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RAVPower RP-PB07 10400 mAh im Test

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teaserEs ist (noch) Sommer - und Sommer bedeutet oft, man verbringt viel Zeit draußen. Draußen - das ist da, wo es meistens keine Steckdosen gibt und die geliebten Gadgets auf der Liege oder der Picknickdecke viel zu schnell das Ende der Akkukapazität erreichen. Für solche und natürlich viele andere Fälle gibt es immer mehr portable Akkupacks. Von Hüllen, in denen diese direkt am Smartphone integriert sind, bis hin zu externen Akkus, an denen per USB-Kabel alle möglichen Gadgets geladen werden können, ist alles vertreten. RAVPower bietet jetzt einen Akku mit einer Kapazität von 10400 mAh an, der vor allem in Konkurrenz zu den günstigen Anker Akkus (Astro 3E und Astro E4 im Test) stehen soll und mit 31 bis 36 Euro (je nach Farbwahl) in einem ähnlichen Preissegment liegt.

Eindruck & Ladetest

Die Verpackung des RAVpower PR-PB07 ist unspektakulär - in ihr befinden sich neben dem Akku selbst noch zwei micro-USB-auf-USB-Kabel, eine Flanelltasche sowie ein Mini-USB-Ladegerät (1 A) und die Anleitung. Der Akku selbst ist ordentlich verarbeitet, besteht laut Hersteller aus "Material, welches für die Luftfahrt entwickelt wurde" und ist ziemlich kompakt gebaut (siehe auch Vergleich mit Anker Astro 3E weiter unten). Die Maße belaufen sich auf 11,18 x 7,01 x 2,11 cm, das Gewicht liegt inklusive Tasche und einem microUSB-Kabel bei etwa 255 Gramm und damit absolut im Rahmen.

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Wie die meisten externen Akkupacks ist das Gerät mit zwei vollwertigen USB-Anschlüssen zu je 1 und 2 A ausgestattet. Das Laden von iPads oder anderen Tablets ist somit kein Problem. Auch in unserem Test konnte ein iPad der zweiten Generation direkt geladen werden - sogar gleichzeitig mit einem Nokia Lumia 920 an der zweiten Buchse. Zwischen den beiden Ladebuchsen findet sich ein microUSB-Anschluss, der das Aufladen des Gerätes ermöglicht. Praktisch: ein Mini-Ladegerät und das passende microUSB-Kabel liegen direkt bei, sodass man kein anderes Ladegerät "zweckentfremden" muss.

Kapazität 10400 mAh / 3,7 V
Input microUSB (5V / 1 A)
Output 2x USB (je 5V, 1x 1A, 1x 2A)
Gewicht 255 g (inkl. Tasche und 1 microUSB-Ladekabel)
228 g (nur Akku)
Größe 11,18 x 7,01 x 2,11 cm (L x B x H)
Lieferumfang  

RAVPower RP-PB07W
Tasche, 2 USB-auf-micro-USB-Ladekabel
USB-Ladegerät

Die Oberseite des in unserem Test weißen Akkus (der auch in Schwarz erhältlich ist) ziert das RAVpower Logo sowie ein Power-Button und vier LEDs, die die Akkukapazität in 25%-Schritten angeben (1 Licht: < 25%, 2 Lichter: 25-50%, 3 Lichter: 50-75%, 4 Lichter: 75-100%). Wie auch bei den anderen Herstellern ist aufgrund interner Umwandlungen nicht die komplette Kapazität des Akkus für das Aufladen nutzbar. So gehen erfahrungsgemäß etwa 30% der Kapazität bei diesen Prozessen verloren. Effektiv kann man also rund 7300 mAh aus dem Akku beziehen. Das reicht bspw. für 3,5-maliges Aufladen eines 2000 mAh Akkus (hier: Lumia 920) oder eine komplette Füllung eines iPad 2 Akkus (ca. 7000 mAh). Die neueren Generationen iPad 3 oder iPad 4 besitzen einen 11560 mAh großen Akku. Eine vollständige Ladung dieser ist mit diesem Akkupack also nicht möglich.

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Wirklich praktisch ist die Autostart-Funktion. Sobald ein Gerät angeschlossen wird, das aufgeladen werden möchte, aktiviert sich der Akku und fängt an zu laden - der separate Startknopf gerät ins Hintertreffen. Sollte ein Gerät vollständig geladen sein oder zieht man dieses vom Akku ab, wird innerhalb von 20 Sekunden der Stromkreis unterbrochen und der Akku geht in den Stromsparmodus.

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Ist der RAVpower RP-PB07 erst einmal leergetankt, bleibt das auch eine Weile so. Mit dem mitgelieferten Netzteil dauerte die Ladung fast einen kompletten Tag, bevor der Akku wieder Einsatzfähig war. Das ist zwar nicht sonderlich tragisch, die Konkurrenz ist hier aber mit etwa einem halben Tag Ladezeit deutlich schneller. Die Ladezeiten der angeschlossenen Geräte haben sich so gut wie gar nicht unterschieden.

 

Vergleich zu Anker-Akkus

Besser oder schlechter als Platzhirsch Anker? Das kann man nicht so genau sagen. Praktisch bei den Anker-Akkus ist auf jeden Fall die Lieferung eines Kabels, bei dem der Stecker zwischen micro- und mini-USB sowie Dock-Connector getauscht werden kann. Dafür liegen den Anker-Geräten kein Ladegerät und kein zweites Kabel bei. Ansonsten unterscheiden sich die Akkus kaum voneinander. Im Vergleich zum Astro 3E ist der RAVPower RP-PB07 rund 3 cm kürzer und 1 mm schmaler. Dafür ist er mit 2,11 gegenüber 1,5 cm etwas dicker geraten - insgesamt fällt das aber kaum ins Gewicht, von den Maßen her ist der RAVPower-Akku deutlich praktischer als Ankers Pendant.

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Welche Features man eher bevorzugt (mehr Kabel und USB-Lader oder mehr Anschlüsse) ist natürliche eine Geschmackssache. Da aber meistens USB-Ladegeräte im Haus sind und auch die beigelegten Kabel der Smartphones für die Ladung genutzt werden können, sind beide Beigaben oftmals hinfällig. Insgesamt ist der Astro 3E mit 30 Euro rund 6 Euro günstiger (bei 400 mAh weniger Kapazität) - wahrscheinlich wird hier die Entscheidung für die meisten Kunden über den Preis gefällt. Wer sich auch mit der schwarzen Version des Akkus anfreunden kann, bekommt ihn für 31 anstatt 36 Euro.

 

Fazit

Der RAVPower RP-PB07 ist ein solider und sehr gut verarbeiteter externer Akku, der vor allem durch seine kompakten Maße glänzen kann. Sehr praktisch ist die automatische Startfunktion bei Anschluss eines Gerätes - negative Punkte gibt es so gut wie kaum. Und wenn doch, gibt es die gleichen auch bei der Konkurrenz (keine "effektive" Kapazitätsangabe) oder sie sind Geschmackssache (mehr Kabel vs. mehr Stecker). Insgesamt ist das Produkt von RAVPower ebenfalls als sehr gut zu bezeichnen - wer die kompakten Maße schätzt, wird wohl zu diesem Produkt greifen, wer jedoch lieber einen schnellladenden, flacheren Akku bevorzugt, wird mit dem Anker Astro 3E glücklicher - und spart dabei auch noch ein wenig Geld (es sei denn, man greift zur schwarzen Version).

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Positive Aspekte des RAVPower RP-PB07 (10400 mAh):

  • kompakte Maße (für gebotene Akkuleistung)
  • zwei USB-Ausgänge
  • Ladung per microUSB-Kabel (2 Kabel mitgeliefert)
  • (mitgeliefertes Ladegerät)
  • automatischer Ladestart bei Anschluss eines Geräts

Negative Aspekte des RAVPower RP-PB07 (10400 mAh):

  • nutzbare Kapazität nicht deutlich kommuniziert
  • lange Ladezeit
  • (weniger Stecker mitgeliefert)

Persönliche Meinung

Was mir besonders gut gefallen hat am RP-PB07? Die automatische Ladefunktion beim Anschluss eines Smartphones, das stört beim Anker Astro 3E, den ich im täglichen Einsatz habe, schon sehr - denn oftmals vergisst man einfach, den Knopf zu drücken. Darüber hinaus hat der Akku von RAVPower keine Besonderheiten, die die Konkurrenz nicht auch schon hätte. Und demnach ist es wirklich - bis auf die lange Ladedauer beim RAVPower - reine Geschmackssache (bei 6 bis 1 Euro Unterschied), zu welchem Produkt man am Ende greift. (Marc-Georg Pater)

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Kommentare (5)

#1
Registriert seit: 20.07.2010

Oberbootsmann
Beiträge: 779
Und mal wieder steht nirgendswo auf dem Gerät oder Anleitungen (vermute ich jetzt mal, schließlich habt ihr es in eurem Test ja auch nicht erwähnt) drauf, was für eine Akkutechnologie verwendet wird. Auf meinem teurem 2200mAh externen Ladegerät steht drauf, dass es Li-ion Technologie ist.

Hat dieser riesige made in China Akku nun Ni-mh Zellen oder Li-ion/poli? Sowas sollte man als Hersteller schon nennen, denn so wie die meisten Leute ihre Li-ion Akkus behandeln wäre ja für einen Ni-mh Akku tödlich.
#2
customavatars/avatar50343_1.gif
Registriert seit: 28.10.2006

Vizeadmiral
Beiträge: 7004
So, wäre es?
Ein NiMh-Akku dürfte wesentlich mehr aushalten, außerdem keine 3,7V liefern ;)
#3
Registriert seit: 03.08.2009

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 492
Viel wichtiger wäre hier noch die Selbstentladung! Was nützt es mir, wenn das Ding nach mehreren Tagen kaum noch Ladung hat? Wäre für mich ein K.O. Kriterium. Ich nutze z.B. den Just Mobile Akku und den kann ich auch länger rumliegen lassen ohne ihn nachladen zu müssen.
#4
Registriert seit: 23.06.2005

Matrose
Beiträge: 25
wozu dient denn der knopf, wenn das gerät doch den ladevorgang automatisch startet bzw. beendet?
#5
Registriert seit: 04.09.2012

Bootsmann
Beiträge: 539
Des weiteren können NiMh Akkus nicht ständig die selbe Spannung halten, z. B. fällt zum Schluss, wenn der Akku fast leer ist, die Spannung ab. Wäre tödlich für dein Smartphone.

Edit:

NiMh: 1,2 Volt/Zelle
NiCd: 1,5 Volt/Zelle
Li-Ion: 3,7 Volt/Zelle

Steht übrigens bestimmt im Handbuch drin.
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