Der nächste Sockelwechsel steht bevor – LGA 1954 ersetzt LGA 1851.
Und wer garantiert, dass Nova Lake auch im neuen Sockel 1954 landet? Die neuen Sockel 1954 sind mit Sicherheit für die Unterstützung von DDR6 RAM vorgesehen, dies hätte nach dem ursprünglichen Zeitplan im zweiten Halbjahr diesen Jahres einsatzbereit sein sollen, also rechtzeitig für Nova Lake und mit angeblich 4 Subchannels ja 24 Bit, also 96 Bit statt bisher 64 Bit Datenbreite. Dazu weit höheren Transferraten und damit passend um eine CPU mit 52 Kernen auch als Dual Channel vernünftig mit Daten zu versorgen und natürlich wie bei Skylake und Alder Lake zusätzlich mit DDR5 Unterstützung, so dass beides geht es keinen harten Umstieg gibt, weil die Preise für RAMs nach dem neusten Standard anfangs natürlich immer sehr viel teurer als die nach dem aktuellen Standard sind.
Aber die DDR6 Spezifikation hätte auch im ersten Halbjahr 2025 finalisiert sein sollen und davon habe ich bisher nichts gelesen. DDR6 dürfte sich also verzögern und damit konnte Intel das Problem bekommen, dass sie zwar einen RAM Controller in Nova Lake haben der neben DDR5 auch DDR6 nach der Vorabversion der Spezifikation unterstützt, aber nicht unbedingt mit den RAMs nach der finalen Spezifikation funktionieren wird. Dann müssten Nova Lake und die S.1954 Plattform erstmal doch nur für DDR5 RAM only kommen, Dann könnte sich ggf. auch entscheiden Nova Lake auf dem S.1851 zu bringen um nicht zu riskieren den S.1954 dann auch bald wieder wechseln zu müssen, wenn dann DDR6 RAM endlich kommt. Man weiß es nicht und vielleicht weiß Intel es auch noch nicht. Vielleicht kommt die DDR6 Spezifikation ja auch noch rechtzeitig und ist mit dem Vorabversion nach der Intel bisher entwickelt hat, weiterhin kompatibel. Dann macht der Wechsel auf den neuen Sockel Sinn, auch wenn man zu Beginn vielleicht keine DDR6 RAM Riegel oder Boards dafür kaufen kann, denn derzeit wird den DRAM Herstellern ja jeder Wafer mit DDR5 RAM zu Höchstpreisen aus den Händen gerissen und sie werden nun keine Anlagen für die Umstellung auf DDR6 stilllegen wollen und braucht auch nicht schnell auf DDR6 zu wechseln um wieder gute Margen zu machen, da die Margen mit DDR5 derzeit ja extrem hoch sind.
Es sind derzeit eben alles nur Gerüchte und Spekulationen und es ist kein Wunder, dass Intel an einer neuen Plattform für DDR6 gearbeitet hat, wenn DDR6 im zweiten Halbjahr hätte einsatzbereit sein sollen, da Intel schon DDR5 deutlich früher als AMD unterstützt hat, beim S.1700 eben zusammen mit DDR4 und AMD hat dann erst später den harten Schnitt mit dem Wechsel von AM4 auf AM5 gemacht.
Außerdem ist ein Boardwechsel auch kein Drama, man kann das gebrauchte Board genau wie die gebrauchte CPU auch weiterverkaufen und am Ende braucht jede CPU ein passendes Mainboard. Wie lange eine Plattform aktuell bleibt, änder daran nichts und auch nicht an der Anzahl der verkauften Mainboards, es ist also nicht nachhaltiger wenn eine Plattform länger lebt. Die Käufer der neuen CPU müssen bei einem Wechsel der Plattform ein neues Board kaufen, verkauft dafür eine gebrauchte CPU und ein gebrauchtes Mainboard weiter. Bleibt die Plattform gleich, muss sich der Käufer der gebrauchten CPU ein neues Board kaufen, wenn der Käufer der neuen CPU sein altes Board weiterhin nutzt. In beiden Fällen wird je eine CPUs und ein passendes Board verkauft, es ändert sich nur wer das Board kauft und wann der Käufer der neuen CPU den Wertverlust realisiert, dem sein Board ja sowieso unterliegt.