[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Habe einige Schulungen in dem Bereich AÜG gemacht, da sind schon einige Unikate dabei... da muss man sich bzgl des schlechten Rufes wirklich nicht wundern.
Aber wie gesagt, die waren alle im Niedriglohnsektor...

alleine die Diskussionen die dort geführt wurden, wann man wie und warum vlt noch etwas vom Gehalt streichen kann... verrückt...
 
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auch im akademischen bereich ist "leiharbeit" immer beliebter. gerade die ganz großen finden outsourcen mega spannend. man muss sich um nichts mehr kümmern wie urlaub, krank, rekrutierung usw sondern bestellt einfach ein externes unternehmen zum bruchteil des geldes. das hat je nachdem sogar seine räumlichkeiten vor ort bei der firma und die leute arbeiten dort auch permanent, aber sie sind keine angestellten dieser firma. dafür verdient der ing dort dann das gleiche wie der geselle von der firma selbst, die in irgendeinen satt bezahlten tarifvertrag stecken. und am ende wundern sich alle, das die qualität so scheiße ist, da keiner der akademiker das lange macht. als einstieg ideal, weil sie zb hier in brunsbüttel quasi alles von den schulen (staatlich geprüft/meister) wegfischen, aber auf dauer bleibt kaum jemand...

das eigentliche ziel von zeitarbeit war eigentlich mal, das man jemanden ohne großen risiko testen kann und dann ggf. übernimmt. das ist leider völlig vor die hunde gegangen...
das gesetz müßte mal reformiert werden. zb mindestlohn für zeitarbeit muss drastisch höher sein, zb 15€/std
 
Ich bin der Meinung, dass Zeitarbeit dafür geschaffen wurde, dass die Unternehmen ihre Stammbelegschaft verschlanken können, um so im Krisenfall, schnell und unkompliziert Personal reduzieren zu können.
 
Zeitarbeit ist nicht zwingend negativ, aus meiner Sicht überhaupt nicht, es kann sehr viel positive Auswirkungen haben, sowohl für AG als auch AN. Schindluder wird überall betrieben.
 
Ich bin der Meinung, dass Zeitarbeit dafür geschaffen wurde, dass die Unternehmen ihre Stammbelegschaft verschlanken können, um so im Krisenfall, schnell und unkompliziert Personal reduzieren zu können.

Und genau so ist es hier in der Automobilbranche passiert, 3x kann man raten wer als erstes abgesägt wird wenns nicht gut läuft.
 
War der Grund nicht eher, dass Unternehmen flexibel Lastspitzen abdecken können?

Das war der ursprüngliche Gedanke!
In Frankreich ist das auch immer noch so, da verdienen die Leiharbeiter auch besser als der Festangestellte, aber die Zeiträume sind begrenzt und die Leute müssen wirklich hochflexibel sein.
 
So hatte ich das auch im Hinterkopf. Ich meine unsere aktuellen gesetzlichen Regelungen wurden schon etwas gestrafft, aber Equal-Pay erst ab 9 Monaten Einsatz z. B. sind für mich immer noch eine klare Benachteiligung. Zumal bei 3 monatigen Wechseln zwischen 2 Einsätzen die Berechnung neu anfängt.

Ich sehe Zeitarbeit auch nicht per se als schlimm an, wer auf die Abwechslung steht bekommt da unheimlich viel mit (insbesondere Wissen und Erfahrung). Vorallem wenn man an eine wirklich gute Zeitarbeitsfirma kommt.
 
So Personalgespräch ist Rum (war schon vor 1.5 Wochen).

Kurzfassung:
- Probezeit überstanden, ab sofort unbefristet.
- gewünschte berufliche Weiterentwicklung für in 1-1.5 Jahren wurde positiv aufgenommen.
- ab diesem Monat 8% mehr Kohle.

Zusammenfassung zum neuen Job
- Job deutlich entspannter
- 35h statt 40h
- nach der Probezeit mehr Kohle im Jahresmittel
- Entwicklungsmöglichkeiten die meiner Vorstellung entsprechen
 
flexibel lastspitzen abdecken lol.
in meiner gegend stellen big player des dax seit vielen jahren ihr produktionspersonal (extern) !nur noch darüber ein. diese armen schweine durchlaufen 4-6j in-outs und ein bruchteil davon ergattert dannach - wenn leistung und fehltage erstklassig sind - einen befristeten vertrag für 1-2j. also 5-8j zittern,110%, und #no-gelber.
natürlich alles nur wegen lastspitzen...
und der regenwald wird abgeholzt um sukzession einzuleiten, habitattradition zu durchbrechen, und natürlich wird das dann dort aus versehen wachsende soja hauptsächlich dazu genutzt, den hunger in afrika zu bekämpfen, nicht wahr?
🤦‍♂️
 
Wofür etwas gedacht ist und wofür es dann letzt endlich genutzt (wobei missbraucht passt besser) wird, sind 2 verschiedene paar Schuhe.
 
In Dänemark (meine es war Dänemark) gibt's für Leiharbeiter +25% Lohn gegenüber der Stammbelegschaft. Das ist der Preis für die AG für die Flexibilität und für die Leiharbeiter ne kleine Versicherung.

Sicher keine Nobelpreis-Leistung zu erkennen, dass die Leiharbeitsquote dort geringer ist.

(Disclaimer: habe mich länger nicht mehr damit beschäftigt, ist evtl zwischenzeitlich anders).

PS:
Missbrauch durch Leiharbeitsbuden die sich die AN fristgerecht gegenseitig zuschieben um somit die Übernahme und equal pay zu umgehen oder auch Autohäuser mit Stern, die ihren Azubis kackfrech ins Gesicht sagen: "wir können dich leider nicht übernehmen, aber hier ist die Visitenkarte von unserem Leiharbeitspartner." Gab's vor 2010 auch schon, ist damals vor Gericht gelandet, gab einen Gütetermin, wo betreffende Azubine eine nette Abfindung bekommen hat. Sie hatte sich meiner Meinung nach unter Wert verkauft, aber für sie war es ein schnelles Ende und nettes Stadtkapital fürs Studium.

Hat damals Brechreiz verursacht, tut es heute immer noch.
 
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  • Danke
Reaktionen: THK
in dänemark ist es aber auch so, das bis auf kopenhagen eigentlich niemand dort wohnt und ganze gebiete quasi leer sind. wenn dort firmen sitzen wie lego, danfoss oder velux, arbeitet man auch dort, oder ist angeschissen. da man in dänemark wegen harten tempolimits auch nicht vorwärts kommt, wohnen die leute auch dort, wo sie auch arbeiten.
ein jobwechsel bedeutet quasi zwangsweise auch ein umzug, außer man wohnt an einen der wenigen autobahnen, wo auch die gesamte industrie sitzt.
ich habe das jahrelang selbst in flensburg mitbekommen wie das dort abläuft und war selbst in dänemark mal arbeiten...
 
in dänemark ist es aber auch so, das bis auf kopenhagen eigentlich niemand dort wohnt und ganze gebiete quasi leer sind. wenn dort firmen sitzen wie lego, danfoss oder velux, arbeitet man auch dort, oder ist angeschissen. da man in dänemark wegen harten tempolimits auch nicht vorwärts kommt, wohnen die leute auch dort, wo sie auch arbeiten.
ein jobwechsel bedeutet quasi zwangsweise auch ein umzug, außer man wohnt an einen der wenigen autobahnen, wo auch die gesamte industrie sitzt.
ich habe das jahrelang selbst in flensburg mitbekommen wie das dort abläuft und war selbst in dänemark mal arbeiten...
Ach nu übertreib net. Da ist genug Action über die kompletten Inseln verteilt.
Sicher hast du da auch Ecken die quasi nur aus Ferienwohnungen und Touri-Angeboten bestehen, aber das Land ist a) Bevölkerungsärmer (Bürger/m2) und auch anders infrastrukturell/industriell strukturiert.
Keine Ahnung, also nen Ruhrpott hab ich da bis jetzt noch nicht gesehen...
 
aber genau das schreibe ich doch. wollt ihr beide das eigentlich falsch lesen, damit ihr wieder rumstänkern könnt?

industrie gibts in dänemark außerhalb der hauptstadt quasi nur an der großen autobahn richtung norden und in esbjerg. dazwischen ist eine menge niemandsland, wo wirklich nur sehr wenige menschen wohnen. ist sehr idylisch dort und ist sicherlich deutlich weniger schnellledbig wie hier, und trotzdem haben die besseres internet als wir hier ^^
 

„Leiharbeit ist von einem Ausnahmeinstrument immer mehr zur Normalität geworden. So ist es nicht gedacht, denn Leiharbeit ist immer prekär“

Ich finde schon das der Spruch passt. Aber wir verrennen uns da. Wir sind hier einfach unterschiedlicher Auffassung.
 
Weil man in Dänemark nur 80 statt 100 Außerorts fahren darf, pendelt dort keiner. Deine Plattitüden sind so derart haarsträubender Unsinn.
Mittlere Reiseweite Arbeitsweg D 16,7km (MiD 2017), Dänemark 22km (https://www.dst.dk/en/Statistik/emner/arbejde-indkomst-og-formue/pendling)
Aber ist auch egal, völlig nebensächlich, lohnt sich gar nicht, darüber weiter zu diskutieren.
 

„Leiharbeit ist von einem Ausnahmeinstrument immer mehr zur Normalität geworden. So ist es nicht gedacht, denn Leiharbeit ist immer prekär“

Ich finde schon das der Spruch passt. Aber wir verrennen uns da. Wir sind hier einfach unterschiedlicher Auffassung.
Ich glaube ich verstehe langsam was du meinst. Natürlich war sie vll mal so angedacht, 1000 Jahre b.c., aber das bringt ja nichts, wenn die Gesetzgebung dazu - von der Politik - zu dieser Hydra novelliert wurde und das ganz bewusst und mit voller Absicht.
Die DDR war ja auch als Demokratie "angedacht" weswegen sie diesen Namen getragen hat... Die Realität sah aber anders aus (ich gebe zu, dass dieses bsp nicht ganz passt :fresse: )
 
auch im akademischen bereich ist "leiharbeit" immer beliebter. gerade die ganz großen finden outsourcen mega spannend.

Der akademischer Bereich, zumindest die Bereiche innerhalb derer ich aktiv bin, ist im Endeffekt das gleiche wie die freie Wirtschaft. Es geht um Erfolg und ums Geld. Mitunter wird Neuankömmlingen schon geraten nicht mehr in die Wissenschaft einzusteigen, sondern ihr Wissen und Können in Unternehmen einzusetzen und sich dort weiterzuentwickeln. Eben weil der wissenschaftliche Betrieb mitunter so korrupt und politisch geworden ist.

Und "Leiharbeit" stimmt natürlich, auch wenn es dann dort anders genannt wird.
 
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Die DDR war ja auch als Demokratie "angedacht" weswegen sie diesen Namen getragen hat... Die Realität sah aber anders aus
Nach dem Selbstverständnis der Sozialisten hat bei denen das Volk regiert, eben der Arbeiter und Bauernstaat und dies ist für sie die höchste Form der Demokratie. Wir haben heute ein anderes Verständnis von Demokratie und da gehören freie und geheime Wahlen dazu, aber dies ist eben nicht die einzige Ansicht wie Demokratie auszusehen hat.
 
Du hast jemanden zitiert der über die DDR gesprochen hat. Und auch die DDR wollte letztendlich das finale Ziel vom Sozialismus in den Kommunismus erreichen. Sie wollten es nur ohne diktatorische Mittel wie die Soviets erreichen, das war einer der Gründe warum sie sich demokratisch nannten.

Aber lassen wir das...
 
Mal bitte wieder zurück zum Thema, driftet gerade etwas arg ab.
 
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