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[User-Review] Kingston KC2000-NVMe-SSD

crackman81

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Einleitung und technische Daten

Kingston sieht sich selbst als "weltweit größten unabhängigen Hersteller von Speicherprodukten" und kann knapp 33 Jahre Erfahrung in der Herstellung von Speichermodulen vorweisen. Da verwundert es nicht, dass dieser Hersteller seit vielen Jahren auch Solid State Disks in seinem Repertoire hat. Der Marktanteil fällt dabei mit unter 7% (https://de.statista.com/statistik/d...ltweite-marktanteile-bei-ssd-speicherplatten/) jedoch sehr gering aus.

Die KC2000 NVMe PCIe SSD stellt dabei die Speerspitze des Sortiments an SSDs dar. Sie soll in diesem Test in der 1 TB Variante zeigen was sie kann.

Die technischen Daten sehen folgendermaßen aus:

FormfaktorM.2 2280
SchnittstelleNVMe™ PCIe Gen 3.0 x 4 Lanes
verfügbare Speicherkapazitäten250GB, 500GB, 1TB, 2TB
ControllerSMI 2262EN
NAND96 Schichten 3D TLC
VerschlüsseltXTS-AES 256-Bit-Verschlüsselung
Sequenzielle Lese-/Schreibgeschwindigkeiten


250GB – bis zu 3.000/1.100MB/s
500GB – bis zu 3.000/2.000MB/s
1TB – bis zu 3.200/2.200MB/s
2TB – bis zu 3.200/2.200MB/s
Maximal 4K zufällige Lese-/Schreibzugriffe


250GB – bis zu 350.000/200.000 IOPS
500GB – bis zu 350.000/250.000 IOPS
1TB – bis zu 350.000/275.000 IOPS
2TB – bis zu 250.000/250.000 IOPS
Geschriebene Bytes insgesamt (TBW)


250GB – 150TBW
500GB – 300TBW
1TB – 600TBW
2TB – 1.2PBW
Stromverbrauch0,003W Ruhebetrieb / 0,2W Durchschn. / 2,1W (max.) Lesen / 7W (max.) Schreiben
Lagertemperatur-40°C bis 85°C
Betriebstemperatur0°C bis 70°C
Abmessungen80mm x 22mm x 3,5mm
Gewicht


250GB – 8g
500GB – 10g
1TB – 10g
2TB – 11g
Schwingungsfestigkeit im Betrieb2,17G Spitze (7–800Hz)
Schwingungsfestigkeit im Leerlauf20G Spitze (20–1000Hz)
MTBF2.000.000
Garantie/Support5 Jahre eingeschränkte Garantie und kostenloser technischer Support


Unboxing, Lieferumfang, Einbau

Die Verpackung der KC2000 überrascht den Endkunden im ersten Moment vermutlich. Liefern andere Hersteller USB-Sticks oder microSD-Karten in einfachen Blister-Packungen aus, so verpackt Kingston seine Top-SSD in einer solchen. Dies sei jedoch nur am Rande erwähnt.

Unboxing1.jpg Unboxing2.jpg

Der Lieferumfang ist überschaubar. Neben der eigentlichen SSD befindet sich in der Verpackung lediglich ein Zettel mit einem Lizenzschlüssel für Acronis True Image HD.

Unboxing4.jpg

Der Einbau der KC2000 verläuft erwartungsgemäß ohne Komplikationen – einen kleinen Kreuz-Schraubenzieher vorausgesetzt. Sie wurde von Windows 10 problemlos erkannt und ist nach Erstellung einer Partition sofort einsatzbereit.

Unboxing5.jpg Unboxing6.jpg
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Performance-Messungen

Sämtliche Performance-Messungen werden unter Windows 10 im selben System durchgeführt:

– CPU: Intel i7 8086k
– Mainboard: Asrock Z370 Extreme 4 (2x M.2 Slot)
– RAM: 32GB (4x 8GB) Corsair Vengeance LPX DDR4-3000

Der Versions-Stand aller Windows 10 Hotfixes wurde zwischen den einzelnen Tests nicht verändert.

CrystalDiskMark:

Als erstes Test-Tool muss selbstverständlich der allseits bekannte CrystalDiskMark herhalten:

CDM 0%.png


Die ermittelten Werte können sich sehen lassen. Sowohl die Lese- als auch Schreib-Geschwindigkeit befindet sich in einem sehr guten hohen Bereich.

CrystalDiskMark wird im Anschluss ebenfalls dafür verwendet, zu überprüfen, ob diese Geschwindigkeiten mit steigendem Füllstand der SSD abnehmen. Dazu wird das Laufwerk in 5% Schritten immer weiter mit Daten bespielt und danach jeweils der gleiche Performance-Test gestartet:

CDM Fill.gif


Die gesammelten Werte ergeben dabei folgendes Schaubild:

Diagramm CDM.png


Die Befürchtungen stellen sich - zumindest was CrystalDiskMark angeht - als unbegründet heraus. Bis auf zu erwartende Schwankungen sind sämtliche Werte über die gesamte Test-Bandbreite hinweg relativ konstant.

Lediglich beim Befüllen der Festplatte fiel auf, dass die Schreib-Performance von Paket zu Paket ein wenig abnahm:

copy Part 8.png copy Part 17.png copy Part 20.png

HD-Tune:

Auch das Tool HD-Tune bietet einen Performance-Test, welcher durchgeführt wurde:

HD Tune 75% Hot.png


Hierbei kam es jedoch zu einer Besonderheit: Im Laufe des etwas länger dauernden Tests wurde die SSD sehr heiss, was dann bei ca. 70 ° dazu führte, dass diese sich runterdrosselte. Dies lässt sich im Screenshot sehr gut erkennen. Ein Blick in CrystalDiskInfo bestätigte diese Vermutung:

CDI Thermal.png


Um jedoch verlässliche Werte zu bekommen, wurde der Test noch einmal mit einem installierten M.2-Kühler wiederholt:

Cooling1.jpg Cooling2.jpg
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Der Test-Durchlauf zeigte anschliessend das zu erwartende Bild:

HDTune Fill.gif


Die gesammelten Werte ergeben dabei folgendes Schaubild:

Diagramm HDTune.png


ASS SSD Benchmark:

Der Vollständigkeit halber wurde der Füllstands-Test noch mit AS SSD Benchmark durchgeführt. Hierbei wurden 25% Schritte gewählt. Das Verhalten der KC2000 deckt sich mit dem des Tests mit CrystalDiskMark. Es sind keine Einbußen an Performance mit steigendem Füllstand erkennbar:

AS SSD Benchmark Fill.gif


Diagramm AS SSD.png



Ergebnis & Fazit

Kingston liefert mit der KC2000 eine solide Solid State Disc ab. Die Performance kann überzeugen und auch der Preis passt ins Segment. Wer intensivere Schreib- oder Lese-Operationen mit der SSD durchführen will, der sollte sich unbedingt einen passiven Kühler auf dieser installieren um keine Performance-Einbußen bei längeren Zugriffen zu spüren.
Bleibt nur zu hoffen, dass Kingston seine Stellung am Markt weiter ausbauen kann, was den Bereich Solid State Discs angeht. Vor der Konkurrenz verstecken muss sich der Hersteller jedenfalls nicht.

Ich danke Kingston und Hardwareluxx, dass ich diesen Test durchführen durfte und wünsche allen noch eine schöne Woche.
 
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