Seite 7: Fazit, Meinung, Alternativen

Tobten sich die Hersteller vor einem Jahr noch im 10-Zoll-Segment aus, gilt deren Aufmerksamkeit mittlerweile den darunter liegenden Marktsegmenten. Spätestens seit dem Start des Nexus 7 gilt dabei die Devise: Ein gut ausgestattetes Tablet muss nicht teuer sein. Dementsprechend hat ASUS mit dem MemoPad HD 7 einen neuen Vertreter der 7-Zoll-Klasse ins Rennen geschickt, der die Stärken des Nexus-Tablets mit einem nochmals geringeren Preis verbinden soll, ohne dabei jedoch zu sehr an der Substanz zu sparen. Kurz gesagt: Ein vielseitiges Tablet für den schmalen Geldbeutel.

Große Schwächen haben sich die Taiwaner dabei nicht geleistet, angesichts der Erfahrung des Unternehmens auf diesem Markt keine große Überraschung. Ankreiden kann man dem MemoPad HD 7 in erster Linie, dass das Display in den Punkten Maximalhelligkeit und Kontrast nur durchschnittlich abschneidet und das Design beliebig ausfällt. Ersteres könnte man mit den hohen Kosten für qualitativ hochwertige Displays entschuldigen, letzteres bleibt ein Stück weit eine Frage des eigenen Geschmacks.

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Die Ausstattung ist mit WLAN-n, Bluetooth 4.0 und 16 GB internem Speicher für diesen Preisbereich auf der Höhe Zeit, der microSD-Slot ist eine preiswerte Möglichkeit zum Erweitern. Mit zwei brauchbaren Kameras erweitert man auch die multimedialen Fähigkeiten. NFC und Dual-Band-WLAN wären nette Beigaben gewesen, ebenso ein Grafikausgang. Am Ende wäre der Preis von unverbindlichen 149 Euro aber mit Sicherheit nicht zu halten gewesen. Umso löblicher ist es da, dass ASUS dem MemoPad HD 7 1 GB an Arbeitsspeicher und einen vergleichsweise schnellen SoC spendiert hat - in diesem Preisbereich nicht immer selbstverständlich. Verbesserungspotential ist aber dennoch vorhanden, vor allem in Hinblick auf die glatte Rückseite. Hier würde eine texturierte Alternative wie beispielsweise beim Nexus 7 die Haptik deutlich steigern.

Ausgerechnet dieses dürfte dabei einer der wichtigsten Konkurrenten sein. Für nur wenig mehr Geld bietet das Tablet aus gleichem Hause ein komplett unverfälschtes Android mit schnelleren Updates, allerdings zum Preise eines kleineren und nicht erweiterbaren Speichers und einer fehlenden Hauptkamera. Die meisten anderen Tablets zwischen 120 und 180 Euro spielen in technisch deutlich schlechteren Ligen oder basieren nicht auf Android. Die attraktivste Alternative dürfte hier das BlackBerry PlayBook sein, das mit 32 GB Speicher schon für rund 120 Euro erhältlich ist; durch das Nichterscheinen eines Updates auf BlackBerry 10 jedoch eine gewagte Investition darstellt.

Unser Fazit deshalb: Wer mit den Einschränkungen des Displays leben kann, erhält mit dem ASUS MemoPad HD 7 ein vergleichsweise gut ausgestattetes Tablet zu einem niedrigen Preis. Wir verleihen deshalb unseren Preis-Leistungs-Award.

alles

Positive Aspekte des ASUS MemoPad HD 7:

  • hohe Systemleistung angesichts des Preises
  • aktuelle Androidversion ohne größere Modifikationen
  • Speicher kann erweitert werden
  • Akkulaufzeit
  • zwei Kameras
  • hohe Verarbeitungsqualität

Negative Aspekte des ASUS MemoPad HD 7:

  • Display-Helligkeit in der Spitze zu gering
  • glatte Rückseite