[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Ach, mir ist das auch einfach zu spät eingefallen. Mich hat die ganze Situation damals Psychisch bis übers Limit belastet und meine Gesundheit beeinträchtigt. "Schmerzensgeld" ist tatsächlich so gemeint und das nicht im übertragenen Sinne.
 
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Eben meine Gehaltsabrechnung bekommen und mal nachgerechnet, nach Abzug von Miete, Strom, Telefon, Versicherung und Gewerkschaftsbeitrag bleiben für den August knappe 1800€ übrig. Abzüglich Sprit und Lebensmittel sollten 1400€ frei zur Verfügung stehen.
Ich frage mich nur, wieso ich noch 21 Urlaubstage habe, hab doch schon 19 von 35 genommen🤔
 
Ich guck erstmal das ich meine Jahresarbeitszeit voll bekomme. Stand Juni hatte ich 1042 von 2083 Stunden. Überstunden werden erstmal gesammelt und die lass ich mir Ende nächsten Jahres auszahlen, letztes Jahr gab es pro Überstunde nochmal 15€ in top. Hab vor mir Ende nächsten Jahres ein anderes Auto zu kaufen.
 
Jein. Die Zahlen nur so viel wie sie müssen um die Leute nicht zu verlieren. Das führt ja auch zum "Gender-Pay-Gap", weil Frauen sich viel später beschweren oder mehr Gehalt fordern. In der alten Firma war ich mal zum Abendessen mit den Konzern-Chefs eingeladen. Man wollte sich die "High Potentials" vom Standort ansehen und mal mit denen Reden.

Im Nachhinein gesehen hätte ich aus Spaß an der Freude mal 100.000€/Jahr fordern müssen plus rückwirkend 10k für jeden Monat in dem ich mit den "Kompetenten" Kollegen aus der Tochter arbeiten musste. Das wäre als Schmerzensgeld vielleicht noch vertretbar gewesen.

Darf man fragen, wieso du im o.g. Gespräch dabei warst? Bei der unteren Aussage, kann ich die Einladung nämlich nicht verstehen. Ein bisschen abgehoben, findest du nicht?
 
Was genau verstehst du daran nicht? Die Kollegen des Tochterunternehmens waren scheinbar anstrengend charakterlich oder die Arbeit mit Ihnen war anstrengend.
 
Darf man fragen, wieso du im o.g. Gespräch dabei warst? Bei der unteren Aussage, kann ich die Einladung nämlich nicht verstehen. Ein bisschen abgehoben, findest du nicht?

Die unten genannte Forderung habe ich nicht erhoben - im Prinzip wäre es das natürlich ein Abwehrangebot gewesen, was für das Unternehmen keineswegs tragbar gewesen wäre - genauso wenig wie für mich die Option, weiter unter diesen Voraussetzungen zu arbeiten.

Die Situation war einigermaßen komplex und so einfach wie "es wurde anstrengend also habe ich gekündigt" war es halt nicht. Das Vorspiel bis es so weit kam ging über ein dreiviertel Jahr. Die ganze Komplexität wurde nicht weniger, als die "Kollegen" aktiv die Arbeit meines Teams sabotiert und unsere Erfolge als ihre verkauft haben. Jeder von uns hat massive Mengen an Herzblut in das Projekt gesteckt, ein Projekt dieser Komplexität stemmt man nicht alleine, sondern als Team bzw. Team aus Teams. Ich maße mir nicht an, die Errungenschaften auf meine Person alleine zu beziehen.
Die Herrschaften haben mehr als einmal das Projekt gefährdet in der Zeit als ich noch dort war. Kurz vor einer Demonstration vor internationaler Presse sollte das ganze abgesägt werden. Wir haben die Erwartungen weit übertroffen, den Kunden und dessen Vertrieb gezeigt wie geil das Ganze aussehen kann und damit das Projekt gerettet. Und das war der Auftakt dazu, mindestens zweimal im Monat allerlei Eskalationstufen zu zünden. Dazu kam ein systematisches Belügen unserer Kunden durch meine Vorgesetzten - kurz: Die komplette Firma war dysfunktional weil das Management die falschen Leute befördert und aus Angst sich selbst Fehler einzugestehen diese geschützt hat. Im Nachhinein habe ich erfahren, dass von den Kunden wohl besonders hohe Stundensätze gezahlt für eine gewisse Exklusivität. Also: Dass man uns höhere Gehälter bezahlt damit wir nicht abgeworben werden. Wo das Geld gelandet ist? Naja: Der neue Leiter des Projektmanagements ist beim Statusmeeting auf jeden Fall mit dem 200k€-Dienstwagen vorgefahren (Normalerweise ist das Limit 40-50k€), Kaffee oder Kekse gab es dafür keine - und die besagte Nullrunde für die Kolleginnen. Man muss halt Prioritäten setzen. Irgendwann kommt dann der Moment, wo man merkt wo die psychische Belastungsgrenze liegt. "Change it, Love it or leave it" - mit "lieben" war nix, "change" hat nicht funktioniert, also Leave.
 
Hab's zwar schon im Keks Thread gepostet aber wollte da nicht zu sehr ins Detail gehen.

Ich bin aktuell im öffentlichen Dienst TVÖD-VKA E5 Stufe 3 d.h 35.507,43€ Jahresbrutto.

Dazu kommen noch Zuschläge für Sonntage, Feiertage und Nachtarbeit.

Hierfür zahle ich ja meines Wissens nach keine Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung.

Somit komme ich nie auf den nötigen Durchschnittsverdienst für einen vollen Rentenpunkt pro Jahr (aktuell 40.551€.)

Zählen die Zuschläge die ich bekomme denn bei der Ermittlung des Durchschnittsverdiensts mit rein?

Dann könnte es reichen. Sind ca 300-500€ netot im Monat mehr.

Wenn nicht, würde es doch Sinn machen wenn ich mir einen 450€ Job Suche, oder?
 
Ich meine dass das mit rein zählt. Zumindest habe ich mir sagen lassen dass der Rufdienst dazu gerechnet wird. Und der ist ja noch spezieller als Überstunden.
 
Zuschläge werden in der Steuer nicht berücksichtigt
Zuschläge unterscheiden sich von den Zulagen, die Sie von Ihrem Arbeitgeber bekommen, darin, dass Sie dafür keine Steuern zahlen müssen. Auch Sozialabgaben werden für die Zuschläge nicht fällig. Dies bedeutet, dass Ihnen für Zuschläge keine Beiträge für die Krankenversicherung, die Rentenversicherung, die Arbeitslosenversicherung und die Pflegeversicherung abgezogen werden. Die Beträge gehören nicht zum steuerpflichtigen Einkommen und werden in Berechnungen, etwa für das BaFöG, nicht berücksichtigt. Was unter die Rubrik der Zuschläge fällt, ist ganz genau festgelegt. So fällt die Arbeit an Sonntagen, an Feiertagen und in der Nacht darunter.
Quelle
 
Wenn der Stundenlohn durch Zuschläge 50€ übersteigt, werden aber auch auf Nachtzuschläge etc Sozialabgaben fällig.
 
Wird bei E5 nie im Leben passieren

Denke ich habe meine Antwort gefunden

Das Durchschnittsentgelt ist ein Wert, der die Rentenberechnung und damit die Rentenhöhe beeinflusst. Bei der Rentenberechnung werden für die einzelnen Kalenderjahre Entgeltpunkte bestimmt, indem das beitragspflichtige Bruttoarbeitsentgelt des Versicherten durch das Durchschnittsentgelt aller Versicherten im gleichen Kalenderjahr geteilt wird. Weil für das laufende und das vorangegangene Kalenderjahr noch keine statistischen Daten für die Ermittlung des Durchschnittsentgelts vorliegen, werden hierfür zunächst vorläufige Werte festgelegt.

Was haltet ihr von der Idee mit dem 450€ Job?
 
Wird bei E5 nie im Leben passieren

Denke ich habe meine Antwort gefunden

Das Durchschnittsentgelt ist ein Wert, der die Rentenberechnung und damit die Rentenhöhe beeinflusst. Bei der Rentenberechnung werden für die einzelnen Kalenderjahre Entgeltpunkte bestimmt, indem das beitragspflichtige Bruttoarbeitsentgelt des Versicherten durch das Durchschnittsentgelt aller Versicherten im gleichen Kalenderjahr geteilt wird. Weil für das laufende und das vorangegangene Kalenderjahr noch keine statistischen Daten für die Ermittlung des Durchschnittsentgelts vorliegen, werden hierfür zunächst vorläufige Werte festgelegt.

Was haltet ihr von der Idee mit dem 450€ Job?
Wenn du die Freizeit nicht brauchst und Lust dazu hast, kannst das machen. Würde mir persönlich im Traum nicht einfallen. Freizeit kann ich jetzt nutzen, im Rentenalter eher weniger.
Davon ab hast du doch auch noch eine ZVK/VBL Rente dazu und paar Stufen sollten in der E5 ja noch kommen
 
Da kommen noch genau 3 und dann war es das.

Mir reichen meine 39 Stunden und außerdem hab ich Dank Arbeit an Sonn- und Feiertagen eh recht wenig Zeit für Arbeit nebenher.

Zum Thema VBL, nach 2 Jahren habe ich einen Anspruch von 48€.

Ich glaub ich frag mal bei der DRV an ob ich die Zuschläge evtl freiwillig versteuern kann
 
Da kommen noch genau 3 und dann war es das.

Mir reichen meine 39 Stunden und außerdem hab ich Dank Arbeit an Sonn- und Feiertagen eh recht wenig Zeit für Arbeit nebenher.

Zum Thema VBL, nach 2 Jahren habe ich einen Anspruch von 48€.

Ich glaub ich frag mal bei der DRV an ob ich die Zuschläge evtl freiwillig versteuern kann
Dann beantwortet sich deine Frage ja von selbst 😉
Was erwartest du denn? M.M.n. sind 48 Euro für 2 Jahre nicht verkehrt. Die zahlt zum Teil der AG und viele andere bekommen genau 0. Zumal du es über die restlichen Jahre sehen musst.
Ansonsten würde ich an deiner Stelle eher schauen ob ggf. Irgendwo/wie eine E6-8 frei ist/wird.
 
Wie schaut es mit Weiterbildung aus? Techniker, Meister, Studium..
Hat bei mir geholfen (war meine beste Investition).

Grüße Kazuja
 
Investitionen in die eigene Weiterbildung sind mMn immer die beste Geldanlage!
 
Ich glaube da kann ich nur beipflichten, versuche meinen Bruder zu überzeugen der aktuell auch in E6 rumwerkelt.
Ich mache aktuell meinen Master (Internationale Beziehungen / Entwicklungszusammenarbeit) neben dem Vollzeit Beruf, das ist zwar komplett Fachfremd und ziemlich anstrengend. Habe im Bachelor Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt Software Engineering studiert, aber es lohnt sich. Es erweitert den Horizont. Im aktuellen Job bringt mir das relativ wenig aber privat liegt das Interesse eben bei Politik und Wirtschaft vor allem in Entwichlungsländern. Wenn meine Frau künftig finanziell etwas unabhängiger ist und ich die "Eier" habe/finde , würde ich mich künftig gerne in meiner Wahlheimat Kenia beruflich orientieren. Digitalisierungsprojekte bei der UN beispielsweise. Ich spinne ab und an auch mal mit ein paar Ideen zur Selbständigkeit dort unten rum, vor allem im Bereich Finanzen/Landwirtschaft/Informatik (Habe sehr gute Freunde auch in diesem Bereich, und bin des öfteren mit deren Startups unterwegs)
 
Wieso ?
Bestimmt nicht mutiger als hier, nur dürften die Rahmenbedingungen ggf etwas anders sein als hier.
 
Wir werden ab nächster Woche auch wieder ins Büro zurückkehren (nach 4 Monaten Home Office :fresse: ).

Allerdings im Dreischicht. Also eine Woche Büro, zwei Wochen Home Office.
 
Wir dürfen ab Heute wieder 5 Tage die Woche Home Office vorerst, bin also ab morgen wieder nicht im Büro :)
 
wenn man nicht verpflichtet ist eine steuer abzugeben (hab ich schriftlich von finzanzamt) und man dennoch eine abgeben will bleibt dass abgabedatum aber gleich oder?
 
wenn man nicht verpflichtet ist eine steuer abzugeben (hab ich schriftlich von finzanzamt) und man dennoch eine abgeben will bleibt dass abgabedatum aber gleich oder?
Kannst abgeben wann du willst. Theoretisch kannst auch die max. 4 Jahre warten und Steuer inkl. Zinsen wiederkriegen.
 
Fremdsprachen, instabilere Wirtschaft etc
Dafür dass Kenia's Wirtschaft ziemlich stark wächst und Nairobi (ich denke einfach an Nairobi, vllt ist das Ziel auch ein ganz anderer Ort) einer vermeintlich "westlichen" Großstadt in Nichts nachsteht, bereitet mir als Außenstehender seine Wahlheimat keine Bauchschmerzen :fresse:
Denke da gibt's auch dem afrikanischen Kontinent einige risikoreichere Länder.
 
  • Danke
Reaktionen: pc*
Fremdsprachen, instabilere Wirtschaft etc
Das sind die Punkte die mir weniger Sorgen machen, Problem in Kenia ist meines Erachtens, dass Kenia relativ Investor unfreundlich ist. Es gelten andere "Regeln" für Ausländer z.B kein Landbesitz, Gründung eines Unternehmens ohne Kenianischen Teilhaber bzw. Geschäftsführer etc.
Ich werde mit meinen Plänen definitiv warten bis ich meine kenianische Staatsbürgerschaft habe (bin mit einer Kenianerin verheiratet), einfach um die organisatorischen Hürden zu umgehen und weiter Kapital anzusparen.
 
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