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Xbox One - Ein Blick auf die Hardware

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Microsoft2012Microsofts neue Konsole wurde in einem anderen Artikel beleuchtet. Hier geht es jetzt rein um die Hardware bzw. Technik. Wie in der News schon erwähnt basiert die neue Xbox One auf einem x86-Prozessor aus dem Hause AMD. Die Octacore-CPU basiert auf AMDs neuer Jaguar-Architektur, ist also eine 64-bit CPU und besitzt je 4 Cores ein Megabyte an L2-Cache, also insgesamt 2 Megabyte. Zudem gesellen sich 32 Megabyte an ESRAM, welcher sich schematisch zwischen den Caches und dem mutmaßlichen DDR3-RAM schaltet. An RAM soll es ganze 8 GB geben, die für die nächsten Jahre mehr als ausreichend sein sollten.

Die Jaguar-Cores sind sehr kleine, auf Effizienz getrimmte Prozessorkerne, die den Nachfolger der beliebten Bobcat-Architektur bilden. Der Chip, im 28-nm-Verfahren gefertigt, wird auf einen Gesamt-Verbrauch von 100 W kommen, wobei je 4 Cores der Jaguar-Architektur laut AMD 25 Watt Verlustleistung bringen; somit bleiben rund 50 Watt für den Grafikteil der APU übrig. Als Grafikarchitektur wird vermutlich eine optimierte GCN-Architektur zum Einsatz kommen. Das Ganze ist als APU realisiert und besitzt unter anderem hUMA Support.

Durch den kohärenten Adressraum der CPU und GPU wird das umständliche und zeitraubende hin- und herkopieren ausgemerzt und soll so die Kommunikation zwischen den Beiden verbessern und erheblich schneller machen. Mit welchen Taktraten die Konsole arbeiten wird ist noch nicht bekannt, jedoch stehen 1,6 GHz und 800 MHz für die CPU bzw. GPU im Raum. Dies sind auch die Taktraten der vermutlich baugleichen bzw. ähnlichen APU in der Playstation 4.

Im Vergleich zur Xbox 360, die „nur“ 317 GFlop/s berechnen kann, wird die neue Xbox One wohl auf ein ähnliches Niveau wie die Playstation 4 kommen, also bis zu 1,84 TFlop/s. Dies würde fast der sechsfachen Rohleistung der Xbox 360 entsprechen.

Software & Live-TV

Durch die verwendete x86-Architektur wird eine Abwärtskompatibilität zur Xbox 360 nicht möglich sein, wie Microsoft in der eigenen FAQ angibt. Eine Emulation lässt sich durch die schwache Rechenleistung der Prozessorkerne wohl ganz ausschließen, da die PowerPC-Architektur des Vorgängers schwer zu emulieren ist. Möglich wäre jedoch das Anbieten von alten Xbox-Spielen, denn diese sollten auch auf der neuen Xbox One laufen, da die Ur-Xbox auch auf der x86-Architektur basierte. Ein Vorgehen wie Nintendo es zeigt wäre zumindest möglich.

Als Software kommt der Windows-Kernel (vermutlich NT 6.2 oder 6.3) zum Einsatz, darauf aufgesetzt die bekannte und verbesserte Xbox Systemsoftware - durch eine weitere, nicht näher spezifizierte Software sollen beide Welten für beste Performance verbunden werden. Damit basieren alle aktuellen Microsoft Geräte auf demselben Kernel. Der Live-TV-Modus basiert nicht auf einem integrierten TV-Receiver in der Xbox on, sondern auf dem Prinzip des Durchschleifens des Signals der Set-Top-Box - hat man einen im Fernseher eingebauten Receiver, wird diese Funktion wohl nicht ohne weiteres verfügbar sein.

Hardware-Übersicht

  • AMD Octacore APU (basierend auf Jaguar-Architektur)
  • AMD Radeon Grafik (GCN-Architektur, ähnlich der HD7790)
  • AMD hUMA-Technologie
  • AMD64 64-Bit Architektur
  • 32 Megabyte ESRAM
  • 8 Gigabyte DDR3-DRAM
  • 500 GB Festplatte
  • Blu-ray-Laufwerk (mit 4K-Support)
  • HDMI in/out
  • WLAN, USB 3.0
  • 1080p Kinect-Kamera

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