[Sammelthread] Was ist Liebe?

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Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber irgendwie hat der Thread (und auch der OT-Bereich) gerade vieles vom "wir werden älter und tauschen uns über unsere Erfahrungen aus" und "wer entwickelt sich wie".
Dachte ich mir auch grad. Irgendwie interessant, wie viel man hier über Menschen lernt, die man nie persönlich gesprochen hat.

Ich mag den Thread hier gerne, weil er meist sehr zivilisiert ist. Einer der wenigen, wo zwar viele verschiedene Ansichten haben, aber meist respektvoll diskutiert wird und - das ist wichtig - jeder das Beste des Anderen will.

In der Anonymität des Internets sehr selten anzutreffen. Am ehesten noch auf /r/casualconversation, aber da ist es halt groß und unpersönlich, während man hier irgendwie alle kennt. Das hat so was von einem Freundeskreis, der zwar nicht viel zusammen unternimmt, sich aber immer mal wieder trifft um zu erfahren wie es wem grad geht und wer was macht.

Kurz gesagt, der "Was ist Liebe?" Thread stiftet eine gewisse Form der Liebe zwischen Usern und ich find das wirklich gut so.
 
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Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber irgendwie hat der Thread (und auch der OT-Bereich) gerade vieles vom "wir werden älter und tauschen uns über unsere Erfahrungen aus" und "wer entwickelt sich wie".
positiv oder negativ gemeint? Ich kann halt nur von mir momentan sprechen und ds geht's sehr wohl um liebe.

Wenn ich lange Zeit in eine Beziehung investiere, mit herzblut, mit dem Herzen, für Kind und Partner und Haus, wenn man daran arbeitet, eine Beziehung harmonisch und liebevoll zu führen und das alles ist dann nicht mehr wichtig, weil an einem Punkt der Partner der Auffassung ist, sein Leben wieder wie vor 10 Jahren führen zu müssen und dafür alles wegschmeisst.

ihr fällt es ja leicht, hat eine riesen Familie, 2 Omas die auf den kleinen schauen, lauter "freunde" die mit ihr party machen und trinken gehen, den ex, der den kleinen hat usw.

für mich ist das eine immense Erschütterung, sowohl mental als auch meines Lebens, ich habe nun mal alles auf diese Beziehung ausgerichtet, weil es mir entspricht und ich immer alles für meine Beziehungen gebe.

Ich hab jetzt auch kein Problem mit Frauen oder mit Beziehungen deshalb, ich kann es nur überhaupt nicht verstehen und das verursacht Trauer und Wut in mir, weil es lange Zeit wirklich super geklappt hat (und nein, das bilde ich mir nicht nur ein, ist auch ihre Aussage)

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Ich vermute das war ne nicht wertende Beobachtung. Der Thread hat sich vor allem in letzter Zeit gewandelt - du bist nur einer von vielen die ihn nun "anders" benutzen als früher.

Es verirren sich kaum mehr Neue rein und damit wird es halt großteils eine Unterhaltung der Stammuser wie es ihnen grade geht. Wie ich oben schon geschrieben hab, ich finde es hier gut wie es ist.
 
@VorauseilenderGehorsam,

Mittlerweile und nach Deinen letzten Posts verstehe ich Deine/ Eure Situation besser. Leider muss ich zustimmen, dass ich Deine Entscheidung die Trennung auszusprechen als "richtig", und einzig mögliche Entscheidung sehe. Glaub mir, mir ist bewusst wie schwer es ist eine Beziehung, in die man lange investiert hat, und in der man vor Allem auch viel Gutes/ gemeinsames erlebt, hat beenden zu müssen, da es keinen anderen Ausweg gibt. Mit Kindern ist das noch viel extremer. Ich habe diesen Schritt bis Dato nicht geschafft - vor Allem auch wegen meinem Verantwortungsbewusstsein meinen Kindern und meiner Frau gegenüber die ich immer noch liebe. Leider ist die auch komplett kompromisslos - das Gegenteil Deiner Frau - geht in Ihrem Pflichbewusstsein auf, womit Sie komplett überfordert ist. Sie kann die schönen Dinge des Lebens nicht mehr geniessen und ist nur mehr überfordert. Leider akzeptiert Sie auch keine Unterstützung von mir, da auch noch Perfektionismus dazu kommt, und ich/ niemand etwas richtig machen kann. Bewundere Dich dafür, dass Du es geschafft hast die richtige Entscheidung zu treffen auch wenn es schmerzt. Ich bin leider noch nicht soweit meine letzen 20 Jahre weg zu schmeissen, auch wenn das die einzige logische Entscheidung wäre.

Bzgl. Meinem Post mit "um die Häuser ziehen": Da ging es mir nicht um Alkohol - man kann auch ohne sehr viel Spass haben - bin meistens auch der "Fahrer" der nichts trinkt. Die Einwohner in Deinem Umfeld, Vereine pauschal als "Alkoholiker" zu bezeichnen, dem stimme ich nicht zu. Bin generell gegen Pauschalverurteilungen und kenne viele Mitglieder von Vereinen die sehr viel Ihrer Freizeit für die Allgemeinheit investieren ohne Alkoholiker zu sein.

l. G.
Karl


positiv oder negativ gemeint? Ich kann halt nur von mir momentan sprechen und ds geht's sehr wohl um liebe.

Wenn ich lange Zeit in eine Beziehung investiere, mit herzblut, mit dem Herzen, für Kind und Partner und Haus, wenn man daran arbeitet, eine Beziehung harmonisch und liebevoll zu führen und das alles ist dann nicht mehr wichtig, weil an einem Punkt der Partner der Auffassung ist, sein Leben wieder wie vor 10 Jahren führen zu müssen und dafür alles wegschmeisst.

ihr fällt es ja leicht, hat eine riesen Familie, 2 Omas die auf den kleinen schauen, lauter "freunde" die mit ihr party machen und trinken gehen, den ex, der den kleinen hat usw.

für mich ist das eine immense Erschütterung, sowohl mental als auch meines Lebens, ich habe nun mal alles auf diese Beziehung ausgerichtet, weil es mir entspricht und ich immer alles für meine Beziehungen gebe.

Ich hab jetzt auch kein Problem mit Frauen oder mit Beziehungen deshalb, ich kann es nur überhaupt nicht verstehen und das verursacht Trauer und Wut in mir, weil es lange Zeit wirklich super geklappt hat (und nein, das bilde ich mir nicht nur ein, ist auch ihre Aussage)

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Ich hab von Anfang an hier gern mitgemacht, für mich immer wieder interessant reinzuschauen. Danke an euch dafür, dass es größtenteils gesittet zugeht.

eine willkommene Abwechslung

@kumberg: ich spreche nicht pauschal, auch wenn es so klingt, sondern speziell von ihrem Verein und der Ortschaft, in der wir leben, hier ist Alkohol und Heurigen und Wirtshaus und Feste schon sehr ausgeprägt und geht bei den meisten mit Alkoholkonsum einher (meist nicht zu wenig)

die Wahrheit ist, ich hab aus meinen vergangenen Beziehungen definitiv gelernt und die Reissleine ziehen ist meine einzige Möglichkeit, mich nicht komplett aufzugeben. Auch wenn es sehr heftig für mich ist, Trennung, Job, Wohnung, Kohle, Kind, momentan schwanke ich ständig zwischen Wut, Trauer, Erschütterung, Unverständnis, Zuneigung, Pflichtbewusstsein usw. Die Tage sind schon sehr durchwachsen

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Kann Dich sehr gut verstehen und bewundere Dich für den Schritt den Du gesetzt hast um mit Dir/ Deinem Leben wieder auf die Reihe/ ins Reine zu kommen um einen Neuanfang zu machen. Wünsche Dir alles Gute und vor Allem, bleib weiterhin "objektiv" was Deine weiteren Entscheidungen betrifft - z. B. auch beruflich.

l. G. nach Wien
Karl
 
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Elchu, kommen wieder bessere Zeiten auch wenn du dir das nicht vorstellen kannst. Da draußen wartet sicher eine auf dich, die dich auch verdient hat.
Gib nicht auf. Das will hier, glaube ich, keiner.


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wird nicht passieren, im Grunde gehen wir ja im Guten auseinander. War schon schlimmer in anderen Beziehungen.

wohl auch mit ein Grund, weshalb es mich so trifft, wegen so Nichtigkeiten.

danke auf jeden Fall. tut schon mal gut Zuspruch zu haben. Auch wenn ihr nur meine "Seite" der Story kennt. Hab versucht es so objektiv wie möglich wieder zu geben.

erstmal muss ich den Job in Angriff nehmen und ich werd ab nächster Woche in einem anderen Zimmer schlafen

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Schonmal überlegt Dich jobtechnisch außerhalb von Österreich zu orientieren? Schweiz oder Deutschland wären ja vlt auch eine Option.
 
Ich vermute das war ne nicht wertende Beobachtung. Der Thread hat sich vor allem in letzter Zeit gewandelt - du bist nur einer von vielen die ihn nun "anders" benutzen als früher.

Es verirren sich kaum mehr Neue rein und damit wird es halt großteils eine Unterhaltung der Stammuser wie es ihnen grade geht. Wie ich oben schon geschrieben hab, ich finde es hier gut wie es ist.

Joa kann man so sagen.

Mit neue hier rein verirren ... Foren sind eben mittlerweile "old fashioned" aber das ist eben der Lauf der Dinge.

Bewundere Dich dafür, dass Du es geschafft hast die richtige Entscheidung zu treffen auch wenn es schmerzt. Ich bin leider noch nicht soweit meine letzen 20 Jahre weg zu schmeissen, auch wenn das die einzige logische Entscheidung wäre.

Ist es das wirklich?
Ich habe deine Geschichte nicht im Detail im Kopf, aber im Moment scheint es ja eher so zu sein, dass deine Frau mit ihrem Leben überfordert ist und an ihren eigenen Prinzipien scheitert. Gerade in dieser Hinsicht bist du doch als Partner gefordert, diese Probleme der Balance zu erkennen und etwas dagegen zu unternehmen. Auch wenn du die Ursache nicht abstellen kannst, kannst du zumindest die Folgen verringern. Für mich ist es gerade nicht logisch, einen Menschen zu verlassen, dem man ein Verprechen abgegeben hat auch in schlechten Tagen (!) da zu sein, weil er/sie mit ihrem Leben gerade überfordert ist. Am Ende ist der Wille zusammenzuhalten und Krisen gemeinsam zu bewältigen das was die Beziehung stärkt, und nicht die Menge an Luxus im Urlaub. Und ja, deine Frau hängt da genauso drin, weil auch sie diese Entscheidung aus freiem Willen getroffen hat.

Ob eine Entscheidung richtig war, zeigt immer erst die Zeit. Wichtig ist wie man handelt (es gibt kein "nicht-handeln"), daran muss man sich letztendlich messen lassen.

Wenn ich lange Zeit in eine Beziehung investiere, mit herzblut, mit dem Herzen, für Kind und Partner und Haus, wenn man daran arbeitet, eine Beziehung harmonisch und liebevoll zu führen und das alles ist dann nicht mehr wichtig, weil an einem Punkt der Partner der Auffassung ist, sein Leben wieder wie vor 10 Jahren führen zu müssen und dafür alles wegschmeisst.
[...]
Ich hab jetzt auch kein Problem mit Frauen oder mit Beziehungen deshalb, ich kann es nur überhaupt nicht verstehen und das verursacht Trauer und Wut in mir, weil es lange Zeit wirklich super geklappt hat (und nein, das bilde ich mir nicht nur ein, ist auch ihre Aussage)

Was mir immer wieder auffällt: Du bist in deinen Handlungen und deinen Zielen sehr leidenschaftlich. Du lässt dich von "Problemen" nicht aufhalten, sondern begreifst diese "Herausforderungen" als Teil des ganzen, und als Punkte die man ändern kann wenn man es will. Das ehrt dich. Auf der anderen Seite gibt es Dinge, die du lange ignorierst oder herunterspielst wenn du sie nicht ändern kannst, und letztendlich führen diese dann auch zum Bruch. Letztendlich glaube ich, dass du glücklicher wirst, wenn du die Leute von Anfang an so akzeptierst wie sie sind. Mit 18-20 ... kann man halt einfach eher davon ausgehen, dass sich ein Partner oder eine Partnerin noch stark verändert, aber mit der Zeit werden Persönlichkeiten und Gepflogenheiten immer gesetzter.
 
Ja, vermutlich hast du recht, manche Menschen verhalten sich aber gerade zu Beginn einer Beziehung nicht gleich, wie nach längerem.

Ich hatte vielleicht auch irgendwie die Hoffnung, dass sie, da sie auf den 30 er zugeht, ein bißchen ruhiger wird und den Alkohol und das fortgehen, nicht mehr als notwendig erachtet.

es hat soviel gepasst und es war eine wirklich schöne und harmonische Beziehung in vielen Dingen.

Ich bin eben auch jemand der ungern aufgibt, aber vielleicht bin ich auch zu sehr in meinem Verhalten festgefahren und erwarte mir von meinem Partner, dass er mir entgegen kommt, bei Dingen, die er als wichtig erachtet, ich jedoch als weniger wichtig und dann kommt es zu Reibung.

Ich kann mir eben keinen gesunden Weg vorstellen, mit 2. Kind, Haus, Musikverein, fortgehen, Alkohol usw.

für mich ist das fortgehen ohne Limit und trinken ohne Limit eben keine Charaktereigenschaft, sondern eine bewusste Entscheidung oder durch Gruppenzwang hervorgerufen und sie möchte sich dem eben hingeben. Zusätzlich möchte sie auch, dass ich noch mitmache, aber alles andere sollte ich eigentlich auch noch genauso machen, wie bisher. soviel Energie hab ich aber nicht

sie meint, das regelt sich schon irgendwie (kann mir schon vorstellen wie)

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is sie ne starke Frau? eine, die viel alleine geschafft hat?
ich glaube ja. ich glaube, du springst auf starke Frauen an.
 
Was bedeutet für dich, viel geschafft? Sie ist Pädagogin und hat ein Kind. Hat eine miese Ehe hinter sich und spielt seit Jahren im Musikverein.

woran machst du die Stärke einer Person/Frau fest?

sie ist sicher nicht schwach, schon allein in einem integrationskiga arbeiten, kostet genug Energie. Aber sie "schafft" auch nicht alles selbst, sie hat von mir viel Unterstützung erhalten, was das Haus und den Kleinen betrifft und ebenso bei den Problemen mit ihrem ex Mann war ich immer zur Stelle.

meine vorige Partnerin war dahingehend eher schwach, nix entscheiden, nicht wissen, wohin der Weg führen soll, alles probieren, aber nix richtig.

Ich würde also von mir behaupten, ich finde Frauen, die eine gewisse Verantwortung übernehmen, auch mal was entscheiden und vielleicht auch mit anpacken (Haus oder zb klettern gehen) anziehend finde

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Auch mal wieder hier. Hatte gestern das erste Date seit langer Zeit. Bin zu Ihr gefahren, sind dann in einen Biergarten am Rhein, war echt schön. Hatten uns auch viel zu erzählen. Sind dann später zu Ihr. Habe dann auch dort "übernachtet".
Heute morgen dann gefahren, zum Abschied geküsst. Sie wollte sich melden. Tja, hat Sie noch nicht getan.
Das ist für mich jetzt kein großes Problem, da es wohl auch von meiner Seite aus nicht für eine Beziehung ausgereicht hätte. Die Frage, die ich mir stelle: Soll ich mich nochmal bei Ihr melden oder es einfach gut sein lassen? Ich wüßte jetzt auch nicht, was ich schreiben soll...

@vorauseilender: Tut mir sehr leid, das zu lesen. ;)
 
Ich würde mal heute abwarten und mich morgen melden, damit wirkst du nicht zu verzweifelt aber auch nicht zu gleichgültig.

alternativ würde ich das machen, womit du dich wohl fühlst


edit: in meiner Sache:
ich mach mir schon viele Gedanken, auch Selbstzweifel, ob man das nicht einfach akzeptieren könnte, wie sie eben ihre Freizeit verbringt, aber es ist ja nicht nur ihre, sondern auch unsere und es würde sich nicht so richtig anfühlen.

Die Trennung fühlt sich genauso richtig, wie falsch an. Die ersten Tage sind immer die heftigsten, das Problem, ich kann auch nirgendwo hin und muss erstmal dort wohnen bleiben.

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Was bedeutet für dich, viel geschafft? Sie ist Pädagogin und hat ein Kind. Hat eine miese Ehe hinter sich und spielt seit Jahren im Musikverein.

Jeder Mensch hat etwas, was ihm Kraft gibt. Die Kraft, Schwierigkeiten und Krisen zu überstehen und zu meistern. Das ist meistens eine Konstante. Und nachdem was du erzählst sind es für sie die Vereine und die damit verbunden Rituale. Ich denke, dass weißt du auch. Du bist auch eine Unterstützung, aber die Beziehung mit dir ist nicht die Konstante in ihrem Leben.
 
Ja, so scheint es [emoji106][emoji4]

danke auch für die Erklärung, in einer so emotionalen Phase ist es nicht leicht, so etwas selbst zu erkennen

was denkst du, wäre in meiner Situation sinnvoll?

ich habe auch ein wenig Angst davor, dass meine sozial Phobie und meine Eifersucht ein Problem sind, dass sie eben fortgehen soll, solange sie nicht volltrunken heim kommt, wenn das Kind da ist oder jede Woche durchfeiert ist das doch bei manchen durchaus normal.
Wir teilen dieses Hobby halt überhaupt nicht und ich gehe eigentlich auch nie mit, worüber sie sich definitiv freuen würde.

vermutlich wäre es sinnvoller, einen Partner an meiner Seite zu haben, der mir ähnlicher ist bzw zumindest einfacher.

überlege einfach, ob es Sinn macht, an meiner Eifersucht zu arbeiten, um diese Beziehung zu retten.

sie ist ja keine Alkoholikerin.

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Wenn dem denn so ist, dann wäre es für dich wichtig die Situation neu zu bewerten. Als erstes müsstest du dich selbst fragen: Was stabilisiert mich? Was ist mein Ruhepol? Was sind meine Ziele im Leben, was ist wie wichtig und was ist "verhandelbar" und was ist dir unwichtig? Also: Wissen wo du stehst und wo du hinwillst und was du dafür in kauf nimmst. Unabhängig von IHR.

Wenn wir so tun als wäre nicht Schluss gewesen: Du müsstest dich fragen, ob du die Beziehung unter den Voraussetzungen denn weiterhin führen könntest. Und wie oben: Was würdest du dafür tun und wo sind deine Grenzen? Das zusammenspiel in der Beziehung zu klären ist eine Sache die nicht von jetzt auf gleich geht und das Zusammenspiel muss immer wieder neu justiert werden. Es ist wie in der Materialwissenschaft: Zwischen hart und spröde und weich und flexibel gibt es unendlich viele Zwischenstufen.
Mit etwas Lebenserfahrung geht das Aushandeln der Beziehung immer schneller, weil man tendenziell eher weiß was man will und was einem wichtig ist. Ihr standet an der Stelle bevor du beschlossen hast es ist zeit getrennte Wege zu gehen an genau diesem Punkt, an dem man nachjustieren müsste - aus deiner Sicht. Ich glaube aber, dass du an der Stelle zu viel auf einmal von ihr verlangen würdest. Siehe Stabilität.

In der aktuellen Situation solltest du auf jeden Fall das Gespräch mit IHR suchen. Nachdem du weißt wo du stehst und wo du hinwillst.

Was mir nochmal aufgefallen ist:
sie ist sicher nicht schwach, schon allein in einem integrationskiga arbeiten, kostet genug Energie.

Menschen, die den ganzen Tag über Verantwortung für alle tragen brauchen ebenfalls einen Teil in ihrem Leben, in dem sie mal keine Verantwortung tragen müssen. Als Ausgleich.

Meine Partnerin ist auch ein kommunikativer Mensch, aber dennoch gibt es Zeiten, an denen sie einfach nur am Sofa liegen und ein Kommunikationspause einlegen will.
 
Das machten wir genauso, einfach mal Netflix session oder Spaziergänge im Wald oder kurztrips in andere Städte usw.

Ich hab einfach viel über Eifersucht und die Formen und Ursachen dafür gelesen und finde viel für mich wieder.

Ich geh einfach gar nicht fort (also Feste und Plätze mit vielen Menschen sind ein Graus für mich)

mein Ruhepol und meine Konstante ist die Natur, dort fühl ich mich wohl und zuhause. Das Problem ist, in Beziehungen leg ich 100% Fokus auf meinen Partner, bzw das Kind und vernachlässige mich fast völlig. Das Problem habe ich schon immer.

Da raus zu kommen ist äußerst schwer für mich. Ebenso würde sie sich freuen, wenn ich mal mitkommen würde, beim fortgehen. Ich würde dann aber maximal 2 bis 3 Stunden durchhalten und das ist ihr zu wenig. alleine heim gehen ist aber auch ein Graus für mich.

Wenn sie fort ist, lieg ich die halbe Nacht wach und umso später es ist, umso eifersüchtiger bin ich, umso trauriger und wütender. Ohne sie im Bett liegen, da fehlt einfach etwas.
ihre Wärme, die Geborgenheit usw

Ich weiß aber momentan auch nicht, ob diese Gedanken nicht auch durch Verlustängste entstehen.

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In meinen bisherigen Beziehungen hab ich auch bisher immer den Fokus auf den Partner gelegt, was auf Dauer schädlich für mich war. Mir ging es wie dir, dass ich ich mich selbst vernachlässigt habe und daher auch nie wirklich wusste wer ich eigentlich bin. Bin jetzt knapp zwei Jahre Single und habe mir in der Zeit genau mit den Fragen beschäftigt, die B.XP geschrieben hat. Für mich war es sehr wichtig zu wissen, wer ich eigentlich bin, was ich will, was ich nicht will.

Ich lese bei dir eine Art von Klammern raus. Das war bei mir ähnlich. Hauptursache war bei mir rückblickend betrachtet, dass ich nichts hatte, was mein "eigenes Ding" war. Stattdessen hab ich mich die ganze Zeit in den Gedanken verrannt, immer für sie Dasein zu müssen und alles zu tun, um geliebt zu werden. Das frisst dich mit der Zeit einfach innerlich auf.

Mein Rat an dich wäre: Werde dir in Ruhe klar wer du bist und was du willst/nicht willst. Das kann seine Zeit dauern. Aber nur wenn du dir über diese Dinge im Klaren bist, dann kannst du eine gesunde Beziehung führen.

PS: Kann es sein, dass du mit dir selbst unzufrieden bist und dich möglicherweise stets unter andere Menschen stellst und dich ihnen gegenüber minderwertig fühlst? Diese Art der Selbstwahrnehmung könnte ein Grund sein, warum du dich unwohl fühlst, wenn du von Menschen(massen) umgeben bist. Ich hatte bei mir etwas ähnliches festgestellt und habe da deutlich an meiner Selbstwahrnehmung und Selbstwirksamkeit arbeiten müssen.
 
generell habe ich durchaus ein gesundes Selbstbildnis, ich kenne meine Stärken und Schwächen. schwierig wirds dann nur in den Eifersuchtsphasen.

Da muss ich aber grundsätzlich einiges aufarbeiten.

meine Punkte für einen möglichen Neustart: (für mich bzw die Beziehung)

Job Situation ins Reine bringen
Eifersucht aufarbeiten
Hobbies wieder aufnehmen, bzw Ich Zeit einfordern und nutzen

hier darf ich ansetzen, ich denke, wenn ich genug eigenen Interessen und hobbies nachgehe, hab ich auch mehr Verständnis für ihre.

Ich halte mich aus diversen Gründen ungern in Menschenmengen auf, mein Selbstwertgefühl hat damit nichts zu tun


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Ich bin nicht auf Männer eifersüchtig.
Es gibt diverse Formen der Eifersucht und Auslöser dafür. In meinem Fall eine Kombination aus keine eigenen Interessen verfolgen, Untreue in vorigen Beziehungen und durchwachsene Kindheit.

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Das ist nicht korrekt. 1. entsteht die Eifersucht in dir 2. Muss sie nicht auf einen 3. bezogen sein 3. Bin ich zb mehr auf die Zeit mit ihr zusammen eifersüchtig, als auf einen Mann oder eine Person direkt

die Eifersucht wird in mir hervorgerufen, weil ich zu wenig für mich selbst mache, mich nicht ablenke und ihr Hobby als nicht wichtig genug erachte und somit der Auffassung bin, es wäre vergeudete Zeit.

diese Einstellung und die Auslöser der Eifersucht darf ich für mich aufarbeiten und verarbeiten und aktiv in den Situationen daran arbeiten, es nicht so weit kommen zu lassen.

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In der Eifersucht stechen nur deine genannten Merkmale heraus. Du wärst in dem Fall eher eifersüchtig auf das Event, wo sie gerade ist, also trinken gehen, weil dieses dritte Teil ihre Zeit beansprucht und nicht du.

In jedem Fall hast du ein Problem mit deinem Selbstwert. Daran musst du arbeiten. Auch an einem AUsgleich, wofür du deine Zeit investierst. Selbst in der engesten Beziehung, die zwei Menschen eingehen können, braucht jeder noch einen gewissen Freiraum, wo er tun und lassen kann, was er will (und auch muss!).

Kümmere dich also mehr um deine Hobbies, das ist eine ganz wichtige Sache, auch ohne Partner.

Die Ansichten zu ihrem "Hobby" haben hier ja schon genug Leute erörtert, da schließe ich mich an: Für mich ist das auch kein richtiges Hobby.
 
Hab ich so ja im Grunde schon alles geschrieben, ich weiß das ja.

Es geht ja nicht nur ums Trinken, auch um die Gesellschaft und den Ausgleich zur Arbeit.

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Jeder Mensch hat etwas, was ihm Kraft gibt. Die Kraft, Schwierigkeiten und Krisen zu überstehen und zu meistern. Das ist meistens eine Konstante. Und nachdem was du erzählst sind es für sie die Vereine und die damit verbunden Rituale. Ich denke, dass weißt du auch. Du bist auch eine Unterstützung, aber die Beziehung mit dir ist nicht die Konstante in ihrem Leben.

#deep
 
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