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Einfacher, simpler Fileserver - Hilfe gesucht

chakk0r

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Hallo zusammen,

ich bin momentan dabei mir einen Fileserver zu bauen und suche mir schon einige Zeit die Finger wund weil das ganze noch ziemliches Neuland für mich ist. Bei meiner Suche im Netz bin ich auf euer Forum aufmerksam geworden und habe mir gedacht ich bin mal so frei und melde mich hier an um vielleicht Hilfe zu bekommen bei meinen "Problemen".

Wie gesagt, ich bin noch sehr jungfräulich was das ganze Thema angeht. Hab aber bock den Fileserver selber zu basteln.

Kurze Vorgeschichte, aktuell steht bei mir ein Qnap NAS mit 6x8 tb im Raid5 wovon im Moment ~20TB verwendet werden. Das ganze wird auf ein 4x8tb Qnap Nas gesichert. Ich habe aber immer wieder Probleme mit dem Backup und dem "großen" Nas, mal läuft das Backup nicht, dann ist die Backup APP weg und läßt sich nicht mehr installieren mal isses was anderes... Darum wollte ich en ganzen Salat neu machen und mir einen einfachen neuen Fileserver aufbauen der nichts anderes macht als ein Laufwerk im Netz zu teilen, 2 User zu verwalten und automatisierte Backups macht. Ich brauche keine zig User, keine VM (glaube ich), keinen Mailserver, keinen FTP Server oder sowas.

Im Wahn hab ich mir jetzt einen T330 bestellt den ich dann als Fileserver aufsetzen möchte. Primär eigentlich weil ich keine Lust mehr auf Qnap oder Synology habe, ich will das Teil am liebsten einmal einrichten und dann vergessen bis er voll ist. In den T330 kommen entweder 6x10Tb (SATA oder SAS) als RAID6 oder 8x10Tb als Raid 10. Hab ich mir zumindest so gedacht :) In mein altes NAS würde ich noch eine 8Tb Platte stecken und dann da ein Raid6 laufen lassen um das ganze als Backup zu nutzen.

Aber wie das so ist wenn man sich mal spontan ohne besonderes Wissen für etwas entscheidet: Die Fragen kommen nach dem Kauf!

Ich bin mir noch gar nicht sicher wie ich das ganze einrichten soll. Zuerst dachte ich an Windows Server und dann darüber einfach ein Laufwerk im Netzwerk zu teilen, nachdem ich nun die ganze Zeit am googeln bin lese ich ständig davon das man VM nutzen soll! Damit hab ich mich aber noch nie beschäftigt. Bis jetzt würde ich es wie folgt machen:

8x10Tb SAS Platten kaufen -> im Controler ein Raid 10 einstellen -> ESXi installieren -> Windows Server Essential in einer VM installieren -> Das Raid/Laufwerk im Netz freigeben -> Fertig!

Aber geht das überhaupt so "stumpf"? Ich hab doch bestimmt zig Sachen vergessen die wichtig sind wenn man sowas baut oder? Wenn ihr nun die Hände wieder vom überm Kopf zusammenschlagen am Tisch habt könnt ihr mich gerne auseinander nehmen und korrigieren :) Falls jemand einen guten Vorschlag (am besten mit Anleitung) hat wie man das ganze sinnig umsetzt würde ich mich sehr freuen. Wenn jemand Links zu einem guten YouTube Kanal hat würde ich mich auch freuen, genauso wie über einen Link zu einem guten PDF, Thread etc...

Da ich weiß wie gerne Leute in Foren total angepisst sind wenn andere Leute dumme Fragen stellen ist es auch ok wenn ihr euch total auslast :d

Beste Grüße und nen schönen Sonntag!

PS: Ich habe den Thread jetzt hier eröffnet weil ich kein Freenas Nas bauen wollte/will. Hoffe das ist ok so
 
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gea

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Eine Storage VM macht nur Sinn wenn man weitere Systeme virtualisieren möchte, insbesondere wenn man Highend ZFS Storage dazu haben möchte. Wenn es nur um einen Filer geht macht man alles nur unnötig kompliziert.

Windows Server ist eine Möglichkeit. Da Windows aber kein wirklich konkurrenzfähiges Software Raid mitbringt (und es eher bessere Filer Alternativen mit Softwareraid gibt die zudem wesentlich einfacher via Browser bedient werden), sollte man da idelaerweise einen Hardware Raidcontroller mit Cache und BBU/Flashsicherung des Schreibcaches einsetzen.

Wesentlich mehr Datensicherheit und Storage Features gibts mit ZFS. Native ZFS oder ZFS in seiner ursprünglichen Umgebung gibts bei Oracle Solaris (kostenpflichtig) oder bei dem OpenSource Solaris Fork OmniOS (https://omnios.org/ - ist sogar ein europäisches Projekt mit dem für mich besten/Windows kompatibelsten SMB Server). Free-BSD/Free-NAS ist eine Alternative mit SAMBA, dem üblichen SMB Server aus der Linux Welt.
 
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chakk0r

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Eine Storage VM macht nur Sinn wenn man weitere Systeme virtualisieren möchte, insbesondere wenn man Highend ZFS Storage dazu haben möchte. Wenn es nur um einen Filer geht macht man alles nur unnötig kompliziert.
Zunächst mal vielen Dank für deine schnelle Antwort!!

Keine VM zu verwenden war auch meine erste Idee, aber das Netz scheint immer zu schreien "virtualize everything!". Was ich aber gelesen habe ich das man mit einer VM die Möglichkeit hat bei Fehlern im Raid weniger Probleme bei der Wiederherstelleung zu haben - aber vielleicht hab ich das auch falsch verstanden.

Windows Server ist eine Möglichkeit. Da Windows aber kein wirklich konkurrenzfähiges Software Raid mitbringt (und es eher bessere Filer Alternativen mit Softwareraid gibt die zudem wesentlich einfacher via Browser bedient werden), sollte man da idelaerweise einen Hardware Raidcontroller mit Cache und BBU/Flashsicherung des Schreibcaches einsetzen.
Im T330 ist ein H330 Controller eingebaut, ich hatte aber schon überlegt den im Vorfeld gegen einen H730 mit Cache zu tauschen.
Wesentlich mehr Datensicherheit und Storage Features gibts mit ZFS. Native ZFS oder ZFS in seiner ursprünglichen Umgebung gibts bei Oracle Solaris (kostenpflichtig) oder bei dem OpenSource Solaris Fork OmniOS (https://omnios.org/ - ist sogar ein europäisches Projekt mit dem für mich besten/Windows kompatibelsten SMB Server). Free-BSD/Free-NAS ist eine Alternative mit SAMBA, dem üblichen SMB Server aus der Linux Welt.
Hmm also wäre FreeNAS doch eine gute Option? Ich meine gelesen zu haben das FreeNAS aber "nur" ein Software Raid erstellt und mit Hardware Controllern nicht so wirklich will. Dazu werde ich noch mal ein wenig googlen. Das OmniOS werde ich mir gleich auch anschauen.

Was kann ich denn eigentlich unter Storage Features verstehen? Was gibt es denn da noch so für Sachen die einem das Leben entspannter gestalten?

Danke soweit!
 

Supaman

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Wenn Du es ganz schlank haben möchtest:

Gebrauchten LSI 9361-8i mit Cache und BBU (Bucht, ca 200 Euro)
Keine VM, wahlweise Windows Server oder zur Not würde bei 2 Usern auch Windows 10 reichen.

Als Volume bzw Container File Backup: Veeam Back & Replication
Oder als "offener" File basierte Sync Software zum Spiegeln der Daten: tgrmn Vice Versa
 

gea

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Was kann ich denn eigentlich unter Storage Features verstehen? Was gibt es denn da noch so für Sachen die einem das Leben entspannter gestalten?
Copy on Write: Kein korruptes Raid oder Dateisystem nach einem Absturz beim Schreiben, nie mehr offline chkdsk das eh nur wenig kann
Prüfsummen auf Daten und Metadaten: Immer valide Dateien und Raids
Excellentes Compress mit LZ4, praktisch keine Nachteile
Beliebig viele readonly Snaps, praktisch sicher vor Ransomware (nicht wie shadowcopies bei Windows, die löscht Ransomware als erstes)
Echtzeit dedup mit der Möglichkeit Dedup Tabellen auf NVMe, sicheres schnelles sync write mit Slog, persistent readcache mit L2Arc (übersteht Reboot), Verschlüssellung je Dateisystem, unlock per Passwort, Datei, Dateipaar, Webserver oder SMB Freigabe, schnelle Replikation/ Backup, ZFS Snaps als Windows 'vorherige Version', Bootenvironments (booten in frühere Betriebssystemversion vor Updates) und und und....

sichere einfache schnelle private Cloud mit Amazon S3 kompatiblem Dienst
und am Wichtigsten: tut einfach, fast unkaputtbar, ohne critical Updates alle 14 Tage mit Reboot
 
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chakk0r

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Copy on Write: Kein korruptes Raid oder Dateisystem nach einem Absturz beim Schreiben, nie mehr offline chkdsk das eh nur wenig kann
Prüfsummen auf Daten und Metadaten: Immer valide Dateien und Raids
Excellentes Compress mit LZ4, praktisch keine Nachteile
Beliebig viele readonly Snaps, praktisch sicher vor Ransomware (nicht wie shadowcopies bei Windows, die löscht Ransomware als erstes)
Echtzeit dedup mit der Möglichkeit Dedup Tabellen auf NVMe, sicheres schnelles sync write mit Slog, persistent readcache mit L2Arc (übersteht Reboot), Verschlüssellung je Dateisystem, unlock per Passwort, Datei, Dateipaar, Webserver oder SMB Freigabe, schnelle Replikation/ Backup, ZFS Snaps als Windows 'vorherige Version', Bootenvironments (booten in frühere Betriebssystemversion vor Updates) und und und....

sichere einfache schnelle private Cloud mit Amazon S3 kompatiblem Dienst
und am Wichtigsten: tut einfach, fast unkaputtbar, ohne critical Updates alle 14 Tage mit Reboot
Ich hab nur 2 Sachen verstanden: "Kein Korruptes Raid oder Dateisystem" und "tut einfach, fast unkaputtbar" :) Werde mich jetzt mal damit beschäftigen!
Danke auch an Supaman!

Edit: Uff, hab mir mal ein wenig OmniOS angeschaut aber da muss ich dann doch passen. Das letzte mal als ich mit Eingaben in dieser Form "gearbeitet" habe wollte ich wahrscheinlich Wolfenstein auf nem 386 SX starten. Ich denke mal bei bzw mit FreeNAS bin ich besser aufgehoben.

Ich würde im nächsten Schritt den H330 Controller rauswerfen und mir den von Supaman empfohlenen Controller kaufen. Macht es Sinn FreeNAS auf einer SSd zu installieren oder reicht da ein USB Stick?
 
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Supaman

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Reichen würde auch ein USB Stick - ist aber nicht empfehlenswert, weil geht schonmal öfter kaputt bzw totgeschrieben. Früher hat man gerne USB Sticks benutzt, weil SSDs astronomisch teuer waren. Heute nimmt man eine kleine SSD, weil die Ausfallsicherheit deutlich geringer ist, gefühlt so hart gegen null.
 

konfetti

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der Controller oben im Beitrag, mit BBU macht aber nur Sinn, wenn Du Hardware-Raid machen willst, was bei einem Storage-OS aber keinen Sinn macht, schon garnicht wenn man ZFS nutzen möchte.
Die Frage ist jetzt, was für einen H330 Du hast, ist der schon im IT-Mode bzw. kannst Du den umflashen?

Bei meinem Backup-Spiegel läuft XigmaNAS auf einer 80GB 2.5" HDD, weil die Zeit die es zum booten braucht egal ist - läuft nur einmal die Woche für den RSYNC - sonst ist das mein Cold-Storage
Der USB-Stick der vorher das System beheimatete war nach 3 Jahren durch, obwohl es wie gesagt nur 1x die Woche für den RSYNC bootet.

btw:
1628516068387.png

Der Storage-Server geht heute in der Testumgebung der Firma vom Netz - weil nicht mehr benötigt.
 
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chakk0r

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Reichen würde auch ein USB Stick - ist aber nicht empfehlenswert, weil geht schonmal öfter kaputt bzw totgeschrieben. Früher hat man gerne USB Sticks benutzt, weil SSDs astronomisch teuer waren. Heute nimmt man eine kleine SSD, weil die Ausfallsicherheit deutlich geringer ist, gefühlt so hart gegen null.
War auch nur ne Idee weil ja onboard ein USB Port frei ist, gibt doch so USB Sticks mit Nvme Innereien. Aber wahrscheinlich werde ich wirklich ne kleine SSD nehmen und fertig.
der Controller oben im Beitrag, mit BBU macht aber nur Sinn, wenn Du Hardware-Raid machen willst, was bei einem Storage-OS aber keinen Sinn macht, schon garnicht wenn man ZFS nutzen möchte.
Die Frage ist jetzt, was für einen H330 Du hast, ist der schon im IT-Mode bzw. kannst Du den umflashen?

Bei meinem Backup-Spiegel läuft XigmaNAS auf einer 80GB 2.5" HDD, weil die Zeit die es zum booten braucht egal ist - läuft nur einmal die Woche für den RSYNC - sonst ist das mein Cold-Storage
Der USB-Stick der vorher das System beheimatete war nach 3 Jahren durch, obwohl es wie gesagt nur 1x die Woche für den RSYNC bootet.

btw:
Anhang anzeigen 658606
Der Storage-Server geht heute in der Testumgebung der Firma vom Netz - weil nicht mehr benötigt.
Den Controller oben wollte ich eigentlich nur nehmen weil der bei Freenas in der Kompatiblitätsliste steht und der H330 wohl kein richtiges Passtrough kann ( hab ich zumindest so gelesen). Welcher H330 wirklich verbaut ist weiß ich noch nicht da der Server leider noch unterwegs ist. Flashen will ich eigentlich nicht muss ich sagen, hab gelesen das manche den auf eine LSI Firmware flashen aber davon will ich eigentlich die Finger lassen.

Nochmal ne blöde Frage: Gibt es einen eklatanten Geschwindigkeitsunterschied zwischen FreeNAS und einem Windows Server? Und noch eine Frage :) SATA oder SAS? SAS sind aktuell günstiger und ich würde mir zusätzliche Kabelpeitschen sparen.
 

konfetti

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Um das Flashen kommst Du bei FreeNAS, eigentlich eher Xigmanas oder NAS4Free nicht drumrum - Du möchtest ja einen Dummen HBA (HostBusAdapter) der die Platten dann an das OS des Filers durchreicht.
Was heist schneller? - beim kopieren der Daten, da dürfte es keinen eklatanten Unterschied geben, das hängt eher an den Platten - und ggf. am Cache, das können die reinen Storage-OS besser als der Windows-Server.
Willst Du nur Dateien freigeben, ist das bei beiden kein großes Hexenwerk, aber der Mehrwert kommt ja dann eben mit den Features, die man noch so bekommt, ZFS zumbeispiel, oder die Möglichkeit direkt auch in Dockercontainern etwas laufen zu lassen - direkt die Plugins für z.B. Plex&Co.

Ich habe meine VM z.B. auch an den ESX-Server per nfs freigegeben - und per rsync recht einfach die Verzeichnisse auf das Cold-Standbysystem übertragen.

Beim H33o musst Du gucken, ein dedizierter Controller per PCIe lässt sich flashen, der gesockelte auf dem Board eher nicht - zumindest hab ich da schon einen zerschossen ^^

SAS oder SATA kommt auf Deine Anforderung drauf an, läuft das Teil 24/7? - Dafür sind die SAS-Platten gemacht, die brauchen aber auch etwas mehr Saft...
 

chakk0r

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Hey,

zunächst mal möchte ich mich bei euch bedanken das auch dumme Fragen beantwortet werden. Das schätze ich echt sehr, danke!

Bzgl der Geschwindigkeit hatte ich gelesen das ZFS Systeme ab einer bestimmten "Füllung" langsamer werde, das hatte mich nur zum nachdenken angeregt. Die Idee ist es den Server per 10gbe am Switch anzuschließen und dann den Laptop (leider ein Asus Zephyrus G15 ohne Thunderbolt) per USB C -> 5Gbe ebenfalls an den Switch. Da muss ich nur noch gucken ob ich einen USB C auf SFP Adapter kriege da ich bis jetzt nur einen Adapter von Qnap gefunden habe der dann auf 5Gbe RJ45 geht. Der Rest der Rechner wird einfach per 1gbe angeschlossen, das reicht für quasi alles. Lange Rede kurzer Sinn, ich würde gerne die 5Gbe einigermaßen ausreizen und wenn ich am Ende auf ~200mb/s komme wäre das schon ein guter Schritt vorwärts im Vergleich zu jetzt.

Sobald ich den Server da habe werde ich schauen was für ein H330 verbaut ist! Dann kann ich mich ja noch einmal melden :)

Aktuell läuft mein NAS 24/7, liegt aber primär dran das ich die Zeiten noch nicht wieder konfiguriert habe. Normalerweise würde 8-20Uhr reichen aber auch da habe ich wieder was im Netz gelesen, nämlich das es besser sein soll die Kisten nicht ständig aus und wieder an zu schalten. Grundsätzlich denke ich aber das ich die SAS Platten nehmen werde. Netto liegen die bei ca 233€ für 10Tb und das geht schon in Ordnung. Mehr Verbrauch ist mir ehrlich gesagt relativ egal. Ich will wirklich nur einen flotten, dummen Server haben wo ich mir nicht alle 2 Wochen Sorgen machen muss.

Danke soweit!!
 

konfetti

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Wieviel Speicher brauchst Du denn? - ggf. wäre ja SSD eher die richtige Richtung.
Ich habe mir für meine VMs jetzt 2 1TB SSDs geholt, die werden dann auf 800 GB beschränkt im RAID1 in den Server wandern - da ist dann genug Luft das die nicht einbrechen.

Wenn die Platten voll werden, ist es aber egal, welches OS - am besten nutzt man quasi nur den äußeren Bereich der Platten, dort ist es am schnellsten, aber darauf hat man ja keinen Einfluß wenn die Dinger voll werden.
SSDs kosten ja auch nicht mehr die Welt und was immer noch am wichtigsten ist: BACKUP!
 

chakk0r

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Aktuell habe ich im Qnap NAS 6x8Tb im Raid 5, davon knapp 20Tb belegt und im Backup Qnap 4x8Tb. Allerdings müsste ich das "große" Qnap a) mal ausmisten b) kommen noch ein paar Tb hinzu die aktuell noch auf einem anderen Laufwerk liegen. Das meiste der Daten auf dem NAS sind Fotos, aber es kommen immer mehr Videos hinzu. Da sind die Projekte so in der Regel 1Tb max groß. Für die Videos nutze ich momentan noch ein OWC Gehäuse mit 4 2xTb SSDs.

Die ganzen Daten Vom OWC sollen dann aber auf den Server (und im Idealfall auch von da aus auch bearbeitet werden) so das ich das OWC endlich wipen kann und da ein Raid5 laufen lassen kann. Im Moment sind das nämlich noch 4 einzelne Platten. Das würde ich dann gerne als mobiles Backup nehmen oder wenn ich mal Zuhause was bearbeiten will.

Als Backup würde ich entweder das kleine Qnap leer machen und das "große" voll bestücken so das dann da 8x8Tb drin stecken, oder noch eine 8Tb SATA dazu kaufen so das im Backup dann 7x8Tb im Raid 6 laufen.

Wenn ich am Ende 40Tb verfügbar habe sollte das erstmal genügen und zur Not kann man ja immer noch löschen oder konvertieren. Darum auch der Gedanke 8x10Tb Raid10 oder 6x10Tb Raid 6 dann im T330.

Aber wie du siehst ist das im Moment gefühlt alles ziemlich durcheinander, was dann auch einer der Gründe war jetzt endlich mal EINE ordentliche Lösung zu beschaffen.

Edit: Wenn es um die reine Videobearbeitung geht komme ich mit dem OWC wunderbar klar, die Daten auf dem Server zu bearbeiten ist eher "so ne Idee" die mir kam. Wenn ich das jetzt mit dem Qnap mache gehts einigermaßen, aber man merkt doch das nicht mehr als 110Mb/s durch die Leitung kommen und entsprechend hackelig ist das ganze.
 

Digi-Quick

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Reichen würde auch ein USB Stick - ist aber nicht empfehlenswert, weil geht schonmal öfter kaputt bzw totgeschrieben. Früher hat man gerne USB Sticks benutzt, weil SSDs astronomisch teuer waren. Heute nimmt man eine kleine SSD, weil die Ausfallsicherheit deutlich geringer ist, gefühlt so hart gegen null.
Aber doch nicht für FreeNAS/TrueNAS oder XigmaNAS (NAS4Free), da reicht 'ne alte HDD, die man noch liegen hat, der Bootvorgang als solches wird durch SSD ggü. HDD kaum schneller, da eh beim Booten so ziemlich alle Treiber "geprobt" werden.... (es sei denn man baut sich seinen Kernel selber, was hier wohl eher selten der Fall sein wird :-)


Bei FreeNAS wird bei einem USB keine Swap-Partition angelegt - das gilt dann auch für HDDs oder SSDs die via USB angeschlossen sind (wird sozusagen pauschal als USB Stick abgewertet)
(Kann man via Konsole bei der Installation allerdings umgehen.)
 

gea

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Nochmal ne blöde Frage: Gibt es einen eklatanten Geschwindigkeitsunterschied zwischen FreeNAS und einem Windows Server? Und noch eine Frage :) SATA oder SAS? SAS sind aktuell günstiger und ich würde mir zusätzliche Kabelpeitschen sparen.

OS ist nicht das Thema sondern ZFS vs ntfs bzw ReFS (Windows).

Bei ZFS gibt es Original ZFS mit Oracle Solaris, nach wie vor der schnellste ZFS Server in meinen Tests.
Bei Open-ZFS gibt es nur geringe Unterschiede zwischen OmniOS (Solaris Fork), Free-BSD und Linux. Am reourcensparendsten ist OmniOS.

Unter Windows hat ReFS zu ZFS aufgeholt was Features angeht, ist aber tendentiell deutlich langsamer. Ntfs ist meist das schnellste Dateisystem. Was Datensicherheit angeht ist es aber "von gestern"

Die Datensicherheit von ZFS kostet Performance. Wegen der Prüfsummen auf Daten/ Metadaten müssen mehr Daten verarbeitet werden. Copy on Write erhöht die Fragmentierung und Software Raid die Systemlast. Auch ist ZFS darauf ausgelegt bis Petabytw sauber zu skalieren. Auf einer einzelnen Platte ist die Performane geringer als mit ntfs.

Kompensiert wird das durch überragende rambasierte Schreib/Lesecaches. Ein gutes ZFS System liefert > 80% aller Lwsevorgänge aus dem RAM (außer Audio/Videofiles). Wenn ich bei Windows einen Ordner mit sehr vielen Dateien öffne dauert das jedesmal...., bie ZFS geht das ab dem zweitenmal ohne Verzögerung.

SAS vs Sata
Perfomancemäßig ist das egal solange man SAS mpio nicht nutzt (dann kann SAS den doppelten Durchsatz) - SAS ist aber viel robuster und kann längere Kabel.
 

chakk0r

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Ach Leute,

ihr seit super! Der Server ist heute angekommen, morgen bestelle ich SAS Platten (6x10Tb für Raid6/Raidz2) und dann melde ich mich asap wenn es an den Zusammenbau geht. Eine 10Gbe Karte brauche ich noch und ne SSD.

Besten Dank bis hier!!
 

chakk0r

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Moin Leute,

die Platten sind nun da und eingebaut, die Netzwerkkarte sollte auch zeitnah eintrudeln, ne SSD kaufe ich heute beim Saturn. Wo ich aber noch am grübeln bin ist der Controller. Den verbauten H330 kann man ja zu einem HBA330 umflashen aber bei den Anleitungen verstehe ich aktuell nur Bahnhof. Das ist mir alles zu kryptisch im Moment um das nebenher zu machen...

Daher nun die Frage, gibts alternative HBA Controller die ihr empfehlen könntet? Der HBA330 kostet bei Dell als Neuware aktuell 180€, bei serverschmiede.de gebraucht ~160€. Wäre sowas wie eine LSI 9200-8i/9211-8i Karte eine Alternative? Kostet nur rund 92€ und kann auch HBA (da sind nur die Ports bissle doof auf der Platine angebracht).

Was denkt ihr?
 

gea

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Neu flashen mit der LSI 9211 IT Firmware birgt zwar ein Restrisiko, ist aber nicht so schwierig,


Ixh habe dazu auch mal ein Tutorial verfasst

IT Firmware findet sich hier
Firmware Avago 9207-8i, Version 20.0.0.7
 
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chakk0r

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Danke dir! Ist das dann diese FW "Avago 9207-8i"?
 
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gea

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chakk0r

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Moin gea, ich werde mich mal durch diesen Thread und die beschriebene Methode arbeiten. Mal schauen obs klappt :)
 

chakk0r

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Ich würde behaupten: Satz mit X...
Edit: Ich bin bei der oben verlinkten Anleitung bis Step4 gekommen, danach wollte/musste ich rebooten und nun geht gar nix mehr. Der Rechner friert immer wieder an der selben Stelle ein.

 
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chakk0r

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Hab ich ja mit FreeDOS gemacht und ab hier.
6. Be Patient! The Bios on the card will take exactly three (3) minutes to enumerate. Not sure why,
but please wait till you see the message: “Baseport not responding. No adapter available” Then
it should go past that and let you boot into Freedos. This is the toughest/trickiest part. Just be
patient my friends!
passiert das nichts mehr weil der Rechner stehen bleibt/einfriert. Stgr+Alt+Del geht auch nicht mehr
 

Supaman

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wenn man einen LSI 9240 umflashen wollte, klappte das am besten auf einem board mit herkömmlichem bios.
 

chakk0r

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Ich hab schon in einer Thinkstation nach einem passenden Port geschaut, da passt der Controller aber nicht... Ansonsten muss ich mir wohl einen neuen Controller kaufen, auch ein Update vom Bios und iDRAC hat keine Verbesserung gebracht. Voll ätzend eigentlich...zumal der HBA330 bei Dell im Moment auch nicht mehr lieferbar ist.
 
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chakk0r

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Moin,

habe jetzt einen HBA330+ bei serverschmiede bestellt. Ich hoffe das damit nun alles erledigt ist - zumindest im Server :)

Ich hab aber noch eine Frage zur "Infrastruktur". Folgende Idee hab ich jetzt um das ganze miteinander hier zu vernetzen: Im Server steckt eine X520 10gbe Karte, davon geht ein ein Port per SFP+ an den/das Switch. In den anderen Port kommt ein SFP+ auf RJ45 Adapter, daran dann ein CAT8 Kabel welches dann zum Laptop geht. Daran habe ich an einem USB C Port dann einen USB C auf 5gbe RJ45 Adapter und vom Dock aus geht ein 1Gbe Kabel zum Switch um auch online zu sein etc. Soweit meine Idee, aber meint ihr das läuft auch so? :ROFLMAO: Oder besser nen anderen Switch besorgen der mehr als 2 SFP+ Ports hat
 

Digi-Quick

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Afaik kann die X520 kein 5GBE, somit wäre der kleinste gemeinsame Nenner 1GBit bei der direktverbindung zum Notebook >> da kannst du auch die Verbindung via Switch nutzen
 

chakk0r

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War ja klar :)
Der billige 5gbe Adapter und der RJ45 auf USB C Adapter gehen morgen direkt zurück sobald sie angekommen sind. Habe jetzt einen Qnap USB C auf 5gbe Adapter bestellt sowie einen Qnap Switch mit 2x SFP+ 10Gbe, 2x RJ45 5Gbe und 8x RJ45 2,5Gbe....

Danke für den Hinweis und Ätzend das ich kein TB3 Laptop bekommen habe :poop:
 

besterino

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Wo mein Daddel-PC steht
@chakk0r Wenn Du die Möglichkeit hast, stopf den zickigen HBA mal in ein ganz normales Consumer-Board (je älter desto besser), stell das BIOS auf Legacy-Support (wenn möglich UEFI ganz aus) und versuch' dann dort noch einmal Dein Glück. Alternativ: mal nur auf UEFI und jeweils nochmal flashen versuchen. Drücke die Daumen!
 
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