[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Jemanden "von Null" anlernen dürfte noch deutlich mehr Aufwand sein bzw. Kapazität binden als jemanden einzuarbeiten. Daher für mich schon nachvollziehbar, dass der AG jemanden mit Erfahrung möchte.

Sicher, aber wenn man niemanden findet, dürfte Anlernen schneller sein und schneller bessere Arbeitsergebnisse bringt.
 
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Kommt aber stark auf den Bereich an.
Wir haben es mit neuen versucht. Endergebnis 2 Jahre verschwendet und es klappt noch immer nicht wirklich mit dem selbstständig arbeiten.


Das Problem ist eher das Bewerber in Gespräche gehen und sagen das sie 50k-60k+ wollen und man die Leute dann aber dafür auch noch schön anlernen (Skills von 0 aufbauen) soll bei vollem Gehalt :)
 
Kommt aber stark auf den Bereich an.
Wir haben es mit neuen versucht. Endergebnis 2 Jahre verschwendet und es klappt noch immer nicht wirklich mit dem selbstständig arbeiten.


Das Problem ist eher das Bewerber in Gespräche gehen und sagen das sie 50k-60k+ wollen und man die Leute dann aber dafür auch noch schön anlernen (Skills von 0 aufbauen) soll bei vollem Gehalt :)

Kommt halt auch auf den Bewerber an ;)
 
Mich würden mal eure Erfahrungen mit 35h/Woche Verträgen interessieren (außerhalb der Produktion, also klassische Büro Jobs).

Mir ist ein Fall bekannt, wo es keine Zeiterfassung gibt, d.h. Vertrauensarbeitszeit. Hat dann zur Folge, dass die Leute eher ~40h machen, dass das von ihnen unter der Hand auch quasi erwartet wird. Alte erfahrene Hasen ohne Karriereambitionen können sich darüber hinwegsetzen, Neulinge sollten dies aber eher nicht tun.

Würde gerne zukünftig in ein Arbeitsverhältnis mit 35h wechseln, daher die Frage.
 
Mir ist ein Fall bekannt, wo es keine Zeiterfassung gibt, d.h. Vertrauensarbeitszeit. Hat dann zur Folge, dass die Leute eher ~40h machen, dass das von ihnen unter der Hand auch quasi erwartet wird. Alte erfahrene Hasen ohne Karriereambitionen können sich darüber hinwegsetzen, Neulinge sollten dies aber eher nicht tun.

Ich glaube das hängt unter anderem sehr stark von der Unternehmenskultur ab. In meiner neuen Firma gibt es diverse Zeitmodelle von 28-40h und echte Vertrauensarbeitszeit. Soweit wie ich das bisher beurteilen kann, lehnt sich aber deswegen keiner zurück. Egal welches Alter. Für meine alte Bude kann ich genau das von dir oben beschriebene bestätigen.

Wenn du die Möglichkeit hast, sprich sowas doch direkt beim Bewerbungsgespräch an. Aus der Antwort kannst du sicher schon so einiges Ableiten.
 
Mich würden mal eure Erfahrungen mit 35h/Woche Verträgen interessieren (außerhalb der Produktion, also klassische Büro Jobs).

Mir ist ein Fall bekannt, wo es keine Zeiterfassung gibt, d.h. Vertrauensarbeitszeit. Hat dann zur Folge, dass die Leute eher ~40h machen, dass das von ihnen unter der Hand auch quasi erwartet wird. Alte erfahrene Hasen ohne Karriereambitionen können sich darüber hinwegsetzen, Neulinge sollten dies aber eher nicht tun.

Würde gerne zukünftig in ein Arbeitsverhältnis mit 35h wechseln, daher die Frage.
Ich bin seit einem guten Jahr in einer Firma mit Standardmäßigen 35h (IGM) und arbeite dort als Embedded Softwareentwickler. Bei uns wird alles gestempelt und entweder feiert man die Stunden ab oder lässt es sich auszahlen.

Überstunden sind eigentlich an der Tagesordnung, deshalb habe ich meine Stunden auch erstmal auf 38h angehoben.
 
Mich würden mal eure Erfahrungen mit 35h/Woche Verträgen interessieren (außerhalb der Produktion, also klassische Büro Jobs).

Mir ist ein Fall bekannt, wo es keine Zeiterfassung gibt, d.h. Vertrauensarbeitszeit. Hat dann zur Folge, dass die Leute eher ~40h machen, dass das von ihnen unter der Hand auch quasi erwartet wird. Alte erfahrene Hasen ohne Karriereambitionen können sich darüber hinwegsetzen, Neulinge sollten dies aber eher nicht tun.

Würde gerne zukünftig in ein Arbeitsverhältnis mit 35h wechseln, daher die Frage.
Dieses Jahr veröffentlichten Beckmann und Koautoren eine gross angelegte Studie zur Vertrauensarbeitszeit. Die Ergebnisse zeigten, dass Beschäftigte, die weitgehende Kontrolle über ihre Arbeitsstunden haben, nicht weniger, sondern sogar mehr Arbeitseinsatz liefern.

Vertrauenarbeitszeit würde ich nur bei einer hohen Selbstverantwortung, Disziplin und Effizienz annehmen.
 
Habe auch einen Bürojob im QM eines Automobilzulieferbwtrieb und 35h IGM Tarif.
Jede Sekunde wird mit Stempelung erfasst und es wird auch geschaut nicht zu viele Stunden aufzubauen.

Habe aber seit 1 März auch erst Mal auf 37.5h erhöht auf Grund vieler Überstunden. :fresse:
 
hatte vor nem jahr noch vertrauensarbeitszeit. fand ich top. hatte ich auch direkt nach der ausbildung schon gehabt. dieses stechen und ja nicht zu viel pause machen geht mir tierisch aufn sack.

ich konnte dort zum arzt für 2 stunden und musste nix nacharbeiten. ich konnte auch mal früher heim falls eine spedition oder sowas kommt und niemand hat sich dran gestört. natürlich beruht das auf gegenseitigkeit.

aber weniger gearbeitet weil kein bock, hatte ich nie.
 
Bei mir im Betrieb wird auch Gestochen.
Allerdings ist mein Vorgesetzter so flexibel, dass ich einfach für einen Arztbesuch oder ein Mittagessen mit der Freundin in der Stadt bequem ausstechen kann.

Ich hätte bei Vertrauensarbeitszeit nach wie vor Bedenken, dass ich mehr arbeiten würde als vertraglich festgelegt und sei es nur 1%.
 
wieso? einfach gehen wenn stunden voll

arzttermine sollte imho free sein. ich habs mir ja nicht ausgesucht
 
wieso? einfach gehen wenn stunden voll

Und da kommt das Problem:
Du fängst immer um 6 Uhr an und gehst dafür 14.30 Uhr schon, während deiner Kollegen erst ab 7.30 eintrudeln und gegen 16 Uhr gehen? Dann bist du recht zügig in der Wahrnehmung derjenige, der das System missbraucht und weniger arbeitet. Das Gegenteil kannst du ja kaum beweisen aufgrund fehlender Erfassung. Und diese Wahrnehmung setzt sich dann irgendwann auch in die Chef Etage fort.. Da kommen irgendwann doofe Sprüche usw.

Vertrauensarbeitszeit ist für den Popo, da wird immer erwartet, dass du mehr einbringst als offiziell gefordert. Ansonsten könnte man ja auch Gleitzeit mit Zeiterfassung machen. Hat alle Vorteile der Vertrauensarbeitszeit, ohne den Nachteil, dass zu viel geleistete Arbeit verschenkt wird.
 
wir hatten 8 uhr beginn für alle und 17 uhr ende. das Problem gabs zum glück nicht :)

bzgl arbeitszeiten gabs dort nie Probleme, abteilungsleiter hat uns auch mal mittags zum essen mitgenommen für 2 stunden. kollege von mir ist mittags bisschen motorad gefahren und hat statt 1 stunden dann 2 stunden Pause gemacht. Dafür war ich auch mal 2 stunden beim arzt.

solange das so läuft, sehe ich das entspannt
 
Hab noch NIE einen Spruch zum zeitig gehen bekommen (abgesehen von direktem Kollegen als Spaß) und würde auch Abteilungen meiden, in denen das passiert. Wir haben die Wahl zwischen Vertrauensarbeitszeit und Zeiterfassung. Früher habe ich für mich die Stunden selbst notiert, seit Corona ist bei mir sowieso freie Zeiteinteilung und Stunden aufschreiben habe ich sein gelassen. Dafür hatte ich aber auch volle Rückendeckung, als ich deutlich weniger Stunden gearbeitet habe, weil die Kita zu war usw.
Irgendwann werde ich sicher wieder anfangen, einfach für mich aufzuschreiben.
 
Naja, so hast du halt den Aufschreibehassle nicht. Wir können alles aufschreiben und dann gezielt abfeiern, oder es einfach anpeilen und solange es gut aussieht, passt es.
Ich komme damit aktuell gut zurecht. Und wenns halt mal an einem Tag signifikant mehr wird, dann mach ich mir dazu mal eine Notiz.
 
Gibt ja auch das System dass man morgens und abends kurz mitm Transponder am Terminal vorbei geht -> Zeiterfassung.

Edit:
Habe bei diesem Thema Gleitzeit vorausgesetzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wer wählt da die Vertrauensarbeitszeit? :confused:
Ich bin auch klar für die Zeiterfassung.
wenn du keine überstunden machst, bringt aufschreiben ja nichts :)

solange das arbeitsklima zwischen den kollegen passt, denke ich gibts da keine probleme. wenn das jemand ausnutzt und ständig früher geht wird das schon auffallen

ich musste als ich noch dort war, alle 6 wochen zum blutabnehmen. das hat mich immer 1-2 stunden gekostet je nachdem wie schnell ich dran kam. da hat keine sau was gesagt da auch die anderen kollegen mal was vor hatten und ich solange übernommen habe. keiner hat für den anderen überstunden gemach oder sowas. :)

ich denke das kommt einfach auf die belegschaft drauf an.

im Krankenhaus wo ich 3 jahre war gabs zum ende hin immer den einen kollegen die die anderen 2 zum zocken animiert hat und sich dann freitags ab 11 uhr bis feierabend hingehockt haben und aufm ipad pubg gezockt haben. ich war dann der dumme der die tickets bearbeitet hat. das ist dann wieder was anderes
 
Zuletzt bearbeitet:
wenn du keine überstunden machst, bringt aufschreiben ja nichts :)

Du schreibst oben, dass du von 8 bis 17 Uhr auf Arbeit bist. Angenommen, dass du einen 40h Vertrag hast, schenkst du doch so deinem Arbeitgeber jeden Tag automatisch 30 Minuten. Und schon jeden Tag nur 10 Minuten Mehrarbeit sammelt übers Jahr gesehen auch einen kleinen Haufen an.
 
Zuletzt bearbeitet:
wir hatten 1 stunde pause

ok ich weis was du meinst aber das war absolut kein problem. ja rechtlich sind 30 min vorgesehen und wenn der ag sagt ihr dürft 1 stunde machen dann kann man sich das ja aussuchen. wie gesagt, geben und nehmen. ich sag euch, das lief wunderbar :)

selbst wenn die leute nur 30 min gemacht haben, wäre 16:30 gehen auch ok gewesen.

einzig wir vom help/servicedesk waren bis 17uhr da weil muss ja erreichbar sein. aber da wir genug waren, konnte der eine auch mal halbe stunde früher gehen. es war quasi immer noch jemand der der das easy alleine machen konnte

zumindest in der hinsicht war alles tutti :d
 
Ich hab Vertrauensarbeitszeit und arbeite häufig mehr als die 40h aber auch häufig weniger. Würde sagen in den letzten Jahren hat sich das ungefähr immer gut die Waage gehalten.
 
So Bewerbung getippt, letzte Woche war 🔥
 
Ich hab Vertrauensarbeitszeit und arbeite häufig mehr als die 40h aber auch häufig weniger. Würde sagen in den letzten Jahren hat sich das ungefähr immer gut die Waage gehalten.

Ich unterscheide noch zwischen Vertrauensarbeitszeit und echter Vertrauensarbeitszeit. In der neuen Firma gibt es echte Vertrauensarbeitszeit und wir erfassen unsere Arbeitszeit auch selbst im System. Den Mitarbeitern wird also auch wirklich vertraut. Überstunden kann ich problemlos abfeiern und es wird auch darauf geachtet, dass es nicht zu viele werden.

In meiner alten Bude gab es genau das, was @Polarcat beschrieben hat. Du fängst um 7h an, machst nur 30min Mittagspause und gehst "schon" um 17h. Andere kommen erst um 9h, machen eine Stunde Mittag. Dumme Sprüche inklusive, auch vom Chef. Aufgeschrieben hatte ich mir alles, das war natürlich egal, weil man "Vertrauensarbeitszeit" hat. Da wurde der Begriff nur als Deckmantel für immense Mehrarbeit ohne Ausgleich genutzt.

Entweder echte Vertrauensarbeitszeit indem man den Mitarbeitern auch dieses Vertrauen wirklich schenkt und wenn nicht, dann halt Zeiterfassung.
 
Stimme absolut zu, das muss dann schon wirklich gelebt werden. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass es bei anderen Job Rollen oder Job Levels in der Firma wesentlich schlechter für die Mitarbeiter läuft. Von mir wird sowieso erwartet, dass ich im Prinzip komplett selbstständig arbeite, daher zählt am Ende sowieso nur das Ergebnis. Ob ich dann in einer Woche mal 50h Arbeite oder in ner anderen Woche nur 25h interessiert meinen Chef einfach überhaupt nicht. Grundsätzlich habe ich aber auch keinen Druck mehr zu arbeiten, den mache ich mir nur selber. Wenn ich dann mal überlastet bin, dann muss ich halt selber bisschen die Erwartungen managen und entsprechend kommunizieren, dass das eine oder andere nicht mehr diese Woche gemacht wird und dann passt das auch.
 
Ich würde auch sagen, dass Stunden nicht gleich Stunden sind. Eine Stunde am Fließband arbeiten kann man denk ich schwer mit einer Stunde Updates installieren am Wochenende vergleichen, wo man eigentlich nur daneben sitzt und schaut, ob eh alles läuft, wie es soll, und inzwischen privat im Internet surft. Daher stören mich auch die durchschnittlich 43-45 Wochenstunden nicht wirklich.
 
Dir ist deine Lebenszeit also nichts wert, weil du nur "Büroarbeit" machst? Mal bewusst sehr spitz gefragt..
 
Ich hab mit 25, 30 auch noch eher so gedacht, in der Zwischenzeit schenke ich so gut wie keine Minute meiner Freizeit her (der Firma)

Ich interessiere mich aber auch nicht für "Karriere" und meine Freizeit ist mir mehr wert als alles andere.
 
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