Seite 1: Dream Machines DM1 PRO S im Test - ein Traum von einer Maus?

Dream Machines DM1 PRO SWie soll die ideale Maus für Spieler aussehen? Dream Machines möchte die Frage mit der DM1 PRO S beantworten. Und tatsächlich spricht auf dem Papier viel für die in Polen designte Maus. Der brandaktuelle optische Sensor, die flache und für alle Griffe geeignete Form und das bemerkenswert geringe Gewicht wecken vor allem das Interesse von FPS-Spielern. Hat die DM1 PRO S damit das Zeug zur Traummaus?

In Deutschland dürfte Dream Machines weitgehend unbekannt sein. Im Nachbarland Polen hat sich das Unternehmen hingegen mit dem Verkauf von Gaming-Notebooks auf der Basis von Clevo-Barebones etabliert - ähnlich wie beispielsweise Schenker in Deutschland. Daneben bietet Dream Machines aber auch Mäuse an. Und zwar nicht irgendwelche Mäuse, sondern solche, die speziell für Enthusiasten entwickelt werden. 

Anders als viele etablierte Hersteller überfrachtet Dream Machines die eigenen Mäuse nicht mit allen möglichen Features. Dem Unternehmen geht es ganz im Gegenteil darum, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Um die besten optischen Sensoren herum baut Dream Machines Mäuse auf, die im Palm, Claw und Fingertip Grip gleichermaßen gut zu nutzen sein sollen. Wie Lotus im Automobilbereich betreibt Dream Machines bei den Mäusen konsequenten Leichtbau. Auf schwere Materialien, einen modularen Aufbau oder gar ein Gewichtesystem wird einfach verzichtet. Die schlicht geformte DM1 PRO S kommt damit auf ein Kampfgewicht von 85 g. Zum Vergleich - die Konkurrenten Logitech G502 Proteus Spectrum und Corsair M65 PRO RGB wiegen mindestens 121 g bzw. 115 g und können mit ihren Gewichtesystemen noch deutlich schwerer konfiguriert werden.

Während die DM1 PRO noch auf dem bewährten Pixart PMW-3310-Sensor basierte, kommt für das neue S-Modell der PMW-3360 zum Einsatz. Dieser 12.000-DPI-Sensor war in der Variante PMW-3366 lange nur Logitech vorbehalten. Erst mit der Corsair M65 PRO RGB konnte ein anderer Hersteller den hochauflösenden optischen Sensor verbauen - und nun gibt es eine Maus mit PMW-3360 eben auch von Dream Machines. Dream Machines importiert die Maus für den wichtigen US-Markt selbst, deutsche Kaufinteressenten ordern sie direkt aus Polen. Weil das Nachbarland seit Jahren zum EU-Binnenmarkt gehört, sind dabei keine Zoll- oder Einfuhrprobleme zu erwarten. Die Lieferung kann allerdings einige Tage dauern. Dream Machines gibt für EU-Bestellungen einen Kaufpreis von 63 Euro an. Damit liegt der Kaufpreis der DM1 PRO S ziemlich genau auf dem Level der beiden Konkurrenzmodelle von Logitech und Corsair. Angeboten wird die Maus mit mattem und mit glänzendem Finish. Wir haben uns für ein mattes Testsample entschieden. 

Dream Machines DM1 PRO S

Schon bei der Kartongestaltung verzichtet Dream Machines auf typischen Gamer-Look und präsentiert ganz nüchtern die DM1 PRO 1 auf weißem Grund. Die Rückseite listet die Eckdaten auf englisch und polnisch auf. 

Dream Machines DM1 PRO S

Der pragmatische Ansatz setzt sich beim Lieferumfang fort. Dem Testsample lagen nur noch drei selbstklebende Ersatzgleitflächen bei, die Verkaufsversion wird zusätzlich mit knapp gehaltenem Infozettel ausgeliefert. Die Maus wird beim Transport von einem weichen Schaumstoffpolster gut geschützt. Bevor wir im Detail auf die Maus eingehen, stellen wir die Spezifikationen noch in der Übersicht vor: 

  Dream Machines DM1 PRO S
Sensortyp:
Pixart PMW-3360, optischer Sensor
Auflösung:
400, 800, 1600, 2400, 4800, und 12.000 DPI
Beschleunigung:
max. 50 g
Abtastgeschwindigkeit:
bis zu 7 m/s
Switches:

Haupttasten: Omron, spezifiziert für 20 Millionen Betätigungen
Mitteltaste: TTC, spezifiziert für 20 Millionen Betätigungen

Zusätzliche Tasten:
2 = Daumen; 1 = Topcover (DPI)
Design

symmetrisches Design, durch Tastenbelegung aber Rechtshändermaus; wahlweise matt oder glossy

Gleitfüße:
drei Teflongleitfüße
Kabel:
1,8 Meter, zweifarbig gesleevt, mit Klettverschluss
Abmessungen:
126 x 68 x 39 mm mm (L x B x H)
Gewicht:
85 g (ohne Kabel)
Garantie:
zwei Jahre
Preis:
63 Euro laut Produktseite, aktuell nur als Import aus Polen