Wir sind alle Menschen, umso besser wir uns Selbst kennen und mit unseren "Macken" umgehen lernen, umso besser wird es auch in Bezug auf andere Menschen.
Da hast Du so recht...
Ich erkenne das gerade bei meiner EX, sie ist jetzt bald 21 Jahre alt. Sie ist aber psychisch nicht Belastbar und etwas Druck oder eine schlechte Phase mit ein paar Missschlägen kann Sie für sich nicht bewältigen.
Sie kommt mit sich und den Problem um sich herum schlecht und nicht klar und redet mit niemandem darüber. Auch staut sie Probleme an und wartet bis es überschäumt, statt gleich das Problem bei der Wurzel zu packen.
Jeder Mensch geht anders mit Problemen um, doch bei ihr hatte ich immer das Gefühl, dass sie selbst lange braucht und es eher verdrängt und wartet bis es abnimmt, statt aktiv daran zu arbeiten.
Sie hat auch keine Ziele im Leben. Sie arbeitet und weis genau, dass sie später selbst nicht über die Runden kommt. Sie weis genau das sie auf einen Versorger angewiesen ist. Aber statt dass sie jetzt in jungen Jahren mit Anfang 20 anfängt und nachdenkt, dass sie sich weiter bildet, lässt sie sich von ihrer Mutter beeinflussen und macht erstmal nichts. Nur weil ihre Prüfungen der Ausbildung schwer waren und die Vorbereitung der Berufsschule mies. Vor einem Jahr hätte evtl. den Öffentlichen Dient in Richtung Industrie verlassen können, gleichzeitig war richtig miese Stimmung bei ihr im Beruf. Sie hatte den Entschluss gefasst sich zu Bewerben und es sich anzuschauen, aber dann hat ihre Mama gesagt, sie soll es nicht machen und sie hat die Chance auf ein besseres Arbeitsklima, flexible Arbeitszeiten, einen besseren Verdienst sowie Aufstiegschancen vergeben.
Auch sagte sie, seit ich sie mit knapp 19 gekennen gerlent habe, dass sie vor 25 nicht daheim auszieht. Auch ein Grund ist, dass ihre Mama dann nicht mehr mit dem Töchterlein schwätzchen halten kann. Dahinter versteckt sich aber meiner Meinung nach eine Unselbstständigkeit und Angst aus dem Bau zu schlüpfen und selbst Verantwortung zu übernehmen. So verschloss sie sich vielem, nur weil sie sich selbst nicht kennt und nicht weis was sie will.
Und schlussendlich hat sie sich damit auch mir verschlossen. Dieses Schloss war schwer zu knacken und ist nach zwei Jahren schließlich zugefallen. Auch weil sie sich nicht kennt, keine Ziele hat und damit auch andere Menschen nicht versteht und gewisse Handlungen nicht nachvollziehen kann. Nicht belastungsfähig und nicht mir ihren Problemen klar kommt.
Aktuell läuft es bei mir nicht so toll, frischer Absolvent der Hochschule, trotz Fachkräftemangel will niemand eine Fachkraft haben. In der Vergangenheit gabs bei der Bachelorarbeit Unstimmigkeiten, die mich und die Beziehung belastet haben. Was wir aber versucht haben zu überwinden und es auch geschafft habe (war Anfang Nov.). Nun habe ich mir Anfang Jahr den Daumen gebrochen und kann selbst nicht Autofahren, dazu sind die Öffis so mies das man das voll vergessen kann, somit bin ich auf jemand angewiesen und unfleßibel. Zu krieseln begann es ganzt leicht gegen Weihnachten und mit der Jahreswende ging binnen drei Wochen die Beziehung den Bach runter. Sie meinte sie verändert sich gerade und sich weis nicht wieso und warum und in welche Richtung. Sie kennt sich nicht gut genug.
Aber ich habe sie mit all ihrem Macken geliebt. Habe versucht ihr bei der Bewältigung ihrer Probleme zu helfen, ihr zu zeigen wie es geht, und es hat geklappt solange sie sich fallen gelassen hat. Nun stehe ich selbst da und habe einen Haufen Arbeit vor mir, von ihr los zu kommen. Sonntag hat sie sich getrennt.
Nur wieso sie ihre Sachen nicht mitgenommen hat, weis ich nicht. Aber sie fehlt mir.
Eine Ablenkung habe ich gerade auch nicht, Sport darf ich keinen machen.