Lian Li PC-X2000: ein kleiner Userbericht

Bo42

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Nachdem ich mir mit dem Lian Li PC-X200 ein eher untypisches Gehäuse zugelegt habe,dachte ich mir daß ein kleiner Test meinerseits gar nicht so verkehrt wäre und vielleicht den einen oder anderen Nutzer hier interessiert.

Einleitung

Lian Li ist bekannt dafür, äußerst hochwertige Aluminium-Gehäuse herzustellen, welche durch schnörkellose Eleganz begeistern.
Mit dem PC-X2000 bringt Lian Li wieder einmal ein Gehäuse auf den Markt, was sich nicht der typischen Tower Anordnung unterwirft.


Technische Daten:


- Maße: 230x680x430mm (BxHxT)
- Material: Aluminium
- Formfaktor: ATX, Micro-ATX, E-ATX, CEB
- Laufwerksschächte:
- 2x 5,25 Zoll (extern)
- 1x 3,5 Zoll (extern)
- 6x 3,5 Zoll (SATA Hot-Swap, intern)
-Lüfter:
- 3x 140mm (Front, 800 - 1200 U/Min, regelbar)
- 1x 140mm (Rückseite, 800 - 1200 U/Min, regelbar)
- 2x 80mm (Rückseite, 1500 U/Min)
- I/O Panel:
- 2x USB 2.0
- 1x Firewire
- 1x eSATA
- 1x je HD / AC97 Audio IN/OUT

Lieferumfang:

- Gehäuse
- 8x S-ATA Kabel (6x 50cm, 2x 100cm)
- Befestigungs- und Montagematerial
- Werkzeug
- Festplattenhalter
- Aufbewahrungsbox
- Bebilderte Anleitung (Deutsch/Englisch/Französisch/Spanisch)


Äußeres Erscheinungsbild


Das PC-X2000 wirkt durch sein unauffälliges Design sehr elegant. Das gebürstete Aluminium macht auf den ersten Blick
einen sehr hochwertigen Eindruck. Die Verarbeitung ist absolut tadellos und in gewohnt hoher Lian Li Qualität. Sämtliche "Frontanschlüsse" sind auf dem Gehäusedeckel angeordnet und somit bestens zu erreichen. Unfallanfällige USB-Frontanschlüße nahe dem Boden gehören bei diesem Gehäuse der
Vergangenheit an.

Das Gehäuse lässt sich sehr einfach durch das Lösen einer Thumbscrew öffnen. Die Seitenteile können so, schnell und einfach
entfernt bzw. angebracht werden.
Die Seitenteile weisen an der Innenseite eine feine Schaumgummischicht auf, welche zur Geräuschreduktion beitragen soll.

Das Gehäuseinnere ist komplett in schwarz gehalten, was dem Gehäuse wirklich sehr gut steht und das rundum edle
Erscheinungsbild nochmal deutlich unterstreicht.
Es fällt sofort auf, daß beim Innenaufbau des Gehäuses darauf geachtet wurde die Komponenten in drei Zonen aufzuteilen.

Im der oberen Zone findet man die Laufwerke sowie das Netzteil, welches unter einem sehr großen Lüftungsdurchlass sitzt.
Hierbei ist die Ausrichtung der Laufwerke etwas ganz neues. Die Laufwerke werden, je nach Bedarf rechts- bzw. linksseitig im Gehäuse befestigt.


Die mittlere Zone fässt das Mainboard sowie natürlich die dazugehörigen Komponenten. Zwei, der drei frontseitig angebrachten
140 mm Lüfter sorgen hier für einen steten und ausreichenden Luftstrom. Rückseitig bläst ein 140mm Lüfter die warme
Luft aus dem Gehäuse. Die Montage der Komponenten ist dank des einfach demontierbaren Mainboardträgers besonders einfach
und komfortabel.


Die unterste Zone ist für die Aufnahme von 6 Festplatten vorgesehen, welche über besonders praktische, verschraubte Alurahmen
einfach eingeschoben werden. An der Rückseite der Montagekäfige sitzt eine Raidfähige Dockingplatine, welche HotSwap fähig
ist und somit einen einfachen und schnellen Festplattenwechsel ermöglicht, nachdem man den entsprechenden "Einschubrahmen" montiert hat. Die Platine wird über drei Molexstecker mit Strom versorgt.
Die warme Luft wird über 2 rückseitig sitzende 80mm Lüfter abgesaugt.

Alltagstauglichkeit/Praxistest:

Der Einbau der Komponten erweist sich als besonders einfach, da einfach der Mainboardträger durch das lösen dreier Schrauben
entfernt werden kann. So hat man die Hardware einfach erreichen und montieren.


Nachdem die Hardware komplett aufgebaut wurde, kann man den Mainboardträger einfach wieder in das Gehäuse setzen. Sehr praktisch.
Überlange Karten werden durch eine Aluminiumquerstrebe stabilisiert. Der Nachteil hier ist, dass z.b. aktuelle
Geforce GTX280 Karten über ein recht dickes Kühlergewand aus Kunstoff verfügen und somit nicht stabilisiert werden können.


Aufgrund der ernormen Höhe benötigt man ein Netzteil mit sehr langen Kabeln, um die Stromanschlüsse der Festplatten gut erreichen
zu können und dennoch die Kabel nicht störend zu verlegen. Ich habe in diesem Fall ein Seventeam ST-550PAF 550 Watt Netzteil verbaut
welches über Serienmäßig 60 cm (bis zum ersten Anschluss) lange Kabel verfügen.

Nachdem ich alle Koponente sehr einfach und schnell aufgrund der Gehäuseeigenschaften verbauen konnte, habe ich mich daran
gemacht ein DVD Laufwerk einzusetzen. Die Montage macht ebenfalls einen parktischen und einfachen Eindruck. Einfach vier
Schrauben in das Laufwerk einschrauben und über die entsprechende Schienen einschieben. Leider stellte sich herraus, das
hier Laufwerke mit IDE Anschluss nicht wirklich bedacht wurden. Der IDE Stecker wird sehr stark von der gegenüberliegenden 5 1/4"
Blende eingedrückt und lässt die Montage ein wenig zum Krampf werden.

Mein Fazit:

Mit dem PC-X2000 hat Lian Li wirklich ein rundum gelungenes Gehäuse auf den Markt gebracht, welches einen überwiegend durchdachten
und völlig neuartigen Aufbau mit sich bringt.
Platz sowie Einbaukomfort suchen auf jeden Fall Ihresgleichen man kann selten so viel Hardware auf so wenig Grundfläche verbauen.

Zum Nachteil zähle ich auf jeden Fall den sehr hohen Preis von über 400€ sowie die schlechte Montagemöglichkeit für optische IDE Laufwerke.

Um das ganze noch etwas zu Veranschaulichen, werde ich so bald wie möglich Fotos nachreichen, nachdem meine Kamera repariert wurde :(
 
Zuletzt bearbeitet:
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Ein Top-Thread und eine gelungene Einleitung, Bo! Auf einen derartigen Erfahrungsbericht habe ich lange gewartet. ;)

Wie ist denn der aktuelle Stand der Dinge? Gibt es Neuigkeiten in Bezug deiner Erfahrung mit dem PC-X2000?

Ich frage deshalb, da ich auch von diesem Gehäuse angetan bin - Ich stelle mir nur noch 1.000 Fragen wie ich u.a. eine etwas umfangreichere Wasserkühlung darin unterbringen könnte. Im Moment habe ich ein (optimiertes) Lian Li V2000B (inverted ATX), doch das PC-X2000 wäre ein weiteres "Sahnehäubchen" für das nächste Projekt. :drool:

Von daher: Halte uns auf dem Laufenden und *klick* Thread aboniert! :wink:

Greets... Franky
 
Danke schön :) Ich bin immer noch zufrieden und werde hoffentlich am Wochenende dazu kommen Bilder zu machen.

Tatsächlich ist es gar nicht so einfach eine Wasserkühlung wirklich gut sortiert unterzubringen.

Ich dachte an einen extern montierten Watercool Mo-ra oder aber auf der "Platte" zwischen Zone 2 und 3 (HDD).

Bilder der Aufteilung folgen :)
 
Hi,
ich hab ihn seit Dezember und bin sehr zufrieden.
Als Wasserkühlung hab ich aber den Aquaduct 360 XT als externe Lösung gewählt.
Ich kann die Worte des Tos nur betätigen. Es war das erste Gehäuse, wo ich mir nicht einmal eine kleine Schramme geholt habe.
Die Aufteilung in Klimazonen ist genial. Meine Festplatten haben sich noch nie sooo wohl gefühlt.
Er passt gerade so unter meinen Schreibtisch, der schon erhöht wurde, da ich selber nicht der Kleinste bin.
Eigentlich wollte ich ihn mit Rollen haben, da hätte ich aber ein Problem bekommen.

mfG Gucky
 
der staub wird auch wie magisch angezogen :)

find das case auch erstaunlich geil gemacht leider war es mir ein wenig zu teuer. wenn ich jetzt nachdenke waer es mich sicherlich billiger gekommen wie mein derzeitiges projekt XD
 
Was mich stört: man keine keine ordentliche Wasserkühlung intern verbauen, es ist immer irgendwas dem 360er im Wege...
Für externe Lösungen bin ich nicht zu haben.
Ansonsten gefällt es mir auch!
 
Sehr nett, schönen Dank. Bin gespannt wie es weiter geht.

Das Case ist wirklich mal was anderes und lange kann ich es mir sicher nicht mehr verkneifen das Ding zu bestellen ;)
 
Was mich stört: man keine keine ordentliche Wasserkühlung intern verbauen, es ist immer irgendwas dem 360er im Wege...
Für externe Lösungen bin ich nicht zu haben.
Ansonsten gefällt es mir auch!

Hi,
warum soll dies nicht gehen.
Es gibt hier im Forum sogar einen Thread, da wird dieser mit internen einer Wasserkühlung von einer Firma vorgestellt.
Leider finde ich diesen nicht mehr aber ein Bild habe ich noch gefunden:

http://static.hardwareluxx.de/hardware/cdoertelmann/reviews/nexoc/ni_5b.jpg

Ich glaub es war ein 360er, der da hinter die Front verbaut wurde, der auf dem Bild dürfte etwas kleiner sein.
Ich finde eine interne Wasserkühlung eben nur suboptimal und finde eben eine externe Lösung besser.

mfG Gucky
 
Zuletzt bearbeitet:
hehe, habe mir dieses Case auch bestellt. Als Wakü kommt für mich aber nur eine externe Lösung in Frage. Sobald ich alle Komponenten zusammen habe, werde ich ein paar Bilder posten.
 
weil ich schon einen Mora2 Pro habe ;)
schade nur um das schöne Case :(
 
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