Seite 2: Kamera: Software und Testfotos

Immer wichtiger im Kampf um die Smartphone-Krone: die Kamera. Huawei hat auch diese in der Präsentation in London immer wieder hervorgehoben. Makro-Modus, Selbstportraits mit Beuaty-Funktion und Smart-Modus sollen die Kamera zu etwas Besonderem machen. Ob das klappt, haben wir uns - auch im Vergleich mit der starken Konkurrenz - angesehen.

Die Applikation

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Die Applikation selbst ist recht unspektakulär: mit einem Finger erreichbar ist der Umschalter zwischen Front- und Hauptkamera, Video- und Fotoaufnahme, Blitz sowie Fotogallerie. Die weiteren Einstellungen verstecken sich hinter den drei Punkten. Hier kann man zwischen normalen Fotos, dem intelligenten Modus, einem Beauty-Modus, HDR, Panorama oder Effekten wählen. Als Effekte stehen Mono, Antique, Negative, Lomo cold, Lomo warm, Emboss, Sepia und sketch gray zur Verfügung. Der Beauty-Modus ist der "Verjüngungsmodus", der auf der Präsentation mit einer sehr jungen Dame demonstriert wurde.

Bei unserem Test hat die Funktion nicht wirklich etwas gebracht - ob die Funktion noch nicht richtig implementiert ist, oder ob das Smartphone einen hoffnungslosen Fall detektiert hat? Wir wissen es nicht, bezweifeln aber auch, dass die Funktion bei deutschen Kunden großartig zum Einsatz kommen wird. Ansonsten findet man in einem weiteren Einstellungsmenü noch folgende Einstellungsmöglichkeiten: Lächelerkennung, Touch-Auslöser, Auslösergeräusch stummschalten, GPS Tag, Auflösung, Objektverfolgung, Timer, ISO, Weißabgleich, Bildverbesserungen (Exposure, Saturation, Contrast), bevorzugter Speicherort, Standard wiederherstellen.

Insgesamt hat Huawei eine ordentliche App erzeugt, deren Einstellungsvielfalt dank des Smart-Modus wohl bei den wenigsten wirklich ausgereizt werden dürfte. Dass die Automatik wirklich etwas macht, fällt gerade bei Fotografien ins starke Gegenlicht auf. Hier wird automatisch der HDR-Modus aktiviert.

Testbilder

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Sowohl die Nachtaufnahme oben als auch unten lassen zu wünschen übrig. Schon bei dem nicht wirklich großen Bild unten fällt das starke Rauschen auf, welches das Bild nicht wirklich schön erscheinen lässt. Immerhin erkennt man noch etwas - wenn es aber so weichgezeichnet ist, wie im obigen Beispiel, betrachtet man das Bild wohl selbst am Smartphone eher selten. Die Tageslichtaufnahmen der gleichen Szenen zeigen ein besseres Bild - gute Schärfe und realistische Farbdarstellungen konnten hier erreicht werden, wenngleich man nicht ganz auf dem Niveau aktueller Top-Geräte ist, mit denen man sich auf der Präsentation in London verglichen hat.

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Der angepriesene Makro-Modus funktioniert zwar, andere Smartphones schaffen es aber ähnlich gute Ergebnisse zu erzielen.

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Im Tageslicht macht das Huawei Ascend P6 eine gute Figur, sobald es dämmriger wird oder die Lichtverhältnisse nicht optimal sind, tritt das Bildrauschen recht schnell und recht stark in den Vordergrund. Alle Fotos finden sich in unserer Galerie sowie in voller Auflösung auf unserem Skydrive-Account.