[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Mein Vater hat mit einem normalen Handwerkerberuf ein Haus abbezahlt, Zinsen damals 12% und 2 Kinder groß gezogen.

Heute brauchst darüber nicht einmal mehr nachdenken....
 
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Mein Vater hat mit einem.normalen handwerkerberuf ein Haus abbezahlt Zinsen damals 12% und 2 Kinder groß gezogen.

Heute brauchst darüber nicht einmal mehr nachdenken....
Ich kenne viele in guten Berufen (IT, Chemiker, ...) die trotz wenig Konsum (Nicht alle 2-3 Jahre neuen Golf GTI Leasen, sondern für 2000-3000€ Gebrauchtwagen Jahrelang fahren), keine Apple Watch, vllt. alle 5-6 Jahre Handy erneuern, und die trotz Kinderlos probleme hätten bei 2-3% eine normale Wohnung zu finanzieren (15+ Jahre bei den Marktpreisen für alles über Abteilung "Abstellkammer"). Dafür kann man natürlich jedes Jahr mehrmals durch die halbe Welt fliegen. Wird im Alter dann halt trotzdem knapp :d

Kinder, die natürlich zehntausende Erben oder von den Eltern kriegen, ist was anderes, als jemand dessen Eltern selbst zur Miete wohnen und ein Junger Mensch dann von 0 anfängt.
 
Stell dir doch nur mal die Frage: Würdest du in der jetzigen Zeit mit dem Job deiner Eltern die gleichen Errungenschaften schaffen? Jeweils gesehen auf das gleiche Alter.
Wahrscheinlich ja, hier in der Gegend konnte man sich als Handwerksgeselle schon damals kein Haus mehr bauen weil Grundstücke zu teuer geworden sind.
Eine Wohnung könnte ich mir hier aber auch als Handwerksgeselle noch wie meine Eltern auf 30 Jahre finanzieren. Hab grad mal geguckt, mit dem Lehrberuf meines Vaters liegt man im Mittel
in der Region hier auch bei 2800 Brutto.

Wenn man natürlich wie @Olaf16 schreibt mit 15 Jahren als unterer Grenze rechnet wird es schwierig.
 
Nachdem ich hier lange immer mal mitgelesen habe und durchaus auch davon profitierte, indem ich Gehaltshöhen besser einschätzen konnte, will ich eben mal meine Entwicklung zum Besten geben.
Angefangen mit Studium 2006 (nach Zivi und ein bisschen arbeiten als Rettungssanitäter).
Studium der Holzwirtschaft. Nach Bsc und Msc habe ich 2011 mit der Promotion begonnen. Die fand in einem Industrieunternehmen statt und es gab das erste Gehalt:
2500€ brutto.
Davon habe ich die Hälfte der Wohnung in HH bezahlt, Bahnticket von HH nach Bad Berleburg (da war die Stelle unter der Woche) und sonst gelebt.
Nach der Promotion wollte ich nichts mehr in meinem gelernten Bereich machen.
Habe dann nach vielen Bewerbungsschreiben (81) und paar Gesprächen (7) eine Stelle bei einem englischen Zertifizierer für nachhaltige Lieferketten von Forst- und Agrarrohstoffen aus den Tropen.
Gehalt: 3600€ brutto, dazu 10% Umsatzbeteiligung von neuen Verträgen (aber nur 24 Tage Urlaub…). Dort war ich 3 Jahre, mein Gehalt schwankte zwischen 55.000 und 70.000 in den 3 Jahren.

Dort lernte ich viele Unternehmen der Lebensmittelindustrie kennen und konnte dann in diese wechseln. Dort lief ich 1 Jahr in der regulatorischen Abteilung mit und lernte die Arbeit kennen, dann wechselte ich auf die Abteilungsleitung.
Gehalt 5000€ brutto bei 13 Gehältern. Inzwischen waren 2 Kinder da und Kosten stiegen.
Nach 3 Jahren bin ich zu einem Markeninhaber gewechselt. Hier bekleide ich ebenfalls eine Leitungsposition einer regulatorischen Abteilung und bekomme nun 7500 brutto plus ein Auto iHv 35.000€. Netto sind das ca 3940€. 13 Gehälter, 30 Tage Urlaub, AT Bezahlung, 40 Stunden, Vertrauensarbeitszeit.
Kosten:
-1150€ Miete
-300€ Nebenkosten
+650€ Anteil meiner Frau an Miete etc
-24€ Risikolebensversicherung
-270€ Kindergarten und Kinderkleidung an Frau
-160€ Babysitter auf Minijobbasis
-370€ Warmmiete WG in Flensburg, wo ich unter der Woche bin
-30€ Motorradversicherung und Steuer
-80€ Fähre Wischhafen/ Glücksstadt
-25€ Mobiltelefon
-ca 100€ für Lebenshaltung in FL
-ca 200€ Einkaufen an Wochenenden
-700€ ETFs Sparplan
-70€ Dauerauftrag für eine gemeinnützige Einrichtung

Sind gerundet 2860€ Kosten. Mal mehr mal weniger, je nachdem, was man so einkauft.

Was übrig bleibt wandert aufs Verrechnungskonto und wird dann alle paar Monate investiert.
Sorry für die Textwand. Habs deswegen in einen Spoiler gesetzt.
 
Geht von Mai 2021 bis ca Juli 2022. Meine Frau braucht die Freigabe von Niedersachsen und Annahme von Schleswig-Holstein.
Hoffentlich kommt das bald.
 
Gymnasiallehrerin, momentan 2/3 Stelle, in FL möchte sie auf 3/4 hoch.
 
Interessant, dass es solche Arbeit macht das Bundesland zu wechseln. Stecke zukünftig, wenn es bei meiner Freundin bleibt, wohl in der selben Situation.
 
Interessant, dass es solche Arbeit macht das Bundesland zu wechseln. Stecke zukünftig, wenn es bei meiner Freundin bleibt, wohl in der selben Situation.
Selbst innerhalb des Bundeslandes ist es manches Mal echt interessant.... Das dauert ewig bis man da Mal ne Zustimmung bekommt
 
Ich kenne viele in guten Berufen (IT, Chemiker, ...) die ... probleme hätten bei 2-3% eine normale Wohnung zu finanzieren ...

Kinder, die natürlich zehntausende Erben oder von den Eltern kriegen, ist was anderes, als jemand dessen Eltern selbst zur Miete wohnen und ein Junger Mensch dann von 0 anfängt.
Das ist der Denkfehler bei der Sache.
Genau bei den 2-3% liegt das Problem. Die Leute meinen, dass man sich dann eher ein Haus leisten kann.
Der niedrige Zinssatz bewirkt aber auch den Anstieg der Preise weil halt jeder ein Haus kaufen kann und es auch für Investoren interessant ist auf Pump Häuser hochzuziehen.

Wer bei 6% gekauft hat und dann ne Anschlussfinanzierung für 1% bekommt hat natürlich den Jackpot gewonnen, aber wer bei 1% kauft, zahlt tendentiell eher drauf weil das Angebot sinkt und der Kaufpreis entsprechend steigt.
Hab selber 2014 bei 2,32% gekauft, heute würde ich vielleicht nur 0,9% zahlen, aber 50% mehr für das gleiche Haus hinlegen müssen.
Bin einerseits froh, dass ich nicht länger gewartet habe, andererseits ärgere ich mich, dass ich nicht schon 2010 gekauft habe. Stand da um den Dreh rum in ner 78m² Bude in Düsseldorf, hab die für damals 115k Euro nicht gekauft weil ich nur knapp 100k bar hatte und keinen Kredit aufnehmen wollte. :cautious:

Die Generation unserer Eltern konnte sich vielleicht gerade deshalb ein Haus leisten weil die Kaufpreise durch die hohen Zinsen eben noch ziemlich niedrig waren.
Und natürlich weil es keine weniger (energetische) Vorgaben gab, die das Haus teuer machten.
 
Wenn die energetischen Vorgaben wirklich die Preise so getrieben hätten, wären Bestandshäuser nicht so absurd nahe an den Preisen eines Neubaus...
 
Wenn die energetischen Vorgaben wirklich die Preise so getrieben hätten, wären Bestandshäuser nicht so absurd nahe an den Preisen eines Neubaus...
Deutsche sind halt bei Investments Hinterwäldler. Bank fällt dank den Zinsen flach und dann wird halt als nächstes sein Geld in Immobilien gesteckt.

Beitrag automatisch zusammengeführt:


Wohnfläche bei Wohnungen hat halt auch zu 40% zugenommen.

Und wird jetzt dank Corona und Home Office eher noch weiter steigen.

Natürlich wird es da immer schwieriger eine Immobilie zu kaufen, wenn man sein eigenes Büro einplanen muss.
 
Zuletzt bearbeitet:
@B.XP
Nein, das muss nicht sein.
Mal angenommen Haus x (KFW 100) kostet im Bau (nach heutigem Geldwert) 250k Euro und Haus y (KFW 40) kostet 350k Euro. Dazu kommen noch 100k fürs Grundstück.
Haus x kann man aufgrund ernergetischer Vorgaben aber gar nicht mehr neu bauen.
Jetzt stehen x und y nebeneinander und werden verkauft.
x geht für 400k weg, y für 450k.
Abwegig? Nein, denn x kann man schlichtweg nicht mehr neu bauen, auch wenn manch einer lieber x für 300k als y für 350k bauen würden.
Neubau beginnt also hier bei 350+100k, Altbau orrientiert sich am Preis des Neubaus.
Zudem ist der Markt teilweise leergefegt. was die Preise selbst von uralten Ruinen hochtreibt.
Wenn der Neubau von y also 450k kosten würde, ich aber gar kein Grundstück bekomme, kann es sogar sein, dass x für 450k oder gar 500k weg geht weil die nachfrage bei Weitem das Angebot übersteigt.

Kauf mal ne gebrauchte PS5, in der Theorie kostet die neu 399 Euro, sollteste also was gebrauchtes für 350 Euro finden. ;)
 
die Grundstücke sind aktuell die Preistreiber. Hier in der Umgebung zahlt man locker über 1000 €/m2
 
die Grundstücke sind aktuell die Preistreiber. Hier in der Umgebung zahlt man locker über 1000 €/m2
Naja das Baumaterial ist in den letzten 12 monaten auch locker 50 prozent teurer geworden. Ist nicht nur der Grund und Boden....
 
Bei Rechtsanwälten muss man halt auch sehen, dass Vollzeit 50+h bedeutet. Man muss konstant und konzentriert Höchstleistungen erbringen.
Rechtsanwalt stelle ich mir als interessanten Beruf vor. Könntest du einmal kurz im Überblick darstellen wie ein Arbeitstag in etwa aussieht?
 
Rechtsanwalt stelle ich mir als interessanten Beruf vor.
Finde ich auch interessant und was ich so von meinen Freunden (die wie hier schon erwähnt in Großkanzleien arbeiten) höre haben die echt Interessante Fälle an denen sie Arbeiten, auch viele Dinge die z.B. für die Öffentlichkeit relevant sind (Dieselskandal, Gesetzentwürfe etc).

Das Studium soll ja aber echt sehr brutal sein, teilweise viel Telefonbuch auswendig lernen.
 
Das ist der Denkfehler bei der Sache.
Genau bei den 2-3% liegt das Problem. Die Leute meinen, dass man sich dann eher ein Haus leisten kann.
Der niedrige Zinssatz bewirkt aber auch den Anstieg der Preise weil halt jeder ein Haus kaufen kann und es auch für Investoren interessant ist auf Pump Häuser hochzuziehen.

Wer bei 6% gekauft hat und dann ne Anschlussfinanzierung für 1% bekommt hat natürlich den Jackpot gewonnen, aber wer bei 1% kauft, zahlt tendentiell eher drauf weil das Angebot sinkt und der Kaufpreis entsprechend steigt.
Hab selber 2014 bei 2,32% gekauft, heute würde ich vielleicht nur 0,9% zahlen, aber 50% mehr für das gleiche Haus hinlegen müssen.
Eigentlich falscher Thread, wo ihr hier diskutiert! ;)

Und es muss natürlich auch die Frage erlaubt sein, wer hätte Bock eine Wohnung bis auf Ewigkeiten zu finanzieren?

Teilweise (überwiegend) werden ja richtig steinalte Wohnungen für richtig viel Schotter verkauft. Was, wenn das Haus mal vom Statiker ein Siegel geklebt bekommt, dass es nicht mehr bewohnt werden darf? Immer eine Hauseigentümergemeinschaft im Nacken, hatte auch schon Eigentums-Wohnungsbesichtigungen, wo für 80qm² 400€ Hausgeld + Strom fällig geworden wären.
Mit Pech ist halt irgendwann die Wohnung abbezahlt und zehn Jahre später ist das Objekt baufällig und man steht mit leeren Händen da.

Der Markt ist m.M.n. einfach nur krank, auch wenn manche Ökonomen das anders sehen.
Desweiteren ist die Gesetzgebung auch nicht das gelbe vom Ei.

Es müssten entweder staatliche Hilfen für die erste, selbstgenutzte (!) Immobilie kommen oder pro Person ab 18 Jahren dürfte 1 Haus mit massivsten Steuererleichterungen besessen werden. Jede Zweitimmobilie müsste mit hohen Steuern und jede 3. ; 4. ; 100. ; Immobilie mit immer höheren Abgaben belastet sein, sodass es nicht mehr attraktiv ist, hieraus sein Kapital zu schlagen.
Klar, wäre entgegen jeder freien Marktwirtschaft, aber wenn Wohnen zum Luxus und für manche unbezahlbar wird, muss dort eingegriffen werden. Und wenn man hier sieht, dass manche 2800 Brutto verdienen und davon alles finanzieren müssen (Wohnung / Haus, Verkehrsmittel, Essen, Kinder, Stromrechnung), wird es schon knapp.
 
die Grundstücke sind aktuell die Preistreiber. Hier in der Umgebung zahlt man locker über 1000 €/m2
Hier in der Gegend nicht (180 Euro), dafür gibts schlichtweg (trotz neuer Baugebiete alle paar Jahre) deutlich weniger Grundstücke als Kaufinteressenten.

@Gen8 Runner
Die "staatliche Hilfe" könnte ja schlichtweg der Wegfall der Grunderwerbsteuer sein, war ja schon öfter im Gespräch, aber das ist ja explizit nicht gewünscht (weil die Länder da sprudelnde Einnahmen durch haben, aktuell 16,xx Mrd. / Jahr).
 
Hier in der Gegend nicht (180 Euro), dafür gibts schlichtweg (trotz neuer Baugebiete alle paar Jahre) deutlich weniger Grundstücke als Kaufinteressenten.

@Gen8 Runner
Die "staatliche Hilfe" könnte ja schlichtweg der Wegfall der Grunderwerbsteuer sein, war ja schon öfter im Gespräch, aber das ist ja explizit nicht gewünscht (weil die Länder da sprudelnde Einnahmen durch haben, aktuell 16,xx Mrd. / Jahr).
Vielleicht kann ja ein Mod die Beiträge hier mal verschieben.

Aber 180€ empfindest du als "günstig" / angemessen? 500 * 190 = 90.000€ + Grunderwerbssteuer + Notar + Makler + Erschließung. Da bist du locker schon wieder bei 120.000€ und es steht noch nichts drauf. Architekt, Statik, Bau, energetisch vorgeschriebene Dämmung, Heizung etc. und schon bist du wieder bei 500.000€.

Aber Wegfall der Grunderwerbssteuer, was würde es effektiv bewirken? Wenn dann müsste das wirklich 1x im Leben für jeden über 18 Jahre gelten, sämtliche Käufe über 1x pro Leben hinaus müssten massivst besteuert werden. Und mal angenommen ein Haus + Grundstück kostet 400.000€ und steht in Schleswig Holstein (6,5%, Bayern bspw. nur 3,5%): Macht gerade mal 26.000€ aus. Macht so etwas den Bock fett, macht so etwas Wohnraum finanzierbarer für die schwachen und mittlerweile leider auch mittelständischen Einkommensschichten? 374.000€ anstatt 400.000€?

Ich kriege das kalte Kotzen, wenn ich sehe, dass irgendwelche reichen Hanseln sich ein Grundstück und Bauprojekt nach dem anderen unter den Nagel reißen und dann Besitzer von zig bis hunderten Eigentumswohnungen sind. Ein (zwangsweise) bekannter von mir genauso. Grundstück erworben, baut darauf ein Mehrparteienhaus mit Mietwohnungen und schmeißt die Kohle so aus dem Ärmel auf den Tisch für das Grundstück und vermietet die Buden dann für teures Geld. Wenn dort ein normalverdiener kommt und sich mit um das Grundstück bewirbt, wird der doch radikal und einfach so rausgekegelt, da er mit den Preisen nicht mitgehen kann. Für den "Investor" schmälert sich ein wenig die Rendite, für den normalverdiener, der dort nur seine eigenen vier Wände haben will, macht es das ganze unbezahlbar.

Als ich mal nach einem Kredit für einen Hauskauf bei meiner Bank gefragt hatte, wieviel ich denn als alleinstehender alleinverdiener bekommen würde, sagte man mir als Richtwert 100 netto Monatsgehälter.
1800€ = 180.000€
2500€ = 250.000€

Und da finde mal Häuser und Wohnungen, in welche du nicht nochmal dieselbe Summe reinstecken musst, wo solche Leute überhaupt einen Kredit für bekommen.
Ja, Alleinverdiener kann man "anmäkeln", aber man muss auch daran denken, was passiert im Trennungsfall? Da hat sich ebenfalls für die meisten der Traum von Haus erledigt.

Generation Eltern, die bei einem großen Konzern gearbeitet haben: Normale Ausbildung im Büro gemacht, kein Studium, 5000€ Netto (!) standen dort auf dem Gehaltszettel, bei der halbtagsstelle der Mutter 2500€ Netto. Haus war bei den damaligen Preisen (65 DM / qm² ~ 1990) natürlich ruckzuck abbezahlt.
 
Ich will mich da nicht zu sehr rein hängen, aber rein was die Diskussion "wie soll man sich da Eigentum leisten können", vielleicht kann eben nicht jeder Eigentum haben? Muss jeden unbedingt ein Haus haben? Ist halt nunmal im Leben so. Ich hätte auch gerne einen Porsche. Kann ich mir aber nicht leisten, also muss ich eben damit leben und die Alternative wählen (im Vergleich: mieten). Und ja, auch mieten ist teuer. Ich finde aber staatliche Hilfe für die erste Immobilie falsch. Nicht jeder ist für Eigentum geeignet und nicht jeder muss (!) ein Eigenheim haben. Die 2.-xxx. massiv mehr zu besteuern ist grundsätzlich ein guter Gedanke. In endkonsequenz macht es das aber nicht besser. Dadurch entsteht im Zweifel weniger Wohnraum, da niemand mehr Bock hat zu bauen um zu vermieten
 
Ich will mich da nicht zu sehr rein hängen, aber rein was die Diskussion "wie soll man sich da Eigentum leisten können", vielleicht kann eben nicht jeder Eigentum haben? Muss jeden unbedingt ein Haus haben? Ist halt nunmal im Leben so.
Zwischen einem Luxusgut wie einem Porsche und etwas Essentiellem (Dach über Kopf) gibt es durchaus unterschiede. Es muss nicht jeder ein Haus haben, da das Luxus ist. Aber eine Wohnung sollte schon machbar sein. Und eben nicht eine 50m² Abstellkammer, speziell mit Homeoffice.
Deutschland ist halt ein Mietland, hat dann halt im Alter nichts (Kein Eigentum, weniger Ersparnisse, weil alles in Miete ging - Wobei hier wieder welche kommen und Gegenrechnen, dass Mieten nicht schlecht ist -> Vllt. bei guten Mietverträgen, nicht aber bei 1000+€).

Mir ists inzwischen egal, da Haus und auch Wohnung zum vermieten habe, sehe trotzdem die Entwicklung kritisch.
 
Wie du bereits sagst, essenziell ist das Zauberwort. Und das ist ein Haus eben nicht. Wo wir so schön bei "früher war alles besser" sind. Fragt doch Mal eure Eltern/Großeltern in welchen Wohnungen/Häusern die aufgewachsen sind. Ich denke die meisten hatten es schlechter als heute ;)

Nebenbei, 50qm und Abstellkammer ist vielleicht dein (und mein) Maßstab, aber fernab der Realität. Nicht jeder kann eben alleine auf 80qm wohnen, das ist nunmal so. Muss er auch nicht. Wozu? Mehr ist schön, aber ist's immer notwendig? Oder doch einfach nur "schön"? :) passt ganz gut hier zum Tenor im Topic (geht nicht an dich, sondern allgemein): man darf seinen Standard eben nicht auf die Allgemeinheit umlegen. Schon vom Gehalt was die meisten hier haben, träumt wohl der großteil der Bevölkerung. Und die leben auch alle ;)

Und zum Thema Miete vs Eigenheim (kurz OT), ich find eine Haus auch toll, aber viele Hausbesitzer vergessen/beschönigen da einige Kosten die da drauf müssen. Im Endeffekt wird es sich oft nicht viel nehmen ob nun Eigenheim oder Miete. Mit Eigenheim hat man halt später was.
 
Viele können selbst nach einem Erbfall wo ein Haus vorhanden ist, sich kein neues Haus leisten, da die Baupreise nach Abriss zu hoch sind oder die anderen Preise für andere Objekte noch weit utopischer sind...
 
Ich will mich da nicht zu sehr rein hängen, aber rein was die Diskussion "wie soll man sich da Eigentum leisten können", vielleicht kann eben nicht jeder Eigentum haben? Muss jeden unbedingt ein Haus haben? Ist halt nunmal im Leben so. Ich hätte auch gerne einen Porsche. Kann ich mir aber nicht leisten, also muss ich eben damit leben und die Alternative wählen (im Vergleich: mieten). Und ja, auch mieten ist teuer. Ich finde aber staatliche Hilfe für die erste Immobilie falsch. Nicht jeder ist für Eigentum geeignet und nicht jeder muss (!) ein Eigenheim haben. Die 2.-xxx. massiv mehr zu besteuern ist grundsätzlich ein guter Gedanke. In endkonsequenz macht es das aber nicht besser. Dadurch entsteht im Zweifel weniger Wohnraum, da niemand mehr Bock hat zu bauen um zu vermieten
Auch absolut richtiger Gedanke.

Manche Dinge gehören auch m.M.n. in staatliche Hände. Und das ist der Bau von bezahlbarem Wohnraum (in Staatshand, gerne auf Erbpachtgrundstücken, sodass der Staat dort bei Ausuferung den Vertrag auslaufen lassen kann), Wasser, Strom und Wärme (Gas / Fernwärme). Wie das derzeit ausufert, sieht man ja leider bei der Preisexplosion vom Strom und Preisen für Wohnungen.

Hier in der Gegend beißt sich auch ständig die Katze in den Schwanz:
- Stadt hat Grundstücke zum Kauf für nen Investor rausgerückt. Eigentumsgrundstück, kein Pachtgrundstück, Preise und Größen der Eigentumswohnungen und Wohnungen zur Miete (ist gemischt) jenseits von gut und böse für Normalverdiener (Dort wird bei Dunkelheit künstlich Licht angestellt und nur in wenige Wohnungen Plakate mit "zu verkaufen" gehängt. Nach Anruf beim Maker: "Ohh, sie haben Glück, es sind noch genau zwei Wohnungen frei", obwohl in der Realität gerade mal 20% an den Mann gebracht worden sind. Da werden die Leute mit der angeblichen Knappheit zur Schlachtbank geführt und bekommen Torschusspanik).
- Erbpachtgrundstücke wären m.M.n. sinnvoller, da dort bei Ausuferung nach 99 Jahren bspw. gesagt werden könnte: Vertrag läuft aus, das war's. Wenn es gut läuft, es bezahlbar (vermietet) ist, viele ihren Hauptwohnsitz dort haben verlängert man den Vertrag. Aber dort widerrum will kein Investor drauf bauen.
 
Auch absolut richtiger Gedanke.

Manche Dinge gehören auch m.M.n. in staatliche Hände. Und das ist der Bau von bezahlbarem Wohnraum (in Staatshand, gerne auf Erbpachtgrundstücken, sodass der Staat dort bei Ausuferung den Vertrag auslaufen lassen kann), Wasser, Strom und Wärme (Gas / Fernwärme). Wie das derzeit ausufert, sieht man ja leider bei der Preisexplosion vom Strom und Preisen für Wohnungen.

Hier in der Gegend beißt sich auch ständig die Katze in den Schwanz:
- Stadt hat Grundstücke zum Kauf für nen Investor rausgerückt. Eigentumsgrundstück, kein Pachtgrundstück, Preise und Größen der Eigentumswohnungen und Wohnungen zur Miete (ist gemischt) jenseits von gut und böse für Normalverdiener (Dort wird bei Dunkelheit künstlich Licht angestellt und nur in wenige Wohnungen Plakate mit "zu verkaufen" gehängt. Nach Anruf beim Maker: "Ohh, sie haben Glück, es sind noch genau zwei Wohnungen frei", obwohl in der Realität gerade mal 20% an den Mann gebracht worden sind. Da werden die Leute mit der angeblichen Knappheit zur Schlachtbank geführt und bekommen Torschusspanik).
- Erbpachtgrundstücke wären m.M.n. sinnvoller, da dort bei Ausuferung nach 99 Jahren bspw. gesagt werden könnte: Vertrag läuft aus, das war's. Wenn es gut läuft, es bezahlbar (vermietet) ist, viele ihren Hauptwohnsitz dort haben verlängert man den Vertrag. Aber dort widerrum will kein Investor drauf bauen.
Hier haste aber auch Preissprünge, von ehemals 8000 im Jahr, liegste nach Verlängerung bei 25.000... die Gemeinden sind ja nicht blöd
 
Könnt ihr diese Diskussion bitte in den Immobilien Thread auslagern :)

Ich kann die Beiträge auch gerne dahin verschieben, werden dann nur nicht mehr ganz zusammenhängen, da sie in die Beiträge im Immothread eingegliedert werden.
 
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