Seite 2: 9 Port USB 3.0 Hub und Fazit

Das zweite Anker-Gadget im Test ist der 9 Port USB 3.0 Hub. Mit über 50 Euro ist das Gerät nicht gerade günstig, soll aber durch einige nette Features und gewohnt gute Verarbeitung glänzen. Letztere, das fällt schon auf den ersten Blick auf, weiß durchaus zu überzeugen. Das in Schwarz-Weiß gehaltene und mit Hochglanz-Elementen versehene Hub sieht wirklich schick aus und fühlt sich auch dementsprechend an. Etwas enttäuscht waren wir von dem Gewicht des Hubs, das fällt mit 100 Gramm nicht gerade hoch aus. Für den stationären Gebrauch wäre ein etwas höheres Gewicht zur Stabilitätsverbesserung wünschenswert gewesen. Die nach oben zeigenden USB-Ports führten in unserem Test nämlich häufig dazu, das Hub im ganzen umzuwerfen, sobald etwas Zug auf ein Kabel gegeben wurde. Auch das Herausziehen von USB-Sticks gestaltet sich dadurch - zumindest mit einer Hand - nicht ganz so einfach.

Mit 145 x 44 x 22 mm ist das Gadget dafür erfreulich kompakt. In diesen Maßen sind neben neun USB 3.0 Ports auch noch ein weiterer Port, über den Geräte mit bis zu 2 Ampere geladen werden können, sowie entsprechende LEDs neben den Anschlüssen verpackt worden. Die LEDs zeigen bei eingestecktem USB-Gerät die entsprechende Zahl des Ports an und blinken bei entsprechender Aktivität. An der kurzen Seite des Hubs werden Strom und das USB-3.0-Verbindungskabel angebracht, sodass diese sauber vom (aufgeräumten) Schreibtisch geführt werden können. Das externe Netzteil liefert insgesamt 48 Watt und damit genug um die meisten USB-Geräte gleichzeitig zu unterhalten. Ohne den Stromlieferanten geht jedoch gar nichts - Anker gibt an, dass der Hub gleichzeitig vom Netzteil und einem aktiven USB-Port am PC/Notebook gespeist werden muss, um volle Kompatibilität zu gewährleisten. Im Test scheiterte eine Verbindung eines USB-Sticks bei einfacher USB-Verbindung demnach erwartungsgemäß, erst der Anschluss des Netzteils brachte den gewünschten Erfolg.

Im weiteren Verlauf der Nutzung konnten wir auch mehr über die Geschwindigkeit des Gadgets herausfinden. Anker gibt selbstverständlich die mit 5 Gbps theoretische Geschwindigkeit des USB 3.0 Standards an, im Test konnten wir gegenüber einem direkten Anschluss an die Mainboard-Ports keine Unterschiede feststellen. Klar ist aber natürlich, dass sich insgesamt neun Geräte die Übertragung eines Ports teilen - bei gleichzeitigem Beschreiben mehrerer Geräte am Hub sinkt die Geschwindigkeit also entsprechend. Das ist aber selbstverständlich kein Fehler des Produktes sondern liegt einfach in der Natur der Dinge: Bei einer Mehrfachsteckdose am heimischen Stromnetz kommt auch nicht "mehr" aus der Wand, als wenn man nur ein einzelnes Gerät anschließt.

Für Innovationen und gute Features bekannt, hat Anker natürlich auch bei diesem Produkt versucht, etwas Unkonventionelles zu machen. Im Test zwar nicht benötigt und ebenfalls nicht wirklich ersichtlich: Ein integrierter Überspannungsschutz, der die angeschlossenen Geräte schützen soll. Genauere Informationen gibt man jedoch nicht heraus - ebensowenig wie einen "Versicherungsschutz", wie man ihn oft von den Überspannungsschutz-Steckdosen kennt.

Fazit

Beide Gadgets konnten in unserem Kurztest absolut überzeugen. Sowohl in den Bereichen Verarbeitung als auch Optik spielt Anker mittlerweile im höherwertigen Segment mit. Die Performance stimmte bei beiden Geräten ebenfalls, was sie für potentielle Kunden wieder einmal zu einer interessanten Alternative macht. Der Wall Charger kann trotz seiner einfachen Aufgabe mit intelligenter Steuerung und einem schicken, hochwertigen Design punkten. Der USB-Hub kommt mit Überspannungsschutz und USB-Aktivitätsleuchten sowie einem Ladeport. Einzig das etwas geringe Gewicht stört im Alltag - und natürlich der mit über 50 Euro recht hohe Preis. Dennoch sind beide Produkte durchaus ihr Geld wert und können von uns ohne Bedenken weiterempfohlen werden.

Positive Aspekte des 9 Port USB-Hubs:

  • schickes, gut verarbeitetes Gehäuse
  • USB-Ports mit Aktivitätsanzeige
  • Lade-USB-Port vorhanden

Negative Aspekte des 9 Port USB-Hubs:

  • könnte etwas schwerer sein
  • funktioniert ausschließlich mit angeschlossenem Netzteil

Positive Aspekte des Wall Chargers:

  • 5 Geräte mit hoher Geschwindigkeit gleichzeitig laden
  • kompaktes Design, hochwertige Verarbeitung

Negative Aspekte des Wall Chargers:

  • Anschlusskabel etwas kurz