Seite 2: Die Lautsprecher (1)

Das Concept E Digital ist das klassische 5.1-Set in den Reihen der Berliner. Entsprechend gibt es neben einem dedizierten Subwoofer fünf Satelliten, von denen einer als Center vorgesehen wurde.

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Teufel Concept E Digital

Die meiste Arbeit übernehmen die vier Satelliten vom Typ CS25 FCR MK3. Teufel setzt bei den 14 cm hohen und 10 cm breiten Lautsprechern auf eine 2-Wege-Konstruktion in einem geschlossenen Gehäuse. Um den Hochtonbereich kümmert sich ein 19-mm-Tweeter aus Seide, während für die tieferen Frequenzen, die bei 150 Hz abgetrennt werden, ein Cellulose-Treiber mit einem Durchmesser von 80 mm verantwortlich ist. Die Membranen sollten mindestens von einem Verstärker mit 10 Watt pro Kanal angetrieben werden, die im Subwoofer integrierte Endstufe erweist sich aber als deutlich potenter, dazu aber später mehr.

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Teufel Concept E Digital

Teufel setzt auf ein Kunststoff-Gehäuse. Das verwendete Material hinterlässt aber einen hochwertigen Eindruck. Die gefällige Optik sorgt gleichzeitig dafür, dass sich das Concept E sowohl im Wohnzimmer als auch im Büro wohl fühlt – einzig die Farbe kann bei der Positionierung neben dem Fernseher nicht jedem gefallen, denn Teufel bietet sein Surround-System ausschließlich in Schwarz an.

Als Eye-Catcher fungieren zwei Design-Aspekte. Zum einen zieht Teufel das fein gelochte Gitter, das die Membranen vor äußeren Einflüssen schützen soll, auch auf die Ober- und Unterseite, zum anderen werden die Chassis mit feinen silbernen Ringen eingefasst, die durch die Abdeckung hindurch funkeln. Beides verleiht dem Concept E einen leicht industriellen Charme, in sich wirkt das Lautsprechersystem aber stimmig und sehr hochwertig. Dazu tragen ebenso die gute Verarbeitungsqualität und der ordentliche Kunststoff bei.

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Teufel Concept E Digital

Ein Blick auf die Rückseite hält dem bislang positiven Eindruck nicht stand. In erster Linie geht es dabei um die Klemmen der Lautsprecherkabel, die nicht so recht zum sonst erstklassigen Finish passen möchten. Nicht allzu dicke Boxenkabel werden von den kleinen Klemmen zwar recht ordentlich gehalten, die Möglichkeit, etwas größer dimensionierte Kabel anzuschließen wäre aber schön, Schraubklemmen sogar das Optimum gewesen.

Wer die CS25 FCR MK3 an die Wand hängen möchte, wird hier ebenfalls fündig, denn die Berliner integrieren eine einfache Schlüsselloch-Aufhängung. Dabei sollte aber bedacht werden, dass auch noch das Boxenkabel nach hinten aus der Box geführt werden muss. Wer das Concept E im Wohnzimmer aufbauen möchte, kann zudem auf separat erhältliche Standfüße zurückgreifen.

Nutzer, die das Concept E „klassisch“ auf dem Schreibtisch verwenden, werden zudem etwas Anderes feststellen. Teufel verzichtet darauf, die Satelliten anzuwinkeln. Das ist vom Abstrahlverhalten für das Wohnzimmer bzw. generell größere Abstände optimal, nicht aber, wenn die CS25 FCR auf dem Schreibtisch stehen. Zum einen wird der Schall so früh auf der Schreibtischplatte reflektiert, zum anderen könnten die Hochtöner noch etwas besser auf das Ohr gerichtet werden. Das gilt insbesondere für groß gewachsene Nutzer.

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Teufel Concept E Digital

Das Concept E Digital verfügt über einen dedizierten Center-Lautsprecher, der zwar prinzipiell die gleichen Chassis nutzt, aber einen abweichenden akustischen Aufbau besitzt. Wie es bei den zentralen Lautsprechern üblich ist, ist auch der C35 C MK3 für den liegenden Einsatz, in diesem Fall unter dem Monitor, vorgesehen. Entsprechend verbaut Teufel drei Chassis – der 19-mm-Seidenhochtöner wird von zwei 80-mm-Tiefmitteltönern flankiert. Das soll zu einem besseren Abstrahlverhalten in der Breite führen und ist gerade dann interessant, wenn mehrere Personen gemeinsam einen Film betrachten möchten.

Davon einmal abgesehen, fügt sich der CS 35 C nahtlos in die Optik des Concept E ein. Auch hier setzt Teufel auf ein Metallgitter, das bei der Center-Version allerdings nach links und rechts um das Gehäuse herumgezogen wurde. Keine Unterschiede gibt es leider auch bei Anschlussart. Die gibt es hingegen sehr wohl bei der bereits angesprochenen Ausrichtung. Der Center ist leicht angewinkelt, was dann praktisch ist, wenn ein Schreibtisch-Setup gewählt wird. Stehen die Lautsprecher hingegen weiter entfernt, kann ein kleiner Standfuß unter den CS 35 C Mk3 geschoben werden.