Portfreigabe überspringen

yisp

Neuling
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Hi,
ihr kennt sicher das Problem, dass viele Nutzer keine Ahnung haben wie man einen Port freigibt (meist um Spiele zu hosten), sie es nicht dürfen oder auch mit Freigabe es nicht klappt.
Manche Ports sind jedoch standardmäßig freigegeben, bekanntester ist 80 oder 8080.
alle:
Liste offener Standardports
Was wäre, wenn man jetzt optional diese Ports für Game-Server verwenden würde? z.B. 8080 oder 666
 
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garnichts wäre dann. "Freigeben" ist in diesem Zusammenhang auch falsch, das "Problem" entsteht ja idR durch NAT Router. Und solange man dort keinen Port weiterleitet kommt auch nichts rein.
 
ja, das war aber auch gemeint. Freigegeben zum weiterleiten. In diesen Routern sind die oben genannten ports standardmäßig weitergeleitet.

Würde es etwas ausmachen, wenn man bereits standardmäßig weitergeleitete ports für einen Spiele-Server verwenden würde?
 
oh. Ich hatte das bisher so verstanden, dass du z.B. deine Internetseiten über den port 80 bekommst. Und bei einem router dieser port somit weitergeleitet sein muss. Wenn dieser aber standardmäßig geblockt ist, wie kann man dann Internetseiten aufrufen? So müsste ja alles geblockt werden, was an die client-IP adresse geschickt wird.

EDIT:
auf wikibooks steht auch:
"Einige Ports werden intern vom Betriebssystem genutzt und sind standardmäßig immer „offen“"
 
Zuletzt bearbeitet:
oh. Ich hatte das bisher so verstanden, dass du z.B. deine Internetseiten über den port 80 bekommst. Und bei einem router dieser port somit weitergeleitet sein muss. Wenn dieser aber standardmäßig geblockt ist, wie kann man dann Internetseiten aufrufen? So müsste ja alles geblockt werden, was an die client-IP adresse geschickt wird.

EDIT:
auf wikibooks steht auch:
"Einige Ports werden intern vom Betriebssystem genutzt und sind standardmäßig immer „offen“"

Nehmen wir mal an der Port 80 würde immer standardmäßig weitergeleitet und es gebe zwei Rechner in deiner Wohnung. Wohin wird er dann weitergeleitet? :)

Es ist ein Unterschied, ob dein PC etwas anfragt und auf einem Port eine Antwort erwartet oder direkt ohne Anfrage dort Anfragen eingehen. Es gibt viele Standardposts die verwendet werden, wie Port 80 (HTTP), 21 (FTP) oder 993 (IMAPS). Allerdings initialisiert dein PC auf diesen Ports die Verbindung und es ist nicht so, dass ein Rechner von außen dies tut.
Hostest du eine Webseite, so muss Port 80 offen sein, surfst du auf einer Webseite, dann nicht.
 
oha, ich war bisher von einem falschen Weltbild ausgegangen. So macht das viel mehr Sinn.
Danke an alle. Ich schreibe nochmal:
Ich sende etwas an IP X auf Port Y, dadurch wird Port Y für IP X an mich (bzw. die Software) weitergeleitet.
Habe ich nun einen Server der auf Port Z horcht, weiß der ja nicht von wo die Verbinundung kommt. Ich muss also eingehende Datenpakete auf Port Z an mich (bzw. die Software) weiterleiten. --> eingehende Verbindungen weiterleiten

Einen Port kann ich ja eingehende und ausgehende Verbindungen weiterleiten.
In welchen Fall brauch ich dann ausgehende?

Und liege ich richtig in der Annahme, dass es auch nicht ohne Portfreigabe geht, wenn der Server die IP vom Client hat und der Client vom Server, da sie ja nur etwas annehmen, wenn sie vorher etwas geschickt haben, was aber nicht funktioniert, da die ports geblockt sind.
 
Ich sende etwas an IP X auf Port Y, dadurch wird Port Y für IP X an mich (bzw. die Software) weitergeleitet.

So in etwa. Weil du vorher auf Port Y an IP X geschickt hast, weiß der NAT-Router dass das was von IP X auf Port Y zurückkommt an dich soll.

Habe ich nun einen Server der auf Port Z horcht, weiß der ja nicht von wo die Verbinundung kommt. Ich muss also eingehende Datenpakete auf Port Z an mich (bzw. die Software) weiterleiten. --> eingehende Verbindungen weiterleiten

Nein, das Problem ist der NAT-Router. Dein Server hinter dem Router hat eine private IP-Adresse, üblich ist z.B. 192.168.178.42 (bei Fritzen). Das ist deine Heimnetz-IP. Wenn du aber in's Internet willst, hat dein Router eine eigene IP-Adresse, sagen wir einfach mal 88.88.88.88. Dem Internet ist jetzt nur die IP vom Router "bekannt", nicht aber die private Heimnetz-IP des Servers (was logisch ist, da es die in LANs vmtl. Millionen-Mal gibt). D.h. wenn von außerhalb jemand auf deinen Server will, dann fragt er NICHT bei 192.168.178.42 (der IP deines Servers) an, sondern bei 88.88.88.88 (der IP deines Routers). Und der Router sagt: "Ähh... sorry, dich kenn ich nicht. WTF willst du eigentlich von mir?" :d
Da kommt jetzt die Portweiterleitung in's Spiel. Wenn du jetzt z.B. 8888 an 192.168.178.42 weiterleitest, dann bedeutet das nichts anderes als dass dein Router ALLE Verbindungen die auf Port 8888 reinkommen automatisch an deinen Server weiterschiebt. Frei nach dem Motto "Ich hab zwar keine Ahnung wer das ist, aber der Server weiß schon, wie man damit umzugehen hat... ist nicht mein Bier."

Und liege ich richtig in der Annahme, dass es auch nicht ohne Portfreigabe geht, wenn der Server die IP vom Client hat und der Client vom Server, da sie ja nur etwas annehmen, wenn sie vorher etwas geschickt haben, was aber nicht funktioniert, da die ports geblockt sind.

Nö. Siehe oben. Das Problem ist nicht, dass die Ports dicht sind. Das sind sie nämlich nicht. Das Problem ist, dass die IP-Adresse, von der der Client denkt dass sie die des Servers ist, eben nicht die des Servers ist (sondern des Routers). Und umgekehrt.

Vereinfacht gesagt: Du schickst einen Brief an Frau Müller, aber die Adresse von Frau Müller die du hast ist tatsächlich die von Herrn Meier. Und wenn der Brief bei Herrn Meier ankommt sagt der "Das ist nicht für mich, zurück an den Absender". Und die Portweiterleitung ist, dass Frau Müller Herrn Meier VORHER mitteilt, dass bei ihm Briefe für sie ankommen werden, die er bitte an sie weiterschicken möge. ;)
 
Dankeschön, sehr ausführlich :). An den Router davor hat ich nicht gedacht. Es war spät gestern.

Aber eine Frage bleibt noch offen:
Man kann ja ein- und ausgehende Verbindungen auf einen Port weiterleiten.
In welchen Fall brauch ich dann ausgehende?
 
Ich meinte es auch allgemein. Wann tut es etwas zur Sache?
 
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