Neuer PC mit diversen Bluescreens

5W4T

Neuling
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23.05.2010
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Hallo,

ich hab mir einen neuen PC zugelegt, die Komponenten sind wie folgt:

Prozessor: AMD Phenom II X6 1055T
Mainboard: MSI 890FXA-GD70
RAM: 2x2GB G.Skill RipJaws DDR3-1333 CL7
Grafik: Gainward GTX 470
Netzteil: Thermaltake Toughpower 750W
Betriebssystem: Windows 7 Ultimate 64bit

Gleich das erste was ich gemacht habe war das BIOS mit der aktuellsten Version zu flashen weil ich gelesen habe dass sonst meine CPU nicht unterstützt wird. Nach dem Flashen stand dass das BIOS erfolgreich geflasht wurde. Also hab ich den PC neugestartet, auf einmal kam die Meldung Bad CMOS Checksum. Ich hab mir gedacht dass das einfach dasteht weil jetzt eine neue BIOS Version auf dem Chip gespeichert ist und hab halt mit dem Windows installieren weitergemacht.

Gleich beim Startbildschirm vom Setup hat sich der PC aufgehängt. Nach dem Betätigen der Reset-Taste kam jedoch nur noch ein schwarzer Bildschirm. Nach einem Hardreset lief alles wieder normal. Ich kam wieder ins Setup. Jedoch wurde meine SSD nicht erkannt.

Während der Fehlersuche musste ich den PC mehrmals neustarten wobei sich der PC teilweise aufhängte bzw. ich nur einen schwarzen Bildschirm sehen konnte. Der Diagnosecode der Debug-LEDs war während diesem Zustand 33 oder 45 zu denen ich weder im Mainboardhandbuch noch im Internet etwas finden konnte. Ich hab auch mehrmals die Einstellungen zwischen Fail-Safe Defaults und Optimized Defaults geändert falls ich übehaupt ins BIOS kam (manchmal konnte ich die Serie an schwarzen Bildschirmen nur mit einem BIOS-Reset beenden). Außerdem versuchte ich die ursprüngliche BIOS-Version zurückzuflashen, was problemlos funktionierte. Nachdem ich den Fehler gefunden hatte konnte ich auch Windows 7 installieren.

Ich konnte dann ohne Probleme die aktuellsten Treiber von der MSI-, bzw. nVidia-Seite installieren. Es schien alles zu funktionieren. Beim Leistungsindex erreichte ich einen Wert von 7,4. Ich konnte eine Weile auch im Internetsurfen und Videos schauen. Jedoch kam dann der erste Bluescreen. Dummerweise kann ich mich nicht mehr an den Code erinnern.
Es ging dann soweit dass ich nicht einmal mehr bis zum Desktop kam ohne einen Bluescreen zu sehen. Jedoch war der Bluescreen wieder so schnell weg dass ich nicht lesen konnte was der Fehlercode war. Ich probierte dan die Wiederherstellen Funktion aus, was jedoch nichts brachte.
Also hab ich Windows neu installiert, was wieder ohne Probleme funktionierte. Die ersten beiden Startversuche klappten auch problemlos. Ich konnte die Windows Updates installieren. Jedoch kam dann wieder ein Bluescreen mit der Meldung PFN LIST CORRUPT. Laut diversen Seiten im Internet handelt es sich dabei um einen Fehler des RAMs also hab ich Memtest86 v3.4a und Memtest86+ v4.1 drüberlaufen lassen. Ohne Probleme!
Bei den nächsten Startversuchen verhielt sich das System wie zuvor und ich konnte wieder nicht die Bluescreenmeldungen lesen.

Um eine Inkompatibilität mit Windows auszuschließen hab ich dann Ubuntu 10.4 auf eine zweite Festplatte installiert. Beim ersten Start des Live-USB-Sticks hängte sich der PC auf. Beim zweiten mal konnte ich Ubuntu installieren. Jedoch wenn ich Ubuntu jetzt starten will braucht es ewig bis ich zum Desktop komme, was ich übrigens nur einmal geschafft habe, wobei sich dann die Desktopoberfläche mehrmals abstürzte. Bei den Versuchen bei denen ich nicht bis zum Desktop komme sehe ich nur ein schwarzes Bild mit einem blinkenden Cursor, wobei die Debug LEDs den Wert 30 anzeigen und hin und wieder auf den Wert 31 kurz wechseln. Wieder finde ich zu dem Werten keine Angaben. Die Probleme mit Linux könnten aber auch daher kommen dass angeblich der aktuelle Kernel die X6 Prozessoren nicht richtig unterstützt.

Ich hab dann Windows nochmal installiert mit dem Resultat dass sich der Sound sehr eigenartig anhörte (was er davor noch nie getan hatte). Aber ich hatte auch noch keine Treiber installiert. Ich hatte dann wieder einen Bluescreen. Wobei diesmal die Meldung war MEMORY MANAGEMENT.
Während des Betriebs von Windows wird nun der Diagnosecode 24 angezeigt. Zu dem ich wieder keine Information finde. Dann habe ich die Treiber von den beiliegenden Treiber CDs installiert. Wodurch der Sound sich wieder normal anhörte. Als ich alle Treiber installiert hatte und alles zu funktionieren schien wollte ich den Windows Leistungsindex aktualisieren, wobei ich den nächsten Bluescreen hatte mit SYSTEM SERVICE EXCEPTION. Während ich beim Einstellen der Mauseinstellungen war kam auf einmal der Bluescreen mit der Meldung BAD POOL HEADER. Als ich das Programm ComputeMark ausführen wollte kam dieser Blusescreen ohne einer Bezeichnung in dem aber der Grafikkartentreiber erwähnt wurde. Beim nächsten Versuch klappte das Ausführen und die Temperatur der GPU lag nach 180s bei 84°. Als ich dann mit Prime95 die CPU testen wollte kam nach wenigen Minuten der nächste Bluescreen mit der Meldung REFERENCE BY POINTER, die CPU hatte zu dem Zeitpunkt bloß eine Temperatur von 45°C. Dann bekam ich während ich AMD Overdrive ausführte den Bluescreen BAD POOL HEADER.
Nun kam wieder das Problem zum Vorschein dass ich nur einen schwarzen Bildschirm zu sehen bekam nach dem Neustart. Der Diagnosecode war eine Zeit lang FF, was für das Anschalten und die Initialisierung der CPU steht, dann wechselte er jedoch auf D1, für das ich keine Bedeutung finden konnte.

Und jetzt sieht es so aus dass ich trotz mehrmaliger Resetversuche des BIOS nur einen schwarzen Bildschirm erhalte.
Ich habe dann gestern Abend die BIOS Batterie entfernt und den PC über Nacht vom Strom abgesteckt. Heute in der Früh konnte ich dann wieder ein Bild sehen. Ich konnte dann einmal hochfahren, beim Installieren von einem Programm erhielt ich dann den Bluescreen mit der Meldung MEMORY MANAGEMENT. Seit dem kann ich Windows nicht mehr booten. Ich sehe für kurze Zeit das Startlogo von Windows, jedoch startet sich dann der PC einfach neu.

Übrigens die CPU Phase LEDs, DDR Phase LEDs, und SB Phase LEDs auf dem Mainboard leuchten alle immer und da mein Gehäuse keinen Systemlautsprecher hat, konnte ich die POST-Codes natürlich nicht hören. Ich hab jetzt aber einen alten Systemlautsprecher gefunden und angeschlossen. Abgesehen vom Pieps beim Start gibt er aber nichts aus (also auch nichts sobald der Bluescreen erscheint).
Und ja ich weiß mittlerweile auch dass das BIOS-Flashen nicht die intelligenteste Entscheidung in meinem Leben war. :wall:

Ich hoffe dass ihr mir helfen könnt!

Vielen Dank schon mal im Voraus!
 
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So, nachdem ich es geschafft habe den Text zu lesen, hört sich das Ganze nach einem eventuellen Speicherproblem an.

Also Memtest+ runterladen und von CD booten und laufen lassen. Finden sich hier Fehler gibt es definitiv ein Problem im Speichersubsystem. Das heißt nicht zwnagsläufig, dass der Speicher hinüber ist, sondern könnte eventuell auch von falschen/unpassenden Einstellungen im BIOS kommen.

Und ein TIP für's nächste mal. Nach einem BIOS Flash führt man für gwöhnlich anschließend immer gleich ein Clear-CMOS durch um zu verhindern, dass noch alte Einstellungen die neue Version beeinflussen.

Happy Testing!
 
Danke für die Antwort!

In meinem Betrag steht dass ich bereits den RAM mit Memtest86 v3.4a und Memtest86+ v4.1 getestet habe. Oder gibt es da noch ein Programm das so ähnlich heißt?
 
Memtest u.ä. ist nicht immer zuverlässig.
Darum RAMs trotzdem mal wenns geht tauschen oder wenigstens einzeln testen (im DIMM1 Slot), wenn nur einer fehlerhaft ist findest du das so evtl. heraus.
Zu den POST Codes >>klick mich<<
 
So hab jetzt mal den zweiten Riegel rausgenommen und Memtest86+ v4.1 laufen lassen. Mir ist dann sofort aufgefallen das die CAS Latencies nicht stimmen wie das folgende Bild beweist.

20100523_005.jpg


Hier noch die Bilder von den RAM Einstellungen im BIOS, sind aber ein schon ein paar Stunden alt, sobald Memtest fertig ist werd ich die Werte auf Aktualität überprüfen und gegebenenfalls posten.

20100523_001.jpg


Und wenn man auf X.M.P. Support klickt steht folgendes:

20100523_002.jpg
 
Danke für die Antwort!

In meinem Betrag steht dass ich bereits den RAM mit Memtest86 v3.4a und Memtest86+ v4.1 getestet habe. Oder gibt es da noch ein Programm das so ähnlich heißt?

Gut, dann hab ich das wohl übersehen. Tut mir leid!

Allerdings ändert das nichts an der Tatsache, dass das Ganze sehr nach einem Speicher-Problem aussieht.

Stell doch die Timings mal von Hand ein und überprüfe alle Spannungen. Sprich die Grundspannungen vom Netzteil und die vom Mainboard generierten. Soll heißen: Erstmal sicherstellen, dass das Netzteile saubere Ausgangsspannungen liefert (12V, 5V, 3.3V) und danach schauen, ob alle Spannungseinstellungen im BIOS sinnvoll gesetzt sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ok. Wie kann ich die Timings von Hand einstellen? (Ich hab so etwas noch nie gemacht.)

Die Spannungen werden im BIOS und dem Punkt H/W Monitor wie folgt angegeben:

CPU Vcore 1,392V
3,3V 3,328V
5V 5,087V
12V 12,056V

Soll ich jetzt noch die Spannungen mit dem Multimeter messen oder wie meinst du das?
Und welche Spannungseinstellungen meinst du?

Sorry für die vielen Fragen.:)
 
Wie gesagt würde ich das System als erstes mit nur jeweils einem Modul im ersten Slot testen.
Falls das System mit einem der RAM Module stabil laufen sollte hast du evtl. schon den Übeltäter. Wenn nicht weiteres:

Was das Bios einstellt sind JEDEC Standards.Mit den Ripjaws sind schärfere Timings möglich(wie auf deinem Bild im XMP Profil zu sehen ist). Das Bios nimmt im Normalfall die im SPD-Chip hinterlegten Standardlatenzen. XMP ist aber eine von Intel eingeführte Zertifizierung. Inwieweit die von AMD Brettern bzw. AMD CPU´s unterstützt oder verwendet werden können entzieht sich meiner Kenntnis.
Entweder Du stellst bei DRAM Timing Mode das XMP-Profil ein oder besser gibst die Latenzen manuell ein.

Wobei das System aber erst mal mit den Standardlatenzen stabil laufen sollte.
Ok. Wie kann ich die Timings von Hand einstellen?
Die sind schon lt. deinem Bild auf Standard 9-9-9-24. Ansonsten im Cell Menu unter DRAM Timing Mode auf manuell stellen und dann jeden DRAM Channel die Hauptlatenzen einstellen.
 
Welche bios version hast du denn? weil bei allen ab 1.4 hat die ram kompatibilität sehr stark gelitten.

ich hab das selbe board mit gskill ecos, und bei mir liefen sie mit bios 1.0 bis 1.3 gut auf 1600 7-8-7-.... mit den höheren versionen bekomme ich sie nurnoch mit 8-8-8-... zum laufen.

Wenn dir das mainboard von anfang an nurnoch einen schwarzen bildschirm ausgibt, dann sind deine Rameinstellungen falsch. Hier würde ich am besten die timings etwas entschärfen, evtl sogar erstmal mit 1033 laufen lassen und dann langsam an das limit rantasten.

Welche biosversion hast du genau? 1.62 ist zZ die neuste, bekommst du hier.

Edit: Der Debug code gibt wärend des betriebes die temperatur der ich denke Southbridge (könnten auch Spawas sein) an, zumindest sind bei mir die werte identisch mit denen im Hardwaremonitor
 
Zuletzt bearbeitet:
@why_me
Also im Moment hab ich wieder die BIOS Version oben die am Anfang installiert war also 1.0, ich hatte nur kurzzeitig die Version 1.4, aber da ich das Gefühl hatte dass die alles noch schlimmer gemacht hätte, hab ich das originale BIOS wieder zurückgeflasht. Aber da hatte ich dann ja noch immer einige Probleme.

kleines Update an alle:
Im Moment teste ich den 2.Riegel alleine mit Prime95 und Computemark parallel. Ich glaub mehr Auslastung geht nicht. Das System läuft so schon seit 15min was ein neuer Rekord ist. Nach einer Stunde kommt dann der 1.Riegel nochmal rein und der darf dann dieselben Qualen durchleben.
 
Also ich würde dir Bios version 1.3 Raten. Weil mit 1.2 bekommst du support für deinen X6 und bis 1.3 liefen die rams noch gut.

Ist prime und Computermak das richtige? bzw lassten die den ram aus? weil du musst eigentlich viele schreibopperationen auf den ram machen um dessen stabilität zu testen. Ich würde memtest oder sowas laufen lassen, gerade weil du ja probleme mit dem ram hast und diesen testen willst.
 
In Memtest86+ v4.1 liefen alle Riegel in allen Kombinationen einwandfrei. Wenn man bei Prime95 die richtigen Einstellungen wählt wird der RAM sehr stark ausgelastet (im Moment sind es 1,88GB), zusätzlich werden alle Kerne der CPU zu 100% ausgelastet. ComputeMark ist eben für die GPU und soll die stark auslasten. So kann ich auch gleichzeitig sehen ob mit der Kühlung bzw. mit dem Netzteil alles in Ordnung ist.

Kleines Update:
Ich habe die Module auch einzeln getestet mit Memtest (halt nur einen Durchgang). Dabei haben beide keine Fehler produziert. Dann unter Windows Habe ich eine Stunde lang Prime95 und ComputeMark laufen lassen. Auch da gab es keine Probleme. Nach dem Stresstest bekam ich dann aber als ich den 1.Riegel drinnen hatte einen Bluescreen mit der Meldung BAD POOL HEADER. Das war aber zu einem Zeitpunkt an dem sonst keine Programme liefen. Ich konnte aber danach ohne Probleme 2 Stunden lang Metro 2033 auf maximalen Einstellungen spielen. Beim zweiten Riegel gab es beim selben Prozedere keine Probleme.

Als ich dann wieder beide Riegel hineingegeben hatte bekam ich gleich 3 Bluescreen kurz nach einander. Die ersten beiden kurz nach dem hochfahren. Es wahren jedoch noch keine Programme offen. Einmal stand da SYSTEM SERVICE EXCEPTION und einmal konnte ich die Meldung nicht lesen da sie zu schnell weg war. Einen Bluescreen bekam ich dann das nächste mal als ich hochfahren wollte. Da war die Meldung MEMORY MANAGEMENT. Als ich dann nach dem nächtsen Neustart Prime95 gestartet hatte, gab es während des 2.Tests folgende Fehlermeldung auf allen 6 Threads: "FATAL Error, Rounding was 0.5 expected 0.4, hardwarefailure detected". Während ich dann Prime95 nochmal ausführte hatte ich dann den Bluescreen mit SYSTEM SERVICE EXCEPTION.

Ich werde jetzt mal versuchen ob ich den Fehler mit Prime95 mehrmals reproduzieren kann.

2.UPDATE
Den Fehler mit Prime95 konnte ich leider nicht reproduzieren, aber ich habe dann den PC solang verwendet bis ich nicht mehr booten konnte ohne einen Bluescreen zu bekommen. Dann habe ich einen Riegel rausgenommen einmal neugestartet (ohne Bluescreen) und dann wieder den zweiten Riegel hineingesteckt und neu gebootet. Jetzt kann ich den PC wieder ganz normal verwenden. Mal schauen wie lange das so bleibt...

Eine Frage noch zwischendruch würde es etwas bringen wenn ich den RAM gegen den Kingston HyperX DIMM 4 GB DDR3-1333 Kit (KHX1333C7D3K2/4G) umtauschen würde? Bei dem RAM steht auf der Herstellerseite dass mein Board unterstützt wird, was beim G.Skill nicht steht.
 
Zuletzt bearbeitet:
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