Seite 1: Doppeltest: Cooler Master CM Storm QUICKFIRE XTI & XORNET II

teaserDie Geschichte von Cooler Master reicht bis ins Jahr 1992 zurück. Wie sicher bei vielen von uns noch im Gedächtnis, hat das Unternehmen aus Taiwan mit dem Verkauf von Gehäusen und Kühlern begonnen. Zum Portfolio gehört nun weitaus mehr. Gerade im Bereich der Peripherie für Gamer konnte sich Cooler Master mit dem Gaming Lebel CM Storm erfolgreich etablieren. Im folgendem Review nehmen wir ein Bundle, bestehend aus Tastatur und Maus unter die Lupe. Das aktuelle Keyboard QUICKFIRTE XTI und die Maus XORNET II stellen sich gemeinsam der Konkurrenz.

Auch CM Storm folgt mit der QUICKFIRE XTI dem aktuellen Trend und verbaut mechanische Swichtes aus dem Hause Cherry. In unserem Modell kommt die MX-Brown-Variante zum Einsatz. Der erste Blick zeigt, dass es sich um ein sehr kompaktes und schlichtes Design handelt, doch dazu später mehr. Wo andere Hersteller für die Programmierung, welche natürlich nicht fehlen darf, auf eine Software zurück greifen, geht Cooler Master einen anderen Weg: Alle Einstellung werden direkt an der Tastatur, "mittels Hardware", vorgenommen. Eine Beleuchtung ist natürlich auch mit an Bord. Geboten wird kein voller RGB-Farbraum denn durch die so genannte Dual-LED-Technik stehen dem Anwender 35 Farben zu Verfügung. Aktuell wandert die QUICKFIRE XTI für ca. 140 Euro über die digitale Ladentheke.

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Technische Details - CM Storm QUICKFIRE XTI:

  • Switches: Cherry MX Browm
  • Betätigungskraft: 45 / 55 Gramm
  • Weg bis zum Auslöser: 2,0 mm
  • Weg bis zum Anschlag: 4,0 mm

  • Beleuchtung: Duale LED-Beleuchtung (Zwei LEDs pro Taste)
  • Beleuchtungsfeatures: Bis zu 35 Farben; Vier Lichtprofile; diverse Lichteffekte

  • Polling Rate: max. 1000 Hz (1 ms)
  • Interner Speicher: Ja
  • Anti Ghosting: 100%
  • Makrofunktion: Bis zu Markroprofile; Keine Software nötig
  • Kabel: Länge 1,8 m (abnehmbar)
  • Abmessungen: 440 x 130 mm
  • Preis: ca. 140 Euro

CM Storm QUICKFIRE XTI - Design & Verarbeitung:

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Die QUICKFIRE XTI zeigt sich auf den ersten Blick als sehr kompakt und schlicht. Mit einer Größe von 440 x 130 mm gehört sie wohl eindeutig zur Kompaktklasse. Auffällige Oberflächen, Designelemente und Features suchen wir vergebens. Lediglich die vier zusätzlichen Tasten, oben rechts, weichen vom Standardlayout ab und werden für die vier Makroebenen benötigt. Der erste Eindruck ist sehr hochwertig und qualitativ. Klar, der mechanische Aufbau bringt ein hohes Gewicht mit sich, was nochmals den hochwertigen Eindruck unterstreicht.

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Cooler Master setzt bei der Anordnung der Tasten nicht auf einen flachen Shape sondern eine Keilform, was der Ergonomie zugute kommt. Das Top-Cover besteht aus einem Teil und ragt bis auf die Tischplatte. Dadruch entstehen keine Übergänge zu anderen Bauteilen. Cooler Master lackiert das Cover mit einem schwarzen und matten Lack. Die Verarbeitung, in Bezug auf Kanten, Übergängen, Oberfläche und Haptik ist sehr gut. Cooler Master setzt das Tastenfeld leicht vertieft ins Top Cover und entscheidet sich damit gegen freistehende Switches.

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Ein kurzer Blick auf die Unterseite: Die Oberflächen wurden natürlich nicht lackiert, was aus unserer Sicht auch nicht nötig ist. Die Keilform kann mittels der Aufstellfüße nochmal um ca. 14 Millimeter verstärkt werden. Cooler Master entschied sich, die Füße mit einem rutschfesten Kautschuk zu versehen. Die Rechnung geht auf: Auch mit ausgeklappten Füßen bietet die QUICKFIRE XTI einen sicheren Stand.

Optik, Design und vor allem die Verarbeitung ist auf einem sehr hohen Niveau. Um mit dem Gesamtpaket jedoch zufrieden zu sein, muss auch die Ausstattung dazu passen.

 

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Bei dem uns zur Verfügung gestellen Modell wurden Switches aus dem Hause Cherry in der Version MX Brown verbaut. Das Schreibverhalten ist daher bestens bekannt und gleicht natürlich dem der anderen Tastaturen mit einer identischen Ausstattung. Cooler Master platziert die Switches auf einem weißen Cover, um die Zwischenräume besser auszuleuchten. Stichwort Beleuchtung: Zum Einsatz kommen LEDs mit einer sogenannten Dual LED Technik. Damit wird nicht der komplette RGB-Farbraum abgebildet. Dennoch stehen dem Nutzer 35 Farben, durch eine Kombination aus blau und rot zu Verfügung. Um das Licht "duch die Taste hindurch zu bringen" kommt auch hier ein Laser-Cutting-Verfahren zum Einsatz. Der Grundkörper der Taste besteht dabei aus transparentem Kunststoff. Dieser wird, ähnlich wie der Rahmen, anschließend lackiert. Im Nachgang wird dann die Beschriftung der Taste wieder aus dem Lack ausgeschnitten. Cooler Master platziert die primäre Beschriftung jeder einzelnen Taste direkt über der LED. Dies sorgt natürlich für eine gleichmäßige Ausleuchtung. Selbst bei der ENTER-Taste ist der Effekt sehr gut gelungen, andere Hersteller schwächeln hierbei.

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Wie anfangs schon erwähnt, geht Cooler Master bezüglich der Programmierung einen anderen Weg und verwendet dafür ausschließlich die Hardware. Eine Software sucht man vergebens. Auf den ersten Blick hat dies natürlich einen gewissen Charme. Es muss keine Software heruntergeladen und installiert werden. Zudem bleibt dem System der entsprechende "Balast". Dem steht natürlich eines gegenüber: Es muss einfach und problemlos funktionieren.

Um Beispielsweise ein Beleuchtungsprofil anzulegen, muss folgendermaßen vorgegangen werden:

Zuerst wird eines der Profile (P1 bis P4) gewählt. Anschließend wird die Programmierung der Beleuchtung (LED Record) aktiviert. Als nächstes wird die Farbe definiert (mit F1 und F2), welche der einzelnen Tasten zugewiesen werden soll. Zum Schluss müssen nur noch die Tasten, welche in der gewählten Farbe leuchten sollen, gedrückt werden. Am Ende muss der LED-Record Modus nur noch beendet werden. 

Dadurch lassen sich schnell und einfach viele Tasten mit einer oder unterschiedlichen Farben versehen. Zeitaufwändig wird es natürlich nur dann, wenn der Nutzer viele Tasten mit vielen verschiedenen Farben versehen will. Was natürlich auch erklärt, weshalb Cooler Master "nur" 35 Farben pro Taste zu Verfügung stellt. Mit den vier Profilen können also beispielsweise Setups für verschiedene Genre-Typen erstellt werden. Je nach Geschmack können also nur die Tasten beleuchtet werden, die wirklich gebraucht werden. 

cmstorm bsp 1 600
cmstorm bsp 2 600

Ähnlich geht die Programmierung der Makros vonstatten. Anschließend können die Makros in doppelter, vierfacher und achtfacher Geschwindigkeit abgespielt werden. Zugegeben, um den Dreh heraus zu bekommen, waren ein bis zwei Anläufe nötig doch dann funktioniert die Programmierung einfach und tadellos. Aus unserer Sicht geht die Rechnung am Ende des Tages auf und der Wegfall der Software ist keinesfalls ein Nachteil. Das dem Ganzen natürlich auch zu Gute kommt: Die Programmierung ist unabhängig vom Betriebssystem und funktioniert daher nahtürlich auch unter OS X oder Linux.

Fazit - CM Storm QUICKFIRE XTI:

Beginnend beim schlichten Design, über die Verarbeitung und der Ausstattung entsteht ein rundes und stimmiges Bild. Das Design, gerade weil es so schlicht und kompakt ist, hat uns durch die Bank überzeugt. Auch die Verarbeitung und die Wahl der Materialien ist Cooler Master sehr gut gelungen. Die Ausstattung ist natürlich dank der Switches sehr gut.

Aber nicht nur diese Tragen dazu bei, denn für uns gehört ganz klar die Programmierung auch zur Ausstattung. Alle Einstellungen ohne Software umsetzen? Nachdem wir den Dreh heraushatten, verflog die anfängliche Skepsis recht schnell. Unserer Meinung nach geht das Konzept auf. Vor allem mit folgendem Hintergrund: Ist erst einmal die Beleuchtung eingestellt, wird die Software in der Regel nicht mehr so häufig genutzt (ausgenommen für die Erstellung der Makros). Der Preis von ca. 140 Euro ist unter Berücksichtigung aller Eigenschaften mehr als fair.

Für eine erfolgreiche "Eingabe" genügt eine Tastatur allein jedoch nicht, daher schauen wir uns anschließend eine passende Maus von Cooler Master an.