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Kurztest: Anker Astro E4 - nie wieder leere Smartphones

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teaserWo man hinsieht: fast jedes Gadget ist akkubetrieben - und alle haben ein gemeinsames Problem. Die Akkukapazität ist meist unterdimensioniert, weshalb der Spaß nur kurz währt. Damit soll dank mobiler Akku-Packs in Zukunft aber Schluss sein. Nachdem wir schon das Astro3E mit 10.000 mAh von Anker im Test hatten, schauen wir uns heute den größeren Bruder, das Astro E4 an. Mit gewaltigen 13.000 mAh Kapazität sollte es für viele Stunden der mobilen Freude sorgen. Ob dem so ist, haben wir in unserem Kurzreview festgehalten.

In unserem alten Testbericht konnten wir die "kleinere" 10.000 mAh Variante Anker Astro 3E schon auf Herz und Nieren prüfen - und natürlich werden wir einen Vergleich mit dem Vorgänger anstreben. Gerade der geringe Preisunterschied von nur etwa 5 Euro lässt den Blick natürlich schnell zur größeren Variante schweifen. Ob es sich lohnt oder ob man sogar auf Features verzichten muss - auch das hält unser Testbericht in den nächsten Zeilen bereit.

Eindruck & Vergleich zum Astro3E

In der Verpackung des Astro E4 findet sich neben dem eigentlichen Akku noch eine Tasche, ein USB-Kabel sowie drei verschiedene Adapter für Gadgets (microUSB, miniUSB, alter 30-pin-Apple-Dock-Connector), die in die Buchse des USB Kabels passen. Im Gegensatz zum Astro3E fehlt hier ein proprietärer, runder Stromanschluss, den wohl die wenigsten wirklich vermissen werden. Ansonsten findet sich der übliche "Papierkrempel" in der Verpackung - Anleitung und etwas Werbung. Wie beim Astro3E wird auch hier kein USB-Ladegerät mitgeliefert. Das eigentliche Objekt der Begierde ist natürlich der E4 mit seinen 13.000 mAh. Der Akku-Pack selbst ist als "Sandwich"-Konstruktion ausgeführt, soll heißen die Ober- und Unterseite, aus gleichem Material bestehend, werden durch eine Mittelschicht getrennt.

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In diesem Fall handelt es sich dabei um einen silbernen Kunststoff-Streifen, in dem sich vor Kopf zwei USB-Buchsen zum Aufladen verschiedenster Gadgets sowie eine LED, die über einen Doppelklick des Power-Buttons aktiviert wird, befinden. Seitlich hat Anker einen microUSB-Port angebracht, der zum Aufladen des E4 selbst dient. Die LED ist sicherlich eine nette Zugabe, ein Kaufanreiz aber wohl nur für die wenigsten. Zudem kam unser originalverpacktes Testmuster schon mit aktivierter LED, was bedeutet, dass sich der Mechanismus auf Reisen scheinbar leicht selbst auslöst. Durch die leicht hervorstehende Positionierung wundert uns dies aber eher weniger - das war unserer Meinung mit dem versenkten Knopf beim Astro3E besser gelöst.

Kapazität 13000 mAh / 3,7 V
Input microUSB (5V / max. 1,5 A)
Output 2x USB (je 5V, 1x 1A, 1x 2A)
Gewicht 336 g (inkl. Tasche und microUSB-Ladekabel)
308 g (nur Akku)
Größe 12,6 x 7,7 x 2,4 cm (L x B x H)
Lieferumfang  

Anker Astro E4
Tasche, Ladekabel
3 Verbinder (microUSB, miniUSB, alter Apple-Dock-Connector)

Weiterhin befinden sich vier blaue LEDs auf der Oberseite, auf deren Funktion wir im Laufe des Funktionstests noch einmal genauer eingehen wollen. Laut Hersteller bringt der 12,6 x 7,7 x 2,4 cm große Akku rund 308 Gramm auf die Waage, inklusive Tasche und USB-Kabel mit Adapter - so wie man ihn wohl in den meisten Fällen transportiert - kommen wir auf 336 Gramm. Wenn man dies in Relation zur verbauten Kapazität sieht, sollte das Gewicht in Ordnung gehen - zumal man ein Produkt mit diesen Spezifikationen eher selten in der Hosentasche, als vielmehr in einem Rucksack oder einer Schultertasche mit sich führen wird. Im Vergleich zum Astro3E ist er damit zwar etwas kürzer, dafür breiter, höher und schwerer. Dafür verantwortlich ist wohl die um rund 30 Prozent höhere Kapazität - rechnet man die Werte zum besseren Vergleich in Gramm pro mAh um, ist der Astro E4 sogar etwas leichter geworden.

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Die Verarbeitung des E4 ist in Ordnung, wobei die Sandwich-Konstruktion nicht ganz so hochwertig und robust wirkt wie die Verarbeitung des Astro3E - teils steht der silberne Streifen 1-2 mm hervor, teils ragt auch die Schale etwas über. Im Vergleich zur Konkurrenz ist der E4 mit 35 Euro für 13.000 mAh aber auch deutlich günstiger - mit Abstrichen wird man also leben müssen. Haptik und Optik gehen indes vollkommen in Ordnung, wenngleich der hochglanzweiße Lack auf den Kunststoffoberflächen ein wahrer Fingerabdruckmagnet ist.

 

Aufladen & Aufladen

Durch das mitgelieferte Kabel kann der Aufladeprozess direkt beginnen. Anker gibt für die beiden Anschlüsse verschiedene Ampere-Zahlen an, wodurch sich natürlich auch verschiedene Ladezeiten ergeben. Unterstützt beziehungsweise benötigt ein Gerät 2A (beispielsweise das Apple iPad), ist es ratsam, dieses an die 2A-Leitung zu hängen, um die maximale Ladegeschwindigkeit auszureizen. Alle anderen Geräte können dann noch an die 1A-Buchse angeschlossen werden. Die Ladegeschwindigkeiten selbst gibt Anker mit 1000 mAh/h respektive 2000 mAh/h für die 1 beziehungsweise 2 Ampere Leitung an.

Mit den puren Angaben hat Anker das Problem der iPhone- und Android-Anschlüsse gut beseitigt, sodass ein einfacher Blick auf das dem Gadget beiliegende Ladegerät genügt, um den richtigen Anschluss zu finden. Wer nur ein Gerät lädt, kann es natürlich an einen beliebigen Anschluss stecken, da aktuelle Gadgets automatisch die richtige Stromstärke wählen.

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Bei den Lade-LEDs hat sich nicht sonderlich viel verändert - noch immer sind vier LEDs auf der Oberseite angeordnet - lediglich eine neue "Warnstufe" ist hinzugekommen. Jede LED steht grob für 25% Ladestatus, wobei bei einem Akkustand kleiner 5% die letzte verbleibende LED in einen Blink-Modus übergeht - das war beim Astro3E noch nicht so. Gleiches Spiel gilt natürlich auch umgekehrt, als für das Laden des Akkus - bei einer Kapazität kleiner 5% blinkt er, darüber leuchten die LEDs wieder dauerhaft. Apropos Kapazität: wie auch bei unserem zuletzt getesteten Akkupack ist die Angabe von 13.000 mAh durch Umwandlungsverluste natürlich nicht ganz zu erreichen.

Anker gibt weiterhin erst in der Anleitung (die aber auch über das Internet abrufbar ist) den Hinweis, dass bis zu 30% der Kapazität beim Laden nicht für das eigentliche Aufladen von Gadgets zur Verfügung steht. Rechnerisch ergibt sich somit eine nutzbare Kapazität von rund 9100 mAh (Astro3E: 7000 mAh) - aktuelle Smartphones bekommt man damit in der Regel vier bis fünf Mal komplett gefüllt. Die Akkukapazitäten einiger aktueller Top-Geräte: iPhone 5 (1440 mAh, theor. sechs volle Ladungen), Nokia Lumia 920 (2000 mAh, theor. vier volle Ladungen), Google Nexus 4 (2100 mAh, theor. vier volle Ladungen), Samsung Galaxy S3 (2100 mAh, theor. vier volle Ladungen), Samsung Galaxy S4 (2600 mAh, theor. drei volle Ladungen), HTC One (2300 mAh, theor. fast vier volle Ladungen).

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Natürlich ist nicht nur die Lade- sondern auch die Aufladegeschwindigkeit eines solchen Monstrums wichtig. Wie lange braucht es, bis das Gerät wieder die volle Kapazität besitzt? Eine geschätzte Ladezeit gibt man in der Anleitung nicht mehr an, ausgehend von den Daten des Astro3E, der über einen AC-Adapter 8-9 Stunden benötigen sollte (diese Werte konnten wir im vorhergehenden Testbericht verifizieren), müsste der Astro E4 also rund 30% länger brauchen - im Worst Case Szenario muss er also fast 12 Stunden an der Steckdose verbleiben.

 

Fazit

Mit dem Astro E4 macht man vermutlich genau so wenig falsch wie mit dem kleineren Astro3E. Der geringe Aufpreis von nur 5 Euro sowie der geringe Gesamtpreis von 35 Euro machen den Astro E4 zu einem guten Fang. Prinzipiell wäre es auch wieder ein Kandidat für einen Preis-Leistungs-Award - hätte Anker nicht einige Fehlerchen begangen. Im Gegensatz zum Astro3E hat man zwar zusätzlich eine LED zur Beleuchtung verbaut, den Power-Button aber so ungünstig konstruiert, dass sich diese in der Tasche gerne selbst aktiviert.

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Leider hat man auch bei diesem Produkt verpasst, die tatsächlich nutzbare Kapazität deutlich sichtbar anzugeben, damit nach dem Kauf keine Enttäuschung entsteht. Weiterhin ist die Verarbeitungsqualität nicht auf ganz so gutem Niveau wie die des Astro3E - nichtsdestotrotz handelt es sich bei der 13.000 mAh Variante ebenfalls um gut angelegtes Geld, wenn man auf der Suche nach mobilen Akkupacks in dieser Größenklasse ist.  

Positive Aspekte des Anker Astro 4E (13000 mAh):

  • kompakte Maße (für gebotene Akkuleistung)
  • mitgelieferte Adapter
  • zwei USB-Ausgänge
  • Ladung per microUSB-Kabel und Ladegerät
  • (LED-Licht)

Negative Aspekte des Anker Astro 4E (13000 mAh):

  • nutzbare Kapazität nicht deutlich kommuniziert
  • versehentliche LED Aktivierung
  • (kein Ladegerät beigelegt)

Persönliche Meinung

Nachdem der Astro3E nunmehr über ein halbes Jahr mein ständiger Begleiter ist, der sich sowohl in Funktion als auch Verarbeitungsqualität bewährt hat, konnte ein Blick auf eine aktuellere, größere Revision nicht schaden. Die Verwirrung um die Anschluss-Beschriftungen mit Apple und Android hat man bei Anker glücklicherweise gelöst - die tatsächlich nutzbare Kapazität wird indes aber immer noch nicht korrekt angegeben. 

Bleibt die Frage: bleibe ich beim Astro3E oder wechsle ich auf die größere, aktuelle Variante? Die Antwort ist einfach: 10000 mAh (beziehungsweise effektiv 7000 mAh) sind für meine Bedürfnisse mehr als ausreichend, eine LED (die sich zudem teilweise selbstständig macht) benötige ich nicht und außerdem gefällt mir persönlich der flachere, längliche Formfaktor des 3E besser als das dicke, kompakte Auftreten des E4 - deshalb gibt es für mich aktuell keinen triftigen Grund, vom 3E zu wechseln. (Marc-Georg Pater)

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Kommentare (6)

#1
Registriert seit: 06.06.2013

Gefreiter
Beiträge: 49
Preislich wirklich attraktiv. Allerdings sind externe Akkupacks für mich eigentlich nur als "Camping-" oder "Abenteuerurlaubslösungen" interessant. Denn ansonsten hat man ja doch meist eine Steckdose oder zumindest ein USB-Kabel dabei.

Und um im Großstadtdschungel stets vor der drohenden Stromlosigkeit gefeit zu sein, finde ich das Gerät doch etwas groß und schwer. Wobei: Vielleicht packe ich das Teil einfach meiner Freundin in die Handtasche - da kommt es eh nicht mehr drauf an. ;)
#2
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Registriert seit: 25.12.2008

Hauptgefreiter
Beiträge: 141
Zitat
Die Ladegeschwindigkeiten selbst gibt Anker mit 1000 mAh/h respektive 2000 mAh/h für die 1 beziehungsweise 2 Ampere Leitung an.

Das mag jetzt wenig konstruktiv sein, aber: Das Zitierte ist jetzt irgendwie wenig überraschend... ;)
#3
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Registriert seit: 28.10.2006

Vizeadmiral
Beiträge: 7004
Zumindest für niemanden der mit grundlegenden Methoden der einfachen Mathematik wie dem Kürzen von Brüchen vertraut ist :vrizz:
#4
Registriert seit: 03.01.2009

Banned
Beiträge: 2617
Bitte einen Test mit harten Fakten!
Den Akku Pack komplett voll laden und dann ernsthaft testen wie oft ein Smartphone xy dadurch von 0 auf 100 geladen werden kann.
:)
#5
Registriert seit: 29.01.2005

Kapitän zur See
Beiträge: 3864
Zitat Alphajoe;20744176
Preislich wirklich attraktiv. Allerdings sind externe Akkupacks für mich eigentlich nur als "Camping-" oder "Abenteuerurlaubslösungen" interessant.


Genau dafür habe ich mir letztes Jahr vor unserem Norwegen-Urlaub (halbe Rundreise Oslo-Lillehammer-Trondheim-Alesund-Bergen-Stavanger-Kristiansand-Oslo) so einen Akkupack geholt, allerdings nur mit 5600 mAh. Ich fand ihn sehr praktisch. Wenn der Akkupack alle war, konnte man ihn bequem über das Smartphone-Kfz-Ladegerät aufladen (oder man hat ihn zum laden an der Rezeption des Campingplatzes abgegeben, das war auch kein Problem). Auf jeden Fall hatten wir nie leere Smartphones. Der Akkupack (easy-acc) hatte auch noch eine Taschenlampe, die ist beim Camping natürlich auch noch sehr praktisch.

Mit einer vollen Ladung konnte ich mein Galaxy Nexus und das Galaxy S2 meiner Freundin problemlos einmal aufladen, dann war noch eine halbe Ladung für eins der beiden Geräte drin. Allerdings wurde auch die Taschenlampe genutzt, das saugt ja auch etwas am Akku.
#6
customavatars/avatar178919_1.gif
Registriert seit: 26.08.2012
Bayern
Fregattenkapitän
Beiträge: 2765
Ich bin schon am überlegen ob der mit 13.000 oder gleich der mit 20.000...wäre für Ingress und Wacken nächstes Jahr nicht zu verachten, mein kleiner von Nokia hält kaum her.
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