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[User-Review] Vector RS - Blackout Dark TG

Kabs1982

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Durch die Aktion „Lesertest: Testet das Fractal Design Vector RS“, welche von HardwareLUXX in Zusammenarbeit mit Fractal Design gestartet wurde, habe ich die Möglichkeit erhalten, das Gehäuse einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Vielen Dank an dieser Stelle für das entgegengebrachte Vertrauen seitens HardwareLUXX und Fractal Design.


Inhalt:

  1. Verpackung, Inhalt & technische Daten
  2. Erster Eindruck & Details
  3. Praxis
  4. Gesamteindruck
  5. Fazit




1. Verpackung, Inhalt & technische Daten:






Gut verpackt und relativ schwer mit 15,5 kg erreicht mich das Vector RS. Das Gehäuse wurde von Markensturm.com geliefert. Den Karton öffnet man oben, kippt ihn seitlich und kann so den begehrten Inhalt seitlich auf dem Styropor-Schutz herausziehen. Dazwischen liegt ein ungewöhnlich großer Karton für das Zubehör. Ich entferne zuerst den Transportschutz am Top, dann hebe ich das Gehäuse direkt aus dem unteren Teil und kann das Gehäuse so direkt auf dem Tisch passend platzieren.



Die Anleitung finde ich in einem eigenen Plastikbeutel unter dem Transportschutz. Sind Styropor und Plastiktüte entfernt, können wir einen ersten Blick auf das äußerlich moderne Gehäuse aus dem Hause Fractal Design werfen. Dann entferne ich noch alle Klebefolien, welche die Glasscheiben schützen. Es ist also alles sicher verpackt. Verbleibende Klebereste werden später von der Scheibe geputzt.



Nun öffne ich die Verpackung des Zubehörs und erkenne sofort, warum diese doch etwas größer als üblich ausfällt. Hier befinden sich die modularen Teile für den Gehäusedeckel, welche einen Rahmen für die Lüfter- als auch Radiatormontage, einen Staubfilter und einen abschließenden und luftdurchlässigen Mesh-Top umfasst. Die Verpackung ist sicher mit Füllmaterial bestückt, sodass die modularen Teile keinen Schaden nehmen.

Auch enthalten sind alle, für die Montage benötigten Schrauben, ein paar Kabelbinder, RGB-Controller sowie ein kleines Putztuch aus Mikrofaser. Das gesamte Zubehör hier im Detail:

6 Kabelbinder

15 Schrauben für das Mainboard

1 Abstandhalter für das Mainboard

1 Abstandhalterwerkzeug

24 Schrauben für 3,5“ Laufwerke

24 Gummiringe zur Entkopplung der 3,5“ Laufwerke

32 Schrauben für 2,5“ Laufwerke

4 Schrauben für das Netzteil

4 Rändelschrauben

4 Schrauben für den Lüfter-/Radiatorrahmen

1 Lüfter-/Radiatorrahmen für das Mesh-Top

1 Staubfilter für das Mesh-Top

1 Mesh-Top

1 Adjust R1 RGB Controller

1 Putztuch aus Mikrofaser

Weiteres Zubehör kann man direkt ganz unten auf der Produktseite finden: https://www.fractal-design.com/products/cases/vector/vector-rs-dark-tempered-glass/blackout-dark/

Das Handbuch ist relativ verständlich und in mehreren Sprachen verfasst. Dazu später Genaueres. Hier der Link zur PDF: https://www.fractal-design.com/wp-content/uploads/2019/09/Vector-manual-for-Web_LQ.pdf

Nachdem der Inhalt der Kartonage begutachtet wurde, schauen wir uns doch mal kurz die technischen Daten an.


Technische Daten

Modell: Vector RS - Blackout Dark TG

Gehäuseart: ATX Midi-Tower

Formfaktoren: E-ATX (bis 285 mm), ATX, M-ATX, Mini-ITX

Abmessungen: 233 x 498 x 552 mm (B x H x L)

Gewicht: 12,64 kg

Material: Stahl, Kunststoff, Hartglas

Farbe: Schwarz

Frontpanel-Anschlüsse: 2x USB 3.0 Typ-A, 1x USB 3.1 Typ-C, 1x Lautsprecher, 1x Mikrofon

Laufwerksschächte: 6x 3,5“ / 2,5″ Rahmen im Lieferumfang enthalten (intern, insgesamt elf Positionen), 2x 2,5″ Klammern im Lieferumfang enthalten (intern, insgesamt vier Positionen)

Erweiterungsslots: 7 (horizontal), 2 (vertikal)

Belüftung:

Front: 3x 120 mm / 3x 140 mm (2x 140 mm Dynamic X2 GP-14 vorinstalliert)

Rückseite: 1x 120 mm oder 1x 140 mm (1x 140 mm Dynamic X2 GP-14 vorinstalliert)

Deckel: 3x 120 mm / 3x 140 mm

Boden: 2 x 120 / 2x 140 mm

Radiatoren:

Front: 120/240/360 mm - 140/280 mm

Rückseite: 120 mm

Deckel: 120/240/360 mm - 140/280/420 mm (bei Radiatoren mit 140-mm-Lüftern max. Höhe der Mainboardbauteile 35 mm)

Boden: 120/240 mm - 140/280 mm

Max. CPU-Kühlerhöhe: 185 mm

Platz für Kabelmanagement: 23 mm

Max. Grafikkartenlänge: 440 mm (ohne HDD-Käfig und max. 150 mm Breite der Karte), 400 mm (mit HDD-Käfig)

Max. Netzteillänge: 300 mm (ohne HDD-Käfig)

Werkzeuglose Montage: Seitenteile mit Push-To-Lock, Rändelschrauben an Expansion Slots, HDD- und SSD-Rahmen

Garantie: 2 Jahre

Lieferumfang: Gehäuse, Bedienungsanleitung, Zubehör-Box

Besonderheiten: Asymmetrische Optik, Gehäusedämmung, Nylon-Staubfilter, ARGB-Beleuchtungsstreifen, Seitenfenster als auch Deckel und Front (teilweise) aus getöntem Hartglas, integrierte Lüftersteuerung, austauschbares Top-Panel.



Technische Daten der Dynamic X2 GP-14 Lüfter

Abmessungen: 140 x 140 x 25mm

Farbe: Schwarz

Anschluss: 3-PIN

Lager: LLS

Drehzahl: 1000 RPM

Lautstärke: 18,9 dB(A)

Max. Airflow: 68,4 CFM

Statischer Druck: 0,71 mm H²O

Anlaufspannung: 4V

Kabellänge: 500 mm

MTBF: 100000 Stunden




2. Erster Eindruck & Details:





Beim ersten Blick auf die asymmetrischen Akzente des Vector RS, kann man sehr schnell erkennen, dass es sich nicht um ein typisches Gehäuse aus dem Hause Fractal Design handelt. Begleitet wird das auffällige Design von einer, auf den ersten Blick, hervorragenden Verarbeitung.

Der neue Look soll eindeutig Käufer ansprechen, welche ein modernes Design schätzen und nicht auf RGB-Beleuchtung verzichten möchten. Farblichen Kontrast bieten hier erst einmal allein die Standfüße und die untere Zierleiste der Front, welche sich in Alu-Optik hervorheben. Hierbei handelt es sich allerdings um Plastik und kein echtes Alu, was leider auch die Optik etwas abwertet.



Dennoch sind die Standfüße höher als die bisherigen runden, welche von Fractal Design eingesetzt wurden. Dies macht das Gehäuse unten etwas luftiger. 2,3-2,4 cm Platz zwischen Boden und Filter beim Vector RS verglichen zu ca. 1,4 cm beim Define R6. Die höhere Bodenfreiheit im Vergleich zum R6 wird im zeitlichen Verlauf auch hilfreich sein, damit Staub nicht unmittelbar am Staubfilter oder Gehäuseboden vom Netzteil als auch Lüftern angesaugt wird.

Die Standfüße sind mit Gummisohlen versehen, damit es hier nicht zu Kratzern auf sensiblen Oberflächen kommt. Ein Staubfilter, welcher über die gesamte Gehäuselänge verläuft, ist hier vorhanden. Zudem handelt es sich bei den Gehäusefiltern um Nylon-Staubfilter, welche in einem festen Rahmen sitzen und nicht um irgendein billiges Blech mit Löchern oder Gittern.

Der Rest des Vector RS - „Blackout“ Dark TG, ist wie schon in der Bezeichnung zu erkennen, in mattem Schwarz und spiegelnder getönter Glasscheiben gehalten. Das ist für Freunde von rein schwarzen Setups schon mal gut. Wer Kontrast mag, muss sich allerdings auf eine Auswahl von als Beispiel weißen Komponenten für das Gehäuseinnere richten. Für Fans von weißen oder andersfarbigen Gehäusen bietet Fractal Design derzeit keine alternative Variante.



Die getönte Seitenverglasung wirkt angenehm und lässt allerdings weniger Sicht in das Gehäuseinnere zu. Wer hier Wert auf besseren Einblick legt, entscheidet sich hier für die nicht getönte Variante. Alternativ kann man mit entsprechender Beleuchtung selbst entscheiden, welche Bereiche einen besseren Einblick bei der getönten „Dark TG“ Variante des Vector RS zulassen sollen. Die getönte Glasscheibe ist jedoch auch unempfindlicher gegen Staub als eine nicht getönte Variante. Hand- und Fingerabdrücke sieht man hier allerdings ebenfalls.

Um den Rahmen des Seitenfensters herum befindet eine mattschwarze Blende, welche Schrauben und andere Befestigungssätze verbirgt. Dies sorgt für eine perfekt abschließende und störungsfreie Sicht auf andere markante äußere als auch innere Bereiche des Gehäuses. Seitlich betrachtet bieten so die fast gewohnten Luftdurchlässe der Front einen weiteren Blickfang. Die nach unten angewinkelten Rippen der Luftdurchlässe dienen laut Fractal Design einer besseren Geräuschdämmung und sind ebenfalls etwas Neues.

Das rechte Seitenteil besteht rein aus Stahl und bietet rein optisch also keine besonderen Merkmale. Die Innenseite verfügt jedoch über eine angeklebte Bitumenmatte für die Dämmung. Geöffnet und geschlossen werden die beiden Seitenteile durch einen Push-To-Lock Mechanismus, welcher sich jeweils seitlich in Nähe der Gehäuserückseite befindet. Fixiert wird dann abschließend mit je zwei Rändelschrauben an der Rückseite, was allerdings nur für den Transport notwendig ist.

Dies kennt man schon von anderen Gehäusen bei Fractal Design. Wünschenswert wäre hier meinerseits ein Scharnier im Inneren des Gehäuses gewesen. Zumindest für das verglaste Seitenteil. Hält man die Scheibe nicht von unten vorne fest, kann es beim Ein- und Ausrasten der Push-To-Lock Funktion vorkommen, dass diese genau an diesem Punkt wieder herausfällt. Hier ist also etwas Vorsicht geboten.

Spannender geht es nun weiter mit einem Blick auf das Top des Vector RS. Geliefert wird das Vector RS mit einem wechselbaren Glas-Top, welches einen guten Blick auf die installierten Komponenten von oben ermöglicht. Für alle die ihr Gehäuse auf dem Schreibtisch platzieren, besonders aber was den Luftstrom angeht, ist das wechselbare Mesh-Top die bessere Alternative. Es gibt zwar auf der Rückseite ein Belüftungsgitter für das Top, wie wir es auch an den Seiten der Front vorfinden, dies dürfte aber für effektiven Airflow und ein leises Setup zu wenig sein. Besser wäre an dieser Stelle eine standardmäßige, günstigere Auslieferung mit Mesh-Top und Verkauf des Glas-Top extra als Zubehör.



Der kleinere Bereich des Gehäuse-Tops über dem Mainboard-Tray beinhaltet das Frontpanel I/O, auf welchem wir eine Power-Taste, 2 x USB 3.0 Typ-A, 1 x USB 3.1 Typ-C, 1x Lautsprecher, 1x Mikrofon und ganz hinten die Restart-Taste, in genau dieser Reihenfolge vorfinden. Hier hätte ich mich persönlich über zwei zusätzliche USB 3.0/2.0 gefreut. Dieser Bereich besteht, um es erwähnen, ebenfalls aus Stahl. Getrennt werden beide Bereiche des Deckels durch den fast komplett abschließenden ARGB-Streifen. Fast abschließend deshalb, weil die Beleuchtung schon kurz vor dem Gehäuserand (oben-hinten und vorne-unten) endet.

Der ARGB-Streifen verläuft fließend neben den markantesten Stellen des Vector RS und kann die Formensprache damit sehr schön hervorheben. Er macht einen Knick über den oberen Rand zwischen Deckel als auch Front und fährt durchgehend als Trennung von Glas und Stahl an der Front herunter. Kompatibel ist dieser außerdem mit MSI Mystic Light, ASUS Aura, GIGABYTE Fusion, Razer Chroma, und ASRock Polychrome. Wenn euer Mainboard nicht über diese RGB-Funktionen verfügt, steht der Adjust R1 RGB Controller bereit. Diesen könnte ihr ebenfalls dafür nutzen, müsst aber damit leben, das Gehäuse öffnen zu müssen, wenn ihr die Funktion ändern wollt.

Spätestens hier erkennt man, dass Fractal Design die Lücke zwischen dem R6 mit Fokus auf Dämmung, dem lüftungsstarken Meshify, dem Define S2 und dem stark RGB orientierten Define S2 Vision RGB füllen möchte. Das ist zumindest meine Einschätzung, wie Fractal Design sich dies gedacht haben könnte.



Das sehr stark getönte Glasteil der Front spiegelt entsprechend und wirkt mit dem Zusammenspiel von ARGB und Stahl recht lässig. Nutzer, welche ihre Frontlüfter mit RGB gerne von vorne betrachten wollen, werden hier allerdings nicht bedient, denn das Glas bietet keinen Einblick hinter die Front. In der rechten unteren Ecke finden wir das kleine dezente Logo des Herstellers, welches sich so sehr gut in das Design einbindet. Die untere Zierleiste im Alu-Look unterstreicht das Zusammenspiel der Akzente hier deutlich, aber dennoch nicht zu aufdringlich.

Der hintere Bereich des Vector RS ist nun nicht so spektakulär, einzig das bereits angesprochene ungewohnte kantige Lüftungsgitter im oberen Bereich kann Blicke auf sich ziehen. Doch kann man sagen, dass auch die Rückseite einen sehr wertigen Eindruck macht. Hier fallen allerdings sehr große Ähnlichkeiten mit dem Define R6 auf. Einzig der Button zum Herausdrücken des Gehäusedeckels fehlt hier.



Wirft man einen Blick ins Innere des Vector RS, werden Kenner der Fractal Reihe sehr schnell erkennen, dass es sich hier ebenfalls keineswegs um ein ganz neues Design oder Layout handelt. Im Grunde entspricht es ziemlich genau dem Define R6. Es gibt zwar Nuancen, welche einen kleinen Unterschied zum R6 beherbergen, allerdings sind diese wirklich gering. Fractal geht hier ganz dem Motto „Never change a running system“. Denn bekanntermaßen ist das Define R6 ja bis heute eines der besten Silent-Gehäuse auf dem Markt.

Das Innere des Vector RS weist ebenfalls eine sehr gute Verarbeitungsqualität auf. Hier findet man keine scharfen Kanten, es wackelt nichts und alles schließt bündig ab. Das Metall weist eine gute Stärke auf und ist damit sehr solide als auch geräuschdämmend. Die Spaltmaße zwischen den Bauteilen sind sehr gering und alles ist ausgezeichnet präzise verbunden. Hier kann das Gehäuse in vollem Licht erstrahlen.



Ausgeliefert wird das Vector RS im Storage-Layout mit verbauten Laufwerksschacht. Dieser lässt sich wie beim R6 ausbauen und verwandelt das Gehäuse in das für manch einen bekannte offene Layout mit sehr viel Platz. Wer nun den Festplattenkäfig entfernt, hat dann noch 2 Plätze für 3,5 Zoll Festplatten. Diese stehen an der zurückgesetzten Rückwand des Käfigs zur Verfügung. Es gibt also mit Storage-Layout 11 Positionen im Laufwerksschacht, in welchen 3,5 Zoll/2,5 Zoll Laufwerke verbaut werden können. Im Lieferumfang sind hier 6 Laufwerksrahmen enthalten und weitere müssen zusätzlich erworben werden. Also viel Platz für jene, die noch traditionelle 3,5 Zoll (HDD) nutzen wollen oder müssen.



Was die 2,5 Zoll (SATA-SSD) Laufwerke angeht, bietet sich damit ein noch größeres Storage-Paradies. Hier hat man grundsätzlich die Möglichkeit 15 Positionen mit SATA SSD´s zu bestücken. 11 davon im Laufwerksschacht (auf den 3,5 Zoll Rahmen), zwei an der Rückwand des Mainboard-Trays und 2 weitere auf der Netzteilabdeckung (2,5 Zoll Rahmen). Hier werden allerdings nur 2 x 2,5 Zoll Rahmen im Lieferumfang beigelegt. Für die Vollbestückung ist also die Anschaffung von 2 x 2,5 Zoll und 5 x 3,5 Zoll Rahmen vonnöten. Entscheidet man sich gegen das Storage-Layout, verbleiben also Anbringungsmöglichkeiten für zwei 3,5 Zoll und vier 2,5 Zoll Laufwerken an den genannten Positionen.

Bei den Erweiterungsslots stehen insgesamt 7 horizontale und 2 vertikale zur Verfügung. Es ist also genug Platz für eure Erweiterungskarten vorhanden. Für die vertikale Installation der Grafikkarte muss allerdings ein Riserkabel zusätzlich erworben werden. Leider werden hier keine Nutzer von 3-Slot Karten bedient, auch wenn dies nun nicht gerade zum Standard zählt. Für mich fällt damit der Test meiner GPU im vertikalen Einbau aus. Allerdings ist dies aufgrund des geringen Airflows wohl auch nur für Nutzer einer „Custom“ oder „All in One“ Wasserkühlung für die GPU interessant.



Die Netzteilabdeckung selbst ist sehr luftdurchlässig gestaltet. Hier besteht der obere Teil nämlich aus einem Mesh-Gitter. Wenn der Laufwerksschacht entfernt wird, verbleibt im vorderen Bereich die sehr große Aussparung zusätzlich komplett offen. Dies ist gerade für dicke Radiatoren entsprechend gut, sollte man diese verwenden wollen.



Trotzdem vermisse ich hierfür eine Abdeckplatte, wie sie bei anderen Fractal Gehäusen normalerweise zu finden ist. Als förderlich hätte ich dies zumindest für die GPU-Belüftung empfunden, um vom vorderen unteren Lüfter, direkt die Luft durch einen geschlossenen vorderen Bereich der Abdeckung, gezielt zum Mesh unterhalb der GPU zu führen. Auch im Netzteilschacht angebrachte Lüfter (hier können 2 x 120er/140er Lüfter verbaut werden) blasen die Luft so wohl eher aus der großen Aussparung. Hier ist also meiner Meinung noch Potenzial nach oben, was Luftkühlung angeht.

Auch ein Blick ins restliche Innere des Open Layout bringt viele Luftdurchlässe zum Vorschein, welche aber dank der dunklen Farbwahl weniger sichtbar sind. Die gummierten Kabeldurchführungen sind wie bereits im R6 als auch S2 angebracht und geben einen guten Spielraum für das Kabelmanagement.

Optisch harmoniert das Innere des Vector RS also ebenfalls sehr gut. Das Tray hat eine sehr große Aussparung, was einen Kühlertausch mit eingebautem Mainboard sehr vereinfacht. Es können große Mainboards, wie zum Beispiel EATX mit einer Breite, bis 285 mm verbaut werden.



Auf der Rückseite des Trays finden den Nexus+ Fan Hub. Dieser kann für 6 Stück 3-Pin und 3 Stück PWM Lüfter ausgestattet werden. Gesteuert wird hier über ein PWM Signal und dieses wird für die 3-Pin Lüfter mit übernommen. Allerdings ist hierbei die Voraussetzung, dass ihr mindestens einen PWM Lüfter an den Hub angeschlossen habt und den Hub an einen PWM Steckplatz am Mainboard ansteckt, damit ein PWM Signal am Mainboard erkannt wird. Natürlich kann man den Hub auch so benutzen, um die Lüfter gebündelt mit dem Mainboard zu verbinden. Dann aber eben ohne PWM Signal.

Unterhalb des Nexus+ Fan Hub finden wir zwei Klettverschlüsse für das Kabelmanagement. Auch gibt es weitere gut angebrachte Befestigungen für Kabelbinder und somit steht einer sauberen sowie guten Kabellage nichts im Weg.

Hier noch das Vorstellungsvideo von Fractal Design:





3. Praxis:


Bevor der Einbau beginnt, hier die Komponenten des Testsystems:


Board: MSI MPG X570 Gaming Pro Carbon Wifi

Prozessor: Ryzen 3700X

Kühler: Noctua NH-D15 Cromax Black

Zusätzliche Lüfter: 3 Stück 120er Wing Boost 3 von Alpenföhn

Ram: 2x16GB Ballistix DDR4-3000

Grafikkarte: EVGA RTX 2080 XC Ultra Gaming

Netzteil: Seasonic 620W Bronze < Seasonic Prime Snow Silent 750W Titanium

SSD: Samsung 860 Evo 1TB

HDD: WD RED 3TB​




Der erste Schritt ist für mich der Umbau des Gehäuses auf das Open Layout. Hier fangen leider einige Komplikationen an. Die Seitenteile werden abgenommen. Dann muss die Front nach vorne abgezogen werden, was relativ leicht geht. Man greift die Front oben und zieht diese mit leichter Kraft an sich heran. Der Einrastmechanismus funktioniert hier gut. Die kleinen Filter der Front lassen sich auch relativ einfach herausziehen. Als Nächstes schraube ich die vorderen Lüfter ab. Dann ziehe ich den Bodenfilter heraus.



Das Glasteil des Deckels zu entfernen wird in der Anleitung nicht komplett und dazu auch falsch erklärt. Es ist nötig, 2 Schrauben zu entfernen, welche sich an der Front befinden. Auch steht in der Anleitung (einzig), man sollte das Glasteil nach oben wegziehen, was komplett falsch ist. Es gibt Haken, welche Richtung Hinterseite des Gehäuses einrasten. Dementsprechend ziehen wir nach dem Lösen der Schrauben das Glasteil erst kurz nach vorne und dann erst nach oben heraus.

Dies wird im Video von Fractal schon besser erklärt. Allerdings ist es hier auch nicht komplett und so findet man den Schritt zum Herausziehen des Glasteils nicht im „How To: Open Layout Conversion“, sondern nur im „How to: Top Panel Change“. Das ist etwas nervig und verwirrend, somit der erste negative Punkt. Die Gefahr, hier vorschnell etwas zu beschädigen, ist jedenfalls dadurch vorhanden. Hier mal beide Videos und ein Ausschnitt der Anleitung, damit ihr euch davon selbst ein Bild machen könnt:







Als Nächstes entferne ich das I/O Panel am Top. Hier gibt es seitens der Anleitung keine Unstimmigkeiten. Dennoch empfehle ich einen Blick in die Videos, nur um Sicherheit zu haben. Ich ziehe den Verbindungsstecker für den Kontakt für den RGB Streifen der Front und ziehe diesen durch die Öffnung, damit er nicht festhängt, wenn ich das top nach oben ziehe. Es werden wieder 2 Schrauben an der Front gelöst, womit das Panel nun herausgezogen werden kann. Hier benötigt man etwas mehr Kraft wie bei der Front. Das Panel wird einfach nach oben herausgezogen, denn hier ist der Mechanismus der gleiche wie bei der Front. Es sind keine Haken wie beim Glas-top/Mesh-top vorhanden. Passt hier auf das ihr nicht die USB-Stecker irgendwie andrückt, oder das Verbindungskabel festhängt.

Nun nehme ich alle HDD Rahmen aus dem Festplattenkäfig heraus. Jetzt können die Schrauben des eigentlichen Käfigs entfernt werden. Drei der sechs zu entfernenden Schrauben lassen sich hier allerdings nicht herausdrehen. Ich drehe die Schrauben so stark, dass ich befürchte, den Kopf zu zerstören. Hier stimmt etwas ganz und gar nicht. In der Not greife ich zu WD40, welches ich von beiden Seiten der Schrauben leicht ansprühe. Doch auch jetzt will es nicht funktionieren. Ich drehe mit dem Schrauber immer nach links und rechts, dabei noch etwas vom Kriechmittel. Es bröselt Lackfarbe ab.



Nach 30 bis 40 Minuten Arbeit und angefressener Nerven habe ich die Schrauben entfernt. Hier bin ich mir noch immer unschlüssig, ob die Schrauben so mit lackiert wurden, dass diese dadurch festhingen, oder ob nicht auch etwas am Gehäuse verzogen ist. Nachdem ich die Platte vom Käfig zurückgesetzt und wieder festgeschraubt habe, kann ich ein ungewöhnlich ovales Spaltmaß an dieser erkennen.



Nach Rücksprache mit dem zweiten Testteilnehmer, stellt sich heraus, dass dieser ebenfalls das ovale Spaltmaß hat. Die Probleme mit den Schrauben gab es dort wohl allerdings nicht. Also scheint hier wohl eher die Lackfarbe des Übels Wurzel gewesen zu sein. Ein weiterer Kritikpunkt bleibt damit nicht aus. Diesen gebe ich allerdings eher direkt an Fractal Design. Für die Wertung des Vector RS soll dies also kein negativer Punkt sein. Es sei noch gesagt, dass man das ovale Spaltmaß später, seitlich in die Scheibe schauend, nicht sieht.

Achtet beim Zurücksetzen der Platte des Festplattenkäfigs darauf, dass alle hinteren Kabel gut eingepasst sind und diese nicht eingeklemmt werden. Nun setze ich das I/O Panel wieder ein und verbinde den Stecker zur Kontaktplatte für die RGB-Leiste. Achtet auch hier ganz besonders darauf, dass die USB-Anschlüsse richtig liegen. Beim ersten Einsetzen des Panels ist bei mir hier etwas nicht richtig eingerastet und ich muss den Vorgang noch einmal wiederholen. Ein USB-Anschluss war hier an seinem Rand fast unter dem Top-Panel und es hätte so niemals etwas eingesteckt werden können. Beim zweiten Mal achte ich darauf und es rastet nun auch richtig ein.



Der Umbau ist nun endlich abgeschlossen. Im nächsten Schritt habe ich die beiden Frontlüfter wieder eingebaut. Diese habe ich allerdings nach unten gesetzt, damit die frische Luft besser meine Grafikkarte erreicht. Diesen Schritt empfehle ich jedem, der nicht direkt 3 Lüfter an die Front setzt. Eigentlich sollte Fractal das Gehäuse auch so ausliefern, gerade für die Leute, welche das Storage-Layout behalten, wäre dies bequemer. Für alle anderen wäre dies zumindest gut, um direkt eine bessere Belüftung zur GPU zu schaffen.



Das Glas Top ersetze ich durch die Teile für die Lüftermontage. Der Rahmen wird eingeschraubt und dies ist korrekt in der Anleitung beschrieben. Auf dem Bild mit den Schrauben ist der Rahmen falsch herum eingesetzt, daneben ist allerdings direkt die Erklärung zu sehen, wie herum dieser einzusetzen ist.



Zum Einsatz kommen bei mir 3 Stück 120er Wing Boost 3 von Alpenföhn. Diese haben eine für mich ansprechende ARGB und bieten auch Kühlungs- und geräuschtechnisch eine gute Wahl. Gummis zum Entkoppeln sind auch vorinstalliert. Also nur Kabelausgang Richtung des I/O Panels setzen und diese festschrauben.



Der obere Filter hat nun wieder die Haken, welche nach hinten einrasten. Auch relativ selbsterklärend und funktioniert recht gut. Das Mesh-Top lässt sich auch auf diese Weise einrasten und wird dann an der Front wieder verschraubt.



Nun setze ich das fertig bestückte Mainboard ein. Es ist etwas Feingefühl erforderlich, aber funktioniert dann doch relativ gut. An dieser ist zu erwähnen, dass der mittige Abstandhalter einen Blindkopf hat, welcher das Board erst einmal passend einrasten lässt. Den hatte ich gar nicht bemerkt und deshalb war das Einführen des Boards auch etwas ungewohnt. In der Anleitung werden auch nur 8 Schrauben für die Befestigung angegeben, am Bild sieht man allerdings wieder 9 Schrauben. Ein 9 Abstandhalter ohne Blindkopf ist dem Zubehör beigelegt und könnte wohl getauscht werden. Das halte ich allerdings nicht für nötig. Es sitzt auch mit 8 Schrauben und eingerasteten Blindkopf alles fest.



Dann will ich das Netzteil einbauen und gerate hierbei auf den nächsten unschönen Punkt. Der Rahmen zur vorherigen Montage lässt sich zwar einfach abnehmen, nachdem die Rändelschrauben abgedreht sind, allerdings ist dieser auch verbogen. In dem Fall kann man es zum Glück per Hand wieder etwas richten. Es muss hier auch noch einmal erwähnt sein, dass an der Verpackung keine Spuren erkennbar sind, welche für das verbogene Teil verantwortlich sein könnten. Es muss also schon vor der Auslieferung oder beim Abschrauben irgendwie passiert sein.

Das Netzteil ist am Rahmen montiert und ich kann es ohne weitere Probleme in den Schacht schieben. Hier hat Fractal am Boden Gummifüße angebracht, damit das Netzteil nicht in der Luft hängt und vor allem auch entkoppelt ist. Etwas aufpassen muss man hier schon, dass die Füße nicht beim Einbau verrutschen. Der Rahmen hält, sitzt wieder ganz gut und lässt sich allerdings an der verbogenen Stelle leider nur schwer verschrauben. Die benötigten Kabel habe ich logischerweise direkt vormontiert.



Nachdem ich nun alle vorerst benötigten Kabel an Mainboard anbringe, fällt mir auf das die Montage am CPU-Powerstecker (oben links am Board) aufgrund des großen Kühlkörpers vom NH-D15 als schwierig gestaltet. Also entferne ich erneut das Mesh-Top, Staubgitter und schraube den Montagerahmen der Lüfter ab. Diesen stelle ich dann einfach kurzzeitig mit noch montierten Lüftern hoch und rangiere den Stecker von oben. Gut, dass ich die Lüfterkabel noch nicht straff fixiert habe. Also alles wieder angeschraubt und eine Sorge weniger.



Die SATA-SSD befestige ich an der dafür schon vormontierten Klammer am hinteren Mainboard-Tray. Dies funktioniert gut und problemlos. Die HDD wird mit den mitgelieferten Schrauben und dem Gummi zur Entkopplung versehen und dann an die zurückgesetzte Platte aufgesteckt. Etwas fummelig ist das schon, aber es hält am Ende fest und sicher. Dann montiere ich noch meine GPU, bevor ich auch hier alle Teile anschließe. Hier passt alles soweit recht gut und für das Kabelmanagement ist ausreichend Platz vorhanden.

Da es sich um ein Stahlseitenteil handelt, lege ich nur bedingt Wert auf 100 % sauberes Management. Heißt, ich führe die Kabel wo sie am besten passen und nicht nach dem Aussehen. Es sind wie schon zuvor gesagt, genug Plätze für Kabelbinder und die zwei Klettverschlüsse vorhanden. Hier scheitert es höchstens an der Kabellänge und somit nicht am Gehäuse.


Die Lüfter habe ich folgendermaßen angeschlossen:

Top: Wing Boost 3 über eigenen Anschluss, damit ich diese etwas leiser über PWM laufen lassen kann. Die Lüfter werden direkt mit Y-Stecker geliefert, also ganz einfach.

Lüfter am CPU-Kühler: Diese wollte ich eigentlich über den Lüfterhub anschließen, um die 3 vorinstallierten Dynamic X2 GP-14 über PWM steuern zu können. Leider ist das Y-Kabel hier zu kurz und ich müsste die Lüfter mit weißer Modellnummer zur Seitenscheibe installieren, damit es lang genug wäre. Das wollte ich dann nicht und schließe die Lüfter also direkt über den CPU-Fan am Board an.

Vorder- und Rückseite: Die Dynamic X2 GP-14 habe ich also nun am Lüfterhub angeschlossen und schließe diesen an einen freien Fan-Anschluss am Board an. Nicht so wie gedacht, aber Hauptsache sie drehen erst einmal.


Das System ist nun betriebsbereit und kann gestartet werden. Hier stelle ich bei den ersten Belastungstests nun fest, dass mein Netzteil einfach viel zu laut für das sonst so sehr leise Gehäuse ist. Gerade unter voller Last wird es ca. 5 Mal so laut wie der Rest. Also wird nun direkt ein neues bestellt. In diesem Fall habe ich mich für das Seasonic Prime Snow Silent 750W Titanium entschieden, welches mich nach 3 Tagen erreicht. Nun ist alles sehr leise, auch unter voller Last.


Die Temperaturen sehen wie folgt aus:

Idle: CPU: 30-34 °C / GPU: 32 °C

Shadow of the Tomb Raider Benchmark (Alles hoch und RTX: hoch +GPU übertaktet): CPU: 45-50 °C / GPU: 65-72 °C

CPU-Z Stress Test: CPU: 65 °C


Alle Lüfter drehen hier noch angenehm leise. Die Wing Boost 3 laufen zwischen 620 und 700, NH-D15 Lüfter zwischen 800 und 1100 Umdrehungen. Bei den vorverbauten Gehäuselüftern kann ich es nicht sagen, weil kein PWM anliegt. Ein kleines Ärgernis vieler Gehäusehersteller, das die mitgelieferten Lüfter oft nur 3 polig über Spannungsregelung managebar sind und nicht über PWM. Vom Hören her sind diese aber auf demselben Geräuschpegel wie die andren.

Mit der Kühlleistung bin ich vorerst sehr zufrieden, werde mir aber wohl noch ein paar weitere und gegebenenfalls andere Lüfter installieren. Gerade von unten ist da definitiv noch Potenzial für die Grafikkarte, welche bei Komplettauslastung noch sehr hochdrehen muss. 2 Stück 140er Lüfter passen noch ohne Probleme in den Netzteilschacht.




4. Gesamteindruck:





Das Vector RS ist sehr schön anzusehen und macht einen wirklich eleganten Eindruck. Die getönte Seitenscheibe empfinde ich für mich persönlich als richtige Wahl, weil ich so weniger Kabel sehe. Es ist zwar ganz leicht dunkler sowie spiegelnder, als wie ich mir es vorgestellt habe, was aber noch durch zusätzliche RGB-Streifen und andere Beleuchtungselemente bei Bedarf geändert werden kann. Das Gehäuse ist zudem auch ausgesprochen leise und kann dadurch schon als echtes Silent-Gehäuse deklariert werden. Sitzt man also sehr nahe am Gehäuse (50 cm oder weniger) und hat das Gehäuse auf dem Tisch, ist dies definitiv sehr förderlich. Dafür sollte allerdings eine Vollbestückung der Lüfterplätze gegeben sein, um auch die Drehzahl der Lüfter gering halten zu können. Auch das Mesh-Top und gute Lüfter sind hier ein Muss. Der RGB Streifen vorne reicht mir persönlich und ich vermisse eine Sicht auf RGB-Lüfter nun gar nicht. Der TRON-Lightcycle-Effekt, welche ich benutze, macht sich in der asymmetrischen Optik sehr gut. Ich bin sehr zufrieden mit dem Gesamtbild, auch wenn wohl noch Änderungen an Lüftern und der RGB vorgenommen werden. In mein vorhandenes Setup fügt sich das Vector RS sehr gut ein.




5. Fazit:


Auch wenn es in meinem Fall an der ein oder anderen Stelle beim Ein- und Umbau etwas gehakt hat, bietet das Vector RS wirklich eine sehr gute und saubere Qualität. Die asymmetrische Optik wirkt sehr erfrischend und ist damit als eigenständiges Designelement ein toller Blickfang auf jedem Schreibtisch. Freunde von RGB werden hier ebenso bedient, als auch jene die es etwas dezenter mögen. Die Geräuschdämmung des Vector RS, welche einen flüsterleisen Betrieb zulässt, ist hierbei natürlich ebenso ein wichtiges Kaufargument. Diese ist, was die Kühlleistung anbelangt, nicht einmal teuer erkauft. Damit ist es Fractal Design meiner Meinung nach gelungen, die funktionale Lücke zwischen ihren bisherigen Gehäusemodellen sehr gut zu schließen. Natürlich gibt es noch Alternativen, die ggf. besser kühlen, aber dann auch wiederum in puncto Lautstärke einbüßen. Dank dem wie gewohnt sehr gut aufgeteilten Innenbereich und Kabelmanagement, ist der Einbau der Komponenten sehr einfach. Außerdem bietet das Gehäuse mehr als genug Platz für übergroße Komponenten und selbst gebaute Wasserkühlungen. Ein kleiner Wermutstropfen ist der derzeitige Verkaufspreis, welcher mit ca. 180 bis 190 € zu Buche schlägt, sowie die fehlende Abdeckplatte für das Open-Layout. Wenn der Anschaffungspreis des Vector RS mit zusätzlichen Lüftern nicht zu große Posten im Budget hinterlässt, kann ich das Gehäuse wärmstens empfehlen.


Pro:

  • Gute Modularität innen (Storage oder Open Layout) und außen (Deckel in Tempered Glass oder als Airflow Ventilation)
  • Überwiegend hochwertige Materialen und hervorragende Verarbeitung
  • Modernes äußeres Design mit schicker und nicht übertriebener RGB
  • Perfektes Kabelmanagement
  • Sehr gute Geräuschdämmung und dabei gut vorhandene Kühlung
  • USB-C im Front I/O vorhanden
  • Lüftercontroller steuert 3-Pin und PMW-Lüfter über PMW-Signal
  • Nylon-Staubfilter mit großer Fläche
  • Push-Lock-Mechanismus ist angenehm und einfach zu handhaben
  • Hohe Standfüße für gute untere Belüftung als auch weniger Staubfang

Contra:

  • Plastik-Standfüße statt Aluminium werten das Gesamtbild etwas ab
  • Airflow ist nicht gut, mit nur vormontierten Lüftern und Glasdeckel
  • Abschlussplatte für die Netzteilabdeckung im Open Layout nicht vorhanden
  • Radiator im Deckel bei 140mm Lüftern sticht sich mit der Höhe von Mainboard-Bauteilen
  • RGB-Steuerung nicht am I/O Panel vorhanden
  • Handbuch und How-To Videos stellenweise nicht richtig oder unvollständig

Neutral:

  • Hoher Preis, welcher allerdings noch durch die Qualität gerechtfertigt ist
  • Staubfilter im Gehäuseboden nur erreichbar nach Demontage der Front (Da dies allerdings auch für die Frontfilter nötig ist, gibt es hier eine neutrale Bewertung)
  • Innenraum/Layout erfindet sich nicht neu
  • Fensterseite mit Scharnier wäre wünschenswert
  • Nur 2 x USB 3.0 I/O Anschlüsse zusätzlich zum USB-C
  • Viele Grafikkarten vertikal montierbar (2-slot)
  • Deckel tauschen erfordert Demontage der Front (nur einmal erforderlich)
  • Werkzeuglose Montage nur stellenweise durch Rändelschrauben.
  • Tempered Glass in der Front nicht durchsichtig (kein Blick von vorne auf Lüfter)


An dieser Stelle kann ich euch auch einen Blick in den hauseigenen Test empfehlen:



Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit in meinem ersten Lesertest. Sollte es Kritik und Verbesserungsvorschläge geben, bitte immer her damit!

Beste Grüße

David aka Kabs
 
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