Umsetzung Raspi4 Musicplayer + NAS

chinchiller92

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Hallo liebes Forum,

auf meiner Suche nach einer Möglichkeit meine Flac Sammlung über meinen DAC zu spielen ohne dafür den großen PC anschalten zu müssen,
bin ich auf die Möglichkeiten des Pi4 aufmerksam geworden.
Kurzerhand habe ich das Model mit 2GB Ram bestellt, da es auch das einzige Verfügbare war.
Nun brauche ich noch ein Gehäuse und evtl andere Accessoirs, aber um die Sinnvoll zu wählen muss ich erstmal als Pi-Noob fragen inwiefern das was mir vorschwebt umsetzbar ist.
Ich will den Pi nicht als klassichen Netzwerkstreamer konfigurieren, denn ich habe gar kein NAS.
Bisher liegen alle meine Dateien auf meinem Rechner und die Backups auf zwei externen 5TB HDDs.
Ich würde gerne diese externen HDDs an den Pi stecken und im Heimnetzwerk freigeben um künftig nicht mehr diese Platten an und abstöpseln zu müssen, sondern als Netzlaufwerk an meinem PC und Laptop nutzen zu können. Auf diesen Platten liegen dann praktischerweise aber auch die Sicherheitskopien meiner Musik, Bilder und Videos.
Der Pi soll also außerdem lokal auf die entsprechenden Ordner zugreifen und dann die Musik via DAC abspielen, evtl auch Videos und Slideshows, aber Fokus liegt erstmal auf Musik, die Auswahl und Wiedergabe derselben sollte über ein Android Gerät per App zu steuern sein. Top wäre auch wenn er für Bluetooth Audio sowohl als Empfänger als auch (weniger wichtig) als Sender funktionieren würde.
Wenn dann nichts dagegen spricht würde er auch, neben der Eigenschaft als Netzlaufwerk, die Mediendateien Streamen, also dass ich z.B. übers Handy Musik hören oder Videos schauen kann, ohne diese vorher vom Netzlaufwerk aufs Gerät kopiert zu haben. Hier wirds schwammig von meinem Verständnis her, wenn ich die Mediendateien einfach vom Netzlaufwerk öffne, "streamen" diese ja quasi auch, aber ich schätze mal da gibt es elegantere Lösungen die den Namen "Streamer" verdienen.

Ich schätze mal wenn man einfach Volumio installiert wird das mit der Netzwerkfreigabe der angeschlossenen Festplatten für alle möglichen Daten nicht vorgesehen sein?
Wüsste jemand mit welcher Softwareinstallation beides machbar wäre?
Lese mich gerade erst ein und habe noch nicht wirklich den Überblick was mit welcher Software für den Pi möglich ist.

Dann kommt die Frage nach dem Gehäuse und auf welcher Art Speicher ich das System laufen lasse.
Habe sowohl eine 64gb microSD Karte hier, als auch eine ungenutzte SSD mit 250 GB. Natürlich würde ich lieber die SSD nutzen, wenn ich mir aber die Gehäuse anschaue die eine interne Festplatte erlauben muss man immer einen der beiden USB3 Ports dafür opfern, also würde ich für die externen HDD noch einen Hub mit eigener Stromversorgung brauchen.
Auch bin ich leider auf WLAN angewiesen, sollte das Gehäuse das Signal des Pi zu sehr beeinflussen müsste ich noch einen externen Empfänger nutzen.

Wenn ich den Pi an den USB Eingang meines DAC hänge müsste der PC dann optisch angeschlossen werden, was ok wäre, aber auch um den Pi als Musicplayer vielseitiger zu machen könnte es interessant sein ihm mit einem Erweiterungsboard noch andere Digitale Audio Ausgänge zu spendieren, die Optionen sind ja da.
Andererseits ist man dann halt (wenn man nicht selbst bastelt) auf einige wenige Gehäuse beschränkt, keines mit integrierter SSD soweit ich sehen kann. Ist es möglich mehr als eines dieser GPIO Boards mit einem Pi zu nutzen? Also z.B. ein Board mit digitalen Ausgängen und noch ein DAC Board mit Analogen Ausgängen, wenn man mal einen externen DAC nutzen will ?
Gibt es Gehäuse für sowas?

Naja das sind erstmal viele Pi-Noob Fragen auf einmal, würde mich aber über jeden Ratschlag freuen :)
 
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sandreas

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Schau mal folgende Projekte an:

Für deinen Use Case würde ich Kodi / Libreelec oder Volumio mit Hifiberry empfehlen, genauer den https://www.hifiberry.com/shop/boards/hifiberry-digi2-pro/
Das ist qualitativ wohl für deinen Content am besten.

Ich arbeite gerade an einem Projekt ähnlich https://github.com/MiczFlor/RPi-Jukebox-RFID allerdings basierend auf Kodi, wo man mit RFIDs die Musik oder Videos starten kann. Ist dann wie früher mit CDs und Blurays nur kleiner und hübscher :-) Aber das ist noch nicht fertig.

Was deine anderen Fragen betrifft:
  • Worauf das Betriebssystem läuft, ist egal. >8gb micro sd reicht. Bootzeiten sind bei "fertigsystemen" entweder nur schwer verbesserbar oder schon so gut, das es ok ist (libreelec).
  • Internes WLAN ist für Audio in jedem Fall ausreichend - für schnelle Freigaben würde ich den Netzwerkanschluss empfehlen. Ansonsten einen von linux unterstützen etwas älteren usb wifi stick (wegen der Kompatibilität). Z.B. Edimax EW-7811UAC
  • Freigaben sind bei Libreelec sehr leicht einzurichten - aber auch bei Volumio sollte das gehen. Einfach mal nach "samba share" suchen.
  • Bluetooth geht inzwischen auch, beide richtungen
  • Kodi hat n paar Apps fürs handy, womit viel geht.
 
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chinchiller92

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Ok, was ich bisher verstanden habe ist, dass ich entweder eines der genannten Programme quasi als spezialisiertes OS nutze, und der Funktionsumfang des Raspi dann von diesem spezialisierten OS bestimmt ist, oder dass ich ein "normales" OS wie Raspberry OS laufen lasse und dann einfach durch Installation von Programmen dem Pi die entsprechenden Funktionen einimpfe. So müsste ich wenn ich eine Idee habe dem Raspi noch eine weitere Funktion zukommen zu lassen, nicht SD Karten wechseln oder alles neu aufsetzen.
Scheint mir die praktischere Variante zu sein, oder hat das irgend einen Haken, außer dass das OS halt nicht so schlank daherkommt?
 

Liesel Weppen

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Ich würde gerne diese externen HDDs an den Pi stecken und im Heimnetzwerk freigeben um künftig nicht mehr diese Platten an und abstöpseln zu müssen, sondern als Netzlaufwerk an meinem PC und Laptop nutzen zu können. Auf diesen Platten liegen dann praktischerweise aber auch die Sicherheitskopien meiner Musik, Bilder und Videos.
Das ist nicht praktischerweise, sondern das Gegenteil. Backups schließt man nicht (dauerhaft) an (dauerhaft) laufende Rechner an. Ein Backup stellt man in den Schrank, alles andere kann man nicht als Backup bezeichnen.

Der Pi soll also außerdem lokal auf die entsprechenden Ordner zugreifen und dann die Musik via DAC abspielen, evtl auch Videos und Slideshows, aber Fokus liegt erstmal auf Musik, die Auswahl und Wiedergabe derselben sollte über ein Android Gerät per App zu steuern sein. Top wäre auch wenn er für Bluetooth Audio sowohl als Empfänger als auch (weniger wichtig) als Sender funktionieren würde.
OpenElec (Edit: habs gerade gelesen, heißt mittlerweile LibreElec ;)) auf den Pi drauf, Android-App als Fernbedienung dafür gibts und funktioniert gut.
Ist allerdings keine "Blind-Bedienung", sondern man sollte schon besser einen Monitor haben. Fernbedienungsapp ist eher wirklich wie eine TV-Fernbedienung zu verstehen.
Für Bluetooth muss noch ein BT-Dongle an den Pi, dann gehts aber.

Es gibt sicherlich auch Software für den Pi die eine komplette Remotesteuerung (also ohne Display bedienbar) vom Smartphone aus ermöglicht, aber da müsste ich jetzt auch erst nochmal suchen.
Als möglichen Anhaltspunkt würde ich nach "pi als webradio einrichten" suchen.
sandreas hat ja auch schon ein paar genannt.

Aber genau lesen. Hab mal ein paar durchgeklickt und z.B. PiMusicBox und RuneAudio gibts (noch) nicht für Pi4.

Wenn dann nichts dagegen spricht würde er auch, neben der Eigenschaft als Netzlaufwerk, die Mediendateien Streamen, also dass ich z.B. übers Handy Musik hören oder Videos schauen kann, ohne diese vorher vom Netzlaufwerk aufs Gerät kopiert zu haben.
Du kannst die Ordner auf dem PI einfach als SMB-Freigaben einrichten und dann vom Handy aus diese z.B. via VLC abspielen. Dann spielt das aber wirklich das Handy ab, der Pi ist dann nur der Datenspeicher.

Hier wirds schwammig von meinem Verständnis her, wenn ich die Mediendateien einfach vom Netzlaufwerk öffne, "streamen" diese ja quasi auch, aber ich schätze mal da gibt es elegantere Lösungen die den Namen "Streamer" verdienen.
Naja, du kannst den PI auch zu nem DLNA-Server machen, nur das ist frickeliger als einfach von Netzwerkshares abzuspielen und ich sehe da praktisch keinen Vorteil drin.

Dann kommt die Frage nach dem Gehäuse und auf welcher Art Speicher ich das System laufen lasse.
Habe sowohl eine 64gb microSD Karte hier, als auch eine ungenutzte SSD mit 250 GB. Natürlich würde ich lieber die SSD nutzen, wenn ich mir aber die Gehäuse anschaue die eine interne Festplatte erlauben muss man immer einen der beiden USB3 Ports dafür opfern, also würde ich für die externen HDD noch einen Hub mit eigener Stromversorgung brauchen.
Da dein Pi nicht sonderlich viel zu tun haben wird, kannst du eigentlich ein beliebiges Gehäuse verwenden. Ich würde trotzdem darauf achten, das es Öffnungen hat durch die die Luft zirkulieren kann und auch Kühlkörper auf den Pi kleben. Aktive Kühlung wirst du nicht brauchen und die 40mm Quirle in den meisten Gehäusen können ganz schön nervig sein (heißt hörbar).
Mit einer SSD würde ich da gar nicht anfangen. System auf die SD-Card und gut. Bin mir jetzt nicht sicher ob das mit dem Pi4 noch ein Problem ist, aber beim Pi3 wars noch sehr frickelig (oder ging gar nicht?) ihn von einer USB-SSD booten zu lassen. Ich meine mich dunkel erinnern zu können irgendwo gelesen zu haben, das es mit dem Pi4 mittlerweile geht, aber wie gesagt, ich sehe da eh keinen Vorteil drin.

Das WLAN des Pis ist für Audiostreaming auf jedenfall gut genug. Sicherheitshalber nicht unbedingt ein Gehäuse aus Metall nehmen.

Wenn ich den Pi an den USB Eingang meines DAC hänge müsste der PC dann optisch angeschlossen werden, was ok wäre, aber auch um den Pi als Musicplayer vielseitiger zu machen könnte es interessant sein ihm mit einem Erweiterungsboard noch andere Digitale Audio Ausgänge zu spendieren, die Optionen sind ja da.
Mehrere Audiodevices würden prinzipiell funktionieren, aber da stellt sich dann eher die Softwarefrage. Dann brauchst du eine Software die dich das Audiodevice wechseln lässt.
Das können zwar einige GUIs, aber das ist meist irgendwo in den Einstellungen vergraben, also meist nicht sonderlich bequem "mal schnell" das Audiodevice zu wechseln.
Das gilt auch für einen Bluetoothlautsprecher, der ist dann auch ein eigenes Audiodevice.

Ist es möglich mehr als eines dieser GPIO Boards mit einem Pi zu nutzen? Also z.B. ein Board mit digitalen Ausgängen und noch ein DAC Board mit Analogen Ausgängen, wenn man mal einen externen DAC nutzen will ?
Was meinst du mit GPIO-Boards? Einen DAC über GPIO?
Prinzipiell kann man schon mehrere GPIO-Boards benutzen, da gibts z.B. dieses: https://www.amazon.de/AZDelivery-Erweiterung-Extension-Raspberry-Modell/dp/B07TZH335Z.
Da muss man aber wissen was man tut, bzw wissen welche GPIOs das jeweilige Board braucht/nutzt, denn überlappen darf sich da dann nichts.

Wofür ein USB-Hub? Der Pi hat doch 4 USB-Anschlüsse. 1x HDD (die zweite ist Backup und hat damit am PI eh nix verloren), 1x BT-Dongle, 1x DAC... dann ist immernoch ein USB frei.


Gibt es Gehäuse für sowas?
Ich kenne keine fertigen Gehäuse die für sowas passen, weil es dann ja auch immer von den Formfaktoren der jeweiligen Platinen abhängt.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

oder dass ich ein "normales" OS wie Raspberry OS laufen lasse und dann einfach durch Installation von Programmen dem Pi die entsprechenden Funktionen einimpfe. So müsste ich wenn ich eine Idee habe dem Raspi noch eine weitere Funktion zukommen zu lassen, nicht SD Karten wechseln oder alles neu aufsetzen.
Scheint mir die praktischere Variante zu sein, oder hat das irgend einen Haken, außer dass das OS halt nicht so schlank daherkommt?
Den verschiedenen OSen liegt immer ein Linux zugrunde.
LibreElec hat z.B. schon eine TV-taugliche UI um Videos/Musik abzuspielen, aber dafür keinen klassischen Desktop dabei. RaspberryOS hat den klassischen Desktop, aber eben nix TV-taugliches. Man kann aber beides auf dem jeweils anderen nachinstallieren, die Grundfunktionen sind durch das eigentliche Linux ja eh vorhanden.
Es ist für Anfänger meist leichter eine entsprechend spezialisiertes OS zu nehmen. Mit dem erreicht man dann das was man eigentlich will relativ schnell, um nicht zu sagen es geht dann direkt out of the box. Wenn du RaspiOS nimmst, musst du halt selbst das erst noch zu Fuß einrichten.
 
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chinchiller92

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Backups schließt man nicht (dauerhaft) an (dauerhaft) laufende Rechner an. Ein Backup stellt man in den Schrank, alles andere kann man nicht als Backup bezeichnen.
Naja ist eine philosophische Frage, aber ein NAS wird doch auch oft für Backups genutzt. Früher oder später werde ich mir noch eine 12 TB Platte holen die dann in einem feuerfesten Tresor lebt, aber fürs erste wäre das so ok.
Für Bluetooth muss noch ein BT-Dongle an den Pi, dann gehts aber.
Der Pi4 hat doch BT5.0 onboard?
Es gibt sicherlich auch Software für den Pi die eine komplette Remotesteuerung (also ohne Display bedienbar) vom Smartphone aus ermöglicht, aber da müsste ich jetzt auch erst nochmal suchen.
Wäre aber absolut essentiell, sonst kann ich auch einfach weiter Musik von meinem PC laufen lassen. Laut sandreas ist Kodi dafür ja geeignet, weswegen ich dahin tendiere.
Was meinst du mit GPIO-Boards? Einen DAC über GPIO?
Ja mehrere HATs übereinander stapeln z.B.. Die meisten die ich gesehen habe, replizieren die GPIO Schnittstelle ja auf dem HAT Board, also denke ich dass das gehen müsste?
So könnte man sich z.B. seinen Wunsch DAC zusammenbasteln mit beliebig vielen digitalen Eingängen und RCA und XLR Ausgängen die man halt haben möchte.
Ist für mein jetziges Projekt erstmal nicht relevant weil ich beim USB DAC bleiben werde, aber interessant wäre es schon.

Habe für meinen Raspi jetzt ein Argon One Case bestellt. Das sieht gut aus finde ich, ein bisschen wie die Cyrus Hifi Komponenten.

Es ist für Anfänger meist leichter eine entsprechend spezialisiertes OS zu nehmen. Mit dem erreicht man dann das was man eigentlich will relativ schnell, um nicht zu sagen es geht dann direkt out of the box. Wenn du RaspiOS nimmst, musst du halt selbst das erst noch zu Fuß einrichten.

Ist das einrichten unter RaspiOS für einen Linux Noob denn viel komplizierter als es das einrichten eines Programmes unter Windows wäre?
Die Vorteile der spezialisierten OS liegen auf der Hand, aber ich denke immer noch dass es langfristig besser sein könnte unter Raspi OS mehrere Anwendungen laufen zu lassen, anstatt iwann zu merken, dass man jetzt doch vllt noch ein PiHole oder ähnliches gern hätte und dann das schon aufgesetzte System komplett platt machen muss.
Um beliebige Anwendungen parallel laufen zu lassen ist man doch letztendlich auf RaspiOS oder ähnlich umfangreiche Linux Versionen angewiesen?
Oder kann man das, den spezialisierten OS zugrunde liegende Linux, beliebig in jede Richtunge erweitern?

Also z.B. mit LibreElec starten, darauf eine Netzwerkfreigabe einrichten, später dann vllt noch piHole hinzufügen etc.?



Nachtrag: https://docs.picoreplayer.org/how-to/add_usb_hdd/

Verstehe ich das richtig, dass ich mit pCP einen LMS Server einrichte, der dann meine Musik an Endgeräte streamen kann, aber bei der Einrichtung von Samba Share über pCP, so wie dort in der Anleitung beschrieben, theoretisch das gesamte Laufwerk im Netzwerk freigeben kann?
Also einen LMS Server einrichten der sich nur in meinem "Musik" Ordner bedient, aber über Samba dann beide Laufwerke komplett im Netzwerk freigeben.
Weil damit wäre ja mein Ziel Music-Player/Streamer + NAS erreicht. Zum Steuern über Handy gäbe es dann die Squeezebox Ctrl App.
 
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sandreas

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beim USB DAC bleiben werde, aber interessant wäre es schon.
Das würde ich mir gut überlegen... Ich hab noch keinen (erschwinglichen) USB DAC gefunden, der ohne Knacksen und Störgeräusche funktioniert, selbst der von Behringer war für mich nix. Der Hifiberry MiniAMP liefert schon eine ganz andere Qualität, und das Gerät ist nur für meine Kleine Kinder-Phonie-Box gedacht. Der Optical DAC, den ich oben empfohlen habe, sollte qualtitativ auf einem Niveau mit einem Mid bis High End Zuspieler sein.

Verstehe ich das richtig, dass ich mit pCP einen LMS Server einrichte, der dann meine Musik an Endgeräte streamen kann, aber bei der Einrichtung von Samba Share über pCP, so wie dort in der Anleitung beschrieben, theoretisch das gesamte Laufwerk im Netzwerk freigeben kann?
Viele schwören drauf (DLNA Freigaben etc.) und man kann (genügend Zeit und Muße vorausgesetzt) ganze Multiroom-Audio-Systeme mit dem Raspberry umsetzen. Aber in deinem Fall ist das meiner Ansicht nach alles viel zu viel Bastelei - die zwar interessant ist, aber wenn es einfach laufen soll, würde ich das nicht machen.

Also ich vereinfache meine Antwort noch mal, weil ich damit viel Erfahrung habe:
  • Kodi ist eine Software, die überall läuft und (fast) alles kann
    • Alle Typen von Medien abspielen
    • Über WebInterface oder App steuerbar
    • Unterstützung von Fernbedienung, Gamepad und tastatur als Eingabe
    • Abspielen von anderen Geräten über DLNA, Airlplay und vieles andere
  • Libreelec ist ein verschlanktes spezielles Betriebssystem, was darauf ausgelegt ist, NUR Kodiund seine Addons zu betreiben
    • Nachteil: Sehr ungewöhnliche Basteleien und Anpassungen (z.B. einen RFID-Reader zum Musik oder Videos abspielen) sind oft schwierig, weil man Software-Pakete, Betriebssystemodule und Treiber nicht so einfach nachinstallieren kann (z.B. ein Build-System falls man was kompilieren muss, einen Browser, Remote Desktop oder Hardware, die nicht out of the box unterstützt wird)
    • Vorteile:
      • Schnell (auch beim Booten)
      • Stabil wie ein Panzer (das stürzt so gut wie nie ab oder geht beim Update kaputt)
      • Automatische Updates
      • Kodi hat eine gute API, wo Apps und Scripte viele Erweiterungen bieten, die nicht von Haus aus mit dabei sind - allerdings sind diese oft bei weitem nicht so zuverlässig / gut, wie Kodi selbst
  • OSMC ist ähnlch wie Libreelec, doch mit dem Vorteil, dass man in gewissen Grenzen Module und Software nachinstallieren kann
    • Nachteil: Etwas langsamer und weniger stabil als Libreelec
Fazit:
  • Ich würde mit Libreelec anfangen und gucken, wie weit du damit kommst, falls es nicht reicht, OSMC - alles andere ist für sehr spezielle Fälle
  • Nutze eine App (entweder Kore - die offizielle oder Yatse - mir gefällt die etwas besser)
    • Wenn du mit der App nicht zurecht kommst, besorg dir vielleicht noch nen USB Infrarot-Adapter für 10 Euro, dann kannst du das ganze mit ner "echten" Fernbedienung steuern
    • Am TV finde ich eine Logitech K400 Plus sehr angenehm
  • Richte erst alles mit Monitor ein und mach dich etwas mit dem System vertraut - später geht das dann auch ohne Bildschirm respektive mit App
  • Bluetooth geht auch, wirst du dank App aber vermutlich nicht viel brauchen, da du dein Smartphone als "Transfergerät" nutzen kannst, aber Bluetooth ist immer so ein bisschen Geräteabhängig. So n Amazon-Frickel-Bluetooth funktioniert vielleicht nicht, ein Sony oder Apple Gerät wird relativ störungsfrei klappen.

Viel Erfolg.
 

27k1

Profi
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90
Ich habe einen piCorePlayer laufen mit Touchdisplay. Absolut problemlos und unkompliziert. Bei mir läuft der LMS allerdings auf einem TrueNAS Core.
Die obige Empfehlung zu Kodi (Libreelec/OMC) kann ich nicht so richtig nachvollziehen; habe meine Zweifel ob Kodi für Musik eine gleichwertige (oder gar bessere) Alternative darstellt. Vielleicht kenne ich aber auch Kodi einfach nicht gut genug. Habe den Thread hier auch nicht gelesen.
Kannst auch mal ins Hifi-Forum schauen. Dort nutzen auch viele den piCorePlayer.

Für dich wäre dann Option 3 wohl das richtige (sofern du den piCorePlayer ausprobieren möchtest):

OPTION 3: COMPLETE MUSIC SYSTEM WITH INTEGRATED PLAYER AND SERVER (Squeezelite and LMS).

 
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