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Rapoo A500 im Kurztest - Mobiler Bluetooth Lautsprecher

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Seite 2: Einsatz, Klang & Fazit

Einsatz & Klang

Der Einsatz des Rapoo A500 offenbart neben vielen Stärken natürlich auch einige Schwächen. Doch zunächst einige positive Aspekte: Das Pairing via NFC funktionierte sowohl per Android (Nexus 4) als auch Windows Phone 8 (Lumia 920) problemlos. Während beim Nexus 4 nicht einmal eine Nachfrage zur Bluetooth-Aktivierung stattgefunden hat, muss man dies beim Windows Phone (systembedingt) noch auf dem Display bestätigen. Dann wird Bluetooth aktiviert und das Pairing kann beginnen. iOS-Geräte müssen aufgrund des fehlenden NFC-Chips manuell über das Bluetooth-Menü des jeweiligen Gerätes verbunden werden.

Praktisch: Verbindet man das Mobiltelefon mittels NFC, wird der Lautsprecher automatisch eingeschaltet. Ganz gleich, welche Stellung der auf der Rückseite angebrachte Power-Schieber hat. Dadurch wird zusätzlicher Komfort geschaffen. Der verbaute Akku hingegen wird kaum zusätzlich belastet: Immerhin hat der Lautsprecher eine Abschaltautomatik, sobald keine Verbindung oder längere Zeit kein Signal zu oder von einem Bluetooth-Gerät besteht bzw. gesendet wird. Zudem wird die stromsparende Bluetooth-4.0-Technologie verwendet.

Ebenfalls positiv hervorzuheben ist die portable Gestaltung des Lautsprechers sowie sein hochwertiges Äußeres. Hier hat Rapoo ganze Arbeit geleistet und ein ordentliches Produkt auf den Markt gebracht, das seinem Preis - zumindest in diesem Punkt - gerecht wird.

 SAM7039-600

Weniger schön: Die Lautstärketasten auf dem Gerät agieren autark, soll heißen: Eine Steuerung der Lautstärke muss immer gleichzeitig über Telefon und Lautsprecher geschehen, dieser kann die Telefonlautstärke nicht automatisch regeln. Der Multifunktionsbutton hätte unserer Meinung nach noch weiter ausgestaltet werden können, sodass mit mehreren Klick-Szenarien Musiktitel gewählt und die Sprachsteuerung aktiviert würde.

Nicht allzu gut hat uns die Freisprecheinrichtung gefallen. Während die Gegenseite gut zu verstehen war, konnte diese selbst bei geringem Abstand den Anrufer nur schlecht verstehen. Die fehlende Rauschreduzierung durch ein weiteres Mikrofon am Lautsprecher tut an dieser Stelle ihr Übriges. Das Pairing via NFC klappte per Android problemlos, das Windows Phone hingegen musste gelegentlich zweimal mit dem NFC-Feld in Kontakt gebracht werden: Einmal für die Aktivierung von Bluetooth und die Bestätigung des Vorgangs auf dem Gerät, ein zweites Mal zur Kopplung. Das war jedoch nicht immer der Fall, ein genaues Muster konnten wir während der Testphase jedoch nicht ausmachen.

Erfreut waren wir aber wiederum über die Akkulaufzeit: Die angegebenen 10 Stunden werden bei voll geladenem Akku und "normaler" Lautstärke durchaus erreicht. Je höher die Gesamtlautstärke, desto höher natürlich auch der Verbrauch. Für die Beschallung eines gut 20 m² großen Raumes genügte jedoch auch ein niedrigeres Level. Die Verbindung von zwei Geräten gleichzeitig funktionierte ohne Probleme, die Wiedergabe von beiden Geräten resultierte aber in einer Stotterpartie, da der Lautsprecher keine Priorisierung einer Quelle vornahm, sodass man sich durchaus absprechen muss, wer die Wiedergabe bestimmt. Zudem: Wer lustige Nachbarn hat, könnte die fehlende Bestätigung der manuellen Kopplung auf Lautsprecherseite (beispielsweise durch einen Knopfdruck) vermissen. So kann sich nämlich jedermann mit dem Gadget verbinden.

Der Klang des A500 ist als ordentlich zu bezeichnen. Selbstverständlich ist er nicht auf dem Niveau einer Jawbone Jambox, diese kostet aber auf gut das Doppelte. Im Vergleich mit günstigeren Lautsprechern kann sich der Rapoo vor allem mit einer höheren Gesamtlautstärke profilieren. An Tiefgang fehlt es aber natürlich auch diesem Gerät, wenngleich der Sound durchschnittlich ist und wohl den der meisten Smartphones und Tablets locker in den Schatten stellt. 

Fazit

Der Rapoo A500 ist der erste Bluetooth-Lautsprecher, den wir von den Chinesen testen konnten. Überzeugen konnte dieser in erster Linie mit einem schicken Design und sehr guter Verarbeitung. Der Klang ist auf einem guten Niveau, die Gesamtlautstärke für den Einsatzzweck sicherlich mehr als ausreichend. Auch die Akkulaufzeit des mit einem 900 mAh Akku ausgestatteten NFC-Lautsprechers konnte überzeugen.

 SAM7044-600

Die Freisprecheinrichtung hingegen sollte kein Kaufgrund sein. Ist das Gegenüber noch zu verstehen, bekommt dieser große Schwierigkeiten aufgrund der fehlenden Rauschreduzierung und des anscheinend minderwertigen Einzelmikrofons auf der Oberseite. Schade, denn dies hätte das Gadget durchaus aufgewertet. Weiterhin könnte der Multifunktionsbutton mehr Funktionen vertragen. Klanglich sollte man von einem solchen Gerät natürlich keine HiFi-Meisterleistungen erwartet, der Rapoo A500 liefert aber eine solide Leistung ab und wertet Smartphones und Tablets deutlich auf.

Insgesamt ist der Rapoo A500 für Menschen, die eine Verbesserung zu ihrer bisherigen Sound-Situation am Smartphone oder Tablet suchen, durchaus einen Blick wert. Vergleichbare Geräte mit NFC fangen ab gut 30 Euro an, mit einer ähnlichen Wattzahl müssen schon 40 Euro eingeplant werden. In puncto Design macht man den Chinesen aber wenig vor, hier wirken ähnlich teure Geräte deutlich "billiger" - wobei das letzten Endes auch wieder Geschmackssache ist.

Positive Aspekte des Rapoo A500:

  • Multi-Point-Verbindung
  • Verarbeitung und Design
  • Akkulaufzeit
  • Auto-Ein- und Ausschaltung
  • NFC und Bluetooth 4.0
  • Lieferumfang

Negative Aspekte des Rapoo A500:

  • Freisprecheinrichtung
  • Multifunktions-Button eingeschränkt
  • Klang (fehlender Tiefgang)
 

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