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Samsung Galaxy S8 im Test - Technik toll, Format mau (Video-Update)

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Seite 1: Samsung Galaxy S8 im Test - Technik toll, Format mau (Video-Update)

Für Samsung bricht eine neue Zeitrechnung an. Denn das Galaxy S8 ist nicht nur Topmodell Nummer 1 nach dem Desaster rund um das Galaxy Note 7, mit dem erstmaligen Einsatz des Infinity Display ist eine gravierende Design-Änderung verbunden. Der Test zeigt, warum die Fakten anders als die Marketing-Versprechen aussehen.

Ob die Akkuprobleme des Galaxy Note 7 am Ende dazu geführt haben, dass das Galaxy S8 später als üblich vorgestellt und in den Handel gebracht wurde, verrät man nicht. Gut möglich ist es aber, schließlich hat Samsung während der Präsentation des neuen Aushängeschilds mehrfach auf die neuen Maßnahmen zur Qualitätssicherung der Akkus hingewiesen. Hier sollen diverse physische Tests schon während der Produktion der Smartphones sicherstellen, dass es nicht erneut zu derartigen Problemen kommt. Denn ein zweites Mal dürfte auch Samsung einen solchen Vorfall nicht ohne weiteres überstehen.

Allerdings ist noch gar nicht absehbar, ob die Südkoreaner wirklich nur mit einem Kratzer davongekommen sind. Ob der Ruf des Unternehmens und das Vertrauen der Verbraucher Schaden genommen haben, werden erst die Verkaufszahlen das Galaxy S8 und Galaxy S8+ zeigen.

Eine Art Präventivmaßnahme wäre da vielleicht ein attraktiver Preis für die beiden neuen Modelle gewesen. Doch Samsung verzichtet darauf, im Gegenteil. Für das Galaxy S8 verlangt man unverbindliche 799 Euro, für das Galaxy S8+ ruft man 899 Euro auf. Gegenüber den Vorgängern sind das jeweils 100 Euro mehr, allerdings sind Galaxy S7/Galaxy S7 edge und Galaxy S8/Galaxy S8+ nicht direkt miteinander vergleichbar. Zum Testzeitpunkt - eine Woche vor dem Verkaufsstart - wich kein Händler nennenswert von Samsungs Empfehlung ab.

Größer ist kleiner

Was tun, wenn ein Mehr an Leistung vom Nutzer nicht mehr bemerkt wird und Kameras Fotos schießen, deren Qualität bereits ein hohes Niveau erreicht? Entweder man versucht es wie HTC über das Design oder man sucht sich ein Bauteil, das nicht nur technisch, sondern auch optisch werbewirksam genutzt werden kann - oder sich gar in der Praxis als nützlich erweist. Dass Samsungs Wahl auf das Display fiel, ist keine Überraschung.

Die Südkoreaner verfügen über große Erfahrung in der Entwicklung und Produktion von Panels und haben schon 2014 mit dem Galaxy Note Edge gezeigt, dass eine Anzeige nicht immer plan sein muss. Wenige Monate später legte man mit dem Galaxy S6 edge und Galaxy S6 edge+ nach, im vergangen Jahr folgten das Galaxy S7 edge und das glücklose Galaxy Note 7. Im Galaxy S8 - und Galaxy S8+ - kommt nun die nächste Evolutionsstufe zum Einsatz, Samsung selbst dürfte vermutlich eher von einer Revolution sprechen.

Das, was hier als Infinity Display beworben wird, hat einen gravierenden Einfluss auf das Design, das man von Samsung bislang kennt. Denn soll eine Anzeige so viel Fläche wie möglich einnehmen, muss die Front von allem anderen befreit werden. Auf ein Smartphone übertragen bedeutet das: Die Platzierung von Sensoren, Lautsprecher, Frontkamera und allem, was eigentlich rund um das Display sitzen soll, muss auf alternative Unterbringungsmöglichkeiten geprüft werden. Welchen Rattenschwanz das nach sich zieht, zeigen die unterschiedlichen noch folgenden Kapitel des Tests.

Samsung hat sich aber nicht nur die Frage gestellt, wie man so wenig Gehäuse wie möglich um das Display herum bauen kann. Gleichzeitig wurde mit der Idee gespielt, ein eigentlich viel zu großes Display in ein eigentlich viel zu kleines Gehäuse zu bekommen. Nur der Verzicht auf breite Rahmen rund um die Anzeige hat den Südkoreanern allem Anschein nach nicht gereicht. Entsprechend wurde das Format geändert. Bis Ende Februar galt ein Verhältnis von 16:9 als gesetzt. Dann stellt LG mit dem G6 ein Smartphone vor, dass mit 18:9 mit dieser fast ehernen Regel brach. Samsung setzt nun noch etwas drauf und vertraut auf 18,5:9.

Der Grund für diese Entscheidung liegt auf der Hand: Je weiter man sich von 1:1 entfernt, desto weniger Fläche nimmt ein Display bei gleichbleibender Diagonale ein. Für das Gehäuse bedeutet dies, dass es zwar länger werden muss, gleichzeitig aber auch schmaler wird. Und insgesamt nimmt es auch eine geringere Grundfläche ein. Und das führt letztlich dazu, dass man ein größeres Display in ein nicht größer werdendes Gehäuse bekommt. Doch genau hier trennen sich Werbung und Tatsachen voneinander.

Für das Galaxy S8 verspricht Samsung ein 5,8 Zoll großes Display mit 2.960 x 1.440 Pixeln bei einem Verhältnis von 18,5:9 auf Basis eines Super-AMOLED-Panels. Daraus resultiert eine Display-Fläche von 85,38 cm². Das klingt zunächst nach viel, doch das 0,3 Zoll kleinere Galaxy S7 edge erreichte kaum schlechtere 83,39 cm². Und das Galaxy Note 7 mit seinen 5,7 Zoll brachte es auf 89,57cm². Deutlich wird also, dass die Diagonale ohne weitere Daten keine Rückschlüsse auf die tatsächliche Größe des Displays zulässt und Vergleiche künftig für Verbraucher schwerer werden. Doch beim Galaxy S8 gibt es noch einen anderen Haken. An keiner Stelle misst das Display eigentlich 5,8 Zoll.

Displays im Vergleich   
  Diagonale Format Fläche
Galaxy S8 5,8 Zoll 18,5:9 85,38 cm²
Galaxy S8 (planer Bereich) 5,6 Zoll 18,5:9 79,59 cm²
Galaxy S8+ 6,2 Zoll 18,5:9 97,56 cm²
Galaxy S8+ (planer Bereich) 6,1 Zoll 18,5:9 94,44 cm²
Galaxy S7 5,1 Zoll 16:9 71,70 cm²
Galaxy S7 edge 5,5 Zoll 16:9 83,39 cm²
Galaxy Note 7 5,7 Zoll 16:9 89,57 cm²
LG G6 5,7 Zoll 18:9 83,84 cm²
Huawei Mate 9 5,9 Zoll 16:9 95,96 cm²
Xiaomi Mi Mix 6,4 Zoll 17:9 109,27 cm²

Dabei handelt es sich nach eigenen Angaben um einen Wert, der nur dann erreicht werden würde, wenn man von Ecke zu Ecke einmal quer über das Display messen würde. Samsung setzt allerdings nicht wie bislang üblich auf „kantige“, sondern auf „runde“ Ecken - ähnlich wie LG bei seinem G6. Das macht optisch natürlich einiges her, gleiches gilt natürlich auch für die rechts und links eingearbeitete Biegung der Anzeige. Die kennt man bereits von den beiden vorherigen Galaxy-S-Generationen. Zieht man die - und damit auch die „runden“ Ecken - ab, landet man offiziell bei 5,6 Zoll und 79,59 cm². Auf das klassische 16:9-Format übertragen wäre das eine Diagonale von etwa 5,4 Zoll, was den Einsatz im Gehäuse des Galaxy S7 edge möglich machen würde.

Das zeigt, dass ein großer Teil des Aufwands, den Samsung betrieben hat, für die Praxis völlig unnötig gewesen ist.

Denn wie schon bei den Vorgängern entpuppt sich die Biegung am rechten und linken Rand im alltäglichen Einsatz nur sehr selten als nützlich. Zwar lassen sich hier unterschiedliche Widgets und Tools unterbringen, es kann aber wieder nur eine der beiden Seiten genutzt werden und andere Hersteller bieten eine vergleichbare Funktionalität in Verbindung mit Standard-Displays. Ärgerlicher dürfte für viele hingegen sein, dass die äußeren Tasten der Tastatur wie schon beim Galaxy S7 edge kritisiert wieder leicht auf der Biegung sitzen und dadurch schlechter bedienbar sind. Und im Landscape-Format werden Inhalte wie Fotos oder Videos nicht auf den planen Teil des Displays beschränkt. Das führt unter anderem zu Verzerrungen und Spiegelungen, teilweise auch zu falsch dargestellten Farben.

Mit Blick auf Videos gibt es aber auch noch eine andere Einschränkung. Denn Filme und Serien werden zu einem großen Teil in 16:9 zur Verfügung gestellt, was bei einer 18,5:9-Anzeige zu Balken rechts und links führt. Und selbst Samsungs Versprechen, dass man beim Surfen im Netz durch die im Vergleich längere Anzeige weniger Scrollen müsste, ist mit einem Nachteil verbunden. Denn das stimmt unter Umständen nur dann, wenn man mit einer kleineren Darstellung vorliebnimmt. Da das Display des Galaxy S8 schmaler als bei einem 16:9-Pendant mit gleicher Diagonale ausfällt, werden Web-Inhalte ohne Skalierung etwas kleiner dargestellt. Lediglich bei Seiten mit vollem Responsive-Design trat dieses Problem im Test nicht auf.

Abseits der Frage, ob man von all diesen Einschränkungen betroffen ist oder wäre, bleibt der wichtige Blick auf die Messwerte übrig. Mit einer Pixel-Dichte von 570 ppi ist das Display des Galaxy S8 mehr als ausreichend scharf, von der genutzten Pentile-Matrix dürften Nutzer deshalb nichts bemerken. Die könnte aber ein Grund für die Blaustichigkeit der Anzeige sein. Ab Werk wird Weiß mit mehr als 7.800 Kelvin dargestellt, selbst ohne direkten Vergleich ist der hohe Blauanteil erkennbar. Legt man selbst Hand an, ist ein besserer Wert als 6.900 Kelvin aber dennoch nicht zu erreichen. Spätestens ein Blatt Papier neben dem Galaxy S8 macht das Problem deutlich. Dafür erfüllt das Display den DCI-P3-Standard hinsichtlich der Farbraumabdeckung, den sRGB-Raum deckt es zu mehr als 120 % ab. Und wie bei Super-AMOLED-Panels zuletzt üblich, werden Farben sehr kräftig, aber nicht unnatürlich dargestellt. Schwarz ist zudem wirklich Schwarz, einer der großen Vorteile der Technik.

Samsung verspricht aber nicht nur ein kontrastarkes Display mit Stärken bei der Farbdarstellung, sondern auch mobilen HDR-Genuss. Das Smartphone hat die Zertifizierung für Mobile HDR Premium erhalten und soll entsprechende Inhalte problemlos darstellen. Das Problem: Derzeit stellen weder Netflix noch Amazon passende Angebote zur Verfügung, auch wenn beide grundsätzlich schon länger über HDR-Inhalte verfügen. Und selbst eine entsprechende Playlist bei YouTube unterstützt das Galaxy S8 nicht. Ob und wann die großen Content-Anbieter dies ändern werden, ist noch nicht bekannt.

Messbar ist hingegen die Helligkeit des Displays. Im manuellen Modus erreicht es in der Spitze 358 cd/m² - allerdings nur dann, wenn man den entsprechenden Regler nach vorheriger Warnung des Geräts in den roten Bereich zieht. Bei automatischer Helligkeitsregulierung konnte bei komplett weißem Display dank kurzzeitigem Boost 538 cd/m² gemessen werden. Dieser Wert steigt, je geringer der Weiß-Anteil des darzustellenden Inhalts wird. Laut DisplayMate sind dann mehr als 1.000 cd/m² möglich. Für Mobile HDR Premium wäre das aber nicht nötig. Für das Zertifikat müssen in der Spitze 550 cd/m² sowie 90 % des DCI-P3-Farbraums erreicht werden.

Wer die volle Auflösung des Displays nutzen will, muss dies explizit einstellen. Denn ab Werk nutzt das Galaxy S8 lediglich FHD+ mit 2.220 x 1.080 Pixeln. Darüber hinaus lässt sich in den Optionen festlegen, mit welcher Skalierung Schriften und anderes dargestellt werden. Ebenso kann eingestellt werden, welche Applikationen im Vollbild-Modus ausgeführt werden. Nur diese nutzen den gesamten Bildschirm, alle anderen werden in 16:9 dargestellt. Hilfreich ist, dass optimierte Programme im Untermenü klar gekennzeichnet werden. Auch gibt es den Hinweis, dass andere im Vollbildmodus unter Umständen nicht korrekt ausgeführt werden.

Beibehalten hat Samsung die Always-on-Funktion. Ist sie aktiviert, werden auf Wunsch Uhrzeit und Informationen zu Anrufen und Nachrichten in Abwesenheit dauerhaft anzeigt. Zur Wahl stehen dabei mehrere Layouts, auch die Nutzung des rechten und linkes Display-Rands ist möglich.

 

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Kommentare (38)

#29
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Registriert seit: 29.05.2001
Dortmund
Flottillenadmiral
Beiträge: 4569
Zitat Elmario;25486327
Es ist vielleicht schon richtig - ca. 90% der Leute kaufen ein Flagschiffmodell, um die neueste Technik zu besitzen, deren Möglichkeiten sie dann aber niemals zu mehr als 10% ausnutzen. Dies ist aber mehrheitlich dann kein vernünftiges Kaufverhalten sondern eine Mischung aus reiner Konsumgeilheit und von Profilneurosen.

Ich kaufe aber eben genau deshalb starke Technik, um auch 5 Jahre später noch ausreichend Leistung zu haben. Eine lange Nutzungsdauer wiederum ist nämlich eine logische Voraussetzung dafür, wenn man stets einen Großteil der Möglichkeiten eines Gerätes ausnutzen will. Dann macht die Migration sämtlicher Daten und Features (z.B. diverser laufender Server und anderer Background-Apps) bis Alles ins letzte Detail wieder funktioniert, eine solche Arbeit, dass sich der Aufwand einfach nicht rentiert, wenn man ein Gerät nach den üblichen 18 Monaten schon wieder ausmustert.


Wer bis jetzt noch nicht begriffen hat, dass auch "fest verbaute" Akkus vom Fachhandel idR problemlos austauschbar sind und dass man bei der "Ausdauer" von aktuellen Akkus selbst in 5 Jahren wohl kaum mehr als einmal bzw maximal zweimal tauschen wird, sollte sich vielleicht erstmal über seine eigene Profilneurose Gedanken machen...


Ein "Flagschiff" zu kaufen um dann möglich lange den Leistungs-Threshold hinaus zu schieben ist rein finanziell übrigens mit das unsinnigste was man tun... drei mal jeweils aktuelle Mittelklasse kostet idR so viel wie ein Flagschiff und spätestens das dritte hat dann mehr Leistung als das alte Flagschiff von vor 5 Jahren - von aktuelleren Standards/Schnittstellen und besserer Energieeffizienz mal ganz abgesehen.
#30
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Registriert seit: 21.01.2006

Korvettenkapitän
Beiträge: 2151
Wer noch nicht begriffen hat, dass es schlecht ist, Geld bei einem Fachhandel ausgeben zu müssen, für eine Sache, die klassischerweise ein einfacher Handgriff war, und die ohne jeden Vorteil für den Käufer abgeschafft wurde, dem ist nicht mehr zu helfen.

Und verstanden hast du zum Thema Flagship auch nicht das Geringste: Es geht eben gar nicht darum 'Leistungs Tresholds" hinaus zu schieben, sondern darum, eine [U]angemessene Nutzungsdauer im Verhältnis zum anfallenden Konfigurationsaufwand[/U] zu haben. Wer aber z.B. mit seinem Phone nicht mehr macht, als mit Facebook und WhatsApp zu spielen, der kann das natürlich schwierig nachvollziehen.

Lesen -> Verstehen.

Aber gut, was soll man von Jemandem erwarten, der es so toll findet verarscht zu werden, dass er die Verantwortlichen auch noch verteidigt.

PS:
Ok, du hast mich überzeugt.
Ich finde in Zukunft sollten alle Smartphones mit empfindlicheren Displaygläsern und noch billigeren Kondensatoren ausgestattet werden, und noch schneller defekt werden, das ist doch toll, weil ich kann es ja reparieren (lassen). Freue mich schon auf zahlreiche Besuche beim Fachhandel.
auf
#31
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 10562
Zitat Elmario;25487934
Und verstanden hast du zum Thema Flagship auch nicht das Geringste: Es geht eben gar nicht darum 'Leistungs Tresholds" hinaus zu schieben, sondern darum, eine [U]angemessene Nutzungsdauer im Verhältnis zum anfallenden Konfigurationsaufwand[/U] zu haben. Wer aber z.B. mit seinem Phone nicht mehr macht, als mit Facebook und WhatsApp zu spielen, der kann das natürlich schwierig nachvollziehen.

Also dieses Argument höre ich zum Ersten mal...

Was genau konfiguriert man denn was nicht schon durch den googleaccount verknüpfbar ist?

Selbst wenn man einen ganzen Nachmittag zum platzieren der App buttons und neu eintippen, von im browser gespeicherten passwörtern braucht, ist das noch eher kaum der Rede wert.

Des weiteren wurde der Akkudeckel aus zwei Gründen aufgegeben: Dicke des Geräts (bzw. Akkukapazität bei gleicher Dicke) und Wasserdichtigkeit. Klar, im Endefekt profitiert der Hersteller auch etwas davon, aber so läuft nunmal Wirtschaft.
#32
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Registriert seit: 21.01.2006

Korvettenkapitän
Beiträge: 2151
-Da der automatische Download aller Eigenen Apps von GooglePlay immer noch mit 50% Chance nicht geschieht, und nicht manuell anstossbar ist,
-fehlen auch die Settings aller Apps, denn die Apps müssen dann manuell neu installiert werden,
-Fast Jedes Phone muss anders unlocked und gerootet werden,
-Das Wörterbuch,
-Tasker (hat zwar eigenes Backup, aber Automatisierungen, wie das Abschalten von WiFi/Mobilen Daten, bzw. die Umschaltung von 2G/3G usw. müssen praktisch auf jedem Phone anders in Form externe Plugins, umgesetzt -werden, z.B durchSecure Settings, oder auch Toogle3G usw
- XPosed + Module, Novalauncher (Immerhin mit eigenem Backup),
-dem unbrauchbaren Kalender einen Sinn geben, durch z.B. früher Calendar Event Reminder, oder jetzt gerade zum Test KEE,
-die Anpassung der Oberfläche an produktive Bedürfnisse, wie z.B. auch die Bedienbarkeit des gesamten Phones ohne jede Benutzung mechanischer Buttons möglich zu machen (also z.B. Double Tap oder Proximity-Sensor to Wake, und DoubleTapStatusBar to Lock, Lautstärkenregelung über Notification (aber bitte nur die Medienlautstärke und nicht Klingelton oder Benachrichtigungen (muss als ein dementsprechend konfigurierbares Tool sein, welches -zusätzlich eine angenehme Bedienung und ein zum jeweiligen Android passendes Design bietet...) usw. usf.

Habe nun mal nur genannt was mir in Echtzeit einfiel, ein paar Dinge auch schon vorher, und das ist nur ein kleiner Bruchteil des Nötigen. Man sollte auch nicht vergessen, dass sehr viel Zeit dafür drauf geht, immer wieder neue Apps finden zu müssen, weil die bisher benutzten nicht mehr kompatibel zur nächsten Version sind, was leider oft in wochenlangem Ausprobieren ausartet, bis man eine Apps gefunden hat, die (hoffentlich) geeignet ist und nebenbei auch meistens Geld kostet. Und mit jeder neuen Version kommen neue, drastische Mängel, die weitere Helper nötig machen, z.B. ist spätestens seit Android 6 das Thema Energiesparen ein sehr großes Problem, denn durch die weitestgehend sinnloses Features, die Energie sparen sollen, ist es in der Praxis immer schwieriger ständige Background-Services verschiedenster Art zuverlässig am Laufen zu halten usw.

Bis ich meine Konfiguration auf ein komplett neues Phone umgezogen habe, ja das dauert Wochen, denn es ist mit dem Finden neuer Apps und ausgiebigen Testläufen verbunden.
Stock Android ist für mich auch völlig unbenutzbar, weil die Bedienbarkeit einfach stark suboptimal gestaltet ist und eine riesige Zeitverschwendung im Alltag bedeutet.

Was den Formfaktor angeht sehe ich keinen Vorteil in einem dünneren Smartphone, denn die problematischen Parts bei der Form eines Smartphones, also das was wirklich stört, sind mit die Höhe und die Breite, nicht aber die Dicke. Vielleicht wird das ja mehr Leuten auffallen, wenn die Dinger irgendwann nur noch 1mm dick sind, aber immer noch sperrige 16cm*9cm einnehmen, o.ä.
Wasserdichtigkeit ist ebenfalls überflüssig, ich hatte innerhalb von 20Jahren Handy-und-Smartphone Benutzung noch keinen einzigen Wasserschaden, noch sonst einen vermeidbaren. All meine Telefone habe ich erst aufgegeben, wenn die Tasten ausgelutscht waren, oder ein Joystick, oder auch mal die Lautsprecher/Mikrofon o.ä. (was auch der Grund ist, dass ich es für eine Frechheit seitens der Hersteller halte, Geräte die komplett auf die ohnehin ineffiziente Touchscreenbenutzung ausgelegt sind, dennoch mit ein paar Hardwaretasten auszustatten, damit ja noch was eher kaputt gehen kann).

Wie dem auch sei..
erschreckend ist es doch, dass ich hier rechtfertigen muss, weshab ich gerne Hardware so lange wie möglich benutze, und nicht begeistert an der Wegwerf-Konsumgesellschaft teilnehme. Dabei ist die wirkliche Lage doch gerade umgekehrt, eigentlich sollten sich solche Fragen gar nicht erst stellen.

-Was habt ihr davon, ständig neue Geräte zu kaufen?
-Wieder bei Null anfangen zu mussen.
-Euch an eine andere Oberfläche gewöhnen zu müssen, die sich standig ändert, aber niemals optimal ist, weil mit jeder Verbesserung auch gleich mindestens zwei Dinge verschlimmbessert werden.
-Unnötig Müll produziert
-Und häufiger Geld ausgeben müsst

Das Smartphone ist für mich ein Werkzeug, genau wie es Handys davor waren. Es ist kein Statussymbol und ich sehe auch keinen Nutzen in Spielereien wie Facebook, ständigem Kleben am Webbrowser, oder einem Messenger. Und davon erwarte ich mir absolute Zuverlässigkeit und Effizienz. Beides scheint aber leider zumindest hierzulande Niemanden mehr zu interessieren.. ist das nicht vielleicht etwas dekadent?
#33
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Registriert seit: 10.12.2015

Hauptgefreiter
Beiträge: 193
Zitat highwind;25487759
Wer bis jetzt noch nicht begriffen hat, dass auch "fest verbaute" Akkus vom Fachhandel idR problemlos austauschbar sind und dass man bei der "Ausdauer" von aktuellen Akkus selbst in 5 Jahren wohl kaum mehr als einmal bzw maximal zweimal tauschen wird, sollte sich vielleicht erstmal über seine eigene Profilneurose Gedanken machen...


Die Aussage finde ich witzig man soll also lieber eine Leistung bezahlen, die man vorher problemlos ohne Mühe selber machen konnte?
Finde ich schön das sich einige Personen heutzutage so verarschen lassen ;)
#34
Registriert seit: 25.04.2010

Hauptgefreiter
Beiträge: 176
Wie wäre es damit wenn man bei Flaggschiffen grundsätzlich nur 1GB Ram einbaut, und falls jemand mehr braucht kann er es vom Fachhandel erweitern lassen?
#35
Registriert seit: 16.07.2008

Hauptgefreiter
Beiträge: 136
Zitat
Doch beim Galaxy S8 gibt es noch einen anderen Haken. An keiner Stelle misst das Display eigentlich 5,8 Zoll

Wie groß ist das Display denn wenn man es in der Diagonale misst und wenn man dann noch die Softkeys abzieht welche bei fast allen Anwendungen außer Games und Video immer da sind?
#36
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Registriert seit: 25.08.2014

Bootsmann
Beiträge: 729
Ich hab das Galaxy S8 im Saturn mal ausprobiert.
Aussehen gefällt mir persönlich weniger als beim LG G6.
Man löst teilweise ungewollt was aus, wenn man an den Rand kommt. Ich sehe da keinen positiven Sinn an den seitlichen abgerundeten Displays.
Wenn die auch mal runterfallen, sind viele Cases auch nicht stoßfest an der Seite weil Touch.

Bin jedoch überrascht gewesen bei der Kamerainfo. Pixel hat eine Megakamera, aber das da Mate9 mit dabei steht hat mich überrascht.
Sonst mal ein fairer Test, andere Seiten sind dann zu "Fan" als kritisch sich das zu begutachten.
#37
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Registriert seit: 17.10.2012

Flottillenadmiral
Beiträge: 5358
Das G6 wäre ja tatsächlich eine Alternative. Wäre die EU Version nicht künstlich beschnitten worden. Von dem her ist das auch keine Alternative - zumindest für mich.
#38
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Registriert seit: 10.12.2015

Hauptgefreiter
Beiträge: 193
Zitat murmelchen80;25493033
Wie groß ist das Display denn wenn man es in der Diagonale misst und wenn man dann noch die Softkeys abzieht welche bei fast allen Anwendungen außer Games und Video immer da sind?


Steht hier .
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