[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Stehe auch aktuell weng zweischneidig da... Aktuelle Stelle als Softwareentwickler, was ich aber definitiv hinter mir lassen möchte. Änderung wurde geäußert, dass ich im Bereich Cloud und Infrastuktur mehr Fuß fassen würde, jedoch wurde ich hier bislang nur angelogen und hingehalten - zuletzt sogar angelogen.

Dafür jetzt wohl eine Stelle gefunden, die mit mir darüber sprechen möchten, da sie einen Infrastuktur/Cloud-Menschen suchen... Gehalt wäre aktuell gleich + Firmenwagen + Firmenhandy... nur die Entfernung macht mir bissl Angst (~ 45 km einfach).

Na mal sehen... anhören kostet ja nichts.
 
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sehe das so wie @VorauseilenderGehorsam

es bringt nichts für andere auf Arbeit zu gehen. Am Ende dankt es dir keiner.
 
Oh was es hier alles für Threads gibt! Wenn man grad an nem Thema kaut findet man ja für alles mögliche was zum ausheulen... Love that Luxx...



Ich denk schon mehrere Wochen drüber nach, wie ich die Firma am besten verlassen kann. Nach über 15 Jahren im Unternehmen ist das garnichtmal so leicht... hätte nicht gedacht mal in einer solchen Situation ein Problem bei der Entscheidungsfindung zu haben - weil ich will zwar, kann mich aber irgendwie nicht aktiv dafür entscheiden wirklich zu kündigen...... bzw es auszusprechen.

Das Problem ist: Ich bin zwar nicht der Inhaber, aber Gebietsleiter und ich hab ca. 200 Mitarbeiter unter mir... Da sind halt über 15 Jahre "Geschäftsbeziehung" hinten dran mit vielen Leuten in der Firma. Wenn ich kündigen will, muss ich das beim Inhaber machen... und wie erklärt man einem 70 Jährigen der schon leicht an der Demenz kratzt, das man einfach keine Lust mehr hat? Wie erklärt man das den Mitarbeitern, dem Kernteam usw. ohne ne "böse Nachrede"...

Das wird alles ne riesen Sauerei und wenn ich dran denke, was das Gespräch alles für ne Nacharbeit und Vorbereitung für den Nachfolger nachsichzieht die da noch auf mich zukommt... da bekomm ich Lust auf spontanes *in Luft auflösen* :(

Einfach Augen zu und durch?
Durchhalten bis es durch in Pension gehen (haha in ~25 Jahren) leichter wird?
Irgendwelche Tipps? 😖
Einfach sagen, das du eine berufliche Veränderung und damit eine neue Herausforderung benötigst und deswegen den Arbeitgeber wechselsn willst.
 
@DonChulio
Ich schreibe dir nicht vor, worauf du Wert legen sollst und auch stänkere ich nicht.
Man muss sich aber ein wenig bewegen (nicht unbedingt örtlich gemeint) und das liegt dir scheinbar nicht.

Wenn dein Jobprofil und dein Wohnort eben nicht zueinander passen, weil nicht genügend passende Stellen, dann hast du folgende Optionen:
1. Hartzen, dann hast du 24/7 Zeit für den Freundeskreis und fährst nicht für Lau durch die Gegend
2. Einen Job suchen, der nicht so sehr von bestimmten Arbeitgebern abhängt. Supermarktangestellte gibt es in jedem Dorf und wenn nicht, dann im Nachbardorf.
3. Umziehen.

Zu den anderen Vorwürfen kann ich nur sagen, dass du keinen blassen Schimmer hast, wie man auch sonst beim Thema sieht.

Dein Problem ist, dass du wohl nur Probleme hast, aber keine Lösungen finden willst oder bereit bist diese zu finden.
Ja, ein Umzug ist Kacke, nicht nur für die Kinder, auch für die Frau und den eigenen Umkreis.
Nur, dann ist die Lösung nicht, rumzuheulen, dann ist die Lösung, wenn man das eine will, dass man das andere eben machen muss.
Ergo, am alten Ort bleiben? -> Pendeln
Fehlt dann die Zeit für die Kinder? -> früher aufstehen
usw. usf.

So ist das auf der Welt. Es gibt äußere Umstände, auf die man sich einzustellen hat und das beginnt damit, dass man das Problem analysiert und dann daran arbeitet.

Nur mal so als Denkansatz. Dein "Problem" haben viele hunderttausende Menschen auch und die, sowie Frau und Kinder kommen wunderbar zurecht.
Nur bei dir ist das die absolute Apokalypse, in etwa vergleichbar mit dem Aussterben der Dinosaurier.

PS: Nen Kumpel ist von 5-10min Fußweg 50km und 1h Fahrweg pro Richtung vom Job weggezogen. (Frau arbeitet beim selben Arbeitgeber)
Und eins kannst du wissen, den Kindern geht es nicht schlecht, dem Freundeskreis auch nicht, wenn gleich man sich weniger sieht.
Nen anderer Kollege ist von Berlin nach Franken gezogen. Der sieht seine Eltern und alte Freunde auch weniger.
Man muss immer einen Tod sterben, war so, wird immer so sein.

Da hast du völlig recht. AGs sind viel zu verwöhnt das sie ernsthaft erwarten das Leute 100km durch die Gegend gurken. Völliger Unsinn.
Freizeit ist mit nichts zu bezahlen, außer mit noch mehr Freizeit.

Wenn man ein Eigenheim hat erwarten wohl die meisten bis zum Tode ihre Bude zu bewohnen.
Keine Frage ist Freizeit ein kostbares Gut. Und wenn man sich das aussuchen kann, dann sollte man das wählen bzw. daran arbeiten.
Man muss ja auch nicht glauben, dass ein möglicher (negativer) Jobwechsel der Letzte bis zur Rente ist. (je nach Alter)
Nur kann man ein System nicht in alle Einflussfaktoren gleichermaßen optimieren.
1. Ich will nen Haus.
2. Ich will max. 5min Arbeitsweg haben.
3. Ich will immer max. Geld verdienen.
4. Ich will Firmenhopping machen, um meine Aufstiegschancen zu verbessern.
5. Ich will mir den Arbeitsinhalt aussuchen.
6. Meine Kinder sollen bis zum 20. Lebensjahr ihr gewohntes Umfeld haben.
7. Auslaufsaufenthalte würde ich auch gerne machen ohne dabei ins Ausland zu gehen.
usw...

Wer einen so spezialisierten Job hat, dass dieser nur in Berlin, München, Stuttgart und Essen angeboten wird und sich dann im Thüringer Wald nen Haus mit Hanglage baut, der hat irgendwas nicht verstanden.

Firmen haben ihren Stammsitz da, wo er eben ist. Und wenn sich eine Branche verändert, und das ist scheinbar so, dann wird allein schon die Zahl der möglichen Arbeitgeber weniger.
Und wenn ich dann eben am falschen Ort wohne, dann ist das so.
Und dann muss man an Lösungen arbeiten.
Man könnte natürlich auch den Firmensitz eines neuen Arbeitgebers subventionieren, dass er zu einem kommt.
Oder man ist der absolute Überflieger, dass nen Siemens nur wegen einem selber nen Zweigstelle in Hintertupfingen aufmacht, nur damit sie einen selber gewinnen können.

EDIT: Und ja, sowas ist nicht einfach. Aber eins sollte man nie machen, sich in Zugzwang bringen lassen. Sofern man selber proaktiv seine Weg bestimmen kann, auch wenn die Änderung extern induziert ist, dann sollte man eben auch vorne weggehen. Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer...
 
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Das Problem ist: ... wie erklärt man einem 70 Jährigen der schon leicht an der Demenz kratzt, das man einfach keine Lust mehr hat? Wie erklärt man das den Mitarbeitern, dem Kernteam usw. ohne ne "böse Nachrede"...

Das wird alles ne riesen Sauerei und wenn ich dran denke, was das Gespräch alles für ne Nacharbeit und Vorbereitung für den Nachfolger nachsichzieht die da noch auf mich zukommt... da bekomm ich Lust auf spontanes *in Luft auflösen* :(

Einfach Augen zu und durch?
Durchhalten bis es durch in Pension gehen (haha in ~25 Jahren) leichter wird?
Irgendwelche Tipps? 😖
Naja, je nachdem wie schnell das mit dem Weg dann wegen Kündigungsfristen auch geht, wäre es trotzdem Sinnig, es jetzt anzusprechen, damit ein Nachfolger auch richtig eingearbeitet werden kann.
Hab ich teils schon gelesen, bzw. auch hier (zwar aus Rentengründen) aber das man frühzeitig einen Nachfolger sucht, der dann mit Übergang von 3-6 Monaten alles auch mitnimmt...

Die Frage ist ja auch, hast Du schon was neues? - dann kündigt es sich ja leichter... - Nach mir die Sinnflut ist selten klug, weil meist sieht man sich 2x im Leben...
 
@konfetti
Sehe ich auch so.
Es gibt einen Unterschied, "ich muss hier raus, die Hölle auf Erden" und "der Job passt mir nicht mehr, ich möchte mich umorientieren".

@Grumbl
In einer solchen Firmakonstellation ist das nicht leicht. Und dich ehrt schonmal, dass du auch dein Umfeld im Blick hast.
Ich persönlich würde das auf jeden Fall ansprechen. Hat der Inhaber noch ne andere Person, Kinder, Geschäftsführer, ähnliches? Gibt es ne Leitungsebene?
Und sowas sollte man dann taktisch angehen. Wenn 200MAs wild rumkreisen, kann das einer Firma das Genick brechen.
Ich vergleiche sowas immer mit dem Verkauf einer Firma. Sowas muss man sauber eintüten.

1. Nachfolger identifizieren und an Board holen.
2. Einen längeren Zeitraum für die Einarbeitung 0,5-1Y und jeden mal besuchen. Kunden besuchen, MAs besuchen, Partnerfirmen besuchen usw.
Den/die Neue(n ) überall vorstellen und die jeweiligen Besonderheiten klarmachen.
3. Den eigenen Abgang vorbereiten bei der Nachfolgerfirma bzw. das dann eintüten.
4. Mal drüber nachdenken, sofern machbar, 1-3 Monate nix machen, Urlaub, Weltumrundung, was weiß ich, all das, was ggf. zu kurz gekommen ist, je nach Situation
 
Das lag eher an dem unfähigen Vorgesetzten, der halt leider 0 - in Worten Nuhull - Peil hatte. Da sind auch auf mehrfaches Bitten und Termineinladung schicken, keine MA-Gespräche geführt worden.
Der neue Vorgesetzte hat sich das alles angehört und es ist eine gute Vereinbarung getroffen worden, mit der kann ich erst einmal leben... - Mehr wird sich zeigen.

Das ist natürlich schade wenn der alte Chef nur auf der Durchreise war oder gar eine noch bessere Stelle in Aussicht hatte.
Ist dann natürlich schade dass sein Chef hier nicht hinterher war, oft sind die Mitarbeiterbeurteilungen usw. zwingend.

2 Mann IT für soviele Leute/PCs find ich mutig ^^
 
2 Mann IT für soviele Leute/PCs find ich mutig ^^
Cloud regelt. Jeder bekommt nen Raspberry und los gehts.
Ich glaube solche Konstellationen sind der wahre Treiber für die Cloud. Wenn man nen Lizenz von irgendwas kauft, haben scheinbar viele nen besseres Gefühl, als wenn man weniger Geld so nem IT-Nerd gibt, dessen Arbeit man eh nicht sieht/anfassen kann.
 
@konfetti
Ne ich hab nix neues, bin mir nichtmal sicher ob ich noch was neues will.... also das ist total zweitrangig für mich im Moment, ist zum glück finanziell auch nicht nötig.

@sidewinderdxii wenn das so leicht wäre.... :)

das hat @underclocker2k4 richtig erkannt, es ist nicht so leicht in einem solchen Umfeld - da hängt einiges dran, nicht nur meine Entscheidung sondern auch viele andere die dadurch beeinflusst werden. Am liebsten würde ich im Moment einfach den Deckel drauf machen, Augen zu und weg... hinter mir die Sintflut. Die Luft ist plötzlich sowas von raus, das ich nichtmal mehr sicher bin ob ich die ganze Zeit der Übergabe überhaupt noch "schaffe".

Aber das wäre ne Katastrophe für viele andere in der Firma und das Trümmerfeld will ich eigentlich nicht hinterlassen. Wir sind halt noch Inhabergeführt und die Führungsebene besteht aus dem Inhaber und 5 Gebietsleitern (inkl. mir). Mein Gebiet kann ich nicht einfachso mal dem andren Gebietsleiter übergeben, da sind wir leider ziemlich "oldschool" und intern viel zu schlecht vernetzt (Spedition....)

Mein "Nachfolger" der eigentlich für viel viel später gedacht war, ist zwar schon soweit eingearbeitet als meine "linke Hand" (das ist der Sohn vom Inhaber), aber dem allein alles zu übergeben ist sicher zu viel (der ist erst Ende 20) für den "jungen Mann" wie man so schön sagt, obwohl der echt top drauf ist.

Hach das wird noch ein Brocken von Arbeit und Entscheidungen zu denen ich mich durchringen muss. Echt nicht angenehm wenn man mal ausgebrannt ist noch die Energie für sowas aufzuwenden... aber ich denke, @underclocker2k4 hat absolut recht - das wichtigste wird sein, eine geeignete Nachfolge zu finden und die Situation auf den Tisch zu legen damit wir damit anfangen können. Umso länger ich mit mir selbst ringe, umso länger dauert es Erleichterung zu schaffen... danke für den Input!
 
aber dem allein alles zu übergeben ist sicher zu viel (der ist erst Ende 20) für den "jungen Mann" wie man so schön sagt, obwohl der echt top drauf ist.
Ohne das jetzt einschätzen zu können, aber unterschätz das mal nicht.
Denkansatz: Tauscht doch mal z.B. für 1 Woche/Monat die Plätze. Er regelt und du schaust drauf.
Sicherlich, Fehler werden gemacht. Wenn er aber schon ne Weile dabei ist, sollte da zumindest etwas gehen.
Evtl. stellt er sich besser an, als du glaubst, aber ggf. auch nicht.
In jedem Fall habt ihr Beide am Ende eine Einschätzung seiner Person. (wenn er denn ehrlich zu sich selbst ist)
Das kann man dann auch mit dem Inhaber besprechen. Und wenn es am Ende noch jemanden braucht, dann sollte das nach dem Test allen klar sein.
Und ggf. stellt man dann noch nen 2. ein für ein Tandem für z.B. 5 Jahre und dann läuft er alleine.

Da gibt es viele Möglichkeiten.
 
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Heute meinem Vorgesetzten mitgeteilt das ich gehen werde. Selten so etwas emotionsloses erlebt. Gespräch ganze 6 Minuten. Ich solle nur dran denken die Kündigung noch per Email zu versenden um auf Nummer sicher zu gehen das ich auch gehe 😂
 
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Werde von der einen Hälfte der Geschäftsleitung auch "übersehen/ignoriert", seitdem ich gekündigt habe 😅
 
Werde von der einen Hälfte der Geschäftsleitung auch "übersehen/ignoriert", seitdem ich gekündigt habe 😅

Erst seitdem du gekündigt hast? Die GL in meiner alten Firma hat sich gar nicht blicken lassen. Der frühere GF ist wenigstens an Weihnachten und Neujahr mal durch alle Bereiche gegangen und hat Frohe Weihnachten bzw. Frohes Neues gewünscht. Die neue GL hat man dann nur in welchen Interviews mal "gesehen" :LOL:
 
Werde von der einen Hälfte der Geschäftsleitung auch "übersehen/ignoriert", seitdem ich gekündigt habe 😅
Die denken bei dir ist sowieso nichts mehr zu holen. Manch andere quetschen die MA bis zum letzten Tag aus. Sei doch froh. :coolblue:
 
Die denken bei dir ist sowieso nichts mehr zu holen. Manch andere quetschen die MA bis zum letzten Tag aus. Sei doch froh. :coolblue:
Aber ein Aufhebungsvertrag kommt nicht in Frage 🤦‍♂️😅 Der neue AG würde sich freuen...
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Erst seitdem du gekündigt hast? Die GL in meiner alten Firma hat sich gar nicht blicken lassen. Der frühere GF ist wenigstens an Weihnachten und Neujahr mal durch alle Bereiche gegangen und hat Frohe Weihnachten bzw. Frohes Neues gewünscht. Die neue GL hat man dann nur in welchen Interviews mal "gesehen" :LOL:
Kommt sicherlich auch auf die Größe des Betriebes an.
 
Zu mir, über 40, In verschiedenen Branchen gearbeitet, teils unterste Stufe als auch Stellvertretende Leitungsposition, Servicetechniker, Produktionsmitarbeiter, Telekommunikationsbranche Kundenberatung, Bootsvermietung, aktuell weil es sich so angeboten statt nix tun in 6 Monaten als Externer Büromanagement Gedöns abgeschlossen ohne Vorkenntnisse und neuerdings ein Vorstellungsgespräch gehabt. Smaltalk gehalten, (beide Geschäftsführer aus Österreich recht überheblich im Verhalten meiner Einschätzung nach) bis zum Punkt....

Frau: Warum haben Sie denn Firma so und so verlassen?
Ich: Wir sind im Guten auseinandergegangen und haben uns lediglich finanziell nicht einigen können, sonst war alles gut.
Mann: Wo wir schon dabei sind, was haben Sie für eine Gehaltsvorstellung?
Ich: In Anbetracht meines Lebenslaufs, Alters, der aktuellen Marktlage im 21. Jahrhundert. 3200 Brutto als Einstieg.
Frau: Yeses das ist eine sehr große Differenz zu dem was wir dachten.
Mann: Nach unten schauend, ja eine sehr große Differenz. Beide gleichzeitig geredet....(bis ich die Zahl 2000 brutto am Ende gehört habe).
Ich: Dann legen Sie doch bitte Ihre Karten auf den Tisch. Was zahlen Sie denn Ihren Fachkräften bei Neueinstellung für die vorhandene Position.
Frau: Das können wir nicht sagen weil das ein himmelweiter Unterschied ist. Bla bla bla.....

Um welche Stelle es ging erspare ich mir da onehin alles Verhandlunsbasis ist aber da sieht man wieder das es nur darum geht zu drücken. Am Ende sagte sie noch tatsächlich das die Stelle nicht so fordernd wäre das sich ein höheres Gehalt rechtfertigen würde usw. Bin gespannt ob meine überaus negative Erfahrungsbilanz über die Arbeitswelt irgendwann etwas positiv wird. Irgendwie habe ich noch keine Firma erlebt wo es selbst bei Aufnahme keinen erheblichen Stress gegeben hätte. Sofort ist man eine Art Staatsfeind Nr.1, zumindest ist das bei mir so und das gleich ab dem ersten Tag oder sind die Menschen verblödet und verroht und haben Minderwertigkeitskomplexe das sie versuchen müssen über einem zu stehen.....naja was solls....leben geht weiter!
 
Ich bin gerade am Überlegen, ob ich nicht nebenbei ein berufsbegleitendes Studium machen soll. In meinem Bereich bringt Praxis zwar mehr als ein Studium, schaden tut es aber sicher auch nicht und wer weiß, wohin die Reise in Zukunft geht. Mit entsprechender Berufserfahrung gibt es da Studiengänge, wo man in 3 Semestern zum MSc kommt. Die Frage ist nur, wie viel so ein "bezahltes" Studium wirklich bringt bzw. ob das überhaupt ernst genommen wird. Ca. 12000€ und 1,5 Jahre Arbeit wo reinstecken, wenn es dann nicht ernst genommen wird, bringt auch recht wenig. MSc statt Ing. in der Mail-Signatur schaut zwar gut aus, aber ob es das wert ist?
 
Vielleicht macht es Sinn hier kurz das österreichische Bildungssystem anzuschneiden, so viele Leute dürften damit nicht vertraut sein.
 
Stand ebenfalls kürzlich vor so einer Frage. Allein schon weil viele Vorlesungen online statt finden...
Aber dann dennoch dagegen entschieden. Mein Ziel ist eigentlich die Arbeitszeit in den nächsten Jahren zu reduzieren und nicht noch mehr Arbeit ins Haus zu holen (hätte dann Richtung Informatik den Master gemacht. Momentan Dipl Ing (fh) Maschinenbau). Gehaltstechnisch bin ich tariflich auch schon am Ende angekommen. AT (und die damit einhergehende Vertrauensarbeitszeit) widersprechen ja meinem Ziel. Also hab ich es gelassen.
 
@P4LL3R Ich würde das genau aus 2 Gründen machen, wenn.

Entweder, du hast schon etwas in Aussicht, wo dir so ein Lehrgang etwas "bringt"

oder

du bist so ehrgeizig, dass du es einfach für dich selbst machst.
 
Die Frage ist dabei auch, möchte man wohin wo strengstes auf dieses Stück Papier geschaut wird?
Wenn nein, sollte man die Zeit lieber in fachgerechte Weiterbildung stecken.
Da bin ich aber kein Fachmann für Österreich, um sagen zu können ob das da generell so strickt gesehen wird.
 
Mit entsprechender Berufserfahrung gibt es da Studiengänge, wo man in 3 Semestern zum MSc kommt. Die Frage ist nur, wie viel so ein "bezahltes" Studium wirklich bringt bzw. ob das überhaupt ernst genommen wird.
Ich denke da ist das größte Thema.

Mal komplett aus dem blauen, ungefiltert als jemand der dich nicht kennt meine Gedanken, dann bekommst du ein Gefühl was dir ggf. Im Betrieb entgegen kommen wird.

1) Es wirkt auf mich wir ein rein österreichisches Thema, wo man sich auch nach der HTL ing nennen darf oder sowas.

2) Ma ohne vorheriges Studium, wo hat der sich eingekauft? Was ist der Abschluss Wert ohne Grundlagen Studium?

3) war das ein Bulemie Studium? Nur lernen und wiedergeben oder selbstständig lernen und durch Themen durchbeißen?

4) nach Bologna gehen die Studiengänge für einen master 10 Semester, 7+3 oder 6+4 Vollzeit.
Ausbildungzeit und Berufserfahrung in Ehren, aber was will man in 3 Semestern Teilzeit vermitteln?

Und jetzt noch ein persönlicher Kommentar von Leuten die Abendschule gemacht haben:
Verabschiede dich für die Zeit von allen Hobbys und den Mädels und sonstiger Freizeit wenn du das durchziehen willst.
 
Danke für eure Meinungen dazu.
Um ehrlich zu sein, im höheren Management sehe ich mich nicht wirklich und gerade da "braucht" man meistens ein Studium oder zumindest einen höheren Titel. Einen HTL-Abschluss (technische Schule in Österreich) und Ingenieur-Titel, der mittlerweile auf der selben Stufe wie der Bachelor-Titel ist, hab ich eh schon.
Bei mir wäre es dann wohl wirklich nur eine teure Aufwertung der Mail-Signatur und die Eltern würden sich freuen, das war es dann aber auch schon. Gehaltsmäßig dürfte es wenig bringen, wenn ich in der selben oder einer ähnlichen Position bleibe.
Es wird für meine berufliche Laufbahn wohl besser sein, wenn ich mich nebenbei selber weiterbilde. Wir haben von der Firma inzwischen einen Udemy-Zugang und können alle Kurse kostenlos machen und auch andere Kurse und Zertifizierungen werden ohne viel Fragen gerne bezahlt. Wenn ich da gleich viel Zeit reinstecke, kommt am Ende sicher mehr für mich raus.

2) Ma ohne vorheriges Studium, wo hat der sich eingekauft? Was ist der Abschluss Wert ohne Grundlagen Studium?
Genau da ist auch der Knackpunkt für mich. So ein Studium im Lebenslauf ist dann vielleicht sogar "schädlich", weil es einfach gekauft ausschaut. Ich will keinem was unterstellen, bei 12-16k€ fürs Studium gehe ich aber stark davon aus, dass man da auch gerne etwas mithilft oder bei Prüfungen ein Auge zudrückt.
 
meine kollegin macht ihren bezahlten bachelor innerhalb von 1 jahr und fängt im Nov. ihre abschlussarbeit an. dafür hat sie dann 3 monate zeit. klar bringt es der titel, aber selbstvertrauen holt man sich - denke ich - keines.

edit: man schreibt nur studienarbeiten über themen des moduls. also nichts mit rechnen oder was auch immer.
 
Zuletzt bearbeitet:
Um ehrlich zu sein, im höheren Management sehe ich mich nicht wirklich und gerade da "braucht" man meistens ein Studium oder zumindest einen höheren Titel.
Erstmal brauchst du dafür einen versauten Charakter :shot:

Oder ohne persönliche Wertung formuliert:
Spaß an den Aufgaben die dort warten, Spaß daran auf dem Schleudersitz zu sitzen, Spaß an der Tagespolitik in solchen Ebenen um dich auf dem Schleudersitz zu halten.
Der Wind wird rauer, je höher du auf den Berg kletterst.

Wenn du dich fachlich weiterbilden willst gibt es andere Möglichkeiten. Spezielle Lehrgänge mit Zertifikatspappen, Gasthörer an Unis nach Themengebiet, YouTube Akademien und Selbstlernkurse oder einfach private Mini-Projekte über online wissen, Foren, Bücher usw.

Wenn du nen Zettel, ne Eintrittskarte, brauchst oder meinst zu brauchen, dann mach. Schädlich wird es nicht sein, aber es wird sicher Fragen nach sich ziehen in Bewerbungsverfahren.
Wenn du da durch bist ist es wieder egal.

Wegen einer Mail Signatur würde ich es nicht machen, es sei denn ich arbeite in einer Branche oder einem Unternehmen wo das ggf. Wichtig ist.

Siemens als Konzern und allgemein der Chemie Branche sagt man nach das es wichtig wäre.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn du dich fachlich weiterbilden willst gibt es andere Möglichkeiten. Spezielle Lehrgänge mit Zertifikatspappen, Gasthörer an Unis nach Themengebiet, YouTube Akademien und Selbstlenkurse oder einfach private Mini-Projekte über online wissen, Foren, Bücher usw.
Genau das mach ich jetzt eigentlich eh schon eine Zeit lang. Und momentan ist in der Firma ein kleines Sommerloch mit weniger Arbeit. Die Zeit nutze ich natürlich auch um mich weiterzubilden. Einen SQL DBA und Powershell Kurs hab ich schon gemacht, ein paar andere Sachen werden sicher noch folgen. Und einige Cloud-Zertifizierungen hab ich zwar auch schon, da werde ich aber sicher auch bald wieder was machen. Ich denke auch, dass solche Zertifizierungen und spezifischen Weiterbildungen für einen Techniker mehr bringen als ein gekaufter Titel, der mit der Praxis überhaupt nichts zu tun hat.

6 Semester Stoff in 1 Kalenderjahr gebrügelt ?
Kann nicht gut gehen :fresse:
Der Stoff wird sicher nur sehr oberflächlich sein. Wie gesagt, das Unternehmen dahinter ist sicher auch daran interessiert, dass die Teilnehmer bestehen, sonst spricht sich das gleich herum und keiner geht mehr dort hin und sie verdienen entsprechend kein Geld.
 
Gerade das Thema Praxis und Studium nebenberuflich hat mich dann auch abgeschreckt. Ein ehemaliger Arbeitskollege hat es durchgezogen, mein Schwager ebenfalls. Beide mussten auf der Arbeit Stunden reduzieren und waren nach dem Abschluss reif für ein Sabbatical. Gebracht hat es beiden bisher null. Das wissen kann man nur rudimentär einbringen, da vieles Theorie war und so gut wie kaum etwas mit der Praxis zu tun hatte.

SQL und Powershell ist doch schon gut. Ich vergleiche das immer mit einem Handwerkergürtel. Alles wichtige muss dabei sein und SQL und Powershell gehört für mich dazu. :fresse:
Linux wird durch Docker, aber auch generell immer mehr ein Thema. Da Know-How zu haben schadet sicher nicht.
 
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