Seite 4: Die (untere) Mittelklasse

Zieht man die Grenze bei 250 Euro und wählt als Kriterien Full-HD-Auflösung und 2 GB RAM aus, wird der Markt schnell sehr übersichtlich. Zwar tummeln sich auch in der (unteren) Mitteklasse zahlreiche Geräte, doch in vielen Fällen dürfte der Hersteller dem durchschnittlichen Verbraucher nur wenig sagen. Die etablierten Anbieter tun sich hingegen schwer.

Honor 5X

Das in diesem Rahmen günstigste empfehlenswerte Smartphone ist ausgerechnet das eingangs als Paradebeispiel genannte Honor 5X. Dank geringer Entwicklungskosten kann die Huawei-Tochter ihre Modelle vergleichsweise preiswert anbieten.

Für eine Empfehlung reichte es nicht, eine gute Wahl kann das Honor 5X aber dennoch sein
Für eine Empfehlung reichte es nicht, eine gute Wahl kann das Honor 5X aber dennoch sein

Für rund 220 Euro erhält man hier ein 5,5 Zoll große Full-HD-Display, einen ausreichend schnellen SoC sowie ein in diese Preisklasse seltenes Aluminium-Gehäuse. Während die Laufzeiten gut sind, schnitt die Kamera im Test allenfalls durchschnittlich ab.

LG G Flex 2

Wie sinnvoll mitunter 25 Euro angelegt werden können, zeigt der Vergleich mit dem G Flex 2. Mehr Leistung, besseres Display, schönere Fotos: In fast allen wichtigen Belangen schneidet LGs in die Tage gekommenes auch heute noch besser ab, selbst eine Preisklasse weiter oben würde es so manch neuem Gerät ernsthafte Konkurrenz machen.

Ohne Makel ist es jedoch nicht. Denn das berühmt-berüchtigte Hitzeproblem des Snapdragon 810 ist hier ebenso Teil des 245 Euro teuren Pakets wie auch das ein oder andere Manko beim Display.

Mehr Exot geht kaum: Das als Banana-Phone betitelte G Glex 2 ist ein Geheimtippp
Mehr Exot geht kaum: Das als Banana-Phone betitelte G Glex 2 ist derzeit ein Geheimtippp

Den gebogenen Bildschirm darf man am Ende aber ebenso als exotische Beigabe bezeichnen wie die „Selbstheilungskräfte“ des Gehäuses.

Der Rest

Kann man mit einer geringeren Auflösung leben, wird das Feld der Kandidaten deutlich größer. Für rund 200 Euro erhält man beispielsweise das Sony Xperia M4 Aqua, das vor allem mit seiner IP-Zertifizierung punkten kann. Der 5 Zöller quittiert einen Ausflug in die Badewanne nicht mit einem Totalausfall, der Snapdragon 615 sowie die 13-Megapixel-Kamera liefern angemessene Resultate. Als eine Art Bonus darf das angekündigte Update auf Android 6.0 betrachtet werden.

Den guten Ruf des ersten Moto G hat Motorola zwar verspielt, aber auch mit der dritten Generation macht man nur wenig falsch. Denn für 200 Euro bietet das Moto G (2015) ebenfalls gegen Wasser geschützte Technik. Zwar fällt die Leistung geringer als beim Konkurrenten von Sony aus, diesen Nachteil macht man mit der unveränderten Android-Oberfläche aber mehr als wett. Achten muss man jedoch darauf, dass die Version mit 16 GB internem Speicher gekauft wird. Zwar verspricht das 8-GB-Modell einen um etwa 30 Euro geringeren Kaufpreis, der geringe Arbeitsspeicher (1 statt 2 GB) verdirbt aber schnell die Freude.