[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

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Nein, Elterngeld ist davon nicht betroffen rückwirkend. Es wird genau das Netto aus den x Monaten vor der Geburt rangezogen, daher wechseln viele ja noch schnell die SK.
 
Aber auch hier gibt es viele Studien, die zeigen, dass Preiserhöhungen einen erheblichen Einfluss auf den Konsum haben – insbesondere bei jüngeren Menschen und solchen mit geringerem Einkommen.
Insgesamt finde ich deinen Beitrag sehr gut, und würde ihn auch weitgehend voll zustimmen, bis auf das was ich zitiert habe.

Da finde ich es nämlich gegenteilig, das Preiststeigerungen oder auch Aufklärungskapagnen eher den älteren und gut sitierten Menschen helfen mit dem Rauchen aufzuhören.

Erstmal ist es für gut situierte Besser- und Gutverdiener viel einfacher sich mit anderen Wünsche wie regelmässig Markenbekleidung shoppen, Reisen, Traumauto fahren, vielleicht sogar Immobilieneigentum, einfacher und realistischer zu erreichen.

Ausserdem wenn man einen gewissen Lebensstandard hat, dann möchte man auch seinen Ruhestand möglich lange geniessen und peilt dann eher an 80+ oder gar 85+ zu schaffen.

Aber für einen Geringverdiener sind solche Ziele ohnehin unrealistisch, und Zigaretten und billiger Alkhol vom Disocunter, ist da der einzige Alltagsluxus den man sich überhaupt leisten kann. Und auch wenn man jung ist macht man sich noch viel weniger Gedanken ums Alter. Wird man älter macht man sich dann schon mehr Gedanken. Aber wenn man als Geringverdiener sieht das man so 680...730€ gestzliche Rente erwarten kann und mit Altersgrundsicherung aufs Existenzminimu aufstocken muss, dan wird man wohl keinen Anspruch haben in diesem Zustand älter als 70-75 werden zu wollen.

Die Aussage war, bei steigenden Einkommenssteuern sinkt die Attraktivität der Arbeit. Generell. Und das dann nicht unbedingt bei Chefarzt, sondern dem Taxifahrer. Wenn der nämlich genauso viel Brutto wie vorher bekommt aber mehr abdrücken muss, hat er weniger im Portemonaie.
Erstmal ist doch garnicht entscheidend wieiviel Geld man im Portmonaie hat, sondern wieviel man sich damit kaufen kann, also welche Kaufkraft man hat.

Ich komme jetzt nochmal auf meine Beispiel zurück:

(Alternativszenario A)

Von seinen 3.250€ brutto garkeine Lohnsteuer mehr zahlen müsste und nach Sozialversicherungskosten 2.549,62€ rausbekommen würde, dann aber 11% / 23% Mehrwertsteuer bezahlen müsste und wegen noch höherer Mineralölsteuer und Tabaksteuer dann für Super E10 so 2,259€ und für die Packung Gauloises Blondes Blau 13,50€ zahlen müsste.

oder

(Alternativszenario B)

Von seinem 3.250€ brutto eine deutlich höhere Lohnsteuer von ca. 575€ zahlen müsste und nur noch 1.974,62€ rausbekommen würde, aber nur noch 0%* / 4,5% / 14% Mehrwersteuer (Nullsatz z.B. auf Lebensmittel, Telekommunikationsdienstleistungen und körpernahe Dienstleistungen z.B. Friseur) und wegen geringerer Mineralölsteuer und Tabaksteuer dann für Super E10 nur so 1,159€ und für die Packung Gauloises Blondes Blau nur so 4,80€ müsste

Natürlich wären erstmal 2.459,62€ mehr als 1.974,62€ aber

Bei Alternativszenario A würden die 2.459,62€ nur für 1.088 Liter Super E10 oder nur 188 Packungen Gauloises Blondes Blau reichen.

Bei Alternativszenario B würden die 1.974,62€ hingegen für 1.703 Liter Super E10 oder 411 Packungen Gauloises Blondes Blau reichen.

So gesehen können 1.974,62€ durchaus mehr Kaufkraft als 2.459,62€ haben.

Ansonsten finde ich ist das Geld vorallem in den unteren Lohngruppen für die Attaktivität der Arbeit entscheidend. Aber in den oberen Lohngruppen wo man eh mehr Geld verdient als man im Alltag ausgeben kann, spielen dann eher Entfaltungsmöglichkeiten, Führungsverantwortung und Prestige für die Attraktivität der Arbeit eine grössere Rolle.

Ökonomen und Volkswirte haben ihre ganzen Leben damit verbracht, sich mit dieser hochkomplexen Thematik zu befassen und haben und werden keine simplen Lösungen oder Funktionsweisen finden.
Ökonomen und Volkswirte können sich zwar sicher viel besser in die Denkweise von Spitzenpolitikern und C- und V-Level Managern von Grosskonzernen hineinversetzen als ich, aber dafür nicht mehr in die normalen Bürger.

Deswegen überschätzen Ökonomen und Volkswirte auch oft völlig die Auswirkungen von Leitzinsänderungen. Oder denken zu sehr exportorientiert und frauen sich wenn durch einen billigen Euro die Exportwirtschaft brummt, aber verdrängen das verteuerte Importe egal ob Benzin und Diesel oder Elektronik dafür die Binnennachfrage lähmt.
 
Die Diskussion ist dermaßen weit vom eigentlichen Topic entfernt, dass hier Schluss ist. Ihr könnt euch vielleicht in Spitzenpfostierer, immerwährende Mitleser-und-nicht-Poster und KI-User hineinversetzen, aber nicht mehr in die normalen Mods, die alles mitlesen müssen und leise weinend vor den Bildschirmen zu Grunde gehen.
Bitte sprecht wieder über Gehälter :heul:
 
@Geforce3M3 Das Gehalt für Professoren für Ökonomie kannst du doch öffentlich einsehen?
 
Ökonomen und Volkswirte können sich zwar sicher viel besser in die Denkweise von Spitzenpolitikern und C- und V-Level Managern von Grosskonzernen hineinversetzen als ich, aber dafür nicht mehr in die normalen Bürger.

Deswegen überschätzen Ökonomen und Volkswirte auch oft völlig die Auswirkungen von Leitzinsänderungen. Oder denken zu sehr exportorientiert und frauen sich wenn durch einen billigen Euro die Exportwirtschaft brummt, aber verdrängen das verteuerte Importe egal ob Benzin und Diesel oder Elektronik dafür die Binnennachfrage lähmt.

Martin du kannst dein Gehalt und deine Einkünfte erheblich steigern, wenn du entsprechend deiner Kritik an den Fehlleistungen von Ökonomen ein makroökonomisches Modell entwickelst, welches präzise alle Auswirkungen einer Leitzinsänderung, zu einem beliebigen Zeitpunkt in der Zukunft, zeigt.

Nur das Nennen der Hauptquellen für die Ungenauigkeit bei der Dosierung einer Maßnahme reicht nicht aus, das hat Prof. Robert E. Lucas in seiner Arbeit von 1976 gemacht. Diese "Lucas-Kritik" trug auch dazu bei, dass er einige Jahre später den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften erhielt. Du solltest also schon etwas mehr liefern, um die 1 Mio. Dollar Preisgeld abzustauben.

Kurze Zusammenfassung der "Lucas Kritik":
Für geldpolitische Interventionen einer Zentralbank (ZB) wurden bis zu seiner "critique" makroökonomische Modelle verwendet, welche auf historischen Daten basierten, deshalb unbrauchbar, um exakte Veränderungen in der Zukunft, ausgelöst durch gegenwärtige Maßnahmen, zu prognostizieren.
Lucas erkannte, dass Maßnahmen der ZB und Erwartungen der Akteure die strukturellen Parameter der ökonometrischen Modelle beeinflussen, welche die Grundlage für die Prognosen der ZB darstellen.
Wirtschaftssubjekte (WS) versuchen sich nutzenmaximierend bzw. optimal zu verhalten. Als Basis für die optimalen Entscheidungen der WS dienen Erwartungen bezüglich der Zukunft. Ändert die ZB den Zinssatz, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, so ändert sich aufgrund dieser Entscheidung die Erwartungshaltung der WS hinsichtlich der Zukunft, was möglicherweise ein Verhalten zur Folge hat, welches die Maßnahme der ZB neutralisieren kann.


Eine Anekdote:
Robert Lucas erste Frau hat sich von ihm 1988 scheiden lassen. Sie hat aber in die Scheidungsunterlagen eine Klausel reinschreiben lassen, dass, falls ihr Mann in den nächsten sieben Jahren den Nobelpreis für seine Arbeit bekommt, sie einen Anspruch auf die Hälfte des 1 Mio. Dollar Preisgeldes hat. Lucas bekam 1995 den Nobelpreis.
Da fragt man sich, wer denn nun intelligenter war. :d
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei uns gibt es zum 01.01. 4,6% mehr bei einer Laufzeit von 13 Monaten. Hatte mit solch einem hohen Ergebnis gar nicht gerechnet. Das sind dann netto laut Rechner 220€ mehr.

Wird ab Sommer dann gleich wieder aufgefressen für die Mehrkosten von 400€ für die Kita wenn der 2. Krümel dahin kommt. :fresse:
 
Und von erhöhten SV + Krankenkassenbeiträgen :fresse2:
 
Mein Brutto / Nettorechner zeigt knapp 55€ weniger Netto an ab Januar, unter anderem fast 50€ mehr für die RV :grrr:
 
Hm, bei mir 2€ weniger..
 
Unterschiedliche Rechner zeigen bei mir auch unterschiedliche Ergebnisse an, scheint noch nicht so zuverlässig zu sein :fresse:
 
Ich lass es drauf ankommen, kanns ja eh nicht ändern. Gab zum Oktober 53€ brutto mehr :fresse: und jetzt rückwirkend zum November nochmal die ERA 11C mit 220€ brutto mehr.

Jahresbrutto inkl. aller IGM Zahlungen sollten nun knapp 80k sein, das schmeckt schon bei 35h. 2016 als ich zur Bahn bin war ich froh 3000€ brutto im Monat zu bekommen, und da gabs nur 12 Gehälter.
 
Ich kanns nicht berechnen, weil ich den neuen Zusatzbeitrag der Krankenkasse noch nicht kenne.
 
Meine Berechnung ist mit dem aktuellen Zusatzbeitrag, der kommt dann natürlich noch dazu. BKK Firmus hat immer noch nicht veröffentlich, was ihr Beitrag sein wird :rolleyes2: Ich hab auch noch keine Nebenkostenabrechnung 2023 von meiner Hausverwaltung, d.h. keine Ahnung ob da auch noch was auf mich zukommt, neben den 75€ Mieterhöhung die sie auch schon angekündigt haben.
 
Ich vermute mal, dass ich zumindest für 2023 noch was zurück bekomme wenn ich mir meinen Wärmeverbrauch so anschaue. Aber diese Fernwärme Abzocke ist natürlich immer für ne Überraschung gut.
 
Meine Berechnung ist mit dem aktuellen Zusatzbeitrag, der kommt dann natürlich noch dazu. BKK Firmus hat immer noch nicht veröffentlich, was ihr Beitrag sein wird :rolleyes2: Ich hab auch noch keine Nebenkostenabrechnung 2023 von meiner Hausverwaltung, d.h. keine Ahnung ob da auch noch was auf mich zukommt, neben den 75€ Mieterhöhung die sie auch schon angekündigt haben.
Wenn die Abrechnung bis 31.12 nicht im Kasten ist kriegst du das ganze Jahr die Nebenkosten wieder. Das schmeckt schon :)
 
Das stimmt so ziemlich sicher nicht. Ggf. muss man nichts nachzahlen wenn die Schuld der späten Abrechnung beim Vermieter liegt und man kann ggf. die Vorauszahlungen fürs nächste Jahr erstmal einbehalten aber darum geht es mir ja gar nicht. Jedes Jahr erstellen die Vögel die Abrechnung noch später, vermutlich weil man die komplette Kapazität darauf verbraucht hat die Mieterhöhungen zu erstellen.
 
Wirtschaftssubjekte (WS) versuchen sich nutzenmaximierend bzw. optimal zu verhalten. Als Basis für die optimalen Entscheidungen der WS dienen Erwartungen bezüglich der Zukunft. Ändert die ZB den Zinssatz, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, so ändert sich aufgrund dieser Entscheidung die Erwartungshaltung der WS hinsichtlich der Zukunft, was möglicherweise ein Verhalten zur Folge hat, welches die Maßnahme der ZB neutralisieren kann. :d
Der Begriff "Wirtschaftssubjekte (WS)" ist da wohl der Kernpunkt.

Ich behaupt mal das es "ideale Wirtschaftssubjekte" garnicht gibt, allerdings natürlich Grossunternehmen schon relativ nahe dran rankommen. Aber Privathaushalte und Kleinunternehmen sind meistens sehr weit davon weg.

Für die spielen vorallem persönliche bzw. lokale Umstände und auch Emotionen weitaus grössere Rolle als ein paar Zinspunkte hin oder her. Und wenn es z.B. um Technik oder auch Mode geht, spielen auch da die Zyklen eine Rolle. Wenn es eine neue Generation oder eine neue Kollektion gibt, die man gerne haben möchte, schlägt man auch zu wenn es etwas teurer ist.

Bei uns gibt es zum 01.01. 4,6% mehr bei einer Laufzeit von 13 Monaten. Hatte mit solch einem hohen Ergebnis gar nicht gerechnet. Das sind dann netto laut Rechner 220€ mehr.
Das ist auf jeden Fall schon mal deutlich besser als das was der Durchschnitt bekommt, vorallem bei der kurzen Laufzeit. Trotzdem ist es aber fraglich ob es reicht die Inflation auszugleichen.
 
Also bzgl. der Inflation geht sich das schon gut aus. Im Sommer gab es erst 4,5% mehr.
Darum war ich jetzt schon über das Ergebnis erstaunt.
 
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