Seite 1: NVIDIA Shield Tablet vorgestellt - ab August auch in Deutschland

nvidia-shield-tabletNachdem die NVIDIA Shield zunächst nur in den USA und Kanada erhältlich war, wagt NVIDIA nun den nächsten Schritt. Heute präsentiert man das Shield Tablet, welches neben der bereits bestehenden Shield-Konsole bestehen soll. Mit der Kombination aus 8-Zoll-Tablet und Wireless-Controller will man die Gunst der Spieler für sich gewinnen. Ob dies gelingen kann, hängt nicht nur von der reinen Leistung der Hardware ab, sondern auch von der Anbindung und dem Angebot an Spielen. Heute können wir euch noch keinen ausführlichen Test präsentieren, aber zumindest einen ersten Blick auf das Shield Tablet von NVIDIA werfen.

Die Gründe für bisherige limitierte Verfügbarkeit und Beschränkung auf bestimmte Märkte sind zum einen die Tatsache, dass NVIDIA zum ersten Mal ein solches Produkt auf den Markt brachte und diese mit entsprechenden Schwierigkeiten verbunden war sowie dem fehlenden Software-Support. Nun aber sieht NVIDIA die Zeit gekommen die Anstrengungen in diesem Segment auszuweiten. 90 Prozent aller Android-Nutzer spielen auch mit ihrem Smartphone und/oder Tablet. Mit Shield will NVIDIA genau diese Benutzerschicht abgreifen. Der Release von Half-Life 2 und Portal soll diese Anstrengungen auf der Software-Seite unterstreichen. Inzwischen sind über 200 Android-Spiele an die Hardware-Controller der Shield angepasst. Per GameStream können zudem 120 PC-Spiele auf die Shield gestreamt werden.

Bei NVIDIA hat man sich aber auch Gedanken über die Hardware bzw. den Formfaktor gemacht. Ein Gehäuse, das wie das der ersten Shield einzig und alleine für das Gaming ausgelegt ist, schränkt die Verwendungszweck zu weit ein. Allerdings wird NVIDIA nicht müde zu erwähnen, dass die Shield in der ursprünglichen Form weiterhin so erhältlich sein wird. Es bleibt allerdings bei der auf die USA und Kanada beschränkten Verfügbarkeit. Mit dem neuen NVIDIA Shield Tablet will man dem entgegenwirken. Dazu trennt man zukünftig aber auch die eigentliche Gaming-Hardware vom Controller. Dabei herausgekommen ist ein Tablet mit einem 8-Zoll-Display mit einer Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixeln - also etwas höher aufgelöst und ein Zoll größer als beim Tegra Note. Das Shield Tablet wird allerdings von einem Tegra K1 mit vier Rechenkernen und einem sogenannten „Companion“-Core befeuert, dessen Grafikeinheit aus einem vollen SMX-Cluster der „Kepler“-Generation zur Seite steht. Es kommen also 192 Shadereinheiten zum Einsatz.

Dem Tegra-K1-SoC stehen 2 GB Arbeitsspeicher zur Seite. Die WLAN-Version des Shield Tablet stellt 16 GB Flashspeicher zur Verfügung, die wie bei den 32 GB der LTE-Version mit einer MicroSD-Speicherkarte erweitert werden können. Als LTE-Modem kommt der eigene Zukauf in Form des Icera-LTE-Modems zum Einsatz, der LTE Cat4 mit bis zu 150 Mbit pro Sekunde unterstützt. Neben dem Mobilfunknetz für das LTE-Modell bietet das Shield Tablet noch eine Anbindung via WLAN 802.11 a/b/g/n mit 2x2 MIMO-Support im 2,4- und 5-GHz-Netz. Weiterhin mit an Board sind natürlich auch Bluetooth 4.0, GPS und GLONASS.

NVIDIA Shield Tablet
NVIDIA Shield Tablet

Verpackt ist das Ganze in einem ähnlichen Gehäuse, wie beim Tegra Note. Bei einem Gewicht von 390 g kommt es auf eine maximale Dicke von 9,2 mm. Den Großteil des Volumens nimmt dabei der Akku ein, der bei einer Kapazität von 19,75 Wh eine Laufzeit von 10 Stunden bei der Wiedergabe von HD-Videos erreichen soll. Schwierig sind die Angaben zu Akkulaufzeit bei Spielen, da diese sehr abhängig von den jeweiligen Anforderungen des Spieles sind. Zwischen 3 bis 8 Stunden ist diese Spanne in etwa groß. Neben dem guten Display und der mehr als ausreichenden Performance soll das Shield Tablet auch bei der Audio-Ausgabe überzeugen können. Dazu stehen zwei Lautsprecher zur Stereo-Wiedergaben zur Verfügung, die nach vorne gerichtet sind.

Preis 299,99 Euro (WLAN-Modell mit 16 GB) / 379,99 Euro (LTE-Modell mit 32 GB)
Produktseite shield.nvidia.com
NVIDIA Shield Tablet
Display 8 Zoll, IPS-Panel
Auflösung 1.920 x 1.200 px
Prozessor NVIDIA Tegra K1 (Quad-Core, 2,2 GHz, 192 "Kepler"-Shadereinheiten)
Grafik Vollen "Kepler" SMX-Cluster mit 192 Shadereinheiten
RAM 2 GB
interner Speicher 16 oder 32 GB; Speichererweiterung per microSDHC-Kartenleser möglich
Akku Li-Polymer, 10 Stunden Laufzeit (Herstellerangabe), 19,75 Wh
Abmessungen 221 x 126 x 9,2 mm
Gewicht 390 g

 

Primärkamera 5 MP-Kamera
Sekundärkamera 5 MP-Kamera 
drahtlose Konnektivität
WLAN 802.11a/b/g/n, Bluetooth 4.0, GPS, GLONASS, LTE optional
Anschlüsse

microUSB 2.0
3,5-mm-Klinke
micro-HDMI 1.4a

Betriebssystem Android 4.4.3

 

Lieferumfang

NVIDIA Shield Tablet
Netzteil mit USB-Ladekabel
Dokumentation

Verfügbar soll das NVIDIA Shield Tablet hierzulande ab Mitte August sein, während es in den USA ab heute in den Regalen steht. Der Preis liegt bei 299,99 Euro für das WLAN-Modell und 379,99 Euro für die Variante mit LTE. Separat erhältlich sein wird der Controller für 59,99 Euro - auf ihn gehen wir im folgenden Abschnitt aber noch etwas genauer ein. Das optionale Cover mit Magnethalterung und drei unterschiedlichen Aufstellwinkeln soll 29,99 Euro kosten.

Bevor wir nun aber genauer auf den Controller eingehen, noch ein paar Worte zur Software-Unterstützung. Elf an den Tegra K1 angepasste Spiele sollen im Laufe der kommenden Wochen und Monate erscheinen. Mit Half-Life 2 und Portal haben wir uns bereits zwei dieser Vertreter auf der ersten Shield angeschaut. Für das Shield Tablet bzw. den hier arbeitenden Tegra K1 fügen VALVE und NVIDIA aber noch einige weitere Effekte hinzu. Das seit zwei Jahren auf dem PC und den Konsolen erhältliche Trine 2 soll kostenlos für jeden Besitzer des Shield Tablet zur Verfügung gestellt werden. War Thunder, eine Flugzeug-Kampfsimulation, die im 2. Weltkrieg spielt, soll im Herbst erscheinen. Einige der genannten Spiele wurden uns auf dem Event bereits präsentiert und die ersten Eindrücke präsentieren wir in einem Video.