Von Birkenzucker bekomme ich mal Dünnpfiff, bin da auch noch am versuchen.
Saccharin ist 300- bis 700-mal süßer als
Zucker. Es kann besonders in höheren Konzentrationen einen bitteren oder metallischen Nachgeschmack bewirken. Anders als der neuere künstliche Süßstoff
Aspartam bleibt Saccharin bei Erhitzung stabil, auch wenn Säuren präsent sind. Außerdem ist es relativ inert und lässt sich gut lagern.
Mischungen mit anderen Süßstoffen wie
Cyclamat,
Thaumatin oder
Acesulfam verfolgen den Zweck, die Nachteile der verschiedenen Süßstoffe gegenseitig aufzuheben. Eine Mischung von Cyclamat und Saccharin im Verhältnis von 10:1 ist in Ländern, in denen beide Süßstoffe legal sind, üblich – hier verdecken beide Stoffe gegenseitig ihren (unangenehmen) Nachgeschmack.
Saccharin verursacht keine
Karies. Saccharin ist farblos, wird vom menschlichen Körper schnell aufgenommen und unverändert mit dem
Urin wieder ausgeschieden (nach 24 Stunden bereits 90 %). Saccharin besitzt so gut wie keinen physiologischen Energiegehalt und ist daher, wie alle Süßstoffe, auch für
Diabetiker geeignet.
Nach Aufnahme wird Saccharin größtenteils direkt absorbiert und gelangt in den Blutkreislauf.
[19] Dort wird es von Plasmaproteinen gebunden und gelangt so in den ganzen Körper. Es wird
renal eliminiert. Nichtabsorbiertes Saccharin wird über den Stuhl ausgeschieden.
1878 Erfunden.