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Devolo Home Control im Test - Aufgesetzte Intelligenz für das Smart Home

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Seite 1: Devolo Home Control im Test - Aufgesetzte Intelligenz für das Smart Home

devoloUnsere Umgebung, unser Zuhause soll immer intelligenter werden. Dabei ist die Intelligenz mehr als nur eine bloße Sammlung an Daten. Sensoren sollen miteinandern kommunizieren, sich gegenseitig mit Daten versorgen. Wer sich sein Hause gerade baut, kann auf zahlreiche fertige Systeme zurückgreifen. Wer allerdings in einer Mietwohnung wohnt, muss sich anders behelfen. Mit der Elgato Eve-Produktlinie haben wir uns eine auf HomeKit-basierte Lösung bereits angeschaut. Heute nun wollen wir uns Produkte der Devolo Home Control Serie einmal etwas genauer betrachten.

Bevor wir uns mit den Sensoren der Devolo Home Control Serie beschäftigen und auch einen Blick auf die Technik dahinter werfen, wollen wir noch einmal auf die bisherigen Artikel in diesem Bereich verweisen. Bisher beschränkt sich dies auf die bereits angesprochene Eve-Produktserie von Elgato. Kurze Zeit danach ergänzte Elgato die Palette um einen Heizkörpersensor, der die Raumtemperatur regeln soll. Auch wenn erste Verknüpfungen untereinander möglich sind, so beschränkt sich der Funktionsumfang noch immer meist auf das einfache Sammeln von Daten - den Heizkörperthermostat einmal ausgenommen. Devolo will mit Home Control bereits einen kleinen Schritt weiter gehen.

Z-Wave:

Anders als die Eve-Produkte von Elgato, die per Bluetooth mit einem iPhone, iPad oder Apple TV sprechen, funken die Sensoren von Devolo auf Basis von Z-Wave. Z-Wave ist ein drahtloser Kommunikationsstandard, der von der Firma Sigma Designs und der Z-Wave Alliance für die Heimautomation entwickelt wurde. Durch die Standardisierung und Zertifizierung ist die Hardware auf Basis von Z-Wave untereinander kompatibel.

Z-Wave sieht einen zentralen Server vor, der als Kommunikationsschnittstelle für alle anderen Geräte dient. Inzwischen wurden mehr als 10.000 Produkte zertifiziert und damit ist Z-Wave die größte Systemplattform in diesem Bereich. Die Hardware verwendet zur drahtlosen Kommunikation den Frequenzbereich zwischen 850 und 950 MHz. In diesem Bereich kann Z-Wave eine wesentlich größere Durchdringung erreichen, als dies bei 2,4 oder 5 GHz der Fall wäre. Damit wird auch einer der Nachteile der Eve-Produkte von Elgato beseitigt, denn Bluetooth besitzt nur eine beschränkte Reichweite. Z-Wave nutzt eine Frequenzumtastung (FSK) mit 20 kHz Frequenzabstand. Es werden Datenraten von 100 kB/s, 40 kB/s und 9,6 kB/s auf verschiedenen Frequenzen verwendet, die dynamisch entsprechend der vorhandenen Funksituation umgeschaltet werden. In geschlossenen Gebäuden liegt die Mindestanforderung für die Reichweite bei 40 m.

Verschlüsselung:

Laut Devolo wird im Z-Wave-Netzwerk eine Verschlüsselung von 128 Bit AES verwendet. Damit wird die Übertragung zwischen den Sensoren, Aktuatoren und der Zentrale verschlüsselt. Außerdem erfolgt die Übertragung auf die Server von Devolo verschlüsselt. Allerdings macht Devolo keinerlei weiteren Angaben dazu. Zum Vergleich: Apple verschlüsselt seine HomeKit-Daten mit einem 3.072-Bit-Key und Curve25519, eine elliptische Kurve, die für asymmetrische Kryptosysteme verwendet wird.

Devolo Home Control Starter Kit:

Devolo Home Control Starter Paket
Devolo Home Control Starter Paket

Um den Einstieg in die Home-Control-Welt zu erleichtern bietet Devolo ein Starter-Kit an. Da ohnehin die Anschaffung der Zentrale zur zentralen Kommunikation notwendig ist, ist dies sicherlich nicht die schlechteste Idee. Auf seiner Webseite bietet Devolo aber auch einen Konfigurator an, der dabei hilft sein erstes Setup zusammenzustellen. Hier kann auch festgelegt werden, wo der Fokus der Installation liegen soll: Bei der Sicherheit, der Energieeinsparung oder dem Komfort. Dabei wird aber gleich deutlich, dass auch eine nachträgliche Installation von Smart-Home-Hardware nicht ganz günstig ist, denn das Devolo Home Control Starter Paket kostet bereits 219,99 Euro - auf die einzelnen Komponenten gehen wir nun etwas genauer ein.