[Sammelthread] Erfahrungen zu Photovoltaikanlagen

Heute sogar oberhalb meiner installierten kWp gehabt.
Die Angabe der kWp bezieht sich auf Normbedingungen. Das sind 25°C Umgebungstemperatur und bei PV-Anlagen wird afaik im Mittel eine Sonneinstrahlung von 1000W/qm angenommen.
PV-Panels erreichen einen höheren Wirkungsgrad bei niedrigeren Temperaturen und je weiter südlich man kommt, desto höher wird die Sonneinstrahlung. Und weiter südlich (als z.B. Hamburg) gibts je nach Jahreszeit auch durchaus mehr als 1000W/qm.

Gerade im Frühjahr kommt es genau deswegen trotz niedrigerem Sonnenstands aufgrund der trotzdem niedrigeren Aussentemperatur also durchaus vor, das Panels mehr liefern als sie angegeben haben. Zumindest bis die Panels durch eben genau diese Sonneinstrahlung sich auch im Frühjahr wieder selbst erwärmen und dadurch wiederum wieder an Wirkungsgrad verlieren.
Genau das sieht man auch an deinem Graph. Solange die Panels wenig Sonne abkriegen und deswegen kalt sind, liefern sie mehr Strom. Sobald sie sich aber durch die Sonneneinstrahlung erwärmen, sinkt der Ertrag wieder. Im Frühjahr merkt man das desöfteren durch allgemein niedrigere Aussentemperaturen, im Herbst ebenso aber seltener, weil es da allgemein noch wärmer ist, aber auch im Sommer z.B. nach einem Regenschauer merkt man das deutlich, wenn die Panels sowohl wegen des Schattens, als auch des Regens deutlich abgekühlt sind und dann urplötzlich die Sonne wieder rauskommt.

Weil man sich bei der Angabe auf 1000W/qm Sonneneinstrahlung bezieht ist der Ertrag ohnehin relativ. Während in Norddeutschland sowieso "nur" 1000-1100W/qm pure Sonneinstrahlung "runterkommen", sind es in Süddeutschland in Alpennähe schonmal 1200-1300W/qm. Weil es dort aber eben genau wegen der höheren Sonneinstrahlung oftmals auch generell wärmer ist, fällt das praktisch oft kaum auf, weil die Effizienz durch die höhere Umgebungstemperatur wieder sinkt.

Generell kann es also sein, das ein und das selbe Panel mit angegebenen 400W in Hamburg im Sommer tatsächlich "nur" 400W bei perfektem Sonnenschein bringt, aber das gleiche Panel in der Sahara aufgestellt durchaus 500W bringen könnte, sofern es dort nicht so warm ist, das die Effizienz wieder entsprechend sinkt.

Ja ich weiß, es hat niemand explizit nach einer Erklärung dafür gefragt, aber weil es mir schien, das man "überrascht" darüber ist, das ein Panel mehr liefert als es laut Spec eigentlich können sollte, hab ichs halt mal erklärt. Und wenn es Nutzer stört, das ich mal wieder einen Roman geschrieben habe, der möge mich doch bitte einfach auf seine Ignoreliste setzen und dann meine Beiträge auch einfach gar nicht mehr lesen.

Sollte irgendwas an meiner Erklärung falsch sein, möge man mich bitte korrigieren, dann lerne ich auch noch was daraus.
 
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Für alle die sich das mal gefragt haben: leichter Mondschein und Lichtverschmutzung haben bei mir vorige Abend ein paar mW erzeugt ;)
 

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So, mit einem System von K2 - wo ich das meiste Vertrauen hätte - komme ich für 10 Module auf der Garage etwa auf 700€ Materialkosten bei 10° Neigung
.
Bevor ich da jetzt was ordere die Frage, ob es günstiger auch geht?
Spricht bei 10 Modulen was dagegen diese jeweils einzeln mit Valkbox 3 aufzustellen und nicht im Verbund?

Sind hier Windzone 2, da müssten rund 40kg Gewicht pro Modul rauf. Das Dach ist Stahlbeton, ich denke das würde passen.

Da wäre ich bei 350€ für die 10 Gestelle mit 17° Neigung.
Optik wäre nachrangig.

Komme gemittelt auf eine Einspeisevergütung von 7,1 Cent für die Anlage - nach Süden. Mit 4 kWp sollten 3500 kWh drin sein, so dass die Anlage sich gut amortisieren kann. Wird eine reine Investanlage, daher der Fokus auf Preisen.
 
Also ich wäre vorsichtig mit "ich denke das würde passen"

Ich würde es checken lassen^^ unterschätz nicht das Gewicht bzw die Statik.
 
Mit müsste passen meinte ich, dass der Statiker schon mal gerechnet hat für einen Ausbau des 1.OG auf der Garage. Das passte. Dann werden ein paar hundert kg einer PV wohl auch passen.
 
So, morgen werde ich den zweiten 10 kWh Akku holen. Zahle dafür jetzt 1900 EUR. Damit habe ich dann 2x 10kWh.
Das gute ist, dass ich dann auch 10 kW (2x5 kW) aus den Akkus ziehen kann. Ist ganz praktisch, wenn man bei gutem Wetter mit dem E-Auto mal unterwegs ist und nicht laden kann. So kann ich dann abends / Nachts zumindest mal 10-15 kWh aus dem Heim-Akku ins Auto pumpen ohne aus dem Netz nehmen zu müssen :)
 
Ich hänge gerade noch mal beim Statik-Thema.
Hab jetzt doch nochmal nachgeschaut in der Bauakte dazu - da ist noch eine Last von 75kg/m² für Kies eingerechnet, der aber nicht vorhanden ist.
Das "Kontingent" wäre also frei nutzbar ohne weiter zu rechnen.

Die Berechnung in K2 Base ergibt für das System ein Eigengewicht von rund 700 kg + 500 kg Ballast.
Fläche des Systems sind rund 23 m² - rechnerisch also roundabout 60 kg/m².
60 < 75, also passt.

Kann ich das so überschlägig betrachten?

K2 Base kann ja auch einen Projektbericht mit Statik erstellen, da kommen am Ende 0,33 KN/m² raus. Passt für mich nicht zu den obigen Werten.

Frage: Bleibe ich ratlos was K2 angeht und 75 kg/m² reicht als Puffer und ich fang einfach an?
 
Ich würde jetzt vermuten daß es reicht aber bin mir ebenfalls nicht sicher. Schneelast, Windlast gibt's ja auch noch
 
Die Schneelast müsste aber mit drinnen sein selbst wenn Kies auf dem Dach wäre.
Es kann ja trotzdem schneien.
Windlast wäre noch ein Faktor
 
Wie kommst Mist du denn auf 700kg Systemgewicht?

10 Panele wiegen ~220kg

Die Aufstellkonstruktion kann doch nicht das doppelte wiegen?!
 
Die Aufstellkonstruktion kann doch nicht das doppelte wiegen?!
Doch klar, jeder der Flachdachständer muss ja noch beschwert werden. Ich finde die 700 kg eher viel zu knapp kalkuliert. Meine zwei BKW-Panels auf den Valkboxen habe ich mit je ca. 120 kg beschwert.

Sind hier Windzone 2, da müssten rund 40kg Gewicht pro Modul rauf.
Haste Dich mit den 40kg pro Valkbox evtl. in der Anleitung vertan?
In Windzone 2 brauchst Du pro 2m Panel/Valkbox:

2x 1 Platte für Punkte G1 und G2
2x 3,5 Platten für Punkte G3 und G4

Also insges. 9 Platten a ca. 9 kg pro Valkbox. Sind dann min. 81 KG pro Halterung,
Ich habe bei mir auf Nummer sicher 120 kg pro Valkbox genommen - je zwei vorne und je vier hinten. Will ja nicht, dass mich der Käse irgendwann vom Flachdach anspringt. :d

Bei 10 Panels sind das mit Valkbox also min. 810 kg Platten plus ca. 220 kg Panels + 10x Gewicht der Valkbox selbst. Also insgesamt irgendwas mit 1100-1150 kg.
 
Die Ballastierung steigt ja nicht proportional. Im Gegenteil. Mehr Module miteinander verbunden halten sich ja "gegenseitig"
 
Die Valkboxen, die er angesprochen hat, sind einzelne Ständer, welche nicht miteinander verbunden werden können.
 
Bin eher bei K2. Aber die 700 waren ohne Ballast. Dafür kämen noch 500 drauf.
Zahlen kommen von K2 Base - Panel ist da mit 22 kg drin. 🤷🏼‍♂️
 
Bin eher bei K2. Aber die 700 waren ohne Ballast. Dafür kämen noch 500 drauf.
Zahlen kommen von K2 Base - Panel ist da mit 22 kg drin. 🤷🏼‍♂️
Ich verstehe halt auch nicht wie du/K2 bei 10 Modulen auf ein Systemgewicht von 700KG ohne Balast kommen willst.
Egal ob normale UK oder 10 einzelnen Valkbox kommen da sicherlich unter 100KG für die UK dazu sprich 320KG und keine 700...
 
Bei mir kommt nächste Woche (endlich ^^) der Elektriker für die AC Montage. Beim Netzbetreiber ist die Anlage schon angemeldet. Muss die Anlage danach trotzdem nochmal vom Netzbetreiber abgenommen werden (vor dem Einspeisen)? Falls ja läuft bis dahin zumindest schon der Akku?
 
Wenn der Elektriker beim Netzbetreiber nach §13 NAV eingetragen ist, kommt vom Netzbetreiber niemand mehr für die Inbetriebnahme. Papierkram füllt der Elektriker dann aus und unterschreibt.

Zur Dachanlage:
Im K2-Dokument komisch beschrieben - aber ich vermute mal ein Text-Lese-Verständnisproblem auf meiner Seite.
Die führen im Dokument lauter eigene Begriffe ein.
Da steht 502,5 kg Ballast und 764,50 kg Eigengewicht in einer Zeile.
Aufgrund der rechnerischen 0,33 kN/m² werden die im Eigengewicht wohl den Ballast schon eingerechnet haben.

Also reden wir von 764,5 kg Anlagengewicht.
 
Wenn der Netzbetreiber das möchte dann kommt er.
Bei mir zb MUSS er dabei sein. Da hilft auch nicht das Schreiben der clearingstelle...
 
Bei mir kommt nächste Woche (endlich ^^) der Elektriker für die AC Montage. Beim Netzbetreiber ist die Anlage schon angemeldet. Muss die Anlage danach trotzdem nochmal vom Netzbetreiber abgenommen werden (vor dem Einspeisen)? Falls ja läuft bis dahin zumindest schon der Akku?
ich nehme an du redest von ner PV Anlagen inbetriebnahme und nicht nur explizit Speicher?

Der Netzbetreiber wird relativ wahrscheinlich nochmal rumkommen. Der Elektriker macht die Anlage fertig, aber in den meisten Fällen ist ein elektronischer Stromzähler mit Rücklaufsperre drin. Also kommt in der Regel dann nochmal der VNB vorbei und baut einen Zweirichtungszähler ein damit du ja auch deine Einspeisung mitloggen kannst. Das geht aber im laufenden Betrieb und dauert nur 1-2 Minuten und wird danach verblombt. Bei manchen Gemeinden wird ab werk schon ein Zweirichtugszähler verbaut ist aber eher selten.

Danach wird die Anlage ins Marktstammdatenregister eingetragen, der VNB bekommt das zur Info und genehmigt es da.
 
Ja korrekt, die komplette PV Anlage. Ich gehöre wohl zu den wenigen Gemeiden, wo direkt ein Zweirichtungszähler eingebaut wurde. :d Der kam letztes Jahr irgendwann rein als der analoge Zähle ausgetauscht wurde.

Naja ich werd es dann ja nächste Woche sehen! ^^
 
Bei mir wurde 2019 auch schon ein Zweirichtungszähler eingebaut. Ohne dass ich eine PV Anlage zu dem Zeitpunkt geplant hatte.

PS: Der zweite Akku hängt nun dran. Die größte Hürde waren die 115 kg in den Keller zu bekommen :d Nun sind es 20 kWh Akku :)
 
So, morgen werde ich den zweiten 10 kWh Akku holen. Zahle dafür jetzt 1900 EUR. Damit habe ich dann 2x 10kWh.
Das gute ist, dass ich dann auch 10 kW (2x5 kW) aus den Akkus ziehen kann. Ist ganz praktisch, wenn man bei gutem Wetter mit dem E-Auto mal unterwegs ist und nicht laden kann. So kann ich dann abends / Nachts zumindest mal 10-15 kWh aus dem Heim-Akku ins Auto pumpen ohne aus dem Netz nehmen zu müssen :)
Welcher Akku?
 
Ist ein 16 Zellen LFP Akku 51.2 V. Das BMS ist absolut brauchbar.

 
85k am Stück ist schon Hardcore^^.
Meine 20kWh sind glücklicherweise in 6 Packs geteilt (die man prima aufeinanderstapeln kann). Da ist das Geschleppe deutlich angenehmer^^.
Kommst Du mit 20kWh über einen Tag? Ist Dein WR so tolerant, dass man da jedes beliebige BMS anklemmen kann?
 
Das Ding wiegt 115kg ohne Verpackung und Zubehör (Ständer, Halterung, etc). Die 85kg im Online-Artikel stimmen nicht bzw. beziehen sich auf eine andere Revision mit anderen Zellen.
Im Datasheet steht es korrekt. 125kg.


Deye ist ein absoluter "Allesfresser". Der kann sogar ohne BMS Kommunikation anhand von Ladeschlussspannung etc. Akkus betreiben. Machen sogar viele. Da haben dann gar Akkupacks von verschiedenen Herstellern und verschiedenen größen dran.

Habe aber eine "saubere" BMS kommunikation zwischen WR und Akku. In den Wintermonaten kam ich an sonnigen Tagen, wenn um 15:30 Schluss ist mit PV Ertrag, leider nicht bis zum nächsten Morgen mit dem Akku. Sollte jetzt kein Problem sein. Mein Hauptproblem war aber eher, dass ich bei vollem Ertrag - z.B. gerade eben - nicht alles in den Akku bekomme, weil bei einem einzelnen Akku unter EInhaltung der 0,5C Regel nur 5,X kW reingehen. Nun kann ich auch mit 10 kW reinladen.

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gerade wieder sehr nette Werte. Habe ja "nur" 9,46kWp installiert. Bei den aktuellen Temperaturen kommt da gerne mal mehr bei rum.
 
Zuletzt bearbeitet:
unbedingt bis 100% laden bei LiFePo4. Ich würde im Sommer 10-100% und im Winter 20-100% sintellen.
 
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