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[User-Review] Lesertest: Tenda Nova MW12

Gojira

Semiprofi
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Lesertest: Tenda Nova MW12

Zu meiner großen Freude habe ich von @Stegan die Nachricht bekommen, dass meine Bewerbung zu diesem spannenden Lesertest erfolgreich war. Beworben habe ich mich dazu nicht etwa, weil es nice to have wäre dieses System zu nutzen, sondern weil ich mir darunter eine spürbar deutliche Verbesserung meines heimischen WLANs vorgestellt habe.

Ist-Zustand

Wir sind vor etwas mehr als fünf Jahren in die eigenen vier Wände gezogen, die sich über drei Etagen erstrecken und sich in ihrer Massivbauweise mit stahlverstärkten Betondecken als große Herausforderung für kabelloses Netzwerk herausstellten. Mein alles andere als idealer Ist-Zustand vor diesem Test ist schnell beschrieben: Eine Fritzbox 7490 im Erdgeschoss, eine Fritzbox 7230 SL als reine WLAN-Schleuder im Dachgeschoss. Im ersten Stockwerk loggten sich die Geräte wahlweise ins WLAN von unten oder von oben ein, je nach dem, welche Verbindung besser war. Zwischendurch hatten wir einen AVM-Repeater, aber wie durch Zauberhand ist der mehr oder weniger kaputtgegangen als wir einen FireTV-Stick darüber in Betrieb genommen haben.

Unboxing

Das Set, bestehend aus drei gleichen Würfeln, drei gleichen Stromsteckern und einem flachen LAN-Kabel ist wirklich hochwertig verpackt und macht schon im Karton einen äußerst wertigen und guten Eindruck. Das korrespondiert wunderbar mit einem seit ein paar Jahren merklich angehobenen Standard was Verpackungsdesign anbelangt. In einer etwas weicheren, das Produkt präsentierenden Umverpackung steckt dann ein stabiler schwarzen Karton, der das Set beinhaltet. Das Öffnen der gesamten Kartonage geht leicht von der Hand, hier ist wohl die Umschreibung „frustfreie Verpackung“ äußerst zutreffend. Die drei Würfel sind für sich noch einmal leicht verpackt, damit die Geräte frei von Kratzern an die neuen Besitzer gehen.

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Inbetriebnahme

Um das Mesh-Set in Betrieb zu nehmen, muss mindestens einer der Würfel per LAN mit dem Netzwerk verbunden werden. Hierzu kann man je nach Umgebung direkt an einen Port des DSL-Routers gehen, oder man versorgt einen Würfel über eine freie Netzwerkdose im Haus. Dies ist die Grundvoraussetzung, damit die weiteren Würfel kabellos über WLAN angebunden werden können. Diese können aber ebenfalls mit einem LAN-Kabel angeschlossen werden, dann ist das Signal sicherlich am allerbesten. In meinem Fall wurde die erste Einheit im Erdgeschoss an der Fritzbox angeschlossen, im Obergeschoss nur an Strom und im Dachgeschoss dann wieder an einer Netzwerkdose. Das stellt für mich eine überaus zufriedenstellende Abdeckung dar.

Um das Set zu installieren, habe ich den QR-Code in der Benutzeranleitung gescannt und aus dem Appstore die Tenda WiFi-App heruntergeladen. Über die App ist der Aufbau des WLAN-Netzes dann ein Kinderspiel, welches absolut intuitiv verläuft und keiner weiteren Beschreibung bedarf. Die Hardware wird erkannt, es darf eine frei wählbare SSID und ein Schlüssel vergeben werden und schon spannt sich das Netz auf. Erst nach dem Einrichten des Masters habe ich die beiden weiteren Würfel aufgestellt, die sich in der Folge dann sofort verbunden haben.

Ersteindruck

Der Würfel im Obergeschoss steht sehr zentral auf einem Regal im Flur und bietet mir sowohl links davon in Bad und Büro, als auch rechts davon im Schlafzimmer vollen WLAN-Empfang. Das war zuvor über das WLAN der Fritzbox mitnichten der Fall. Links war es in Ordnung, hier strahlte der Router von unten nach oben, rechts im Schlafzimmer hatte sich mein Handy immer mit dem für sich deutlich schwächeren WLAN vom Dachgeschoss verbunden, was genau darüber zu verorten war. Der Übergang von einem Sender zum anderen, sprich das nahtlose Roaming, war katastrophal. Das ist womöglich der doch sehr alten Fritzbox 7230 SL geschuldet, die so alt ist, dass das Wort „Mesh“ auf ihrem Web-Interface nicht ein einziges Mal vorkommt. Doch das gehört Dank Tenda und HardwareLuxx jetzt der Vergangenheit an. Ich habe im ganzen Haus eine hervorragende WLAN-Qualität und habe dies gleich mittels WhatsApp-Videoanruf ausprobiert:

Ich habe einen Freund angerufen, während ich im Erdgeschoss am neuen Master verbunden war, bin dann ins erste Geschoss gegangen und anschließend nach ganz oben. Das Gespräch hielten wir für etwa fünf Minuten und ich kann voller Begeisterung sagen, dass das Roaming einwandfrei funktioniert hat. Die Übergänge zum jeweils näheren Würfel waren für mich nicht festzustellen. Ich hatte zu keiner Zeit ein verschwommenes Bild, sondern gleichbleibend gute Video- und Sprachqualität.

Auch meine anderen getesteten Geräte funktionieren Einwandfrei im neuen WLAN. Ganz egal, ob das ein kürzlich angeschaffter TV-Stick von Xiaomi ist, der mir die grässliche Oberfläche eines Medion-Fernsehers ersetzt, SkyGo am iPad, verschiedene Amazon Echos oder Homeoffice am Laptop. Es ist von Beginn an einfach noch kein Fehler aufgetreten, ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass es vorher vielleicht doch ebenso gut war. Ganz und gar nicht, dass Tenda Nova MW12-Set hat mir ein sehr stabiles, reibungslos und immer gleich gut funktionierendes WLAN ins Haus gebracht. Das WLAN an der Fritzbox habe ich übrigens komplett deaktiviert. Das kann man machen, muss man aber nicht. Benennt man das Tenda-WLAN so wie das vorhandene, hat man Kundenmeinungen zufolge weder Vor- noch Nachteile. Aber insbesondere im Zuge dieses Lesertests wollte ich explizit das WLAN der neuen Hardware testen, ohne dass die Fritzbox sprichwörtlich dazwischenfunkt.

App „Tenda WiFi“

Die Tenda WiFi-App ist wie beschrieben schon zur Inbetriebnahme erforderlich. Nach dem Start, der hin und wieder auffallend lange dauert, zeigt sich ein Statusbild mit allen angebundenen Stationen, die sich beim MW12 übrigens bis auf 12 erweitern ließen. Die einzelnen Würfel können mit vordefinierten, üblichen Raumnamen wie Wohnzimmer, Küche etc. versehen oder per Textfeld individuell benannt werden. Das ist sicherlich hilfreich für den Fall, dass eine der Stationen Fehler oder eine schlechte Verbindung anzeigt und man somit gleich weiß, welches der drei (oder mehr) Geräte nun Sorgen bereitet. Darüber hinaus ist zu sehen, wie viele und welche Geräte insgesamt im Mesh verbunden sind und sogar wie sich diese unter den einzelnen Stationen aufteilen.

Über die App lässt sich kurzerhand ein Gästenetzwerk aktivieren oder eine Kindersicherung einrichten. Die Kindersicherung ist gruppenbasiert (Bestimmte Geräte) und erlaubt das Definieren von Zeiträumen, in denen das Internet über eine oder mehrere Stationen nutzbar ist. Wer mag kann Quality of Service (QoS) aktivieren, so dass „Online-Games und das Surfen im Internet“ bandbreitentechnisch priorisiert werden. Des Weiteren findet sich eine von Haus deaktivierte Funktion namens „Fast Roaming“ im Menü, die ich gleich angeschaltet habe und bei der ich mich noch immer frage, welchen Nachteil das haben könnte, so dass das zunächst ausgeschaltet ist.

Manchmal habe ich schon gesehen, dass die App „keine Verbindung“ anzeigt, obwohl alles ordnungsgemäß läuft. Das mag an der Programmierung der App liegen, Sorgen bereitet mir das nicht. Zumal ich die App praktisch nie benutze, weil es nicht erforderlich ist.

Fazit

Vom Auspacken über die Einrichtung bis hin zum alltäglichen Gebrauch (womit ein schlicht zuverlässig funkendes WLAN gemeint ist) hat mich das Tenda Nova MW12-Set uneingeschränkt begeistert. Ich musste noch nie irgendwas neustarten oder resetten. Die Würfel machen in ihrer elegant-unauffälligen Beschaffenheit einen zuverlässigen Job und erlauben nahtloses Roaming zwischen den Stationen. Die Abdeckung einer einzigen Station ist nach meiner Erfahrung übrigens leicht besser als die Reichweite einer Fritzbox 7490. An Stellen im Erdgeschoss, an denen ich über die Fritzbox am iPhone zwei von drei WLAN-Balken hatte, habe ich nun vollen Empfang. Insbesondere ein Echo Dot in der Küche hatte immer mal wieder mit der Signalstärke der Fritzbox zu kämpfen. Das ist jetzt passé. Dass die Würfel alle gleich sind, darf schon noch hervorgehoben werden. So bietet ein jeder Würfel die Möglichkeit, bei Bedarf zwei Geräte per LAN-Kabel daran anzuschließen. An dieser Stelle würde manch anderer Hersteller womöglich nur den Master mit LAN-Ports ausstatten. Das schafft viel Flexibilität und man braucht nicht zu überlegen, welches Gerät aufgrund technischer Unterschiede wo am besten aufgehoben ist. Es ist einfach egal.

Wer dankenswerterweise bis zum Schluss gelesen hat, darf am Ende noch erfahren, dass ich zu meiner Schande gestehen muss, dass mir solche WLAN-Systeme lange Zeit überhaupt nicht geläufig waren. Für mich gab es immer nur Router und Repeater. Ein solch autarkes Mesh-System als AddOn für den DSL-Router ist aber wirklich genial und ich werde das sicher in Zukunft das ein oder andere Mal empfehlen können. Natürlich wird meine Empfehlung für eine vergleichbare Umgebung dann Tenda Nova MW12 lauten, weil ich noch nichts gefunden habe, was mir missfällt oder nur bedingt funktioniert. Noch dazu die einfache und Zeit sparende Installation. Es braucht praktisch keine zehn Minuten hiermit ein hervorragendes WLAN aufzusetzen.

Ich danke dem Hersteller und HardwareLuxx aufrichtig diese Gelegenheit bekommen zu haben. Ich hoffe, mit meinem Bericht den Erwartungen nahe gekommen zu sein und möchte noch kurz erwähnen, dass ich unter einem Lesertest einen Bericht aus der Sicht eines Lesers verstehe und keinen redaktionellen Inhalt mit Messwerten und Diagrammen. Dafür gibt es die Fachpresse und das hat selbstverständlich seine Daseinsberechtigung, weil Messwerte beispielweise bei miteinander vergleichbaren Grafikkarten, CPUs oder RAM häufig das Zünglein an der Waage sind. Das sehe ich im heimischen WLAN für mich selbst weniger. Die Inbetriebnahme ist natürlich sehr spannend und die Beobachtung wie sich die neue Hardware nach einigen Tagen im alltäglichen Gebrauch bewährt. Für mich hat sich dieses Mesh-System schon nach kürzester Zeit bewährt und ich bin froh und dankbar, an diesem Lesertest teilgenommen haben zu dürfen.

Ich wünsche euch eine friedliche und schöne Weihnachtszeit. Bleibt gesund!
 
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nFac

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Um das Mesh-Set in Betrieb zu nehmen, muss mindestens einer der Würfel per LAN mit dem Netzwerk verbunden werden. Hierzu kann man je nach Umgebung direkt an einen Port des DSL-Routers gehen, oder man versorgt einen Würfel über eine freie Netzwerkdose im Haus. Dies ist die Grundvoraussetzung, damit die weiteren Würfel kabellos über WLAN angebunden werden können. Diese können aber ebenfalls mit einem LAN-Kabel angeschlossen werden, dann ist das Signal sicherlich am allerbesten.
Hast du den Anschluss weiterer Nova-Würfel an den Master über Lan ausprobiert und falls ja, hat das ebenfalls ohne Probleme funktioniert?

Ich habe selbiges vor ein paar Tagen probiert, bin daran allerdings gescheitert. Könnte aber auch daran liegen, dass es bereits recht spät war und ich nicht mehr viel rumprobieren wollte.

Der Master steckte am Router und war über die App durchkonfiguriert, ein zweiter Würfel ließ sich in Reichweite des Wlans vom Master ebenfalls ohne Probleme mit einbinden.

Der dritte Würfel allerdings, der über Lan angeschlossen werden sollte und außerhalb der Reichweite beider anderen Würfel war, wollte sich partout nicht mit dem Master verbinden. Am einem der Lanports habe ich dann zum Prüfen einen Laptop angeschlossen, dieser hat eine Adresse vom Router bekommen, das Netzwerk per se funktionierte also.
 

Gojira

Semiprofi
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Ja, bei mir ist es so, dass der Master direkt am Router angeschlossen ist. Der zweitnächste ist, wie bei dir, per WLAN verbunden und der dritte (bei mir zwei Etagen über dem Master) ist per LAN-Kabel angeschlossen. Allerdings nicht über einen der beiden LAN-Ports, sondern so wie auch der Master am WAN-Port. Das funktioniert bei mir einwandfrei. In der App lässt sich leider nicht sehen, wie die Würfel verbunden sind, aber auf diese Art und Weise wird mir bei allen drei Stationen Signalstärke "ausgezeichnet" angezeigt.
 
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nFac

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Ok, das klingt ähnlich wie mein Aufbau, dann muss ich da nochmal mit etwas mehr Verstand rangehen denke ich!

Danke für Information.
 

Gojira

Semiprofi
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Es liest sich ganz so, als müsstest du beim dritten Würfel lediglich von LAN auf WAN umstecken. :)
 
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