Mit dem wild mixen treffe ich eigentlich auf Anhieb, ergänze höchstens noch etwas, wenn ich merke es fehlt noch was. Ist beim Kochen ja auch nicht anders, dass man sich da gerne frei inspirieren lässt und halt weiß, was nun gut passen würde.
Hatte auch schon Thüringer Gartenkräuter Majoran in einer Soße und es war sehr lecker (dann aber anderen Käse auf dem Burger). Man muss aber sehr aufpassen, dass es nur dezent ist, sonst versaut man sich die komplette Soße und man sollte den Majoran auch etwas durchziehen lassen.
Spanischer Rauchpaprika geht für mich eigentlich (bei Burger/Grillsoßen) fast immer. Hau ich neben Kreuzkümmel auch sehr gerne ans Hackfleisch für eine gute "Bolognese" (nicht mitbraten, am Ende ans Hack und kurz "ziehen" lassen - dann die Tomaten dazu).
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Die letzte Charge spanische Rauchpaprika ist vom räuchern her aber schlechter, als das, was ich sonst so von ihm hatte. Der Rauch war von geringerer Qualität, "strenger", nicht so gut integriert ect.
Keine Ahnung ob er da nun eine andere Bezugsquelle hat oder es einfach Pech war. Wird wahrsch. wie bei Kaffee auch immer etwas schwanken. Sein Habanero Pulver kann ich empfehlen - nicht nur scharf, sondern auch sehr aromatisch. Das Harissa ist geschmacklich gut (wenn man es mag, Kreuzkümmel & Koriander ), aber zu mild um wirklich authentisch zu sein.
Einzigen Tip, den ich noch habe: Je intensiver/ausgefallener der Eigengeschmack, desto dezenter verwenden. Lieber erst mal wenig dazu und abschmecken oder auf dem Löffel abschmecken, ob es überhaupt passen könnte. Ein wenig "unpassend" ist zumindest noch nicht "Soße komplett ruiniert".

Meistens versaut man sich Gerichte nicht durch "zu viele verschiedene" Gewürze, sondern weil bestimmte, (im schlechtesten Falle unpassende) deutlich vorschmecken. Wenn Gewürze zueinander passen, kann man extrem viel mischen - das Mengenverhältnis muss nur passen.
Viel Spaß beim Kochen