Seite 1: Test: Sony Xperia Z (Teil 1/2) - Das FullHD-Smartphone

sonyMit dem Xperia Z hat Sony auf der CES 2013 ganz schön beeindruckt und vor allen anderen Konkurrenten sein aktuelles Flaggschiff-Smartphone vorgestellt. Vermutlich wird die Konkurrenz passend im Zeitraum rund um den MWC nachziehen - doch bis die Geräte in den Läden stehen, hat Sony sicherlich schon das eine oder andere Gerät abgesetzt. Ob sich ein Kauf des Extraklasse-Smartphones mit seinen brachialen Hardware-Spezifikationen lohnt, haben wir in unserem Test versucht herauszufinden.

Mit dem Xperia Z bietet Sony erstmals ein High-End-Smartphone, bei dem - zumindest auf dem Papier - einfach alles stimmt. Ob man jetzt auch halten kann, was man auf der Präsentation im Januar versprochen hat, haben wir herausgefunden. Der Test gliedert sich, wie bei allen großen Neuerscheinungen im Mobile-Phone-Bereich, in mehrere Teile. In diesem Teil wollen wir auf die Hardware sowie die Besonderheiten des Gerätes genauer eingehen. Im zweiten Teil betrachten wir dann die Akkulaufzeit, die Alltags-System-Performance, Benchmarks sowie die Kamera - und stellen uns mit dieser drei aktuellen Konkurrenten.

Optik, Haptik, Hardware

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Das Sony Xperia Z kommt in Schwarz, Weiß oder Lila - unsere weiße Version wirkt extrem hochwertig und soll dank der seitlichen Einfassung auch etwas robuster sein, als andere Geräte mit Glas-Voder- und Rückseite. Die in einem Rahmen eingefassten Glasteile hinterlassen auf jeden Fall einen sehr edlen Eindruck und lassen das ganze Gerät extrem wertig erscheinen. Trotz des geringen Einsatzes von Kunststoff bleibt das Xperia Z bei seiner Größe mit 146 Gramm vergleichsweise leicht. Während auf der Rückseite lediglich die 13-MP-Kamera mit Blitz sowie ein Mikrofon zu finden sind, hat Sony die Seiten um so mehr genutzt.

Prozessor 4x 1,5-GHz (Qualcomm Snapdragon S4 Pro)
Display 5-Zoll Mobile Bravia Engine 2 (1920 x 1080 px)
Akku 2300 mAh
Kamera (vorne) 2 MP
Kamera (hinten) 13 MP Exmor-RS-Sensor, LED, HDR
Speicher 16 GB; erweiterbar per microSD
Maße / Gewicht 139 x 71 x 7,9 mm; 146g

Das fällt aufgrund der versteckten Anschlüsse jedoch fast nicht auf. Da der Akku fest verbaut ist, muss natürlich eine SIM-Klappe her - die in diesem Fall erfreulicherweise ohne separates Werkzeug geöffnet werden kann. Ebenfalls auf der rechten Seite zu finden: Power-Button, Lautstärkewippe sowie ein Lautsprecher. Dieser ist auf den ersten Blick wenig praktisch angebracht, da man ihn als Rechtshänder ständig zuhält - doch für Filme und Videos ist er genau so platziert, dass er auf der Oberseite des Smartphones liegt und somit einen angenehmen Sound produziert. 

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Da dies wohl die am häufigsten genutzte Position zum Betrachten von Videos ist, kann man im Bereich der Positionierung auch nicht von einem "Fehler" sprechen. Die Unterseite beherbergt nichts, auf der Oberseite findet sich ein 3,5-mm-Klinke-Anschluss - natürlich ebenfalls unter einer Schutzklappe. Auf der linken Seite hat Sony noch den microUSB-Anschluss und microSD-Slot sowie ein Port für eine Dockingstation untergebracht. Alle Anschlüsse hinter Klappen zu verstecken hat nicht nur ästhetische Gründe. Das Xperia Z ist laut Sony wasser- und staubfest nach den Schutzklassen IP55/57 und besitzt natürlich ein kratzfestes Mineralglas. 

Insgesamt wirkt das Sony Xperia Z im ersten Eindruck extrem gut - Sony hat zumindest in diesen Punkten ein sehr gutes Oberklasse-Smartphone auf den Markt gebracht, das sich vor der Konkurrenz keinesfalls verstecken muss.


Ergonomie / Handhabung

Wer jetzt denkt: 5 Zoll ist auf keinen Fall etwas für mich - "viel zu groß" - sollte sich die Spezifikationen noch einmal genauer ansehen. Mit 71 mm breite liegt es im Rahmen handelsüblicher High-End-Smartphones (Galaxy S3: 70,6 mm, Lumia 920: 70,8 mm, Galaxy Note 1: 83,0 mm, iPhone 5: 58,6 mm) und kann dank seiner dünnen Bauweise von lediglich 7,9 mm viel Boden gut machen. Natürlich ist es dafür in der Höhe etwas "mehr", mit 139 mm aber immer noch im Rahmen. Das Verhältnis von Gewicht zu Volumen liegt mit 1,87 g/cm³ zwar höher als beim Samsung Galaxy S3, aber immer noch niedriger als bspw. das iPhone 5 (2,03 g/cm³). 

Mit der Ausnutzung der Frontfläche wird auch klar, wieso Sony ein so kompaktes Gerät erschaffen hat. Über 69 Prozent der Frontfläche sind Display - das ist sogar mehr als beim "Vollbild"-Smartphone Razr i. Wer also maximales Displayerlebnis bei minimaler Gehäusegröße sucht, könnte mit dem Xperia Z einen Begleiter für die nächsten Jahre gefunden haben.

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Subjektiver Eindruck: Die kantige Optik macht sich auch in der Hand bemerkbar. Wer Schmeichler wie bspw. die Lumia-Reihe gewohnt ist, wird das zunächst als unangenehm empfinden - wer vom iPhone kommt, wird wahrscheinlich keinen Unterschied spüren. Dank sorgfältiger Verarbeitung und leicht abgeschrägten Kanten ist die Nutzung des Xperia Z aber keineswegs unangenehm.