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[Sammelthread] Lenovo Legion 5 Pro & Legion 7 - Optimierung, RAM, Overclocking, Undervolting, Repaste, Mods

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I. Vorwort
Ich möchte diesen Thread sowohl für das Legion 5 Pro (L5P) als auch für das Legion 7 (L7) starten, da diese beiden Modelle in vielen Punkten identisch sind und die hier angesprochenen Themen in den meisten Fällen für beide Modelle gelten. Viele angesprochene Themen sind sogar auf viele weitere Notebooks anwendbar, da sie sich im Grunde genommen nicht all zu sehr unterscheiden. Ziel dieses Threads sind primär die Themen zu covern, die jetzt nicht explizit in den anderen Sammelthreads erwähnt wurden, wo es um unboxing, Spiele-Performance/ Temperaturen out of the Box etc. geht, sondern ist überwiegend an die Besitzer der genannten Notebooks bzw. auch poteniziellen Käufer gerichtet, die noch ein wenig mehr Potenzial aus ihren Geräten holen oder einfach ein bestmögliches Optimum erzielen wollen. Das kann eine bessere Spiele-Performance sein, ein leiseres Gerät durch bessere Temperaturen, mehr Overclocking-Headroom oder auch bestimmte Mods und Settings, die dabei helfen.

Gleich schon mal das Wichtigste vorweg, dieser Thread stellt keinen Guide dar oder wie man was zu machen hat, sondern dient viel mehr als Hilfestellung oder Wissenserweiterung für Interessierte. Es zeigt lediglich wie man gewisse Themen angehen kann, aber nicht muss. Des Weiteren möchte ich mich ganz klar davon destanziere, hier irgendwelche Empfehlungen für Repastes oder anderweitige Eingriffe auszusprechen, die das Aufschrauben des Notebooks voraussetzen. Das gilt selbst für RAM- oder SSD-Tausch.

Da ich davon ausgehen muss, dass hier auch User mitlesen, die nicht die letzten Jahre sich intensivst mit Notebooks/ Notebook-Thematiken auseinandergesetzt haben, werde ich einige Themen etwas "basic-lastiger" ausführen, um die Verständlich- und Nachvollziehbarkeit zu erhöhen. Den Startbeitrag werde immer wieder aktualisieren, ergänzen und verbessern.



1. Legion allgemein
- Startseite für Treiber & Support (Geräteauswahl notwendig)
- Benutzerhandbuch (DE) (Legion 7 16")
- Benutzerhandbuch (DE) (Legion 5 Pro 16")

- Wartung, Reperatur & Sicherheitshinweise (Legion 7 16")
- Wartung, Reparatur & Sicherheitshinweise (Legion 5 Pro 16")

- Legion 5 Pro Treiber für AMD-Systeme (16ACH6)
- Legion 5 Pro Treiber für AMD-Systeme (16ACH6H)
- Legion 5 Pro Treiber für Intel-Systeme (16ITH6)
- Legion 5 Pro Treiber für Intel-Systeme (16ITH6H)

- Legion 7 Treiber für AMD-Systeme (16ACHg6)
- Legion 7 Treiber für Intel-Systeme (16ITHg6)

- Legion 7 Modell- und Ausstattungsübersicht, Datasheet, Specs etc. (16ACHg6)
- Legion 7 Modell- und Ausstattungsübersicht, Datasheet, Specs etc. (16ITHg6)

- Legion 5 Pro Modell- und Ausstattungsübersicht, Datasheet, Specs etc (16ACH6)
- Legion 5 Pro Modell- und Ausstattungsübersicht, Datasheet, Specs etc. (16ACH6H)
- Legion 5 Pro Modell- und Ausstattungsübersicht, Datasheet, Specs etc. (16ITH6)
- Legion 5 Pro Modell- und Ausstattungsübersicht, Datasheet, Specs etc. (16ITH6H)


Innerhalb der L5P-Modellreihe gibt es noch mal eine Unterscheidung zwischen den H- und non-H-Modellen:
  • Intel: 16ITH6H vs. 16ITH6
  • AMD: 16ACH6H vs. 16ACH6
Die H-Modelle haben etwas mehr GPU Leistung. Diese gibt es mit RTX 3060/ 3070 und Intel 11800H oder Ryzen 5600H/ 5800H. Die non-H-Modell gibt es nur mit RTX 3050/ 3050Ti und Intel 11400H/ 11800H oder Ryzen 5600H/ 5800H.


Erklärung der Namensgebung im Beispiel: Legion 7 16ITHg6 (gleiche Vorgehensweise beim Legion 5 Pro)
Legion --> Sub-Brand - 7 --> Modellreihe/ Position - 16 --> Bildschirmdiagonale in Zoll - ITH/ ACH --> Plattform Intel/ AMD - g6 --> Generation 6

Immer wieder taucht die Frage auf, wo die Unterschiede zwischen dem L5P und dem L7 liegen und ob sich der Aufpreis lohnt. Was sich "lohnt" lässt sich natürlich nur schwer beantworten, weil das jeder für sich selbst abwägen muss. Je nach Verfügbarkeit und Angebot, kann die Preisdifferenz aber sehr gering sein. Beide Notebooks haben viele Gemeinsamkeiten, aber auch mehr Unterschiede als man auf den ersten Blick erkennt. Bilder vom Gehäuse und der Optik spare ich mir jetzt an der Stelle. Höchauflösende Bilder gibt es in der Dokumentation --> Reiter Photos (L5P) (L7).

Was beim L7 besser/ anders ist:
  • - etwas bessere Verarbeitungsqualität
  • - fancy RGB-Beleuchtung um das Gehäuse
  • - RGB per Key-Tastatur (inkl. iCUE Software)
  • - leicht anderes (dezenteres) Design
  • - Tastatur grau statt schwarz
  • - Trackpad aus Glas (statt aus Plastik)
  • - Port-Selection hinten beleuchtet
  • - USB-C auf der rechten Seite (statt USB-A)
  • - Wi-Fi: bei AMD: Killer 1650x (Intel AX200), bei Intel: Intel AX201
  • - besserer Sound (vergleiche Lautsprecher im Bild)
  • - Display-Schanier geht bis 180° auf
  • - Vapor-Camber Kühlkörper (etwas stärkere Kühlleistung)
  • - RTX 3080 (165w) sowie Intel-i9/ Ryzen-9 nur beim Legion 7 verfügbar
  • - (Wiederverkaufswert)
Legion 7 (2021).jpg Legion 5 Pro (2021).jpg

Das Thema WiFi-Karte ist beim L5P etwas spezieller. Bei den höher ausgestatteten (11800H & 3070) Intel-Modellen ist eine Intel AX201 drin. Bei den AMD-Modellen (und den schwächeren Intel-Modellen) ist eine Realtek RTL8852 oder Mediatek MT7921 verbaut. Weitere Details zu diesem Thema finden sich im Punkt 2.2.

Für die Steuerung der Powerprofile, Einstellungen von Makro-Tasten, Sound, Kamera, Updates, Akku-Einstellungen etc. stellt Lenovo die Software "Lenovo Vantage" bereit. Das meiste davon sollte relativ selbsterklärend sein, daher gehe ich jetzt nicht auf jeden einzelnen Punkt ein. Im Startbildschirm lassen sich eine Vielzahl von Einstellungen bereits einstellen:

Akku 1.jpg

Da gewisse Fragen zum Akku bzw. der Akku-Einstellungen bereits aufgetaucht sind, wollte ich zumindest diesen Punkt etwas genauer betrachten. Im Startmenü, bei den System-Tools, findet sich der Punkt Stromversorgung. In diesem Untermenü finden sich zahlreiche Einstellungen zum Akku. So auch Informationen zur Akku-Garantie, -Zustand und weiterer Detail-Informationen:

Akku  Informationen.jpg Akku 2.jpg

Wer die Lebenszeit seines Akkus verlängern möchte, sollte Expressladen besser ausmachen, außer man ist wirklich auf die Funktion angewiesen. Wenn man das Notebook wie ich überwiegend stationär nutzt, empfiehlt es sich den Erhaltungsmodus (engl. Conservation) zu aktivieren. Wenn man das einstellt, erscheint neben dem Akku-Symbol in der Taskleiste ein Blatt.

Der nächste Punkt widmet sich dem Thema Battery-drain bzw. der Akku-Entladung im ausgeschalteten Zustand. Mir ist das bei meinem Legion 7 nämlich einige Male aufgefallen. Das Notebook stand 12h+ im ausgeschalteten Zustand auf dem Schreibtisch (Hauptstromschalter getrennt) und beim erneuten Start am nächsten Tag fehlten 5-15% der Akku-Kapazität. Der Grund dafür war die Funktion "USB immer an" und eins meiner angeschlossenen USB-Geräte. Zwar habe ich nichts dran, was geladen werden muss, aber Tastatur, Maus usw. können eine kleine Last auch im ausgeschalteten Zustand erzeugen.

Akku 3.jpg

Im letzten Unterpunkt der Stromversorgung findet sich die Einstellung zu der Lenovo-Symbolleiste. Hier kann man sich unter anderem den Akku mit der Prozentanzeige anzeigen lassen. Da die Frage nach der Akku-Anzeige schon mal kam und nicht jeder diesen (versteckten) Punkt kennt, wollte ich ihn sicherheitshalber mal erwähnen.

Akku 4.jpg

Für alle, die die Vantage-Software nicht mögen oder zu überladen/ unübersichtlich finden, gibt es auch eine gute Alternative, die wirklich nur auf das Minimum beschränkt ist. Die Software nennt sich "Lenovo Legion Toolkit" (Download) und bietet alle wichtigen Funktionen, die auch die Vantage-Software zur Verfügung stellt, nur halt ohne den ganzen Schnickschnack. Zu finden im Unterpunkt 4.2 Legion Toolkit.

Vollständigkeitshalber gehört auch das BIOS in diesen Thread. So hat man jederzeit die Möglichkeit sich einen Überblick über das gesamte BIOS und dessen Funktionen zu verschaffen. Des Weiteren hat man auch so die Option einzelne Einstellungen zu besprechen, ohne das man selbst vorher ins BIOS gehen muss, um irgendwelche Fotos zu machen. Ebenso auch für Erläuterungen in anderen Unterpunkten später ist das sehr praktisch oder ggfs als Abgleich zu neueren BIOS-Versionen. Gerätebezogene Daten wie Seriennummer oder MAC-Adresse habe ich ausgegraut. Wichtig, es handelt sich um ein BIOS von einem AMD-Gerät. Intel-Gerät haben ein leicht anders BIOS.

Folgende Tastenkombinationen können während des Bootens gedrückt werden:
  • F2 --> Boot-Menü
  • F12 --> Bootmanager
  • F9 --> Novo Menü
Wenn man F2 beim Booten drückt, begrüßt einem erstmal eine bunte Lenovo-Startseite. Neben ein paar Informationen welche Hardware inkl. Seriennummer und BIOS-Version verbaut ist, hat man hier auch die Option die GPU ein wenig zu übertakten oder den Hybrid-Modus auf dGPU-Modus zu ändern. Mit dem Exit-Button verlässt man das Boot-Menü und das Notebook startet ins Windows und mit dem More-Settings-Button gelangt man ins BIOS.

1 Start Menü.jpg 2 GPU OC.jpg

Der Bootmanger mit F12 sieht wie folgt aus:

3 Bootmanager.jpg

Den kann man gut gebrauchen, wenn man bespielsweise Windows neu installieren muss und den USB-Stick als Bootmedium auswählen möchte. In das Novo-Menü gelangt mit F9. Im Grunde genommen ist es nur ein kleines Menü mit einer Vorauswahl für's BIOS Menü, Bootmanger (heißt hier BIOS Setup) und dem Recovery Tool. Letzteres ist wahrscheinlich der Hauptgrund für dieses Menü.

4 Novo Menü.jpg

Im BIOS angekommen hat man dann fünf verschiedene Reiter auf der linken Seite. Reiter "Information" zeigt die wichtigsten Daten wie Seriennummer, BIOS-Version, verbaute Hardware usw. an.

5 BIOS Information.jpg

Unter dem Reiter "Configuration" findet man folgende Einstellungsmöglichkeiten:

6 BIOS Config 1.jpg 6 BIOS Config 2.jpg 6 BIOS Config 3.jpg 6 BIOS Config 4.jpg

Im Reiter "Security" findet man folgende Einstellungen:

7 BIOS Security 1.jpg 7 BIOS Security 2.jpg

und im Reiter "Boot" und "Exit" schließlich:

8 BIOS Boot.jpg 9 BIOS Exit.jpg

Eine kurze Übersicht der wichtigsten Shortscuts:
  • Fn+Q = Powerprofil wechseln (Quiet, Balanced, Performance)
  • Fn+R = Refresh-Rate umschalten (165Hz/ 60Hz) *
  • Fn+L = Beleuchtung vom Legion Logo aus/ an
  • Fn+U = Beleuchtung der Anschlüssen hinten aus/ an
  • Fn+Leertaste = Beleuchtungsprofile durchschalten
  • Fn+Pfeiltaste Hoch/ Runter = Helligkeit der Beuleuchtung
Eine vollständige Übersicht aller Shortcuts mit Erklärung findet sich im Benutzerhandbuch ab Seite 19. Dort finden sich noch viele weitere Tipps und Erklärungen zu ergänzenden Themen wie Marko-Key usw.

Shortcuts 1.jpg Shotscuts 2.jpg

* funktioniert nur, wenn keine zusätzlichen Bildschirme angeschlossen sind.

Für alle, die es interessiert, warum man den ganzen Kram mit Wärmeleitpads kühlen muss und was die ganzen Bauteile für Aufgaben haben, wollte ich das Thema auch noch mal kurz anreißen. Wer sein Wissen in diesem Bereich vertiefen möchte, dem kann ich den YT-Kanal von Buildzoid (eng) empfehlen. Schadet sicherlich nicht zu wissen, was sich so auf dem Mainboard abspielt. Für das Beispiel betrachten wir das Mainboard vom Legion 7:

Mainboard blank.jpg VRM-Layout.jpg

Auf dem zweiten Bild habe ich einige Sachen markiert und durch nummeriert.
  1. GPU: Nvidia RTX 3070
  2. GDDR6 (Micron) VRAM
  3. PWM Voltage-Controller
  4. Vcore GPU
  5. Vmem GDDR6
  6. CPU: AMD 5800H
  7. PWM Voltage-Controller
  8. Vcore CPU (VvDD)
  9. Vcore CPU (VvDDNB)
  10. Winbond BIOS-Chip
  11. Winbond vBIOS-Chip
  12. USB-Hub Controller (GL3523)
  13. DP-Controller Mux (PS8461E)
Wie unschwer zu erkennen ist, haben wir auf der linken Seite den großen GPU Chip (1.) mit dem GDDR6-Speicher von Micron (2.). Das VRM der GPU bilden hier die Komponenten 3. + 4. + 5. Der Voltage-Controller (3.) ist ein NCP81610 (Datasheet) von OnSemi und steuert die Powerstages (4.) für den GPU Kern und die Spannungsversorung (5.) für den GDDR6-RAM. Die MOSFETs für Vcore GPU sind ebenfalls von OnSemi (NCP303150). Die MOSFETs für Vmem stammen von SinoPower (4508NH).

Auf der rechten Seite haben wir den AMD Ryzen-7 5800H (6.), der in einer 4+2 VRM-Konfig (7. + 8. +9.) befeuert wird. Der Voltage-Controller stammt hier aus dem Hause Richtek und ist ein RT33664BE.

RichTek VC.jpg

Die Nummer 10. ist halt der übliche 8-beinige Winbond BIOS-Chip. Nummer 11. ist ebenfalls ein Winbond, aber für's vBIOS. Nummer 12. ist ein USB-Hub Controller (GL3523) von Genesys Logic und 13. ein DP-Controller (PS8461E) von Paradetech. Ich habe die beiden Chips (12. & 13.) mal mit reingenommen, da sie aufgrund ihrer Größe etwas hervorstechen.

Die meisten Komponenten auf dem Board dienen der Spannungswandlung, der Spannungsversorung und -filterung. Der wenige Rest sind Controller oder anderweitige Chips (wie BIOS), die eine spezielle Aufgabe in dem Gerät haben. Wenn man sich anschaut, was zusätzlich durch Wärmeleitpads gekühlt wird, ist das in der Regel immer die Spannungsversorung der größten Verbraucher, also in dem Fall CPU und GPU. Das GPUs stromhungrig sind ist nichts neues und entsprechend ist das VRM großzügig (für NB-Verhältnisse) ausgebaut. Laut Spezifikation kann die verbaute RTX 3070 (theoretisch) dauerhaft 140w verbraten. Damit auf Vcore-Spannung (0,500 - 1,100v) 140w+ bereitgestellt werden kann, muss der Strom vorher passend gewandelt werden. Dieser Arbeitsschritt erzeugt selbst auch eine Verlustleistung (Abwärme), die ensprechend gekühlt werden muss. Deswegen wird das ganze Zeug zusätzlich gekühlt. Viel anders sieht es bei der CPU auch nicht aus. Da das Powerlimit "nur" 80w hergibt, ist das VRM etwas schwächer ausgebaut. Letztendlich ist das nicht anderes als bei Desktop-GPUs und Mainboards. Da werden exakt die gleichen Bauteile mit Wärmeleitpads gekühlt, nur das dort wesentlich höhere Lasten durchgehen.

VRM CPU.jpg VRM USB.jpg VRM GPU.jpg VRM GPU 2.jpg



2. Upgrades & Mods
Gleich zu Beginn habe ich mir die Frage gestellt, ob ich die mitgelieferte SSD nicht gleich von Anfang an rausschmeiße und gegen eine "bessere" tausche. Schließlich will man ja keine lahme SSD in seinem neuen System haben und oftmals ist es bekannt, dass die Hersteller nicht die besten SSDs ab Werk verbauen. Daher dachte ich mir, dass ich zumindest mal ein Crystal Disk drüber laufen lasse bevor ich entscheide. Als Referenzwert habe ich meine zweite SSD, eine neue Samsung 970 Evo Plus 1 TB, genommen. So sieht das Ergebnis aus:

CDM1.jpg

Besser als gedacht und für mich kein Grund die originale SK-Hynix SSD rauszuschmeißen. Die Intel-Versionen kommen mit einer PCIe 4.0 SSD. Soweit ich das gesehen habe (irgendein YT Video), schneiden auch diese zu einer Samsung 980 Pro kaum schlechter ab. Also in dem Punkt verbaut Lenovo keine langsamen SSDs.

Ein häufiges Thema bei den Legion-Notebooks ist die verbaute WiFi-Karte, denn diese ist nicht immer die beste. Das Legion 7 (AMD) hat in den meisten Fällen eine Killer 1650x verbaut, welches eine umgelabelte Intel AX200 ist und das Legion 7i eine Intel AX201. Beim Legion 5 Pro wird neben der Intel-Karte auch eine Realtek oder Mediatek WiFi-Karte verbaut. Einige haben damit keine Probleme, andere wiederum beklagen sich über Lags in Spielen, Verbindungsabbrüche, hohe Ping-Werte, langsame Geschwindigkeiten usw. Daher kann schnell der Wunsch auf ein Upgrade zu einer vernünftigen WiFi-Karte bestehen.

Als bewährtes Upgrade eignen sich die WiFi-Karten von Intel am besten. Diese sind:

- Intel AX200 (12-20€)
- Intel AX210 (12-20€)

Der einzige Unterschied bei der AX210 ist, dass diese ein wenig neuer ist und WiFi 6E unterstützt. Es gibt beide WiFi-Karten auch noch mal als reine Intel-Version, die nur mit einem Intel-Chipsatz kompatibel sind. Diese sind Intel AX201 (wie in den i-Modellen) und AX211. Hier ist noch mal ein -Vergleich- aller vier Intel-Karten.

Bevor man über einen Neukauf nachdenkt, kann natürlich versuchen das Problem selbst in den Griff zu bekommen. Zu der Realtek WiFi-Karte gibt es eine Anleitung, die das ein oder andere Problem beheben soll.

Wifi Realtek 1.png Realtek 2.jpg
Credits: Listick & Enigma/ Discord Lenovo Community

Auch aktuelle Treiber können durchaus helfen. Alternativ gibt es zu dem WiFi-Thema noch unzählige Links zu Anleitungen, Problemlösungen usw.

Aktuell bzw. schon länger ein Thema, welches herstellerübergreifend immer wieder für Diskussionen sorgt. Die Hersteller der Notebooks verbauen... ich nenn's mal "nicht optimalen" Arbeitsspeicher, wodurch das Notebook in bestimmten Szenarien, sei es in Games, Benchmarks oder Produktivsoftware an Leistung einbüßt. Verschiedene bekannter Reviewer wie beispielsweise Jarrod Tech und Youtuber wie LTT oder Buildzoid haben bereits im Mai darüber schon berichtet. Hier mal ein paar Beispiele:


Insbesondere Ryzen CPUs profitieren teils deutlich vom besseren RAM, aber auch bei Intel-Geräten ist eine Verbesserung mit schnelleren Arbeitsspeicher zu sehen, die aber je nach Anwendungsfall nicht so hoch ausfällt wie bei Ryzen CPUs. Was häufig falsch verstanden wird, ist, dass von der Geschwindigkeit (bsp. 3.200 MHz) und den Haupttimings (bsp. CL 22-22-22-48) ausgegangen und dieser als Bewertungsmaßstab genommen wird. Leider ist dies so nicht vollständig richtig, denn zu einem spielen auch die Subtimings eine nicht unwichtige und Rolle und vor allem, ob es Low- oder High-Density Speicher ist, meist gekennzeichnet durch 1Rx16 oder 1Rx8. Vereinfacht gesagt, handelt es sich bei dieser Beschreibung wie die Speicherchips auf dem PCB angeordnet sind. Man kennt das Thema auch als Dual- oder Single-Rank (nicht mit Dual/ Single-Channel verwechseln). Jedoch ist die bloße Bestückung der ICs auf dem PCB noch kein Indikator dafür, ob es Single- oder Dual-Rank Memory ist.

Singe vs Dual Rank RAM.jpg

Laut Builzoid sind RAM-Riegel in der 1Rx16-Konfiguration langsamer, weil sie weniger Bank-Groups besitzen und damit weniger Bandbreite zur Verfügung haben als RAM-Riegel in der 1Rx8-Konfiguration. Daher ist es wünschenswert einen Low-Density (1Rx8) RAM als Dual-Rank Konfiguration verbaut zu haben, jedoch entscheiden sich viele NB-Hersteller aktuell für High-Density (1Rx16) RAM als Single-Rank. Der Hauptgrund wird wahrscheinlich Kosteneinsparungen sein und möglicherweise die Chip-Knappheit. Wenn ein NB-Hersteller wie Lenovo oder Dell bei einem großen RAM-Hersteller mehrere zehntausend/ hundertausende RAM-Stick in Auftrag gibt, ist es kostentechnsich natürlich ein großer Unterschied, ob ich nur eine Seite des PCBs mit vier Speicherchips bestücke oder beide Seiten mit insgesamt acht (oder mehr) Speicherchips. Wie zu erwarten wurde auch in meinem Legion 7 so ein Single-Rank 1Rx16 RAM-Stick (Micron) verbaut. Hier mal der Vergleich von dem originalen und dem nachträglich verbauten RAM-Kit:

RAM original vs Fury.jpg

Jetzt stellt sich natürlich gleich die Frage, warum ausgerechnet dieses RAM-Kit (Kingston Fury). Hier muss ich etwas weiter ausholen, da es speziell zum Thema Notebook und RAM mit XMP usw. immer wieder Missverständnisse gibt. In der Vergangenheit habe ich bei all meinen Notebooks immer den Arbeitsspeicher von Kingston, meist Impact HyperX, genommen und zwar aus dem folgenden wichtigen Grund: Diese RAM-Kits bieten die besten Timings unter Berücksichtigung der max. unterstützen Taktfrequenz und RAM-Spannung an. Gerade die Spannung ist hier der entscheidende Faktor, welches Profil angelegt wird und wie schnell der Speicher letztendlich im Notebook läuft. Bei Notebooks gibt es zwei vordefinierte Spannungen, diese sind 1,20v (Standard) und 1,35v (für XMP). Das Problem ist, dass nur eine handvoll Notebooks überhaupt 1,35v auf dem Arbeitsspeicher anlegen kann. Daher laufen die meisten Notebooks nur unter der 1,20v-Range und können deshalb nur die Profile anlegen, die auf 1,20v laufen. Völlig unabhängig davon, ob es ein XM-Profil ist oder nicht. Die tollsten SO-DIMMs bringen einem nichts, wenn das angegebene Profil (Geschwindigkeit und Timings) nur mit 1,35v geladen werden kann. Solche RAM-Kits laufen zwar auch in den Notebooks, die nur 1,20v können, aber dann mit deutlich schlechteren Timings und Geschwindigkeiten. Deshalb immer genau die Specs lesen und gucken bei welcher Spannung, insbesondere das angepriesene XMP, läuft.

Mit AIDA64 kann man häufig den SPD-Speicher des RAMs auslesen. Da es bei meinem Kingston Fury RAM nicht geht, mach ich das Beispiel jetzt mit meinem alten HyperX RAM (2.666 MHz). Damit sollte der Unterschied zwischen 1,20v und 1,35v deutlich werden. Als Vergleichsbeispiel nehm ich mal die Crucial Ballistix:

Crucial Ballastix.jpg Kingston HyperX.jpg

In meinem Fall habe ich das Kingston Fury Impact (2x 16GB, 3.200 MHz @ CL20-22-22-42) (Herstellernr: KF432S20IB1K2/32) RAM Kit für genau 122,90€ bei Galaxus (Kauflink) gekauft (hatte noch ein 10€ Gutschein). Eigentlich wollte ich anfangs wie immer mein geliebten HyperX RAM kaufen, aber dieser war noch schlechter verfügbar und komischerweise auch teurer, obwohl die offiziellen Specs, wenn auch spärlich, 1 zu 1 identisch waren. Hier die Hersteller-Specs/ Datasheet:

Kingston Fury (KF432S20IB1K2/32)
Kingston HyperX (HX432S20IB/32)

Da mir das Thema keine Ruhe ließ, habe ich diesbezüglich auch Kontakt mit Kingston aufgenommen und nachgefragt, wo der Unterschied liegt und warum das HyperX-Kit teurer ist, denn in den technischen Daten unterscheiden sich die beiden RAM-Kits scheinbar nicht. Als Antwort bekam ich vom Kingston Customer Service folgede Antwort (Zitat):

" Sehr geehrter Herr ----, wir bedanken uns für Ihre E-Mail. Das erklärt unser TRG-Team: HX432S20IBK2/32 und KF432S20IBK2/32 sind keine identischen Speicherkits, sie werden mit verschiedenen Generationen von DRAM-Chips gebaut."

Eine Woche auf eine Antwort gewartet, die nicht so wirklich meine Frage beantwortet. Egal, das Fury-Kit wurde bestellt, eingebaut und lief direkt mit den angegebenen XMP Specs.

Ich habe vorher die originalen RAM-Sticks durch einige Tests und Benchmarks gejagt, da ich natürlich wissen wollte, wie viel das Upgrade letztendlich bringt. Betrachten wir erstmal nur die Specs:

CPU-Z: (oben Fury, unten original Lenovo)
RAM Fury CPUZ.jpg

ZenTimings: (Unterschiede wurden markiert)
ZenTim RAM (original vs fury).jpg

AIDA64 Memory Benchmark:
RAM Vergleich Legion 7.jpg

Gemessen an der Geschwindigkeit (Latency) ist der Fury-RAM sogar einen Tick schlechter. Demnach sind die Lenovo RAM-Sticks, was die Geschwindigkeit angeht, nicht schlecht. Berücksichtigt man aber den massiven Unterschied in den Read-, Write- und Copy-Werten, sieht man deutlich wie groß der Unterschied ausfällt. Auch alle Benchmarks, durch die Bank, zeigen bessere Ergebnisse mit dem neuen RAM:


Geekbench 5: (Link Stock, Link Kingston Fury)
Geekbench 5.jpg Geek RAM.jpg


3D-Mark: CPU Benchmark
3D-Mark CPU.jpg


3D-Mark Time Spy:
Time Spy RAM.jpg


3D-Mark Firestrike:
Firestrike RAM.jpg


FarCry 5 New Dawn: (links Lenovo RAM, rechts Kingston Fury)
1633297736687.png

Auch Cinebench R20 und R23 habe ich gebencht. Wie zu erwarten ist hier die Differenz relativ marginal ausgefallen. Im CB R20 waren es um die 50 Punkte, im CB R23 um die 110 Punkte. Dennoch, in jedem Test/ Benchmark war der neue RAM ausnahmslos besser. Ob sich das Upgrade lohnt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Auf Reddit hat ebenfalls ein User die Kingston HyperX/ Fury RAM-Kits gegen andere getestet und auch hier schneiden sie mit am besten ab. (Reddit-Link). Das 32GB-Kit von Lenovo soll dagegen schon deutlich besser sein.

Wenn man sich auf Reddit und im NBRF (Notebook Review Forum/Lenovo) zum Thema Legion umschaut, wird man relativ schnell auf das Thema PSU (Netzteil) stoßen. Viele User empfinden das 300w Netzteil als überdimensioniert bzw. zu groß/ schwer und wechseln daher auf das nächst kleinere 230w Netzteil. Gerade wenn man häufig mit dem Notebook unterwegs ist, soll das komplakte ultra light (UL) Netzteil (oder SlimQ wie Lenovo es nennt) wohl eine deutliche Erleichterung sein. Gemeint ist folgendes Netzeil: Lenovo Legion Slim 230w AC Adapter (UL) (Part number: GX20Z46307 oder 4X20S56717)

PSU 1.jpg PSU 2.jpg

- Lenovo Parts Link
- Elektronline Store (deutscher Kauflink)

Ich betreibe mein Notebook überwiegend stationär an zwei Monitoren und verlege alle Kabel und das Netzteil so, dass ich da normalerweise nicht mehr ran muss. Meistens besorge ich mir dann ein zweites Netzteil und wenn ich mal das Notebook mitnehmen muss, brauche ich nur alle Kabel abschließen, das Notebook in die Tasche packen und los geht's. Hab ja schließlich alles doppelt da und muss nichts abbauen, außer das Notebook selbst. Daher war es klar, dass ich mir sowieso ein zweites Netzteil anschaffen werde. Da mich das Thema mit dem kleineren/ mobileren Netzteil interessiert hat, hab ich das Thema mal ein wenig ausgetestet.

Folgende 230w Netzteile sollen (keine Garantie) mit dem Legion kompatibel sein:

PSU Model:FRU Part-No.:Art. Nr.:Lenovo/ LI Part-No.:
ADL230NDC3A00HM6264X20E75111PA-123-12LA
ADL230NLC3A00HM6274X20E75115SA10E75804
ADL230SCC2A01FR0444X20E75116SA10E75805
ADL230SCC3A (Slim)01FR0464X20E75118SA10H28356
ADL230SDC3A02DL144 (Slim)4X20E75121SA10M42756
GX20L293474X20E75123SA10R16890
GX20Z46307 (Slim)4X20S56713
4X20S56717 (Slim)
4X20S56726
4X20Z83991 (Slim)

In meinem Testing hab ich mir erstmal angeguckt wie hoch der Verbrauch mit dem originalen 300w Netzteil in einem normalen Gaming-Szenario (FarCry 6) ausfällt. Laut HWinfo haben wir rund 130w-140w auf der GPU (RTX 3070) und ca. 35w auf der CPU (5800H). Dazu kommt Display (165Hz), Lüfter, onBoard-Verbrauch, Beleuchtung, angeschlossene USB-Geräte etc. Ich schätze den Gesamtverbrauch auf ungefähr 200w - 210w und hinzukommt noch die Verlustleistung des Netzteils. Mit einem Strommessgerät ab Wand gemessen, komm ich auf einen Verbrauch von 210-230w. Die Last ab Wand gemessen ist nicht konstant, sondern schwankt in diesem Bereich ein wenig. Mit 230w würde man sich demnach noch im Soll des kleineren Netzteils befinden, würde man aber beispielsweise Prime95 und Furmark zeitgleich laufen lassen, könnte man auf 270w-280w kommen, zumindest in der Theorie. Als überdimensioniert kann man das 300w Netzteil demnach sicherlich nicht bezeichnen. In der Ausstattung mit dem Intel 11800H und allen Ausstattungskonfigurationen mit RTX 3080 (165w) wird die Last entsprechend etwas höher ausfallen.

Nun habe ich mir dennoch für schmales Geld (30€) ein gebrauchtes Non-Slim 230w Netzteil (Modell: ADL230NDC3A, FRU PN: 00HM626, Lenovo PN: SA10E75804) geholt und das an meinem Legion 7 getestet. Mit GPU-Undervolting pendelt sich der Verbrauch auf ca. 200w (110w GPU) ein, was für das 230w noch vollkommen ok ist. Ich habe damit ca. drei Stunden FC6 gespielt und alles lief ganz normal ohne Auffälligkeiten. Soweit ich weiß, bezieht sich die Angabe 230w, 300w usw. immer auf das, was die Netzteile dauerhaft leisten können. Die kurzzeitige Peak-Leistung soll um ein vielfaches höher sein. Geht man jetzt vom Standard-User aus, der nichts einstellt und direkt im Performance-Mode losspielt, wäre ich mich nicht sicher, ob ich das dauerhaft so machen würde, sprich 230w Verbrauch mit einem 230w-Netzteil betreiben. Ich behaupte vorsichtig mal, dass das kein Problem sein sollte, berücksichtigt man aber Aspekte wie Langlebigkeit von PSU und Notebook, ggf. Schutz des Gerätes, würde ich nicht empfehlen auf ein kleineres Netzteil umzusteigen. Alternativ kann man auch im Balanced-Mode spielen, denn hier ist die GPU auf 115w begrenzt.

Falls jemand mal Ersatz sucht, das originale 300w Netzteil wird wie folgt gelistet:
- Model: ADL300SLC3A
- Lenovo PN: SA10R16957
- FRU PN: 5A10W86290
- Output Power: 20,0V - 15,0A - 300,0W

Inzwischen habe ich noch einen weiteren Test gemacht und zwar habe ich mal Furmark (MSI) und zeitgleich Prime95 laufen lassen, um zu messen, welche Last maximal durch das Netzteil geht. Erwartungsgemäß sinkt die GPU Power dann auf 125w, weil die 15w+ vom Dynamic Boost wegfallen. Während des Stresstests hält die CPU 80w und GPU entsprechend 125w. Allein hier kommt man schon problemlos über 200w und hinzu kommt noch das ganze andere Zeug wie Display, Sound, Lüfter, Beleuchtung, Board-Spannung, Verlustleistung des Netzteils usw. Der Dynamic Boost greift bis 65w CPU Package Power, sprich der GPU steht das volle 140w Powerlimit bis zu dieser CPU Last zur Verfügung. Mein Messgerät, welches den Verbrauch an Wand misst, zeigt dabei einen Verbrauch von 270-282w an.

Verbrauch.jpg 140w.jpg

Natürlich ist so ein Szenarion im alltag völlig unrealistisch, zeigt aber, was möglich ist, wenn man es drauf anlegt und erklärt, warum ein 300w Netzteil einfach notwendig ist. Ein weiterer Punkt, wenn's um die Mobilität geht, ist das Laden/ Betreiben des Notebooks via USB-C. Das L5P und L7 bieten hierfür auf der Rückseite entsprechende Ports:

UBS-C Strom.jpg USB-C PSU.jpg

Gerade wenn man viel unterwegs ist und überwiegend nur leichte Workloads wie Browsing, Musik hören, Office etc. hat, können die deutlich mobileren USB-C Ladegerät eine gute Alternative sein. Als getestet und empfehlenswert (Beitrag) sind die USB-C Ladegerät von Baseus zu erwähnen:

- Baseus 65w = 31€ (Amazon-Link)
- Baseus 100w = 30€ (ebay-Link)

(Danke FatTony für den hilfreichen Hinweis und das Bereitstellen der Bilder und der beiden Links)

Was ich ausnahmslos bei jedem meiner Notebooks mache, ist einen gescheiten Kühler zu bauen. Über zusätzliche kühle Frischluft freut sich grundsätzlich jedes Notebook, auch wenn es natürlich von der Bodenplatte und der Heatsink-Mainboard-Kombination (invertiert oder nicht) abhängt wie hoch der Kühlungsvorteil ausfällt. Grund für so einen Kühler kann der Wunsch nach besseren Temperaturen sein, aber auch einfach ein leiseres Notebook, sowohl im idle als auch im Gaming. Die verbauten Lüfter (meist Noctua) von so einem Kühler sind auf 100% meist leiser als die NB-Lüfter auf 50%. Wie bei den Repastes, hab ich auch von den Kühlern mittlerweile etliche für verschiedenste Modelle gebaut. Für's Legion 5 Pro und Legion 7 hab ich schon einige gebaut, fokussiere mich da aber auf zwei Modelle, die sich bislang sehr gut bewährt haben. Den großen U3-Kühler mit zwei Noctua NF-A12 Lüfter, die über eine externe Stromversorung laufen und den kleinen, etwas mobileren U2-Kühler mit drei Noctua NF-A8 Lüftern, die per USB-Power befeuert werden. So sehen die Kühler dann aus:

mobile, kleine Version:
20210930_164355.jpg 20210930_164408.jpg 20210930_164423.jpg
20210930_164745.jpg U2-Verbrauch.jpg Vergleich U2 vs U3.jpg

größere Version mit externer Spannungsversorgung: (angepasst für verschiedene Bodenplatten)
U3 Legion 5 Pro (1).jpg U3 Legion 5 Pro (3).jpg U3 Legion 5 Pro (5).jpg a U3 Vergleich2.jpg

U3 Silver (4).jpg Arctic P12 (1).jpg U3-Tough (1).jpg

Ich bearbeite die Kühler immer und entferne das Gitter, um den bestmöglichen Wirkungsgrad zu erzielen. Ich möchte einfach nicht, dass irgendwas den Luftstrom ausbremst. Das macht das feine Mesh in der Bodenplatte ohnehin schon. Zudem tendieren die Lüfter eher dazu lauter zu werden, wenn sie direkt vor einem Hinternis arbeiten. Hat also mehrere Gründe warum ich das so mache. Die Ausschnitte für die Lüfter befinden sich exakt unter dem feinen Lochblech des Legions:

Kühler Öffnungen 1.jpg Legion 7 Unterseite.jpg Bodenplatte Legion 7.jpg

Kühler Öffnungen 2.jpg Kühler Öffnungen 3.jpg

Falls sich einer so ein Kühler selber bauen möchte, braucht man folgende Komponenten:

  • Für den größeren U3-Kühler:
  • - den U3-Kühler selbst* (15-20 €)
  • - Noctua NA-FC1 PWM Controller (19,90 €)
  • - 2/3 120m Lüfter 12v (4-Pin) (Lüfter abhängig)
  • - Heitronic Slim 12v (15w) Netzteil (8,00 €)
  • - 3m Stromkabel (5,40 €)

  • Für den kleinen U2-Kühler:
  • - den U2-Kühler selbst* (15-20 €)
  • - Noctua NA-FC1 PWM Controller (19,90 €)
  • - 3x Noctua NF-A8 5v (4-Pin) (16,90 € pro Stück)
  • - alle notwendigen Kabel liegen im Zubehör bei

Wer handwerklich nicht so geschickt ist, der kann mir gerne auch eine PN schicken. Dann baue ich den Kühler auf Anfrage.

* Das Problem ist so ein bisschen der Kühler selbst. Dieser ist von Cooler Master und nennt sich NotePal U2/ U3 und wurde schon lange gegen die PLUS-Version upgegradet, die sich für den Umbau nicht so ideal eignet. Demnach habe ich alle Kühler, zum teil mühsam, über ebay und ebay Kleinanzeigen immer zusammengekauft. Also genau gucken und sicherheitshalber fragen, was ihr da kauft. Viele kennen die Unterschiede nicht und nehmen nicht immer ihre eignen Fotos. Im Zweifel einfach nach der Breite fragen. Der kleine U2-Kühler ist 34,3cm breit und der große U3-Kühler ist 42cm. Meine persönliche Empfehlung für die 16" Modelle (und kleiner) ist der kompaktere U2-Kühler, weil das Notebook fast genauso groß ist wie der Kühler und ihn vollständig verdeckt. Insgesamt finde ich es optisch etwas schicker, weil es weniger Platz weg nimmt.

Alternativ gibt es auch zusätzliche Notebook-Füße, die dem Notebook dabei helfen mehr frische Luft zu ziehen. Bis zu einem gewissen Grad funktioniert so eine Erhöhung ganz gut, ersetzt aber bei Weitem nicht zwei oder drei Noctua-Lüfter, die aktiv ein Notebook mit Frischluft kühlen. Detailierte Eregebnisse wie viel so Kühler mit Noctua-Lüftern vs. Anheben bringt, findet sich im Punkt 3.8 Terperatur- und Geräuschentwicklung.



3. Temperatur-, Geräusch- & Leistungsoptimierung
Mit dem MSI Afterburner kann man sowohl die Grafikkarte übertakten, als auch undervolten mithilfe des Curve-Editors. Mit dem Curve-Editor bestimmt man welcher Strom (V) bei welchem Takt (Mhz) anliegt und wie hoch der Takt/ die Voltage ansteigen darf. Dadurch kann man den Verbrauch (Watt) zum Teil erheblich senken, ohne signifikate Leistungseinbußen zu haben. Meiner Erfahrung nach läuft die GPU mit einer Curve sogar besser, da sie nicht ständig im Powerlimit rumhängt und sich immer wieder ausbremst.

Nun stellt sich natürlich die Frage, wie man einen passenden Wert ermittelt. Dafür habe ich mir ein Spiel (Far Cry 6/ AC Valhalla) genommen und mir erstmal angeschaut welcher Takt bei welcher Voltage durchschnittlich im Out-of-the-box-Zustand anliegt und welcher Verbrauch sich ergibt. In meinem Fall mit Far Cry 6 war das bei einer Stunde Spielzeit rund 1.800 MHz bei 0,916V und einem Verbrauch von 136w (140w PL). Den Sweetspot muss da jeder für sich selbst herausfinden/ definieren. Ich priorisiere meist gleichbleibende oder bessere FPS-Leistung bei bestmöglichem Verbrauch.

Als Ausgangspunkt nehme ich dann meine 1.800 Mhz (+/- 50 MHz) und versuche diesen Takt mit möglichst wenig Spannung zu betreiben. Jedoch darf man nicht zu wenig Spannung nehmen, weil es sonst logischerweise instabil wird und/ oder der GPU Effective Clock absinkt (Stichwort Clock-Stretching). Der Curve-Editor könnte für Neulige etwas kompliziert wirken, ich versuch's aber möglichst nachvollziebar zu erklären. Zunächst erstmal die Oberfläche vom MSI Afterburner:

MSI Afterburner Menü.jpg

Alles, was irgendwie wichtig ist, hab ich mal markiert. Der Button für den Curve-Editor befindet sich links unten. Sobald man ihn aufmacht, sieht man die Kurve (Curve), die die GPU folgen wird bis das Powerlimit sie ausbremst. Die kleinen viereckigen Punkte beschreiben den Wert welcher Takt (Skala links) mit welcher Spannung (Skala unten) angelegt wird. So sieht das im Default aus:

MSI CE 0.jpg

Soweit ich das feststellen konnte, legt die RTX 3070 nicht mehr wie 1,040v an, jedoch nur bei der Peak-Leistung von rund 2.000 MHz. Demnach könnte man schlussfolgern, dass man alle Werte nach 1,040V ignorieren könnte, jedoch hat die Erfahrung gezeigt, dass es meist sinnvoller ist, die abgeflachte Kurve bis zum Ende durchzuziehen. Für das Undervolting im Beispiel 1.830 MHz @ 825mV (mein Sweetspot) gehe ich dann wie folgt vor:

Ich öffne den Curve-Editor und suche mir den Punkt bei 825mV (Skala unten). Zusammen mit der Shift-Taste (gedrückt halten) ziehe ich den Punkt bis zum gewünschten Takt hoch. Im meinem Fall bis 1.830 Mhz:

MSI CE 1.jpg

Da ich nicht möchte, dass die GPU diese Werte (Takt & Spannung) übersteigt, muss ich ab diesem Punkt die gesamte Kurve abflachen:

GPU UV-Profil.jpg

Die Punkte, die nach der 825mV kommen, kann man dann entweder auf irgendeinen Wert unterhalb der 1.830 Mhz runterziehen und später auf Übernehmen drücken (Kurve passt sich dann an) oder mithilfe von Maus und Pfeiltasten auf den exakten Wert stellen. Bei mir funktioniert die zweite Methode meist besser, da das Übernehmen mit den nach unten gezogenen Werten zwar die Kurve abflacht, aber nicht immer perfekt. Wenn ein Punkt nach dem gewünschten Wert (825mV) höher ist, legt die GPU dann auch diese Voltage später an. Daher immer darauf achten, dass die Curve ab dem gewünschten Wert nicht mehr ansteigt. Am Ende dann nur noch übernehmen, ggfs das Profil speichern und fertig. Zusätzlich zu dem Undervolting erhöhe ich noch leicht den Mem-Clock.

Mit dem Undervolting-Profil habe ich laut Ingame-Benchmark die gleiche FPS-Leistung (+/- 3 fps), jedoch eine Reduktion von rund 25-28w (GPU Power). 25-28w weniger Abwärme merkt man deutlich in den Temperaturen der GPU, aber auch zum Teil auf der CPU. Da die meisten Gaming-Notebooks eine sogenannte "Shared-Heatsink" verwenden, beeinflusst die Abwärme des einen Chips auch immer den anderen.

Falls das alles kompliziert klingen mag, hilft es ungemein sich auf einem Zweitmonitor während des Spielens den Curve-Editor und die Werte in HWinfo anzuschauen. Dann kann man auch sehr leicht den Curve-Editor und wie die GPU arbeitet nachvollziehen. Für die Faulen unter euch, stelle ich meine UV-Profile im Beitrag #635 zur Verfügung. Hier kann ich den Ordner leider nicht an der passenden Stelle einfügen. Folgende Profile sind enthalten:

Profil 1 - 1.830 MHz @ 825mV + 500 Mem
Profil 2 - 1.850 MHz @ 850mV + 500 Mem
Profil 3 - OC (nur zum Benchen)
Profil 4 - 1.815 MHz @ 800mV + 500 Mem
Profil 5 - 1.800 MHz @ 825mV + 500 Mem

Die Profile sind auf meine RTX 3070 und die Games, die ich damit spiele, ausgelotet. Sollte aber auch problemlos auf der RTX 3060 & RTX 3080 laufen. Falls das Spiel mit einem der genannten Profile abschmieren sollte, braucht man entweder mehr Spannung oder weniger Takt. Das Profil 5. sollte hier noch das erfolgversprechenste sein. Für irgendwelche Benchmarks oder Stresstests sind die Profile nicht zu empfehlen.

- MSI Afterburner Shortcuts -
- Kurzes Video wie man den Curve Editor nutzt -
(Danke derin)

Auch Undervolting darf im Bereich der Optimierung natürlich nicht fehlen. Das Ziel ist eine gleichbleibende, bessere oder minimal schlechtere Leistung, dafür aber bessere Temperaturen (= leiseres Notebook). Der Begriff Undervolting ist viellecht ein wenig weit gefasst, aber das Ziel (kühlere Temperaturen + ggfs bessere Leistung) ist in allen Fällen das gleiche.

Intel CPU
Den Begriff "Undervolting" würde ich bei Intel-Systemen noch am ehesten zuschreiben. Hierbei legt man ein Voltage-Offset fest, beispielsweise -125mV, der auf die angeforderte Core VID gelegt wird. Sprich, die CPU gibt dem Voltage-Controller vor, welchen Strom sie haben möchte und der Voltage-Controller, genauer gesagt die Powerstages, liefern. Durch das Offset wird der angeforderte Werte minus der 125mV angelegt. Die CPU bekommt also etwas weniger Strom, was ihr aber zum Arbeiten noch locker ausreicht, jedoch verbraucht nun weniger Watt (CPU Package Power) bei der gleichen Leistung. Weniger Strom --> weniger Abwärme = kühlere Temperaturen.

Im folgenden Beispiel mit dem i7-11800H nehmen wir Throttle Stop (Download-Link am Ende des Punktes) zum Undervolten. Nach der Installation bestätigen wir die Warnmeldung und gehen in den FIVR-Control:

FivR.jpg

Im FIVR-Control angekommen müssen wir CPU Core und CPU Cache gleich tief undervolten, weil sonst immer nur der "schwächere" Wert für die CPU gesamt übernommen wird. Würden wir den Core beispielsweise mit -50mV undervolten und den Cache gar nicht, sprich -0mV, würde der Wert -0mV für CPU Core und CPU Cache gleichermaßen gelten, weil 0mV der schwächere Wert ist. Ich hoffe das ist verständlich. Im FIVR-Control sieht das dann wie folgt aus:

FIVR Control.jpg
(Danke für das Foto el3c)

1. Oben im FIVR Control: CPU Core auswählen
1.1 Haken bei Unlock Adjustable Voltage
1.2 Offset-Regler auf -67,x mV stellen (wird später auf- oder abgerundet)

2. Oben im FIVR Control: CPU Cache auswählen
2.1 Haken bei Unlock Adjustable Voltage
2.2 Offset-Regler auf -67,x mV stellen

3. Auf OK - Save voltages immediately stellen
3.1 Apply und das Offset sollte angelegt sein

Das Offset sieht man anschließend auch in HWinfo unter dem Reiter --> Voltage Offsets. Dort dann unter: --> IA Voltage Offset (-67mV für CPU Core) und --> CLR (CBo/LLC/Ring) Voltage Offset (-67mV für CPU Cache). Je nach Notebook und eingesetztem Voltage-Controller kann sich das aber unterscheiden, wann HWinfo das anzeigt. Beim Legion 7i wurde das direkt übernommen und angezeigt. Bei einigen Geräten muss man HWinfo nach dem Einstellen des Offsets noch mal neu starten, da der Wert scheinbar nur einmal beim Starten ausgelesen wird.

Wie tief man undervolten kann, hängt zum einen von der Güte (Binning) der CPU ab und zum anderen von der Last, die anliegt. Hier im Beispiel wurde jetzt ein Offset von -67mV gewählt, es geht aber noch deutlich mehr. Von dem, was ich so lese und gesehen habe, machen die meisten Tigerlake-CPUs (Intel 11. Gen) so um die -60mV bis -90mV wohl noch mit (keine Garantie). Da drüber hinaus hängt es von den genannten Gründen ab, ob die CPU das mitmacht. Wenn's mal ein Bluescreen gibt, dann war das UV höchstwahrscheinlich zuviel und spätestens nach einem Kaltstart schmeißt der Voltage-Controller den Wert raus. Sollte das Undervolting nicht übernommen werden, gibt es im Beitrag #93 noch einige Lösungsansätze.

!ACHTUNG! Sollte man in Zukunft irgendwann ein BIOS-Update machen, ist es dringend anzuraten das Offset vorher rauszunehmen. Wenn das System während eines BIOS-Updates abschmiert, kann es im schlimmsten Fall das BIOS beschädigen und das Notebook bootet nicht mehr.

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AMD CPU
Bei AMD CPUs geht sowas auch, jedoch ist diese Art des Undervolting nur in Verbindung mit dem Precision Boost Overdrive und dem Curve Optimizer verfügbar/ sinnvoll. Soweit ich das gesehen habe, gibt es dieses Tool leider nur im Desktop-Bereich. Für die mobilen AMD CPUs gibt es nur den Ryzen Controller oder AATU, jedoch zielen diese Tools mehr auf die Leistungsbegrenzung ab. Sprich, das Einstellen von Boost-Zeiten, Leistungsaufnahme wie TDC, EDC und PPT. Auch Temperatur-Limits können gesenkt werden, falls man die Triggerpoints der Lüfter eingrenzen möchte. Alternativ kann den CPU Boost deaktvieren, was durchaus einen signifikaten Unterschied machen kann. Genaueres zu diesem Thema findet sich im nächsten Punkt: 3.3 CPU Boost einschränken.

Es geht um eine Energieeinstellung, die den Boost des Prozessors steuert und damit die Temperaturen verbessern soll. Im Default ist diese Einstellung jedoch nicht sichtbar, kann aber durch ändern eines Registry-Eintrages wieder sichtbar gemacht und verstellt werden. Alternativ bietet der LFC diese Funktion bereits an. Die Einstellung befindet sich unter:

Rechtsklick auf Akku --> Energieoptionen --> Energiesparplaneinstellungen ändern --> Erweiterte Energieeinstellungen ändern --> Reiter: Prozessorenergieverwaltung.

Im Default hat man hier nur die drei Auswahlmöglichkeiten:
  • [+] Minimaler Leistungszustand des Prozessors
  • [+] Systemkühlungsrichtlinie
  • [+] Maximaler Leistungszustand des Prozessors
Nach dem Freischalten kommt noch die Option [+] Leistungssteigerungsmodus für Prozessoren dazu.

PWR Setting 3.jpg LFC - Boost-Set.jpg

Das Freischalten funktioniert wie folgt:

1. Win-Taste drücken, regedit eingeben, Enter.
2. Im Registry-Editor dann in folgenden Ordner gehen:

KEY_LOCAL_MACHINE --> SYSTEM --> CurrentControlSet --> Control --> Power --> PowerSettings --> 54533251-.... --> be337238-...

3. Doppelklick auf Attributes, den Wert von 1 auf 2 ändern und mit OK bestätigen. Das war's.

PWR-Setting.jpg

Was die einzelnen Prozessor-Modi (beim 5800H) bewirken und wie sich das sowohl im Benchmark als auch im Realword-Gaming äußerst, habe ich durch unzählige Stunden an Testing untersucht. Als Benchmark habe ich den Final Fantasy XIV Endwalker Benchmark genommen, weil er mit etwas über 6 Minuten relativ lange geht und eine ähnlich hohe Last erzeugt wie Gaming.

Setup:
- NB-Lüfter fixiert durch LFC auf 42% (ATO Lv3)
- Performance Mode
- GPU: Stock (140w PL)
- Liquid Metal drin
- Raumtemperatur 19,5 - 20,5 °C
- Nvidia Treiber 497.09
- BIOS: GKCN46WW

Final Fantasy-Benchmark:
Final Fantasy Benchmark.jpg

Wie man im Testing sehr genau sehen kann, gibt es nur einen nennenswerten Unterschied zwischen aktiviertem und deaktiviertem Boost. Mit deaktiviertem Boost taktet die CPU nur noch bis 3.200 MHz (gerundet von 31,8x) auf allen Kernen, wodurch deutlich die Core-Spannung von 1.39v auf 1,04v fällt. Das hat zur Folge, dass der Verbrauch um die Hälft auf 15w reduziert wird und dadurch die CPU rund 10°C kühler läuft.

Im Gaming mit FH5 äußert sich der deaktivierte CPU-Boost ähnlich. Der Verbrauch wird um ca. 15w reduziert, was zu besseren Temperaturen führt.

Forza Horizon 5 Gameplay und Ingame-Benchmark:
FH Testing.jpg

Erläuterungen:
- Bench: steht für den eingebauten Benchmark
- Game: für das Gameplay im Spiel
- Boost OFF steht für Deaktiviert
- Boost (Hoch) ist das, was im Default beim Legion hinterlegt ist
- E.a.b.Z. steht für den Boost Modus: Effizient aggressiv bei Zusicherung
- A.b.Z. steht für den Boost Modus: Aggressiv bei Zusicherung
- GPU UV 1.845 MHz @ 0,825v
- GPU Stock bedeutet, dass im Performance Mode nichts eingestellt wurde, einfach das volle 140w PL
- Als Kühler kommt der DIY-Kühler vom Punkt 2.6 zum Einsatz
- Wo der Kühler fehlt, wurde mit 10cm Erhöhung getestet

Alle weiteren Details wie Testverfahren und Wertung werden im Punkt: 3.8 Temperatur- und Geräuschentwicklung behandelt.

Auch wenn die beiden Tests hier klar die Vorteile vom deaktivierten Boost gezeigt haben, kann es nicht immer sinnvoll sein ihn zu deaktivieren. Es gibt bestimmte Titel, Setups, Einstellungen usw. die einfach etwas mehr CPU Power benötigen und sobald man dann den CPU-Boost abschaltet, merkt man das deutlich.

Natürlich darf auch dieses Thema in einem Optimierungs-Thread nicht fehlen. Wie bereits in der Einleitung angesprochen, destanziere ich mich aber von irgendwelchen Empfehlungen diesbezüglich. Ich habe mich in den letzten 5-6 Jahren intensivst mit Notebooks beschäftigt und unzählige Repastes/ Repads an den verschiedensten Gaming-Notebooks durchgeführt. Oftmals auch mit LM oder irgendwelchen Mods usw. Es waren auch viele normale Notebooks bei, aber in den meisten Fällen ware es Gaming-Notebooks. In dieser Zeit habe ich natürlich auch viel Blödsinn und Pfusch in den Notebooks gesehen, wo Leute sogar beim SSD-Tausch ihr Notebook kaputt bekommen haben, indem sie die Schraube auf das Mainboard (Akku war noch angeschlossen) fallen gelassen haben und es zu einem Kurzschluss kam. Fehlende oder kaputt gedrehte Schrauben, beschädigte Stecker, abgebrochene Klipse, falsche oder fehlende Wärmeleitpads uvm. war da alles querbet bei. Deshalb spreche ich keine Empfehlungen mehr aus.

Ok, zurück zum Thema. Häufig stellen die NB-Hersteller Sicherheitsbestimmungen und Demontage-Anleitungen in ihren Service-Manuals online zur Verfügung. Daher orientiere ich mich ertsmal an diesen Bildern und nehme später meine eigenen. Wenig überraschend fangen wir mit der Bodenplatte an und lösen insgesamt 10 Schrauben. 6 lange und 4 kurze:

1633303187000.png

Dann wird der Deckel vorsichtig hochgehebelt und entfernt. Nimmt für das Hebeln spezielle Hebel-Tools aus Plastik. Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass man dafür gescheites Werkzeug nimmt, ich erwähne es aber mal trotzdem an der Stelle.

1633303384930.png

Dann kommt der Stromstecker und die beiden SSD-Abdeckungen, sofern man sie hat. Laut Service-Manual sind es auf der linken Seite drei Schreiben beim SSD-Cover, es sind aber vier Verschraubpunkte vorhanden.

1633303530699.png 1633303556285.png 1633303630426.png SSD Cover Repaste.jpg

Als ich mein Gerät zum ersten Mal aufgemacht habe, hatte ich gleich direkt mehrere negative Punkte festgestellt. Es fehlten mehrere Schrauben (aufgrund der fehlenden SSD-Abdeckplatten) und ein Wärmeleitpad für die MOSFETs der GPU guckte schon zur Hälfte raus. Also hier hat Lenovo nicht den besten Job gemacht. Leider kommt das häufiger vor als man glaubt. Fehlende, doppelte oder falsch eingesetzte Wärmeleitpads sind in den Geräten (Gaming Notebooks) keine Seltenheit.

20210930_141815.jpg

Für den Fall, dass jemand das gleiche Glück mit den fehlenden Covern hat*, an folgenden Stellen fehlen die Schrauben dann:

1633330499891.png
*der Support hat mir die beiden fehlenden SSD-Abdeckungen nachgeliefert.

Als Ersatz für die fehlenden Stellen habe ich M2*5 Schrauben genommen. Ersatzschrauben bekommt man tonnenweise auf Amazon und Co. Für die Demontage der Heatsink müssen insgesamt 12 Schrauben + zwei Lüfterkabel gelöst werden.

1633330962257.png

So wie die meisten Kühleinheiten in Notebooks, hat auch diese eine Nummerierung an den Fixierpunkten. Es ist nicht zwingend erforderlich genau diese Reihenfolge einzuhalten. Viel entscheidender ist das Muster (manche kennen das von Autofelgen), so das man die Kühlkonstruktion gleichmäßig löst. Idealerweise empfiehlt es sich jede Schraube nur einige Umwindungen zu lösen und dann direkt zur nächsten zu gehen. Nach zwei-drei Runden hat man alle Schrauben dann gleichmäßig gelöst. Gleiches gilt auch später für den Rückbau. Heatsink punktegenau über die Verschraubpunkte legen und im Kreuz-Pattern jede Schraube ein paar Umwindungen anziehen und das so lange machen bis alle fest sind.

1633331749633.png

Was Lenovo an der Stelle gut gemacht hat: Die Heatsink-Schrauben sind zum einen größer (besserer Halt mit Schraubendreher) und zum anderen besitzen sie einen festen Stopp-Punkt. Also zu fest anziehen kann man es in dem Fall nicht wirklich bzw. bringt nichts. Durch einen Sicherungsring auf der Rückseite verbleiben die Schrauben in der Heatsink. Hat man den Kühlkörper gelöst, schaut das ganze wie folgt aus:

Hs1.jpg HS2.jpg

Das Pad, was da so komisch rausguckt, habe ich bereits anfangs erwähnt. Die Paste selbst hat ganz schön gut geklebt und von der Konsistenz her war sie .... sich sag mal etwas gumimartig und zäh. Nicht ausgetrocknet und nicht bröselig, aber auch nicht flüssig. Letztendlich muss das alles aber kein Indikator dafür sein wie gut oder schlecht die Paste in dem Notebook performt.

Paste1.jpg Paste2.jpg Paste3.jpg

Paste4.jpgPaste5.jpg Paste6.jpg

Zunächst habe ich einen Repaste mit Arctic's MX5 Wärmeleitpaste durchgeführt, da ich wissen wollte wie gut oder schlecht die Lenovo-Paste im Vergleich performt. Ich hätte auch TG Kryonaut nehmen können, aber in meinem Testing performt die MX5 nahzu identisch mit der Kryonaut-Paste. Lass es mal ein Grad mehr sein, aber das fällt jetzt nicht wirklich ins Gewicht. Ehrlich gesagt bin ich von Kryonaut schon länger weg, weil es über die Zeit an Performance verliert. Anfangs performt sie immer super, aber spätestens nach einen halben Jahr verliert sie deutlich an Leistung. Deshalb nehme ich lieber Noctua (NT-H1/ H2) oder die MX5 von Arctic.

Einen sauberen Vorher-Nacher-Vergleich könnte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht durchführen, weil noch nicht wusste, dass man mit dem LFC die Lüfter auf eine Geschwindigkeit fixieren konnte. Denn sobald man die Kühlung in irgendeinerweise verbessert, sei es durch einen Unterstellkühler, Undervolting oder einem Repaste, wird das Notebook nicht zwingend kühler sondern einfach leiser bzw. die Kühlleistung der NB-Lüfter wird reduziert. Im ersten Testing mit der MX-5 waren die GPU-Temperaturen in etwa gleich, CPU jedoch 3-4°C wärmer. Für die Leute, die über einen Repaste mit anderer WLP nachdenken --> spart euch die Arbeit. Lenovo hat dahingehend schon einen sehr guten Job gemacht.

Falls ihr ein Repaste mit LM in Erwägung zieht, bleibt euch natürlich selbst überlassen wie ihr das gestaltet. Ich zeige hier nur eine Möglichkeit wie man es machen kann und wie ich es die letzten Jahre bei unzähligen Notebooks gemacht habe. Zusätzlich werde ich auch auf ein paar typische Fehler eingehen, die ich nicht selten in den Geräten gesehen habe.

Schutz der SMD-Beiteile. Wenn man Lust hat, kann man zum Schutz die SMD-Bauteile um den Chip mit buntem Nagellack oder anderem Zeug bepinseln. Ich persönlich meide jedoch solche Ansätze, die sich nicht zurückbauen lassen. Zum Schutz eignet sich am besten Kaptonband. Sehr häufig wird aber noch Isolierband oder das beliebte Scotch Super 33+ Isoband genommen. Warum Kaptonband weitaus besser geeignet ist, demonstriert beispielsweise dieses -Video-. Nicht nur die Eigenschaften bei Temperaturschwankungen sind hier wichtig, sondern insbesondere auch die Materialstärke. Kaptonband ist nämlich wesentlich dünner.

Sicherlich werden jetzt einige sagen, dass sie das mit dem Scotch-Isolierband schon mehrfach gemacht haben und es nie Probleme gab. Ich selbst hab das vor Jahren auch nicht anders gemacht und es gab nie Probleme. Wenn die Höhe des DIE's ausreichend ist und man auch sauber geklebt hat, wird das in den meisten Fällen auch kein Problem sein. Hier mal ein Beispiel von einem AW-Notebook: Scotch 33+ vs. Kaptonband:

AdrLM (Beispiel AW17 R4).jpg Repaste Jo (2).jpg

Es gibt aber auch Notebooks, wo die DIE-Höhe mit Bezug auf Materialstärke des Tapes ein Problem wird. Dann liegt die Heatsink auf dem Tape und nicht auf dem Chip auf und die Temperaturen gehen durch die Decke. Ich muss wirklich zugeben, dass ich dieses Problem nicht so selten gesehen habe. Die Ursache war meinst die DIE-Höhe der CPU oder das stümperhafte Aufkleben und gleichzeitige Überlappen des Isolierbandes. Hier mal zwei Beispiele, die das gut demonstrieren:

LM Fehl 1.jpg LM Fehl2.jpg

Mal abgesehen davon, dass im ersten Bild die Kontaktflächen nicht abgedeckt sind, ist auch das Tape an den Überlappung zu dick und übersteigt die Höhe des DIEs. Im zweiten Bild kann man gut die Abdrücke des Kühlkörpers auf dem Isoliertape erkennen (markiert). Beim Legion wird man ziemlich sicher auf das gleiche Problem stoßen. Der 5800H/ 5900HX ist extrem flach und mit dickem Isoliertape wird man schnell drüber kommen. Selbst mit Kaptonband empfehle ich äußerst sauber zu kleben, sonst wird's echt zu knapp. In der Regel mach ich das meist so, dass ich mir die Bereiche zum Abkleben vorher passend ausmesse und das Kaptontape auf die gewünschte Größe zuschneide. So sieht's bei mir jetzt im Legion aus:

Kap 1.jpg Kap 2.jpg Kap 3.jpg

Was ich auch schon seit vielen Jahren mache, ist eine Art "Auslaufschutz". Normalerweise möchte LM nicht so gern irgendwo hin fließen, aber so kann ich absolut sicher sein, dass das LM dort bleibt, wo es hin gehört und sich nicht irgendwo hin verteilt. Gerade bei Notebooks, die häufig untwegs sind, möchte man doch lieber auf Nummer sicher gehen. Den Auslaufschutz mach ich mit einer dünnen Spitze und GD900. So sieht das ganze dann anschießend aus:

AS 2.jpg AS 3.jpg

Die Verbesserung mit LM beträgt in etwa 3-5°C, je nach dem welches Setting man fährt und wie viel Last man hat. Jedoch sind auch hier die Ergebnisse mit Vorsicht zu genießen, weil ich wie schon im Punkt 3.4 erwähnt, zu dem Zeitpunkt nicht wusste, dass man die Lüfter auf eine feste Geschwindigkeit einstellen kann, um saubere Vergleichsergebnisse zu ermitteln. Evtl. werde ich das in der Zukunft noch nachholen.

Bei so neuen Geräten braucht man normalerweise kein Repad machen, außer man hat das Pech wie ich und einige/ ein Wärmeleitpad(s) ist bei der Montage verrutscht oder fehlt. Lenovo verbaut überwiegend weiche Pads, die bis auf eine Stelle sehr guten Kontakt haben. Sollte man doch irgendwann ein Repad planen, kann sich an folgenden Werten orientieren:

Repad.jpg Repad HS.jpg

Ich sage an der Stelle "orientieren" deshalb, weil je nach Ausstattung, Mainboard-Revision, Heatsink-Partnummer usw. andere VRM-Komponenten oder Pads zum Einsatz kommen können, wodurch die angegebenen Maße nicht mehr passen. Des Weiteren besitzen einige Pads eine Zwischengröße wie 0,75 mm oder 0,85 mm. Höchstwahrscheinlich es darauf zurückzuführen, dass über die Zeit und den Anpressdruck der Heatsink einige Pads leicht gestaucht wurden. Eine exakte Ermittlung ist daher nicht so einfach möglich. Da es Pads in solchen speziellen Stärken aber nicht zu kaufen gibt, orientiere ich mich an Standardmaßen, was Arctic, Thermal Grizzly, Alphacool und Co. anbieten. Auch würde ich bei einem Repad nicht Pads mit einem zu hohen Shore-Wert (Härtegrad) nehmen, sondern eher mittelweiche Pads, um einfach einen gewissen Spielraum zu haben.

Eine Stelle, die mir nicht gefallen hat, waren die Induktoren bei den Powerstages der CPU. Hier konnte ich weder Abdrücke sehen, noch ist hier ein klassisches Pad verbaut. Teilweise war es an einer Seite schon hart:

Repad Induktor 1.jpg Repad Indkutor 2.jpg

Da diese Stelle relativ dünn aufgetragen ist, habe ich als Ersatz K5 Pro genommen, weil auch Lenovo an dieser Stelle viskose Paste verwendet. Damit kann ich den Kontakt relativ einfach sicherstellen, gehe aber nicht die Gefahr ein, dass ich ein zu dickes Pad nehme. Ich habe diese viskose Paste (Wärmeleitpad-Ersatz) schon öfter in anderen Notebooks eingesetzt und bislang nie Probleme damit gehabt. K5 Pro eignet sich gut für unebene und sehr dünne Stellen oder auch für Stellen, wo man nicht exakt die Stärke bestimmen kann. Idealerweise sollte man diese viskose Paste nur als Gap-Filler auf VRM-Komponenten verwenden, die nicht ganz so warm werden. Da, wo man Pads verwenden kann, sollte man auch weiterhin vernünftige Pads nehmen. Wenn's um Langlebigkeit geht, sind Pads immer noch das Mittel der Wahl. Alternativ kann man auch Putty von EVGA nehmen, sofern man es bekommt, was von der Kühlleistung nochmals besser sein soll als K5 Pro.

Oftmals wird die Wichtigkeit der Wärmeleitpads unterschätzt und gewisse Fehler schleichen sich ein. Bei einer unzureichenden Kühlung der GDDR-Speicherchips kann es beispielsweise zu Freezes oder Mikrorucklern kommen. Bei zu dicken Pads kann es passieren, dass die Heatsink nicht tief genug runterkommt oder schief über dem DIE hängt. Hohe Temperaturen, große Temperaturunterschiede innerhalb der Kerne sind da nur einige Beispiele. Da die meisten Kühlkörper ihren Anpressdruck über Federn ausüben und dieser nicht sonderlich hoch ist, sollten die Stärken der Wärmeleitpads schon stimmen.

Das Legion (nur Modelle mit AMD CPU) bietet im Zusammenspiel mit dem LFC die Möglichkeit, das Notebook vollständig passiv zu betreiben. Sprich, dass die NB-Lüfter dauerhaft aus bleiben. Ich denke, es versteht sich von selbst, dass so ein Zustand nichts für Gaming oder rechenintensive Szenarien ist, sondern nur für light Loads wie Office, Browsing, Musik hören, Bilder schauen etc. Zum Arbeiten, wo man sich konzentrieren muss und nicht durch Lüftergeräusche abgelenkt werden möchte, ist der Modus perfekt. Logischerweise sollte man den Passiv-Betrieb (NB-Lüfter 0 rpm) nur nutzen, wenn es auch die Temperaturen erlauben. In meinem Fall nutze ich den DIY-Kühler (aus Punkt 2.6) mit Noctua-Lüftern, den ich so einstellen kann, dass er absolut unhörbar ist und zusätzlich habe ich noch LM drin, was den Wärmeübergang und nochmals die Passiv-Kühlleistung verbessert.

Ich habe das ganze auch mittlerweile ausgiebig getestet und bin mir nicht sicher, ob ich den Passiv-Modus dauerhaft ohne Kühler drunter empfehlen würde. Die Temperaturen sind ohne Kühler zwar nicht unbedingt kritisch, aber auch nicht sonderlich toll. Mit dem Kühler drunter, der einfach nur ein wenig kühle Frischluft auf die Heatsink pustet, macht es einen Unterschied von knapp 30°C aus. Im Testing mit dem Passiv-Modus habe ich das System ca. zwei Stunden im Quiet-Mode genutzt und bin zu folgenden Ergebnisse gekommen:

Passiv Betrieb Ergebnisse.jpg

Sowohl flach auf dem Tisch als auch 7cm angehoben, wärmt sich das gesamte System (inkl. Akku, Palmrest, Tastatur) nach einer bestimmten Zeit so stark durch, dass es kaum einen nennenswerten Unterschied gibt. Lässt man die NB-Lüfter vollständig aus, sollte man von außen schon ein wenig nachhelfen. Das Notebook wird's einem danken.

Jetzt bleibt nur noch die Frage offen wie man das ganze einstellt. Nur die AMD-Modelle besitzen hierfür eine spezielle Funktion, die sich Advanced Thermal Optimization (ATO) nennt. Diese Funktion findet sich auch im BIOS:

Thermal Optimization.jpg

Im Default, sprich wenn man im BIOS nie was umgestellt hat, steht dieser Wert auf Level 1, was dazu führt, dass die Lüfter dauerhaft auf 36% drehen und nicht ausgehen können, egal wie kühl das Notebook läuft. Unter gewissen Umständen ist diese Funktion gar nicht mal so schlecht, denn sie verhindert, dass die Lüfter im idle ständig hoch- und runterdrehen. So drehen sie bei geringer Last zwar dauerhaft, aber dafür nicht ständig hoch und runter, was durchaus sogar noch nerviger sein kann. Die genauen Level teilen sich wie folgt auf:

  • Disabled: 0 - 1.700 rpm (0 - 34% Fan-Speed)
  • Level 1: min. 1.800 rpm (36% Fan-Speed)
  • Level 2: min. 2.000 rpm (40% Fan-Speed)
  • Level 3: min. 2.100 rpm (42% Fan-Speed)

Praktischerweise lassen diese Werte auch im Windows mit dem LFC einstellen und auch auslesen (Monitoring --> Current Fan Speed %). Leider reichen kühlen Temperaturen und das Einstellen auf Level 0 bzw. das Deaktivieren der ATO-Funktion nicht aus, dass die NB-Lüfter dauerhaft ausbleiben. Man hat dadurch lediglich die Möglichkeit geschaffen, dass die NB-Lüfter in diesen Zustand wechseln können und sobald sie das tun, kann man diesen Zustand mithilfe des LFC dauerhaft festsetzen. Sobald die Lüfter ausgehen (sichtbar an 0% Fan Speed) aktiviert man einfach den Fan Lock und die Lüfter bleiben dauerhaft aus.

LFC Fan Lock.jpg

Den Wert, den man mit dem Fan Lock festsetzt, bleibt dauerhaft erhalten, egal wie warm die CPU und GPU wird. Deshalb empfiehlt es sich natürlich den Fan Lock aufzuheben, sobald man spielen möchte oder anderweitig hohe Leistung abruft. Für Intel-Systeme gibt es aktuell leider noch keine Möglichkeit den Passiv-Betrieb zu aktivieren bzw. den Fan-Speed unter 36% zu bekommen, zumindest nicht so einfach. Der User el3c erklärt im Beitrag #351 wie man zumindest auf 18% Fan-Speed kommt.

Wie anfangs im Vorwort angesprochen, widmet sich dieser Thread primär der Optimierung/ Verbesserung des Legion-Notebooks. Deshalb wurden die hier erhobenen Zahlen und Ergebnisse mit allen verfügbaren Optimierungen durchgeführt. Wer will, kann diese später dann zu Out-of-the-box-Zuständen vergleichen. Dann weiß man schon mal grob, welche Temperaturen man erreichen kann, wenn man alle der aufgeführten Optimierungen/ Verbesserungen umsetzt. Zusätzlich wurde noch speziell die Frage DIY-Kühler vs. Erhöhung ausgiebig getestet, da es in der Vergangenheit häufig ein Thema war.

Um die Zahlen und Werte ins richtige Verhältnis zu setzen, muss das Test-Setup mit allen temperatur- und verbrauchsbeeinflussenden Faktoren bekannt sein. Diese sind:
  • - Liquid Metal statt Wärmeleitpaste
  • - GPU-Undervolt (1.830 MHz @ 825mV)
  • - feste Drehzahl (rpm) der Notebook-Lüfter
  • - U2-Kühler mit Noctua-Lüftern oder um 7 cm hinten angehoben
  • - Vapor-Chamber Heatsink (für Vergleich mit L5P)
  • - Powerprofil Balancend-Mode
  • - Raumtemperatur 19,5 - 20,5°C
Die Lautstärke-Messung wurde mit einem Schallpegelmessgerät (dieses) durchgeführt. Es ist sicherlich kein hochpräzises Messgerät, aber um einen Richt- und später Vergleichswert zu ermitteln, erfüllt es seinen Zweck. Die Lautstärkemessung wurde ca. 60cm vom Notebook durchgeführt, da dies auch in etwa der Abstand ist, den ich zum Notebook während des Spielens habe. An dem Legion sind zwei externe Monitore (Dell S2721DGFA) angeschlossen, die vorwiegend als Hauptanzeige/n genutzt werden, daher der Abstand. Getestet wurde mit AC Vahalla, weil ein echtes Realworld-Szenario für mich eine höhere Aussagekraft hat als künstlich erzeugte Zahlen, die mit einem Stresstest gemacht werden und möglicherweise völlig unrealistische Last-Szenarien widerspiegeln. Denn letztendlich ist auch Gaming das, womit man am meisten Zeit verbringt und daher möchte ich eine realistische Gaming-Last repräsentieren. Des Weiteren lassen sich die Ergebnisse auf andere Spielelast-Szenarien abstrahieren, da sie in der Regel nicht allzu sehr abweichen.

Um die Genauigkeit der Messergebnisse zu erhöhen, bin ich folgendermaßen vorgegangen. Zunächst wurde das System auf Temperatur gebracht (Warmlaufphase) und das Spiel mindestens 10-15 Minuten lang gespielt. Dann wurde während das Spiel läuft auf HWinfo gewechselt und alle Werte dort geresettet (Uhr-Symbol) und erst ab da wurde der Log aufgezeichnet. Gemessen wurde immer 30 Minuten. Auch das Speichern der Werte erfolgte während das Spiel lief. So konnte ich mir relativ sicher sein, dass ich meine Ergebnisse nicht durch irgendwelche idle-Werte oder kühlen Warmlauftemperaturen verfälsche/ schönige und wirklich nur die reine Gaming-Last teste. Gerade wenn man sehr viel testet und einen sauberen/ aussagekräftigen Vergleich möchte, ist ein Vorgehen, welches immer auf die gleiche Weise reproduzierbar ist, unabdingbar.

Damit man Temperaturen und Temperaturvergleiche kritisch bewerten kann, müssen mindestens folgende Parameter bekannt sein:

--> Messverfahren & -dauer
--> CPU Leistung (Takt, Verbrauch & Temperaturen)
--> GPU Leistung (Takt, Verbrauch & Temperaturen)
--> Kühlleistung, idealerweise als festen RPM-Wert
--> weitere Einflussfaktoren (die oben genannt wurden)

Für die Erhebung und Bewertung der Zahlen, fokussiere ich mich ausschließlich auf die Durchschnitts-Werte (avg), da es in diesem Fall am meisten Sinn macht. Das Festsetzen einer bestimmten Geschwindigkeit der Notebook-Lüfter wurde mit dem LFC gemacht. Damit man besser nachvollziehen kann wie ich vorgegangen bin und ich wie das Setting eingestellt und überwacht habe, habe ich folgenden Screenshot vorbereitet, wo man alle wichtigen Daten sieht:

Messung Beispiel mit 46%.jpg

Wie man die Lüfterdrehzahl festsetzt, wurde bereits im Punkt 3.7 ausführlich beschrieben. Mit dem MSI Afterburner wurde das GPU UV-Profil (1.830 MHz @ 0,825v) angelegt. Dieser Wert schwankt natürlich immer ein wenig, da er von Last und Temperatur abhängig ist. Mit HWinfo64 wurden die Ergebnisse dann ermittelt. Die wichtigsten Werte sind hierfür markiert. Eine Ausnahme stellt hier der DIY-Kühler dar, da er keine optische Darstellung der Lüfterdrehzahl besitzt. Dieser wurde händisch über den NA-FC1 PWM-Controller geregelt. Damit der Vergleich aber fair und sinnvoll bleibt, wurde dieser niemals lauter als das Notebook eingestellt. Tendenziell eher einen Tick leiser als das Legion. So sieht das Ergebnis aller Messungen aus:

Test Kühler vs Angehoben.jpg

Zur Lautstärke
Davon ab, dass dBA nicht zwingend als ideale Messeinheit geeignet ist ein Lüftergeräusch zu bewerten (Sone wäre vielleicht besser), zeigte mein Messgerät keinen Wert unterhalb von 33,3 dBA an. 33,3 dBA war in meinem Fall absolute Stille. Für die sehr leisen Geräuschmessungen braucht man einfach ein professionelles Messgerät. Damit man die Lautstärke-Zahlen in ein greifbares Verhältnis setzen kann, habe ich eine Mikrowelle in 1,5m Abstand gemessen. Hier kam ich auf eine Lautstärke von 53,7 dBA. Die Microwelle habe ich exemplarisch als Beispiel genommen, weil so ziemlich jeder weiß, wie sich eine Mikrowelle anhört und wie laut sie in etwa ist. Auch muss man berücksichtigen, dass jeder Lautstärke und vor allem die Geräuschcharakteristik anders empfindet. Ein hochfrequentes Lüfterpfeifen kann beispielsweise deutlich nerviger sein als ein niederfrequentes Lüfterrauschen, welches durchaus etwas lauter sein kann.

Zur getesteten Lüftergeschwindigkeit
Getestet wurde mit 36%, 40%, 46% und 100%. Wenn man mit allen Optimierungen unterwegs ist, macht es meines Erachtens keinen Sinn mehr die NB-Lüfter weiter als 46% aufzudrehen. Die 100% dienen hierbei eher als Demonstrationszweck, der im nächsten Punkt Beachtung findet. Mit den Geschwindigkeiten, die da drunter liegen, wollte einfach mal testen wie weit man im Gaming-Betrieb runtergehen kann. Mit den ganzen Optimierungen bin ich schon schwer beeindruckt wie leise man das Notebook im Gaming-Betrieb bekommt. Zocken ohne Kopfhörer ist absolut kein Problem. Natürlich muss man auch zugeben, dass man das zu einem Teil dem LFC zu verdanken hat.

Zum Verhältnis DIY-Kühler vs. Erhöhung
Um hier einen sinnvollen Vergleich zu machen, müssen ein paar Faktoren berücksichtigt werden. Da ist zum einen die Tatsache, dass ich den DIY-Kühler niemals lauter laufen lies als das Notebook. Ergo, haben die NB-Lüfter weniger schnell gedreht, hat auch der U2-Kühler weniger gekühlt. Ist man mit allen Optimierungen (LM, UV etc.) unterwegs, verringert man das Verbesserungspotenzial eines externen Unterstellkühlers. Ein gutes Beispiel ist hierfür die Messung mit 100% Lüftergeschwindigkeit. Irgendwann kommt man einfach an einen Bereich, wo selbst der performanteste Kühler nur noch sehr wenig ausrichten kann. Deshalb kann auch der Kühlungsvorteil mit einem Notebook, welches im Stock-Zustand ist, deutlich größer ausfallen, als bei einem Gerät, wo an jeder Stellschraube gedreht wurde, um die Kühlung oder den Heatoutput zu verbessern. Ein weiteres sehr gutes Beispiel ist die Messung im Passiv-Betrieb im Punkt 3.7 (Silent-Betrieb). Das Notebook heizt sich hier im angehobenen Zustand über die Zeit gleichermaßen hoch auf wie flach auf dem Tisch. In diesem Testszenario bringt der Kühler hier einen sehr signifikanten Unterschied. Es kommt am Ende also auf viele Faktoren und Umstände an, wie gut oder weniger gut ein externer Unterstellkühler performt.

Messung Nr. 2 mit 36% Rot markiert
Wenn man diesen Thread verfolgt, weiß man wahrscheinlich worauf ich hinaus will. Ich habe für diesen Test mit etwas mehr Kühlleistung angefangen als mit den behaupteten Werten. Ich wollte erstmal vorsichtig gucken, wo die Reise hingeht. Jedoch musste ich diesen Test nach bereits 6 Minuten abbrechen, weil sich einfach alles derart durchgeheizt hat, dass das gesamte System ins thermale Limit lief. Und wir sprechen hier von einem System welches LM drin hat, stärkere VC-Heatsink, GPU-Undervolting bis zu Kotzgrenze und einer konstanten Raumtemperatur von 20°C (Belüftungsanlage im Haus und Thermometer auf dem Tisch). Auch darf man nicht vergessen, dass im Chart nur die Durchschnittswerte drin stehen. Die aktuellen (current) = Max-Temperaturen zu dem Zeitpunkt waren da noch eine ganze Ecke höher. Um ehrlich zu sein habe ich mich bei dem Testing schon ein wenig unwohl gefühlt, weil nicht nur CPU und GPU extrem heiß waren, sondern auch das gesamte Chassis inkl. Tastaturbereich, SSDs, VRM, Akku usw. Keine Ahnung wie man das angeblich mit noch weniger Kühlleistung bewerkstelligen will und das auch noch dauerhaft. Wenn man die Lebenszeit seines Gerätes drastisch reduzieren möchte und einem eine gedrosselte Leistung völlig egal ist, kann man so ein Setting sicherlich fahren. Mit dem U2-Kühler war das mit festen 36% NB-Lüfter im Übrigen kein Problem auf Dauer.

Fazit
Letztendlich muss jeder die Zahlen für sich selbst bewerten. Ich für meinen Teil möchte grundsätzlich meine Notebooks nicht ohne einen Kühler betreiben. Dafür ist zum einen der Passiv-Betrieb beim Arbeiten zu wichtig, zum anderen aber auch weitere Vorteile wie ein kühleres Mainboard, VRM, SSDs, Gehäuse, Tastaturbereich usw. spielen für mich dabei eine entscheidende Rolle, Stichwort Langlebigkeit. Trotz aller Optimierung und der schon vom Hause aus sehr guten Kühlung, holt der U2-Kühler hier immer noch einen, aus meiner Sicht, sehr guten Kühlungsvorteil raus. In einem System, wo alles optimiert wurde, sind durchschnittlich 10°C Verbesserung auf CPU & GPU (+ beide SSDs) nochmal schon nicht wenig. Würde man dieses Testszenario ohne LM oder GPU-UV machen, könnte der Kühlungsvorteil noch etwas besser ausfallen. Man muss auch für sich entscheiden mit welchen Temperaturen und welcher Lautstärke man auf Dauer leben möchte. Mein Sweetspot ist das Setting mit 46% (vielleicht auch ein Tick weniger mit 42%) Lüftergeschwindigkeit und dem U2-Kühler. Hierbei finde ich das Legion noch sehr angenehm leise und die Temperaturen mehr als gut. Für Notebook-Verhältnisse dieser Größe und Leistungsklasse ist das schon sehr beeindruckend. Ich kenne PCs, die da teilweise lauter sind.

Inzwischen habe ich noch einen weiteren ausführlichen Test mit Forza Horizon 5 gemacht. Diesmal auch unter Berücksichtigung der CPU Boost Thematik (Punkt 3.3). Das Testverfahren war exakt gleich wie oben beschrieben, nur alle Tests im Performance Mode. So sehen die Ergebnisse aus:

FH Testing.jpg

Erläuterungen:
- Bench: steht für den eingebauten Benchmark
- Game: für das Gameplay im Spiel
- Boost OFF steht für Deaktiviert
- Boost (Hoch) ist das, was im Default beim Legion hinterlegt ist
- E.a.b.Z. steht für den Boost Modus: Effizient aggressiv bei Zusicherung
- A.b.Z. steht für den Boost Modus: Aggressiv bei Zusicherung
- GPU UV 1.845 MHz @ 0,825v
- GPU Stock bedeutet, dass im Performance Mode nichts eingestellt wurde, einfach das volle 140w PL
- Als Kühler kommt der DIY-Kühler vom Punkt 2.6 zum Einsatz
- Wo der Kühler fehlt, wurde mit 10cm Erhöhung getestet

Testszenario 6. wurde zum Schutz des Notebooks nicht mehr durchgeführt, da ich bereits mit dem Kühler in diesem Setting nah am thermalen Limit war und bei den Temperaturen handelt sich um Durchschnittswerte. Die Max-Werte waren noch eine ganze Ecke höher. Vergleicht man die anderen Ergebnisse, sieht man schnell, dass der Kühler im Testing rund 8-12°C ausmacht. Entsprechend kann man sich den Test 6. sparen, wenn man diese Differenz einfach draufrechnet. Man muss dem Gerät echt nicht alles antun.

Insgesamt betrachtet, war das Testing mit FH5 sehr aufschlussreich. Die Temperaturwerte im Benchmark-Teil kann man eigentlich vernachlässigen, da eine Messdauer von ca. 90 Sekunden (1:30) nicht wirklich viel über die Temperaturentwicklung aussagt. Vollständigkeitshalber habe ich sie dennoch in die Tabelle aufgenommen. Interessant war auch, dass die Verbrauchs- und Taktwerte der GPU zwischen Ingame-Benchmark und Gaming sich um rund 15w unterscheiden, was sich schon in den Temperaturen bemerkbar macht. Gleichzeitig kann man der Tabelle wunderbar entnehmen wie jede Verbesserung oder Optimierung den Verbrauch und damit die Temperaturen senkt.

Zunächst erstmal eine kurze Leistungsübersicht der verbauten Hardware und Limits:

Powerlimits AMD Ryzen 5800H/ 5900HX: (PPT Slow/ PPT Fast)
- Quiet-Mode: 25w/ 40w
- Balanced-Mod: 55w/ 65w
- Performance-Mod: 80w/ 80w

Powerlimits Intel i7-11800H/ i9-11980HK: (PL 1/ PL 2)
- Quiet-Mode: 25w/ 45w
- Balanced-Mod: 70w/ 92w
- Performance-Mod: 90w/ 135w

Powerlimits der Grafikkarten:
- RTX 3060: 130w
- RTX 3070: 140w
- RTX 3080: 165w (nur Legion 7)

Powerlimits in den Modi:
- Quiet-Mode: 115w
- Balanced-Mode: 115w
- Performance-Mode: 140w


Bezüglich OC und Benchen: Mit LM und so einem Kühler steht einem dann eine vergleichsweise große Kühlleistung zur Verfügung. Dann macht auch OC (auch wenn man schnell in die Powerlimits läuft) und das Benchen Spaß. Da man meist meilenweit von irgendwelchen Temperaturlimits entfernt ist, kann man die Hardware schon sehr weit pushen und gucken was die Kiste tatsächlich kann. Hier mal ein paar vorläufige Ergebnisse, was mit dem Ryzen 5800H und einer RTX 3070 möglich ist.

Der Bewertungsmaßstab für das Ranking in 3D-Mark ist: Notebooks mit AMD Ryzen 5800H und Nvidia RTX 3070 (Search-Mode: Leaderboard) (Stand 14.10.2021)

Time Spy - 11.871 (Deutschland Platz 1 / International Platz 8)
Time Spy - 11871.jpg

Time Spy Extreme - 5.718 (Deutschland Platz 1 / International Platz 3)
Time Spy Extreme - 5712.jpg

Port Royal - 7.292 (Deutschland Platz 1 / International Platz 2)
Port Royal - 7292.jpg

Fire Strike - 26.606 (Deutschland Platz 1 / International Platz 1)
Fire Strike 26.606.jpg

Fire Strike Extreme - 14.378 (Deutschland Platz 1 / International Platz 1)
Fire Strike Extreme - 14378.jpg

Fire Strike Ultra - 7.746 (Deutschland Platz 1 / International 2)
Fire Strike Ultra - 7746.jpg

CPU Profile - 6.698 (Deutschland Platz 1 / International Platz 3)
CPU Profile - 6698.jpg

Wild Life - 72.504 (Deutschland Platz 1 / International Platz 1)
Wild Life - 72504.jpg

Wild Life Extreme - 24.867 (Deutschland Platz 1 / International Platz 2)
Wild Life Extreme - 24867.jpg

Cinebench R20 & R23:
CB R20 - 5180.jpg CB R23 - 13329.jpg

Unigine Superposition (4K Optimized)
SuperPosition - 9632.jpg

Geekbench 5 - GPU-Benchmark: (OpenCL / CUDA / Vulkan)
Geekbench GPU.jpg

Geekbench 5 - CPU-Benchmark:
Geek3.jpg

GPU Power:
GPU Power.jpg



4. Must-Have Tools
Zur Überwachung und Bewertung der Leistung, aber auch zur Fehleranalyse oder Problemerkennung ist HWinfo64 ein absolutes Must-Have-Tool, welches auf keinem PC/ Notebook fehlen darf. Da einige User noch Schwierigkeiten mit der Software bzw. dem Einstellen haben oder andere es erst gar nicht installieren möchten, getreu dem Motto: "kenn ich nicht, will ich nicht", wollte ich die Gelegenheit nutzen und einen kleinen Einblick zum Installieren und Einstellen geben.

Wie schon im Unterpunkt 10. verlinkt, sollte man Software generell immer direkt von der Hersteller-/ Entwicklerseite laden und nicht über irgendwelche Dritt-Anbieter. Deshalb hier nochmal der -Download-Link- von der HWinfo-Homepage. Die richtige Datei für die lokale Installation ist Local (U. S.):

HWinfo 1.jpg HWinfo 2.jpg

Sobald man HWinfo installiert hat, begrüßt uns ein kleines Fenster, wo einige Optionen zur Auswahl stehen. (Bei mir ist es schwarz, weil ich den Dark-Mode aktiviert habe) Für später ist überwiegend nur der Punkt Senors-only interessant, der Vollständigkeit halber gehe ich aber auch auf die anderen Auswahlpunkte und Menüs ein. Klickt man keinen der beiden Punkte an und führt HWinfo aus, erscheint eine Übersicht der verbauten Hardware mit vielen detaillierten und hilfreichen Informationen.

HWinfo 3.jpg

Das kann sehr hilfreich sein, wenn man beispielsweise wissen möchte, welches Panel verbaut ist, welche Profile auf dem RAM-Stick liegen, welche Limits vorhanden sind, PCIe Gen 3/ 4 Anbindung etc. Im Kopf finden sich zudem auch die beiden Untermenüs System-Summary und Sensors, die es auch am Anfang in der Auswahl gibt.

Klickt man Summary an, bekommt eine kleine "Zusammenfassung" der verbauten Hardware mit einigen Informationen + ein kleines Fenster, was die CPU-Kerne so treiben.

HWinfo 4 Summary.jpg

Klickt man Sensors an bzw. wählt man im Vormenü Sensors-only aus, bekommt man eine detaillierte Übersicht aller verfügbaren Sensoren. Die Informationsdichte kann einen beim ersten Öffnen etwas erschlagen und alles sehr unübersichtlich wirken.

HWinfo 5 Sensors.jpg

Daher empfiehlt es sich, die Anzeige auf die persönlichen Bedürfnisse etwas anzupassen. Mit dem Button unten links (<-- -->) kann man sich die Informationen auf zwei oder mehr Charts anzeigen lassen. Das hat den Vorteil, dass man später nicht mehr scrollen braucht und so alle Informationen auf einen Blick sehen kann. Mit dem Uhr-Button kann man alle Werte resetten, sprich das Loggen geht von vorne los. Gerade wenn man saubere Vergleiche machen möchte und irgendwelche idle-Temperaturen nicht mitloggen will, ist der Button äußerst praktisch. Mit dem Zahnrad-Button kommen wir ins Einstellungsmenü.

Als erstes schalte ich immer die ToolTips aus, da ich sie als sehr nervig empfinde. Dafür einfach die Einstellungen öffnen, [X] bei Show ToolTips herausnehmen und mit OK bestätigen.

HWinfo 6.jpg

Als nächstes verstecke ich alle Werte, die ich nicht unbedingt brauche. Dadurch lässt sich die Liste deutlich abspecken und alles wirkt gleich übersichtlicher. Dafür einfach auf den entsprechenden Wert gehen und mit Rechtsklick --> Hide (oder per Tastenkombi Shift + Entf) den Wert ausblenden. Werte, die ich vielleicht hin und wieder brauche, lass ich in der Liste und minimiere sie mit dem kleinen Pfeil.

Als letzte Optimierung zur Übersichtlichkeit ändere ich einige Namen ab und färbe bestimmte Werte ein. Auch das geht sehr einfach, indem man Rechtsklick auf den entsprechenden Eintrag geht und Customize values auswählt. Die Optionen dort sind relativ selbsterklärend. Bold ist für Fettschrift und Italic für kursiv. Das mache ich beispielsweise bei allen Überschriften. Mit Color kann einen Wert in der ausgewählten Farbe einfärben. Ich mache das meist so, dass ich für Stromwerte, die für mich interessant sind, gelb nehme, für Temperaturen rot/ orange und für GPU-Takt grün.

HWinfo 7.jpg

Umbenennen kann man mit Rechtsklick --> Rename oder halt im Customize-Menü. Hat man alles auf seine Bedürfnisse eingestellt, kann man die benötigten Informationen sehr schnell und einfach herauslesen. Wenn man nun beim erneuten Start von HWinfo sich direkt die Informationen der Sensoren anzeigen lassen möchte, aktiviert man einfach Sensors-only vorher.

HWinfo 8.jpg

Natürlich kann man mit HWinfo noch jede Menge mehr machen, aber das würde jetzt hier den Umfang ein wenig sprengen. Zumal der Unterpunkt eher an User gerichtet ist, die mit HWinfo noch keine Erfahrung haben. Deshalb ist das Installiern und grobe Einstellen der Oberfläche völlig ausreichend.

Für alle, die die Vantage-Software nicht mögen oder zu überladen/ unübersichtlich finden, gibt es auch eine gute Alternative, die wirklich nur auf das Wichtigste beschränkt ist. Die Software nennt sich "Lenovo Legion Toolkit" und bietet nur die wichtigsten Funktionen, die auch die Vantage-Software zur Verfügung stellt, nur halt ohne den ganzen Schnickschnack.

Legion Toolkit.jpg

Download: Legion Tool-Kit

Da Lenovo (noch) keine hauseigene Lüftersteuerung zur Verfügung stellt, gibt es glücklicherweise den LFC, mit dem man die Lüfter steuern kann. Das meiste davon ist relativ selbsterklärend, der vollständigkeitshalber werde ich auf jeden Menüpunkt (blau) kurz eingehen. So sieht das Interface aus:

LFC v1.22.jpg

Power Mode & Fan Curve
Hier kann man zwischen den Legion-Powerprofilen (Quiet, Balanced, Performance) wechseln. Nutzt man den LFC, ist es anzuraten auch die Powerprofile über den LFC zu regeln.

Fan Curve Tweaks
Fan Curve Type

In diesem Feld hat man drei Auswahlmöglichkeiten: CPU & GPU, CPU only und Max Fans. Der Mode Max Fans lässt, wie der Name es schon erahnen lässt, die Lüfter auf volle Geschwindigkeit laufen. Zum Benchen und für bestimmte Szenarien kann dieser Modus durchaus sinnvoll sein. Mit CPU only oder CPU & GPU kann man den Bezug festlegen, der auf die Lüfterkurve angewandt wird.

Advanced Thermal Optimisation (ATO)
Dieser Modus ist nur Modellen mit AMD-CPUs vorbehalten und umfasst drei Levels bzw. vier, wenn man den deaktiviereten Modus noch hinzurechnet. Die Lüftergeschwindigkeiten teilen sich wie folgt auf:
  • Disabled: 0 - 1.700 rpm (0 - 34% Fan-Speed)
  • Level 1: min. 1.800 rpm (36% Fan-Speed)
  • Level 2: min. 2.000 rpm (40% Fan-Speed)
  • Level 3: min. 2.100 rpm (42% Fan-Speed)
Ist einer der Levels eingestellt, drehen die Lüfter niemals unter der Min-RPM. Nur im deaktivierten Modus (Level 0) schalten die Lüfter vollständig aus. Die Regelung der Lüfter über die ATO-Levels kann dann sinnvoll sein, wenn man nicht möchte, dass die Lüfter (im Nicht-Gaming-Betrieb), ständig hoch- und runterdrehen, sondern konstant eine Geschwindigkeit halten.

Fan Lock
Damit lässt sich die aktuelle Lüftergeschwindigkeit festsetzen. Den Wert, den man mit dem Fan Lock festsetzt, bleibt dauerhaft erhalten, egal wie warm die CPU und GPU wird. Deshalb empfiehlt es sich natürlich den Fan Lock aufzuheben, sobald man spielen möchte oder anderweitig hohe Leistung abruft.

CPU & GPU Boost Settings
dGPU TDP Boost

Enabled lässt das Powerlimit der GPU unberührt, sprich im Performance Mode hätte man weiterhin die vollen 140w (RTX 3070) zur Verfügung. Deaktiviert (disabled) man den GPU Boost, wird das Powerlimit auf 115w begrenzt (wie auch im Balanced- und Quiet-Mode).

CPU Boost on Battery
Mit dieser Einstellung kann man den CPU Boost im Akku-Betrieb steuern. Grundsätzlich sind hier nur zwei Modi interessant und diese sind CPU Boost ON (irgendeine Einstellung) oder CPU Boost OFF (disabled). Wie sich das ganze auf Leistung und Temperaturen auswirkt, habe ich ausführlich im Punkt 3.3 CPU Boost einschränken dokumentiert.

CPU Boost Plugged In
Das gleiche wie schon oben beschrieben, nur halt für die Nutzung mit angeschlossenem Netzteil.

Fan Speed Lock Hunter (FSLH)
Mit dem FSLH kann eine bestimmte Lüftergeschwindigkeit dauerhaft eingestellt werden. Im Feld Fan Speed Target (%) stellt man die (Ziel-)Geschwindigkeit ein und im Feld Additional Hold Time (seconds) kann man noch zusätzlich eine Verweildauer festlegen, wo die Lüfter mit voller Geschwindigkeit laufen. Beispiel: Fan Speed Target ist 52% und Additional Hold Time 30 Sekunden. Sobald man Start drückt, drehen die Lüfter zunächst voll auf, dieser Zustand wird für die eingestellten 30 Sekunden gehalten und anschließend werden Lüfter von 100% nach und nach runtergefahren bis sie die eingestellte Zielgeschwindigkeit von 52% erreichen und dort bleiben sie dann. Die Zielgeschwindigkeit sollte in einem 2%-Wert erfolgen und in einer Range von 34% bis maximal 90% Lüftergeschwindigkeit liegen.

In meinem Testing (Beitrag #688) konnte ich eine Lüftergeschwindigkeit von 30% bis 94% einstellen. Alles unter 30% wird von Lüfter-EC verworfen und die Lüftergeschwindigkeit fällt auf das mögliche Minimum, was in meinem Fall 0% waren. Die 94% im Maximum sind auf mein Testverfahren zurückzuführen (siehe Beitrag hierzu).

Lüfter Geschwindigkeiten.jpg

Auto Fan Lock
Diesen Modus teste ich aktuell gerade selbst noch, daher nehme ich vorerst als Platzhalter die Erklärung, die der Entwickler bereitgestellt hat. Dort heißt es: (sinngemäß übersetzt)

"Wenn die aktuelle Lüfterdrehzahl gleich oder unter dem Zielwert für die niedrige Lüfterdrehzahl ist UND die Temperatur unter dem Temperaturschwellenwert liegt, wird die aktuelle Lüftergeschwindigkeit festgesetzt/ gesperrt.
Wenn die aktuelle Lüfterdrehzahl gleich oder höher ist als der Zielwert für die maximal eingestellte Drehzahl UND die Temperatur über dem Temperaturschwellenwert liegt, wird die aktuelle Lüftergeschwindigkeit festgesetzt/ gesperrt.
Außerhalb dieser Parameter sind die Lüfter nicht gesperrt, so dass das Notebook die Lüftergeschwindigkeit wie gewohnt wechselt. Aufgrund dessen wie der Lüfter-EC/ Controller arbeitet und wie die Werte im Register geschrieben und gelesen werden, ist die einzige Möglichkeit der (automatischen) Lüftersteuerung vordefinierte Lüfterdrehzahlen zu sperren oder freizugeben."


Falls man wissen möchte, wie das im Controller dann live aussieht, hat man mit dem RWE-Tool die Möglichkeit sich das Register anzuzeigen.

RW-Everthing.jpg

Sensor Monitoring
Durch Aktivieren (Haken bei Enable setzen) dieses Feldes kann man die Temperatursensoren von CPU und dGPU auslesen, die der LFC auch als Bezug nimmt, sowie die aktuelle Lüftergeschwindigkeit in Prozent.

Status
In diesem Feld werden zusätzliche Informationen und Meldungen angezeigt, die im Bezug mit den vorgenommenen Einstellungen stehen.

Model Information
Die genaue Modellbezeichung sowie die verbaute Hardware wird hier angezeigt.

Options
In diesen Menüpunkten lassen sich bestimmte Werte festlegen, die beim Starten oder Beenden des LFC ausgeführt werden. Die einzelnen Einstellungspunkte sind relativ selbsterklärend.

Buttons
Im untersten Bereich des LFC finden sich insgesamt sechs Buttons. Mit "Apply Defaults" werden die Standard-Werte wieder hergestellt. Mit "Save Settings" kann man ein Profil speichern und mit "Load Settings" entsprechend laden. Ich habe dort beispielsweise auch Sensor Monitoring aktiviert. So ist es beim Starten des LFC (+ Option: Auto-Load Setting at Launch) gleich direkt aktiv und ich sehen die aktuelle Lüftergeschwindigkeit und muss es nicht nachträglich wieder auf enabled stellen. Der Button "Check for Update" und "Exit" sollte wohl relativ klar sein.

Und zuletzt der wichtigste Button "Click to say thanks and buy me beer!". Wenn man den LFC nutzt und froh ist, dass es dieses Tool kostenlos gibt, ist es sicherlich nicht verkehrt mal den ein oder anderen Euro an den Entwickler für seine Arbeit zu spenden. Damit supportet man den Entwickler nicht nur, sondern motiviert ihn weiterhin an der Software zu arbeiten/ sie zu verbessern und das alles freiwillig in der Freizeit, was sicherlich keine Selbstverständlichkeit ist. Letztendlich muss das jeder für sich selbst entscheiden, aber ich sehe das in etwa so: Wenn man sich ein Lappy für über 1.000€ leisten kann, werden 5€ oder 10€ da einen sicherlich nicht arm machen. Insbesondere wenn so ein kleines Tool wie der LFC die Nutzung des Notebooks signifikant verbessert.

Download: LegionFanControl (LFC)



II. Schlusswort
Du hast Fehler oder falsche Informationen gefunden? Hast Kritik oder Verbesserungsvorschläge? Möchtest vielleicht irgendwas Nützliches oder Hilfreiches beitragen?
Dann immer her damit, denn als Community profitieren wir alle davon, wenn falsche Informationen richtig gestellt werden und nützliche Beiträg/ Themen hinzukommen.

<>--- Letztes Update: 25.12.2021 ---<>
 
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@Induktor nochmal bezüglich des Noctua Grid-Mod war ich am überlegen, ob man die Temperaturen noch weiter senken könnte wenn man den Bereich zwischen Laptop und Laptopkühler mittels selbstklebenden Schaumstoffstreifen abdichtet und die nicht genutzten Löcher im Gitter des Kühlers verschließt. Somit muss der hohe Luftdruck, den die Noctuas produzieren, ja durch den Laptop raus.
Was hältst du von der Überlegung?
 
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Induktor

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Was hältst du von der Überlegung?
Ich habe sowas in der Art schon mal probiert damals (Dichtung, die ich genutzt habe). Hat sich in der Praxis aber nicht wirklich bewährt. Man könnte das in der Konfig mit dem U2-Kühler nochmal testen, aber ich denke, man holt da kaum noch was raus. Das Gitter im Kühler entfernen und leicht erhöhen ist schon so mit das Optimum, was man noch zusätzlich machen kann.
 

crisisneverends

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@Induktor nochmal bezüglich des Noctua Grid-Mod war ich am überlegen, ob man die Temperaturen noch weiter senken könnte wenn man den Bereich zwischen Laptop und Laptopkühler mittels selbstklebenden Schaumstoffstreifen abdichtet und die nicht genutzten Löcher im Gitter des Kühlers verschließt. Somit muss der hohe Luftdruck, den die Noctuas produzieren, ja durch den Laptop raus.
Was hältst du von der Überlegung?

Ich habe sowas in der Art schon mal probiert damals (Dichtung, die ich genutzt habe). Hat sich in der Praxis aber nicht wirklich bewährt. Man könnte das in der Konfig mit dem U2-Kühler nochmal testen, aber ich denke, man holt da kaum noch was raus. Das Gitter im Kühler entfernen und leicht erhöhen ist schon so mit das Optimum, was man noch zusätzlich machen kann.

Hatte ich auch mal getestet und die Temperaturen waren sogar leicht höher. Also eher kontraproduktiv.
 

Bob.Dig

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Hier werden die Unterschiede der einzelnen Serien etwas näher beleuchtet.

Davon ab, finde interessant, dass es einen 17" nur beim 5 non Pro gibt, solch eines habe ich mir geschossen. Negativ dabei ist, dass der Screen AMD Freesync kann, aber nicht kompatibel zu G-Sync ist.
 

Induktor

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Danke für den Upload. Die GPU genehmigt sich einfach nicht mehr wie 130W - Ich teste nochmal gegen und melde mich dann nochmal. Lieben Dank auf jeden Fall.
In der Legion Discord-Gruppe gibt es dazu ein How-To. -Link- Falls es wieder nicht klappen sollte.
 

el3c

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Danke für den Upload. Die GPU genehmigt sich einfach nicht mehr wie 130W - Ich teste nochmal gegen und melde mich dann nochmal. Lieben Dank auf jeden Fall.
Also ich hatte es ja schon einmal geschrieben:

Mit Throttlestop alle CPU Kerne auf 3.5 GHz begrenzen und dann zocken... in allen Spielen habe ich dann fast immer die 140W anliegen. Dann langsam den Takt erhöhen... Bei Guardians of the Galaxy habe ich zb 3.7GHz als idealen Spot für mich gefunden. Der Vorteil ist, dass dadurch die CPU auch signifikant kühler bleibt.
 

HarryWunsch

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Hi,
Habe die Intel version 5i Pro.
Hat schonmal jemand ausführlich den Akku getestet?
Mit Windoof 11 bin ich gerade auf max 1.5H Browsen (keine Videos streamen) gekommen mit aktivem Stromsparmodus und Hybrid mode.
Bischen arg wenig.
Laptop wird nachts auch öfters aus dem Energiesparmodus geweckt und ist morgens dann eingeschalten.

Denke ich geh wieder auf Windows 10 zurück. Macht an der Leistung nichts hatte mit beiden im Time Spy ca 11500 Punkte.

PS: Trottlestop funzt mit Windows 11 zumindest bei mir nicht mehr immer beim start ohne eine Einstellung geändert zu haben lockt das mir die CPU bei knappe 3GHZ mit Netzteil. Auf Akku teilweise sogar nurnoch bis 0,7GHZ möglich. Wie gesagt ohne Einstellungen geändert zu haben nur Programm gestartet. Dafür aber Intel XTU.
 

crisisneverends

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Mal eine Verständnisfrage.
Ist Throttlestop das gleiche wie der "Leistungssteigerungsmodus für Prozessoren" im Energiesparplan?
Denk kann man ja per RegEdit freischalten und man braucht so kein seperates Tool.


PowerMode.JPG
 

Crongs

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Also ich hatte es ja schon einmal geschrieben:

Mit Throttlestop alle CPU Kerne auf 3.5 GHz begrenzen und dann zocken... in allen Spielen habe ich dann fast immer die 140W anliegen. Dann langsam den Takt erhöhen... Bei Guardians of the Galaxy habe ich zb 3.7GHz als idealen Spot für mich gefunden. Der Vorteil ist, dass dadurch die CPU auch signifikant kühler bleibt.

Danke für deine Hilfe - Allerdings muss ich noch einmal hinzufügen ( Ich bin nicht unerfahren was den Umgang mit IT betrifft ) das ich eine AMD CPU habe ( 5600h ) und auch ein begrenzen der CPU Leistung die "140W" nicht freigibt. Habe gestern auch das hochgeladene vBIOS geflasht, aber bisher noch keine weiteren Tests durchgeführt. Wenn es nicht geht, dann geht es halt nicht - Leistung an sich hat mein Gerät genug.
 

HarryWunsch

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Mal eine Verständnisfrage.
Ist Throttlestop das gleiche wie der "Leistungssteigerungsmodus für Prozessoren" im Energiesparplan?
Denk kann man ja per RegEdit freischalten und man braucht so kein seperates Tool.


Anhang anzeigen 692580
Nein
Ist für Intel CPUs gedacht zum modifizieren der Spannung, Übertakten oder untertakten bzw den takt zu begrenzen.
Kannst eig den "kompletten" CPU damit einstellen
 

crisisneverends

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Danke für deine Hilfe - Allerdings muss ich noch einmal hinzufügen ( Ich bin nicht unerfahren was den Umgang mit IT betrifft ) das ich eine AMD CPU habe ( 5600h ) und auch ein begrenzen der CPU Leistung die "140W" nicht freigibt. Habe gestern auch das hochgeladene vBIOS geflasht, aber bisher noch keine weiteren Tests durchgeführt. Wenn es nicht geht, dann geht es halt nicht - Leistung an sich hat mein Gerät genug.
Hast du mal 3DMark TimeSpy laufen lassen?
Falls ja, wieviele Punkte hast du insgesamt und bei der CPU bzw. GPU? Würde mich mal interessieren.
 

Induktor

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Allerdings muss ich noch einmal hinzufügen ( Ich bin nicht unerfahren was den Umgang mit IT betrifft ) das ich eine AMD CPU habe ( 5600h ) und auch ein begrenzen der CPU Leistung die "140W" nicht freigibt.
Ich verstehe die Diskussion über die Begrenzung der CPU sowieso nicht so ganz. Wenn ich testen möchte, ob das neue vBIOS geklappt hat und die GPU sich mehr Power genehmigen darf, würde ich einfach ein Grafiktest machen, wo die GPU hauptsächlich belastet wird. Dann siehst du relativ schnell, was an Power durchgeht. Davon ab, hab ich es noch bei keinem Spiel geschafft, dass die Last auf der CPU so hoch ist, dass der Dynamic Boost wegfällt.

Im Furmark + Prime95 hab ich es geschafft, dass die 15w DB wegfallen, was logischerweise wenig überraschend ist, wenn die CPU 80w zieht, aber so unter Realbedingungen in Games waren die 140w eigentlich nie ein Problem. Im Gaming (vier verschiedene Spiele getestet) pendelt sich der 5800H meist um die ~35w ein. Bis 50w CPU Last stehen die 140w in meinem Testing auf jeden Fall zur Verfügung. Selbst wenn ich zusätzlich die Last auf die CPU künstlich erhöhe, bleiben die 140w dennoch frei verfügbar.

140w.jpg

Mit 65w scheint es wohl auch noch zu klappen, wobei ich anmerken muss, dass ich diesen Zustand nicht sehr lange getestet habe und auch muss ich drauf hinweisen, was bei meinem L7 funktioniert, muss nicht zwingend bei deinem Gerät funktionieren.
 

el3c

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Ich verstehe die Diskussion über die Begrenzung der CPU sowieso nicht so ganz. Wenn ich testen möchte, ob das neue vBIOS geklappt hat und die GPU sich mehr Power genehmigen darf, würde ich einfach ein Grafiktest machen, wo die GPU hauptsächlich belastet wird. Dann siehst du relativ schnell, was an Power durchgeht. Davon ab, hab ich es noch bei keinem Spiel geschafft, dass die Last auf der CPU so hoch ist, dass der Dynamic Boost wegfällt.

Im Furmark + Prime95 hab ich es geschafft, dass die 15w DB wegfallen, was logischerweise wenig überraschend ist, wenn die CPU 80w zieht, aber so unter Realbedingungen in Games waren die 140w eigentlich nie ein Problem. Im Gaming (vier verschiedene Spiele getestet) pendelt sich der 5800H meist um die ~35w ein. Bis 50w CPU Last stehen die 140w in meinem Testing auf jeden Fall zur Verfügung. Selbst wenn ich zusätzlich die Last auf die CPU künstlich erhöhe, bleiben die 140w dennoch frei verfügbar.

Anhang anzeigen 692606

Mit 65w scheint es wohl auch noch zu klappen, wobei ich anmerken muss, dass ich diesen Zustand nicht sehr lange getestet habe und auch muss ich drauf hinweisen, was bei meinem L7 funktioniert, muss nicht zwingend bei deinem Gerät funktionieren.
Scheint von Model zu Model unterschiedlich zu sein... in Far Cry 6, AC:Origins, GotG sehe ich quasi nie den Boost... außer ich mach nen cap unterhalb von 4 GHz.

Außer im Time Spy was quasi null last auf die CPU hat, sehe ich mit stock clock die 140W.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

FC6

Stock Takt der CPU:

1637078508481.png


3,5GHz auf allen Kernen:

1637078519928.png
 
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Induktor

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Scheint von Model zu Model unterschiedlich zu sein... in Far Cry 6, AC:Origins, GotG sehe ich quasi nie den Boost... außer ich mach nen cap unterhalb von 4 GHz.
Die 140w macht das L7 nur im Performance-Mode. Im Balanced- und Quiet-Mode gehen bei mir nur 115w durch. Zwischen den Modellreihen kann es da sicherlich Unterschiede geben, selbst innerhalb der BIOS-Versionen können solche Differenzen entstehen. Wegen 10w würde ich mich nicht verrückt machen bzw. mir das Theater mit dem vBIOS antun. 10w mehr oder weniger werden im Gaming kaum einen Unterschied ausmachen und wenn man die GPU undervoltet, sind die Powerlimits eher Nebensache.
 

Induktor

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Eine neue Version von dem Legion Fan Control steht zum Download bereit. -Download Link-

LegionFanControl v1.15

Public Release
Changelog:
Added:
Compatibility with Y9000K
Added: Compatibility with Y9000P
Added: Compatibility with 15ITH6
Added: Minimise to Systray option
Added: Start Minimised option
Added: Run LegionFanControl at Logon option
Added: Unit labels for Sensor values
Added: Check for Core Isolation Memory Integrity mode at start-up
Added: Interactive Embedded Controller detection routine at startup for models not explicitly on the compatibility list
Changed: Compatibility check reference changed from SystemSKUNumber to SystemFamily
Changed: Model Information label now dynamically populates from Name objects in win32_Processor and win32_VideoController

1637144326949.png
 
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Sieht nicht sehr schick aus, ist aber funktional.
Hab ja gesagt, dass das die ersten Male nicht so einfach ist und man den Kühler schnell dabei verunstalten oder kaputt machen kann. Hattest du überhaupt mit und ohne Gitter getestet oder hat dich das Thema einfach nicht in Ruhe gelassen?

----------

Es gibt wieder ein Update für den LFC. Diesmal mit einer für den ein oder anderen wichtigen Änderung.

LegionFanControl v1.17

Public Release
CHANGELOG:
Added:
User can now choose a Fan Speed Target between 1% and 33% in Fan Speed Lock Hunter. The user will be presented with a message box that this is not recommended
Added: Option to remove the 1% to 33% Fan Speed Target in Fan Speed Lock Hunter warning
Added: Status box will warn the user after 120 seconds of Fan Speed Lock Hunter being active if the Embedded Controller has not reached the user's Fan Speed Target
Fixed: Window cut off bug
Fixed: Model Information label should no longer cut off the first few characters

Download-Link

-------------

Dann soll es wohl aktuell verschiedene Probleme mit dem neuen Nvidia-Treiber (496.76) geben, weswegen Nvidia wohl schon einen Hotfix (496.84) hinterher geschoben hat. Zumindest XMG und Eluktronics haben das bei ihren Geräten bestätigt. Von dem, was ich bislang zu den Legion-Geräten gelesen habe, soll der neue Nvidia Treiber wohl keine Probleme machen, wobei viele sicherheitshalber nicht updaten wollen. Leistungsmäßig soll er wohl nicht besser sein, auch nicht in BF2042. Ich selbst habe es jetzt nicht getestet und bleibe erstmal beim alten Treiber, da das Notebook soweit ohne Probleme läuf.
 

el3c

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Dann soll es wohl aktuell verschiedene Probleme mit dem neuen Nvidia-Treiber (496.76) geben, weswegen Nvidia wohl schon einen Hotfix (496.84) hinterher geschoben hat. Zumindest XMG und Eluktronics haben das bei ihren Geräten bestätigt. Von dem, was ich bislang zu den Legion-Geräten gelesen habe, soll der neue Nvidia Treiber wohl keine Probleme machen, wobei viele sicherheitshalber nicht updaten wollen. Leistungsmäßig soll er wohl nicht besser sein, auch nicht in BF2042. Ich selbst habe es jetzt nicht getestet und bleibe erstmal beim alten Treiber, da das Notebook soweit ohne Probleme läuf.
na die wichtigste Änderung ist wohl DLSS 2.3 und die wäre dann gar nicht mal so ohne ;) Aber ich warte dann auch lieber noch auf nen Fix.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Intel User hier? Wir haben ja das Problem das der Lüfter zu keiner Zeit, egal welches Profil oder ob auf Netz oder Akku unter 36% geht... selbst wenn CPU und GPU nur 35 Grad haben.

Durch wildes Profil switching habe ich es nun schon ein paar mal geschafft, keine Ahnung was da passiert, dass die Lüfter auf 0 gehen und instant in 2% Schritten wieder nach oben gehen... wenn man hier flink ist, locked man sich den Wert. Der dann übrigens auch Reboot persistent zu sein scheint.

So läuft meine Kiste seit zwei Tagen:

1637244570466.png

Beitrag automatisch zusammengeführt:

Update: ein Kollege konnte etwas reproduzieren... wenn der Quiet Mode Power Plan ausgewählt ist, im Vantage die Beleuchtung der Tastatur deaktivieren und schon geht der Lüfter auf 0%. Im Bios den Ultra Quiet Mode aktivieren.

Und ich nun auch... sehr kursios. Also für die Intel User die unter die 36% kommen wollen:

LFC Starten und das Monitoring aktivieren und in den Quiet Power Plan in LFC wechseln.
Im Vantage ein Tastatur Beleuchtungsprofil wählen, das auf Helligkeit 2 eingestellt ist.
Vantage minimieren, ins LFC wechseln und FN + Leertaste drücken. Nach ca 10 Sekunden geht der Fan auf 0.
Jetzt kann man den entweder auf 0 sperren oder aber FN + Leertaste die Beleuchtung wieder aktivieren. Dann hat man 1-2 Sekunden Zeit um zu locken bei einem Wert um 20-26%.

Wenn es bei euch nicht auf Anhieb klappt, aktiviert diese 3 Buttons:

1637249815771.png


beendet LFC per EXIT Knopf und startet LFC erneut und fangt wieder von vorne an.

Konnte das gerade mit einem Kollegen der den gleichen Laptop hat validieren.

@Induktor : magst du das bei dir anpinnen?
 
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@Induktor ich hatte Langeweile und musste Zuhause irgendwie die Anschaffung eines Dremels rechtfertigen. Mit einer richtigen Werkbank hätte das bestimmt um einiges besser ausgesehen, aber ich bin ganz zufrieden. Zumindest kann man sich nicht dran schneiden, da ich alles entgratet habe.
 

Bob.Dig

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Auch mit AMD ist mir aufgefallen, dass nach dem Wechsel des Power-Profils die Chancen auf ausgeschaltete Lüfter am höchsten ist. Werde deine genaue Anleitung mal austesten, 18% wären ja vielleicht auch mal nett.
 

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@Induktor : magst du das bei dir anpinnen?
Ich habe eine Verlinkung auf deinen Beitrag im Startpost/ 6.1 So leise wie möglich (Lüfter 0 rpm) gemacht. Schon mal danke für deine Arbeit und das Teilen der Informationen. Ich werde demnächst wahrscheinlich noch ein, zwei Themen hinzufügen. Falls du deinen Text und deine Bilder noch anpassen möchtest, kannst du das gern machen. Dann würde ich später deine Anleitung im Startpost so direkt übernehmen.


Im Vantage ein Tastatur Beleuchtungsprofil wählen, das auf Helligkeit 2 eingestellt ist.
Kannst du davon mal ein Screenshot machen? Ich bin mir gerade nicht sicher, aber die Legion 7 sind da vielleicht von ausgeschlossen... Ich finde nichts mit Tastaturbeleuchtung bei mir in der Vantage-App. Wahrscheinlich weil die Beleuchtung beim Legion 7 ausschließlich über iCUE (und Shortcuts) gesteuert wird.
 
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Ich habe eine Verlinkung auf deinen Beitrag im Startpost/ 6.1 So leise wie möglich (Lüfter 0 rpm) gemacht. Schon mal danke für deine Arbeit und das Teilen der Informationen. Ich werde demnächst wahrscheinlich noch ein, zwei Themen hinzufügen. Falls du deinen Text und deine Bilder noch anpassen möchtest, kannst du das gern machen. Dann würde ich später deine Anleitung im Startpost so direkt übernehmen.



Kannst du davon mal ein Screenshot machen? Ich bin mir gerade nicht sicher, aber die Legion 7 sind da vielleicht von ausgeschlossen... Ich finde nichts mit Tastaturbeleuchtung bei mir in der Vantage-App. Wahrscheinlich weil die Beleuchtung beim Legion 7 ausschließlich über iCUE (und Shortcuts) gesteuert wird.
aber gerne doch :)

So sieht es im Vantage aus:

1637270945563.png


Das ist nicht zu 100% reproduzierbar, aber ich würde mal sagen 70%. Manchmal klappt es auf Anhieb und manchmal erst nach dem dritten Versuch. Was ich vergessen hatte, die Temps CPU und GPU müssen wohl unter 40 Grad sein und sofern ein externer Monitor angeschlossen ist, muss dieser mal abgeklemmt werden.

Wichtig ist aber, also für die unter uns mit dem Gerät arbeiten, einmal gespeichert, ist das reboot persistent.

Beim letzten mal konnte ich die Lüfter nur auf 26% sperren...allerdings sind sie selbst dann noch nicht hörbar. So wie es aussieht ist das eh alles nur ein Bug und wird hoffentlich von Lenovo gefixt.

So sieht mein LFC aus:

1637271247197.png


Selbst wenn ich so 4-6 Windows Server VM´s mit AD und PKI auf 60-70% load am laufen habe, komme ich nicht über 75 Grad....das ist schon sehr nice und für mich absolut alltagstauglich.
 

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Das ist nicht zu 100% reproduzierbar, aber ich würde mal sagen 70%. Manchmal klappt es auf Anhieb und manchmal erst nach dem dritten Versuch. Was ich vergessen hatte, die Temps CPU und GPU müssen wohl unter 40 Grad sein und sofern ein externer Monitor angeschlossen ist, muss dieser mal abgeklemmt werden.
Danke für den Upload. Wünschenswert wäre natürlich eine Methode, die 100%ig auf L5P und L7 reproduzierbar funktioniert. Die Frage der Intel-User nach Lüftergeschwindigkeiten unterhalb der 36% kommt praktisch fast täglich (Discord-Gruppe) und ich kann das bestens verstehen. Ich empfand die dauerhaften 36% Fan-Speed nicht unbedingt als nervig, aber auf jeden Fall als unnötig. Verstehe auch nicht, warum Lenovo die Lüfterfunktionalität zwischen AMD- und Intel-CPU unterscheidet.

Dennoch würde ich das ganze schon als Teilerfolg sehen, denn bislang hat's noch kein Intel-User geschafft, die Lüfter unter 36% laufen zu lassen. Alles unter 30% ist schon verdammt leise/ nahezu unhörbar. Vielleicht findest du ja noch eine Vorgehensweise, die zuverlässiger und einfacher funktioniert. Mit Monitor abklemmen usw. finde ich es schon etwas umständlich. Auch würde ich vielleicht noch Informationen wie BIOS-Version beispielsweise erwähnen. Halt alles, was irgendeinen Einfluss auf die Power- und Lüfterprofile haben könnte. Triggerpoints wie Package Power und Temperatur (+ ggfs. Verweildauer) würde ich auch im Auge behalten.


elbst wenn ich so 4-6 Windows Server VM´s mit AD und PKI auf 60-70% load am laufen habe, komme ich nicht über 75 Grad....das ist schon sehr nice und für mich absolut alltagstauglich.
In welchem Setup (angehoben, Kühler, LM) betreibst du dein Legion so? Mit LM und dem Kühler bin ich meist im mittleren 30°C-Bereich, jedoch dann mit 0% Fan-Speed (und wahrscheinlich weniger Package Power). Mittlerweile lass ihn dabei im Balanced-Mode, da ich den Boost bei Programme öffnen, Fenster switchen usw. ganz praktisch finde und die Heatsink federt die kurzzeitigen Spikes (~50w) ganz gut weg.


Auch mit AMD ist mir aufgefallen, dass nach dem Wechsel des Power-Profils die Chancen auf ausgeschaltete Lüfter am höchsten ist.
Dem kann ich größtenteils zustimmen. Die Chance, dass die Lüfter ausgehen steigt, wenn ich einfach nur das Profil wechsel. Die Lüfter gehen bei mir in jedem Profil aus, im Balanced- und Quiet-Profil jedoch schneller. Hängt wahrscheinlich auch mit der Core und SoC Voltage zusammen. Dieses Verhalten kann möglicherweise aber auch mit den Legion- und Windows-Powerprofilen zusammenhängen. Mir ist schon mehrfach aufgefallen, dass das Quiet-Profil nach einem Kaltstart oder vom Sleep-Mode nicht immer richtig übernommen wird, obwohl die Status-LED blau leuchtet. Normalerweise taktet die CPU (5800H) im Quiet-Profil um die 1.090 - 1.590 MHz auf allen Kernen. Jedoch kommt es hin und wieder nach den besagten Punkten vor, dass das Quiet-Profil nicht greift bzw. von den Windows-Energieeinstellungen überschrieben wird und die CPU fröhlich bei 3.100 - 4.400 MHz taktet.
 

Bob.Dig

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Jedoch kommt es hin und wieder nach den besagten Punkten vor, dass das Quiet-Profil nicht greift bzw. von den Windows-Energieeinstellungen überschrieben wird und die CPU fröhlich bei 3.100 - 4.400 MHz taktet.
Das würde auch erklären, warum es oft, aber nicht immer funktioniert. Ich habe auch noch ein separates Energieprofil in Windows erstellt, bei dem ich alles auf sparsam und lahm gestellt habe. Wenn ich dieses lade, dann war die Chance bis jetzt am Größten, dass sich die Lüfter nach einigen Sekunden abschalten. Allerdings ist das Profil nicht gerade alltagstauglich, weil zu langsam, deswegen muss ich anschließend wieder zurück wechseln.
Beim Legion 5 non Pro ist das Case ja nur aus Kunststoff und ich hatte im idle nach einger Zeit leider mit erhöhten Temperaturen zu kämpfen. Hab auch keinerlei Mods vorgenommen. Also ideal ist das nicht, vielleicht sollte ich es mal mit der internen GPU der AMD CPU versuchen, statt nur die dedizierte Nvidia Grafik zu nutzen?
 

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In welchem Setup (angehoben, Kühler, LM) betreibst du dein Legion so? Mit LM und dem Kühler bin ich meist im mittleren 30°C-Bereich, jedoch dann mit 0% Fan-Speed (und wahrscheinlich weniger Package Power). Mittlerweile lass ihn dabei im Balanced-Mode, da ich den Boost bei Programme öffnen, Fenster switchen usw. ganz praktisch finde und die Heatsink federt die kurzzeitigen Spikes (~50w) ganz gut weg.
Angehoben auf einem Laptop Ständer, aktuelles BIOS und Vantage.

Komischerweise auch hier ein Unterschied zu AMD, selbst im Quiet Modus boostet die CPU noch immer auf 4 GHz all core oder 4.2 GHz single core, allerdings bei Max Power auf 25W.

Ich werde mir das irgendwann noch etwas näher anschauen, derweil kann ich damit leben und da ich den Laptop eh nie runter fahre oder reboots mache, bleibt mir das erstmal eine Weile erhalten :)
 

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