kommt... Außerdem fördert ein Lüfter der frei nach draußen pusten kann gleich viel Luft bei, sagen wir 800Rpm, als ein Lüfter, der gegen eine Wand arbeitet (Netzteil) mit 1000Rpm. ;)
#21
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Registriert seit: 01.09.2003

Kapitänleutnant
Beiträge: 1897
Zitat MaxZero0;21199189
Im Ernstfall würden auch die Komponenten im Netzteil selbst erheblich wärmer, was der Lebensdauer ja bekanntermaßen nicht gerade entgegen kommt...

dürfte mindestens im standardbetrieb null einfluss haben. ich hab selbst in leistungsfähigen systemen mit qualitätsnetzteilen noch nie etwas von einer verstärkten alterung mitbekommen. und nach 5 bis 7 jahren wandern die meisten kisten eh auf den schrott. bei selbstschraubern werden netzteile in der regel noch viel früher getauscht. und früher gabs systeme, die deutlich mehr abwärme produziert haben als solche von heute (z.b. intels prescott oder der smithfield dual-core), wo netzteile deutlich weniger effizient waren und die hersteller sich nicht gegenseitig die "qualitäts"komponenten um die ohren gehauen haben.

Zitat MaxZero0;21199189
Außerdem fördert ein Lüfter der frei nach draußen pusten kann gleich viel Luft bei, sagen wir 800Rpm, als ein Lüfter, der gegen eine Wand arbeitet (Netzteil) mit 1000Rpm.

ein lüfter, der direkt frei nach außen pustet, emittiert auch automatisch mehr geräusche nach außen als ein typisches silent-netzteil.

Zitat MaxZero0;21199189
Dann würde aber das Netzteil die ganze warme Abluft abbekommen und dadurch müsste dessen Lüfter höher drehen ->größere Lautstärke.

ich habe das in einigen leisen gehäusen, bei denen vorne ein lüfter rein und hinten einer raus gearbeitet hat, schon häufig genug erlebt, dass die belüftung für ordentliche temperaturen nicht ganz ausgereicht hat. dann muss man z.b. sowas wie ein gedämmtes fractal design für einen extra-lüfter aufmachen, der dann direkt geräusche nach außen emittiert (und nicht nur die eigengeräusche gelangen dadurch nach außen). also habe ich neben dem netzteil nun 3 gehäuse-lüfter im einsatz. in gehäusen mit klassischem aufbau, wo sich das netzteil an der gehäusebelüftung beteiligt, kann ich auf einen zusätzlichen lüfter verzichten. und kann auch nicht sagen, dass die geringfügig höhere drehzahl des netzteil-lüfters zu einer wahrnehmbaren höheren geräuschentwicklung geführt hat. zumindest nicht mehr als ein zusätzlicher lüfter.

einer der ersten hersteller mit seinem damals neuartigen zwei-kammer-konzept war antec mit dem p180. ich bin mehrfach vom p18x zum antec solo 1 bzw. 2 hin und her gewechselt. und auch wenn die p18x modelle durchaus einiges zu bieten hatten) kann ich nicht sagen, dass mich speziell das zwei-kammer-konzept überzeugt hat, wobei antec das in sachen luftstrom ja noch deutlich intelligenter gelöst hat als heutige gehäuse mit einem unten montierten netzteil. im ergebnis bin ich bei vergleichbaren komponenten mit einem klassischen aufbau wie dem antec solo (also ein rückseitiger lüfter + netzteil) besser gefahren als mit einem p18x mit separater netzteil-kammer und zwei rauspustenden lüfter (hinten und oben).

wobei aber auch nicht sagen will, dass unten montierte netzteile komplett fehl am platze sind. bei passiven modellen mag das durchaus sinn ergeben.
#22
customavatars/avatar16771_1.gif
Registriert seit: 24.12.2004

\[T]/ Praise the sun!
Beiträge: 3463
Weiß einer von euch ob man die Frontblende von "BitFenix Phenom Micro-ATX" abmachen kann? Ich sehe zwar einen Eingriff drunter aber würde es gerne sicher wissen :)
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